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Autor Beitrag
Thema: Raimon Weber - "Kuckucksmörder"
Gronik

Antworten: 1
Hits: 63
RE: Raimon Weber - "Kuckucksmörder" 17.12.2014 15:37 Forum: Krimis/Thriller


Polizistin Eva Flessmann ist beunruhigt, als die Mutter ihrer besten Freundin Petra sie anruft, weil sie schon so lange nichts mehr von ihrer Tochter gehört hat. Eva fährt zu Petras Haus, um nach dem Rechten zu sehen. Dort angekommen, erlebt sie den Schock ihres Lebens, die gesamte Familie wurde bestialisch umgebracht. Obwohl Eva nur Streifenpolizistin ist, drücken ihre Kollegen beide Augen zu und sie ermittelt parallel zur Mordkomission auf eigene Faust. Schnell stellt sich heraus, dass die anscheinend so glückliche Familie tiefgreifende Probleme hatte. Petra hatte als Ladendiebin in mehreren Geschäften Hausverbot und wurde möglicherweise von ihrem Mann misshandelt. Als Eva in einem großen Kaufhaus weiter nachforscht, lernt sie den Security Mann Falk Stucke kennen.

Der Leser erkennt recht schnell, was es mit diesem Mann auf sich hat, ein Großteil der weiteren Handlung wird aus seiner Sicht erzählt. Es ist also kein typischer Krimi, bei dem man bis zum Ende rätselt, wer wohl der Täter sein könnte. Dies ergibt sich ziemlich schnell und als Leser ist man dann bei seinen weiteren Taten direkt mit dabei, lernt nach und nach seine Gedankengänge immer besser kennen und versucht, seine Motivation zu begreifen.

Manche Leser werden hier die übliche Krimi-Spannung vermissen, ich habe den ungewöhnlichen Ansatz als sehr interessant empfunden. Das Buch liest sich ziemlich schnell und umfasst ja auch nur knapp 200 Seiten. Eva Flessmann als Gegenpart zu Falk Stücke blieb für mich relativ blass. Die Handlungen von Falk Stucke zu verstehen, fiel mir schwer, seine Sicht der Dinge habe ich eher mit grausiger Faszination und einem gewissen fassungslosen Kopfschütteln gelesen. Nichtsdestotrotz ergab diese ungewöhnliche Perspektive für mich eine spannende und gute Unterhaltung.
Das Ende ist relativ offen und bietet genug Raum für eine Fortsetzung.
Thema: Michelle Raven - "Crossroads - Ohne Gnade"
Gronik

Antworten: 1
Hits: 98
17.12.2014 14:53 Forum: Krimis/Thriller


Bei einem Gefangenentransport entkommen zwei Häftlinge. Der grausame Russel Davis tötet alle Wachen und den begleitenden FBI-Beamten. Den zweiten Gefangenen lässt er am Leben, denn er weiß, dass Damon Thomas sich im Nationalpark gut auskennt und ihm somit nützlich sein könnte. Obwohl ebenfalls als Mörder verurteilt, scheint Damon aber ein anderer Typ Mensch zu sein. Als die beiden auf einem nächtlichen Campingplatz auf die 7jährige Emma stoßen, ist es Russel, der das Mädchen als Geisel mitnimmt. Damon bemüht sich im Folgenden, ihr die Angst zu nehmen und sie vor dem unberechenbaren, sadistischen Russel zu beschützen. Doch das FBI sieht nur zwei Mörder auf der Flucht!

Warren Harper, Emmas Vater, ist völlig verzweifelt, als er Emmas Verschwinden bemerkt. Der ehemalige Marine hatte diesen Ausflug geplant, um die Beziehung zu seiner Tochter wieder aufzubauen, aufgrund seines Berufes und einer schweren Verletzung hatten sie sich ziemlich entfremdet. Zuerst denkt er, Emma hätte sich nur verlaufen. Die Ranger können ihm nicht helfen, da sie das FBI bei der Mörderjagd unterstützen, so wendet sich Warren an die Hundeführerin und Mantrailerin Angel Burns. Mit ihrer Hündin Moonlight geht sie gemeinsam mit ihm auf die Suche nach Emma. Schnell müssen sie vom Schlimmsten ausgehen, dass Emma nicht einfach allein in den Wald gelaufen ist, sondern vielmehr von den beiden gefährlichen Männern mitgenommen wurde. Ohne Angel und ihre Hündin gibt es keine Chance, die drei in dem riesigen Gebiet aufzuspüren, außerdem ist Warren auch nicht der Typ, der brav wartet und die anderen auf die Suche gehen lässt. Immer näher kommen er und Angel den beiden flüchtigen Männern – und auch einander!

Für mich war es das erste Buch der Autorin, sicherlich nicht das Letzte! Auch wenn einige Entwicklungen recht vorhersehbar waren, wie zum Beispiel die Annäherung zwischen Angel und Warren, hat mich die spannende Suche doch sehr in Atem gehalten!

Romantic Thrill ist eigentlich nicht mein Lieblingsgenre, aber ab und an greife ich doch gerne zu einem Buch aus dieser Kategorie und dieses hier macht mich durchaus neugierig auf eine Fortsetzung oder weitere Fälle, denn die Geschichte hier ist am Ende natürlich erst einmal abgeschlossen.
Thema: Rebecca Maly - "Ein Haus am Kahu River"
Gronik

Antworten: 1
Hits: 66
RE: Rebecca Maly - "Ein Haus am Kahu River" 17.12.2014 14:48 Forum: 19. und 20. Jahrhundert (1801 n. Chr. – 1945 n. Chr.)


Neuseeland, 1869. Adalie flieht von der ärmlichen Farm ihrer Eltern und vor allem vor ihrem gewalttätigen Vater. Seit ihr älterer Bruder ebenfalls abgehauen und zur See gegangen ist, fühlt sie sich ganz allein, ihre Mutter ist ihr keine Hilfe und der Zorn des Vaters entlädt sich immer brutaler. So nimmt Adalie allen Mut zusammen und macht sich auf den Weg ins Ungewisse, es kann nur besser werden. Durch einen Zufall landet sie in New Plymouth und lernt dort nach einigen Wirrungen die Kunsthändlerin Johanna Fitzgerald kennen, die ihr eine Anstellung gibt.

Auch Johannas Sohn Duncan begegnet ihr und trotz aller Unterschiede in Stand und Herkunft verlieben sich Adalie und Duncan schnell ineinander. Adalie fürchtet nach ihren bisherigen Erfahrungen Männer generell, Duncan muss sich große Mühe geben, bis sie sich ihm endlich öffnet. Doch dann scheint ihrem Glück nichts mehr im Wege zu stehen, sie fangen ein neues gemeinsames Leben an, das auf den ersten Blick nicht schöner sein könnte. Allerdings geschehen immer wieder schreckliche Dinge und es scheint fast so, als würde ein Fluch auf ihrem neuen Anwesen liegen. Ein Fluch der Vergangenheit?

Autorin Rebecca Maly gelingt es immer wieder wunderbar, ferne Länder in vergangenen Zeiten zu beschreiben. Ich muss allerdings gestehen, dass mich dieses Buch nicht so mitgerissen hat wie "Der Ruf des Sturmvogels". Auch wenn Konflikte zwischen neuseeländischen Ureinwohnern und weißen Siedlern hier durchaus zur Sprache kommen, bleibt dieses Thema hier eher Nebensache, das Hauptaugenmerk liegt auf der Liebesgeschichte von Duncan und Adalie und dem Geheimnis, welches ihr Glück bedroht. Einmal abgesehen von dieser Bedrohung aus der Vergangenheit verlief mir Adalies Geschichte ab einem gewissen Punkt fast zu einfach. Duncan hätte für mich ruhig ein bisschen mehr Ecken und Kanten haben können, er blieb für mich etwas blass.

Wer den Vorgänger "Im Tal des Windes" kennt, der weiß schon einiges über die Geschichte von Duncans Mutter Johanna. Man konnte das Buch aber auch gut ohne diese Vorkenntnisse lesen (man spoilert sich aber natürlich selbst für den ersten Band, wenn man den zweiten zuerst liest).

Insgesamt hat mich die Geschichte aber auf jeden Fall sehr gut unterhalten und ich würde jederzeit wieder zu einem Buch der Autorin greifen!
Thema: Rebecca Donovan - "Liebe verletzt" (ab 14 J.)
Gronik

Antworten: 1
Hits: 53
RE: Rebecca Donovan - "Liebe verletzt" (ab 14 J.) 17.12.2014 14:47 Forum: Kinder- und Jugendbücher


Emma ist eine sehr gute Schülerin, erfolgreiche Sportlerin, engagiert sich bei der Schülerzeitung – kurzum, eine Musterschülerin. Aber niemand weiß, welchen Horror sie tagtäglich zuhause erlebt. Sie lebt seit dem Tod ihres Vaters bei ihrem Onkel und seiner Frau Carol. Emma wird schikaniert, beispielsweise bekommt sie eine genaue Zeit zum Duschen zugeteilt, danach wird das warme Wasser abgestellt, sie darf kein Handy haben und nicht ausgehen. Aber das ist längst nicht alles, denn sie ist auch brutaler körperlicher Gewalt ausgesetzt, wird geschlagen und für die geringfügigsten Anlässe beschimpft und verletzt.

Einzig ihre beste Freundin Sara hat einen kleinen Einblick in Emmas Hölle, aber Emma verschleiert die schlimmen Zustände, so gut sie kann. Sie ist fest entschlossen, es durchzustehen, bis sie weggehen und aufs College gehen kann. Deswegen hält sie
Als Evan neu in ihre Schule kommt und offensichtlich vorhat, Emma näherzukommen, wird es ziemlich kompliziert. Denn auch Emma fühlt sich zu ihm hingezogen, aber sie muss ihre Lebensumstände unter allen Umständen geheim halten. Ganz abgesehen davon, ist ein fester Freund natürlich auch nicht erlaubt.

Schon nach den ersten Seiten war ich ziemlich geschockt über die brutale Gewalt, die Emma angetan wird. So etwas hatte ich in einem Jugendbuch nicht so drastisch erwartet. Auch im weiteren Verlauf kommen immer wieder Szenen, die nur schwer zu ertragen sind. Für mich war Emmas Begründung, warum sie dies alles auszuhalten versucht, zu schwach, ich konnte nicht wirklich nachvollziehen, warum sie sich so misshandeln lässt und keine Hilfe sucht.

Die Beziehung zwischen ihr und Evan ließ mich beim Lesen ebenfalls etwas zwiespältig zurück. Evan scheint zu gut, um wahr zu sein, immer ist er für Emma da, bedrängt sie jedoch nicht und entpuppt sich immer mehr als absoluter Traumtyp. Aufgrund ihrer Probleme bleibt es aber ein ziemliches hinundher zwischen den beiden.

Gut gefallen hat mir Sara, Emmas beste Freundin. Obwohl sie das wahre Ausmaß von Emmas Schwierigkeiten gar nicht kennt, ist sie entsetzt und versucht mehr als einmal, Emma zu überreden, etwas zu unternehmen. Aber sie respektiert dennoch Emmas Wunsch, nicht über dieses Thema zu sprechen und ihre Verletzungen zu verstecken. Es fällt ihr aber sehr schwer und dadurch wirkte Sara auf mich nachvollziehbarer und ihr Verhalten oft verständlicher als das von Emma.

Gegen Ende entwickelt sich Emma auf einmal sprunghaft, aber für den Leser ist klar, dass das nur in einer Katastrophe enden kann. Da man schon weiß, dass es noch zwei Folgebände gibt, ist klar, dass Emma überleben wird, aber wie sie aus ihrer schrecklichen Situation heil herauskommen wird, blieb für mich lange unvorstellbar.

Insgesamt ein gut zu lesendes Jugendbuch mit sehr ernsten Untertönen und streckenweise ziemlich verstörenden Szenen. An einigen Stellen war mir die Geschichte aber auch zu langatmig und einige Seiten weniger hätten für mich auch gereicht, insbesondere im Beziehungswirrwarr zwischen Emma und Evan. Dennoch hat mich das Buch genug gefesselt, um gespannt zum zweiten Teil zu greifen!
Thema: Jutta Maria Herrmann - Hotline
Gronik

Antworten: 2
Hits: 105
17.12.2014 14:42 Forum: Krimis/Thriller


Chris und seine WG-Freunde betreiben eine Beicht-Hotline. Eine Geschäftsidee von Chris, Menschen können hier anrufen und ihre Sünden beichten oder einfach nur reden. Nach anfänglicher Euphorie hat sich die Hotline inzwischen auf einem mittleren bis niedrigen Anrufer-Niveau eingependelt und Chris sucht neue Wege, um sie in die Medien und ins Gespräch zu bringen. Den merkwürdigen Anruf einer Frau, die androht, ihr neugeborenes Kind lebendig zu begraben, tut er als schlechten Scherz ab.

Rick und Paula jedoch gehen der Sache nach und sind schockiert, als sie auf dem Friedhof tatsächlich ein frisches Kindergrab finden. Glücklicherweise liegt darin keine Leiche, aber eine Puppe. Wer erlaubt sich so einen makabren Scherz? Insbesondere Paula nimmt die Sache sehr mit, denn sie ist selbst hochschwanger. Ihr Freund Konrad und sie machen gerade eine schwierige Zeit durch, denn ganz offensichtlich haben sie sehr unterschiedliche Zukunftsvorstellungen.

Durch Zwischenkapitel aus Sicht einer geheimnisvollen Frau bekommt der Leser von Anfang an Einblicke in die Psyche der Täterin. Auch ihre Identität ist nicht lange ein Geheimnis, der geübte Krimileser kommt ihr recht schnell auf die Spur. Dennoch bleibt es spannend bis zum Ende, ob das vermutete Motiv wirklich richtig ist und natürlich, ob die Frau mit ihren grausigen Plänen Erfolg haben wird.

Ein solides Krimi-Debüt, das neugierig auf mehr macht!
Thema: Der Pestreiter - Deana Zinßmeister
Gronik

Antworten: 4
Hits: 183
17.12.2014 14:40 Forum: Neuzeit / Aufklärung (1601 n. Chr. – 1800 n. Chr.)


Trier, 1652. Die junge Susanna und ihr kleiner Cousin haben Unterschlupf bei der Familie Blatter gefunden. Diese ist aus der Schweiz nach Trier gezogen. Vater Jaggi dient beim Militär. Sein Bruder Bendicht ist Heiler und will ein Mittel gegen die Pest finden. Sohn Urs, der in Susanna verliebt ist, will seinem Onkel nacheifern, obwohl der Vater auch für ihn das Militär geplant hat. Doch Urs setzt sich durch. Bevor er allerdings Susanna seine Liebe gestehen kann, will er erst etwas aus sich machen. Da die junge Frau durch einen gefundenen Schatz äußerst wohlhabend ist, will er ihr beweisen, dass er sie und eine Familie ernähren kann und nicht auf ihr Gold angewiesen ist. Dabei wäre das Susanna doch gar nicht wichtig!

Doch abgesehen von den Liebeswirren in der Familie Blatter geht es um eine ganz andere Geschichte. Drei Männer erhalten jeweils einen geheimnisvollen Brief und werden zu einem nächtlichen Stelldichein gerufen. Jeder von ihnen erhält von einem zunächst unbekannten Auftraggeber eine besondere Aufgabe. Geschickt verwirrt die Autorin hier den Leser, so dass sich erst nach und nach herausstellt, wer hier von wem mit welcher Aufgabe betraut wurde. Auch ich habe erst ab einem gewissen Punkt verstanden, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Die Aufgaben sind ganz unterschiedlich und so begleitet man als Leser die drei Männer, ohne zunächst alle Details zu kennen. Ein Teil erschließt sich relativ schnell, die restlichen Zusammenhänge setzen sich dann aber erst gegen Ende wirklich zusammen. Das Rätselraten hat mir großen Spaß gemacht!

Gegen Ende wurde es mir ein bisschen zu wild, da hätte ich die eine oder andere Szene gar nicht gebraucht, aber ansonsten fand ich die Lektüre äußerst unterhaltsam.

Man kann das Buch problemlos lesen, ohne den Vorgänger "Das Pestzeichen" zu kennen, erfährt aber so natürlich Details aus dem ersten Band.
Thema: Testleserunde in Zusammenarbeit mit dem Loewe Verlag ab: 18. Februar 2015
Gronik

Antworten: 10
Hits: 861
RE: Testleserunde in Zusammenarbeit mit dem Loewe Verlag ab: 18. Februar 2015 15.12.2014 12:52 Forum: Vorschläge für das gemeinsame Lesen!


Das letzt Buch von Franziska Moll hatte mir gut gefallen, daher wäre ich hier auch gerne dabei!
Thema: Testleserunde in Zusammenarbeit mit dem Penhaligon Verlag ab: 25. Februar 2015
Gronik

Antworten: 19
Hits: 335
15.12.2014 12:50 Forum: Vorschläge für das gemeinsame Lesen!


Das klingt superspannend, da wäre ich auch gerne dabei!
Thema: Christina Baker Kline: Der Zug der Waisen
Gronik

Antworten: 29
Hits: 727
RE: Christina Baker Kline: Der Zug der Waisen 07.12.2014 07:31 Forum: 19. und 20. Jahrhundert (1801 n. Chr. – 1945 n. Chr.)


Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen. Zum einen geht es in der Gegenwart um die rebellische Jugendliche Molly, die als Teil einer sozialen Strafe einer älteren Dame helfen soll, ihren Dachboden zu entrümpeln. Obwohl Molly zuerst nicht begeistert ist, freunden sie und Vivian sich nach und nach miteinander an, obwohl sie wenig gemeinsam zu haben scheinen. Vivian fängt an, Molly ihre Lebensgeschichte zu erzählen und es stellt sich heraus, dass es gewisse Parallelen in ihrer beider Leben gibt. Beide haben ihre Eltern verloren und mussten in Pflegefamilien.

Molly hat es damit nicht leicht, aber Vivians Geschichte entpuppt sich als viel dramatischer. 1929, als ihre Eltern bei einem Wohnungsbrand sterben, wird sie von einer christlichen Organisation in Obhut genommen und in einem der sogenannten „Orphan Trains“ in den Mittleren Westen geschickt. Hier wurden die Jugendlichen dann Familien oder Paaren vorgestellt, die aus welchen Gründen auch immer ein Kind suchten. Eine wirkliche Überprüfung der Eignung der neuen Eltern fand aber nicht statt, zumindest aus heutiger Sicht. Damals war die Einstellung natürlich noch eine ganz andere, aber Vivians Schicksal zeigt deutlich, dass es hier in erster Linie darum ging, die Kinder unterzubringen, egal wo und bei wem, und dass es vielen neuen „Eltern“ nicht um ein Kind ging, sondern um eine billige Arbeitskraft. In diesen Fällen hatte das Prozedere eher etwas von Sklaverei. Andere Kinder hatten Glück und kamen wirklich zu liebevollen Eltern, aber Erlebnisse, wie Vivian sie machen muss, wünscht man wirklich keinem Kind. Dennoch wendet sich auch ihr Schicksal irgendwann zum Besseren und so kann sie schließlich Molly heute helfen.
Auch wenn mir das Ende etwas zu süßlich und zu sehr perfekt war, hat mich das Buch sehr gefesselt. Man weiß zwar praktisch schon von Anfang an, dass Vivian es überstehen wird und anscheinend zu einem guten und erfolgreichen Leben findet, aber der Weg dorthin ist hart und steinig und liest sich ziemlich erschütternd.

Umso bedrückender, dass das Buch auf historischen Fakten beruht und es diese Züge wirklich gegeben hat. Der Gedanke dahinter, die Kinder aus den Städten herauszuholen, wo sie als Waisen keine Chance auf ein vernünftiges Leben hatten, sie aufs Land zu bringen und ihnen dort zu ermöglichen, ein gutes und gottgefälliges Leben bei neuen Eltern zu führen, war sicherlich gut gemeint und in vielen Fällen gelang dies sicher auch.. Wenn die Durchführung aber so aussah wie bei Vivian, entwickelte sich die gut gemeinte Idee zu einem Alptraum für das jeweilige Kind.

Ich mag grundsätzlich Geschichte, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen, in diesem Buch konnte mich aber die Gegenwarts-Handlung nicht wirklich überzeugen, mit Molly wurde ich nicht richtig warm und habe mich lieber auf Vivians Lebensgeschichte konzentriert. Die hat mich aber wirklich fasziniert und mich das Buch regelrecht verschlingen lassen.
Thema: Die Unbekannte - Peter Swanson
Gronik

Antworten: 23
Hits: 922
RE: Die Unbekannte - Peter Swanson 07.12.2014 07:15 Forum: Krimis/Thriller


Nach 20 Jahren begegnet George Foss seiner großen Liebe Liana wieder. Sie bittet ihn um einen Gefallen und er willigt ein, ihr zu helfen, obwohl ihn das selbst in Gefahr bringen könnte und er es eigentlich besser wissen müsste. Aber er kann ihr auch nach all der Zeit nicht wiederstehen, die alten Gefühle kommen wieder hoch und so lässt er sich von ihr für ihre Zwecke einspannen.

Ich habe mich schwergetan mit diesem Buch, aus verschiedenen Gründen. Zum einen fand ich die gerade zu Beginn ständig wechselnde Zeitebene sehr verwirrend. Man muss sich schon konzentrieren, damit sich die Geschichte so nach und nach zusammensetzt. Zum anderen hatte ich ein Problem mit den Protagonisten. George hat mich immer mehr aufgeregt, er weiß einerseits, dass er sich nicht in Lianas Probleme verwickeln lassen sollte, tut es aber doch, andererseits geht er an die ganze Sache streckenweise so unbedarft und naiv heran, dass man nur noch den Kopf schütteln kann. Liebe macht hier anscheinend wirklich blind. Leider war seine blinde Liebe zu Liana für mich einfach nicht nachvollziehbar. Liana selbst blieb für mich sowieso rätselhaft.

Diese Konstellation der Figuren zusammen mit der verwirrenden und ziemlich kompliziert aufgebauten Handlung fand ich das Buch leider absolut nicht überzeugend.
Thema: Sturmvogel: Die Rosenkriege 1 - Conn Iggulden
Gronik

Antworten: 28
Hits: 972
RE: Sturmvogel: Die Rosenkriege 1 - Conn Iggulden 07.12.2014 07:14 Forum: Mittelalter (501 n. Chr. – 1450 n. Chr.)


England und Frankreich, 15. Jahrhundert. Henry VI. ist ein schwacher König, dem das englische Reich zu entgleiten droht. Eine Heirat mit der jungen französischen Adligen Margaret von Anjou soll einen Waffenstillstand bringen und dafür sorgen, dass der schwelende Konflikt mit Frankreich nicht weiter aufflammt.

Englische Geschichte finde ich zurzeit wieder einmal sehr spannend und dementsprechend gespannt war ich auf dieses Buch über die Zeit der sogenannten Rosenkriege. Über diese ist schon viel geschrieben worden, aber dem Autor gelingt ein neuer Blickwinkel, indem er die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt und eine fiktive Figur mit in die Handlung einbringt. Derry Brewer ist Spion des Königs und organisiert gemeinsam mit William de la Pole, dem Duke of Suffolk die Hochzeit und einiges mehr. Im Nachwort erklärt der Autor schlüssig, warum er diese Figur eingeführt hat. Nachteilig an dieser Art, eine Geschichte zu erzählen, ist für mich, dass der Blickwinkel wirklich oft wechselt und man nicht so richtig mit einem Charakter mitfiebert, aber es ist dadurch eben auch abwechslungsreich und vielseitig.

Merken kann ich mir diese ganzen komplizierten Familien, Querelen und Bündnisse auf Dauer zwar nicht, aber zumindest während der Lektüre hatte ich zeitweise wirklich das Gefühl, die Hintergründe einmal verstanden zu haben. Ich hoffe, es bleibt doch noch etwas davon hängen, denn so wie es am Ende aussieht, gibt es eine Fortsetzung, auf die ich doch gespannt bin.
Thema: Narbenkind - Erik Axl Sund
Gronik

Antworten: 36
Hits: 1.420
RE: Narbenkind - Erik Axl Sund 07.12.2014 07:12 Forum: Krimis/Thriller


Der zweite Band der Victoria-Bergmann-Trilogie macht nahtlos dort weiter wo „Krähenschrei“ aufgehört hat. Der Cliffhanger vom Ende des ersten Teils wird schnell aufgelöst, bei mir entstand dadurch der Eindruck, als wäre dieser nur eingefügt worden, um die Spannung beim Leser künstlich zu erhöhen, denn eigentlich spielt die Szene dann keine große Rolle mehr.

Es geht weiter mit den Ermittlungen von Jeanette Kihlberg im Fall der getöteten Jungen. Allerdings werden diese Morde für ihre Vorgesetzten zweitranging, als ein weiterer Mord geschieht, diesmal an einem bekannten Geschäftsmann. Sehr menschenverachtend, als ob die toten Jungen weniger wert wären, aber wie ich fürchte, durchaus realistisch, dass nun alles in die Ermittlungen um diesen Todesfall gesteckt wird. Doch weder Jeanette noch sonst jemand ahnt, dass sowieso alles zusammenhängt.

Sofia Zetterlund, die Psychologin, mit der sich Jeanette trifft, soll ein Täterprofil erstellen. Wie der Leser schon weiß, eine verrückte Idee, aber Jeanette hat natürlich noch keine Ahnung von den Abgründen in der Psyche ihrer Freundin.
Und es bleibt nicht bei dem einen Mord, es geschehen weitere, und immer wieder gibt es Hinweise auf die Vergangenheit, auf Victoria Bergmann, auf ihre Kindheit und Internatszeit.

Ich fand das Buch sehr anstrengend zu lesen. Obwohl der erste Teil ja wirklich noch nicht lange zurückliegt und die Figuren mir schon noch im Gedächtnis waren, haben ich mich schwergetan, die ganzen Verbindungen und Zusammenhänge wieder zusammenzubekommen. Und das wird in diesem Teil ja nicht aufgelöst, sondern eher noch verworrener, es gibt noch mehr Tote, mehr Motive, mehr Rückblenden und irgendwann die Frage, ob wirklich Victoria für all das verantwortlich ist.

Wie bereits beim ersten Teil, dachte ich mir auch hier, dass ich es besser gefunden hätte, wenn man das Buch als eins herausgebracht hätte, nicht aufgeteilt auf drei Teile, dafür aber an einigen Stellen deutlich gekürzt. Dass es für den Verlag wirtschaftlich so besser ist, sehe ich natürlich als Argument, hilft mir als Leser aber wenig.

Den dritten Teil lese ich nun natürlich auch noch, jetzt will ich doch wissen, wie sich das am Ende alles auflöst und wer wofür verantwortlich ist.
Thema: Der Distelfink – Donna Tartt
Gronik

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Hits: 2.704
RE: Der Distelfink – Donna Tartt 06.12.2014 12:02 Forum: Zeitgenössisches


Theo Decker ist 13 Jahre alt und lebt mit seiner Mutter in New York. Sie haben nicht viel Geld, sind aber glücklich und kommen gut miteinander zurecht. Doch dann geschieht etwas Furchtbares, ein harmloser Museumsausflug gerät zur Katastrophe. Theos Mutter stirbt bei einer Explosion und der Junge steht plötzlich ganz alleine da. Doch während des Unglücks geschieht noch mehr. Theo trifft auf einen alten, schwer verletzten Mann und nimmt heimlich ein Gemälde mit aus dem Museum. Aufgrund des Todes seiner Mutter ist er in tiefer Trauer und ziemlich verwirrt, irgendwie kommt er nicht dazu, die Sache mit dem Gemälde aufzuklären und es zurückzugeben. Mehr und mehr ist er von dem kleinen Bild eines Distelfinks besessen und so begleitet es ihn nun durch sein ganzes folgendes Leben.

Das erste Buch der Autorin fand ich vor vielen Jahren unglaublich fesselnd und hatte mir damals dann sehr gespannt das zweite gekauft, welches ich leider völlig langweilig fand. Es stand als 50/50 und da „Der Distelfink“ sehr interessant klang, war ich entsprechend neugierig.

Leider konnte mich der über 1000 Seiten starke Wälzer wieder nicht überzeugen. Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten, mich in Tartts ziemlich ausufernden Schreibstil hineinzufinden, aber das war dann gar nicht mein Hauptproblem mit dem Buch. Die Geschichte begann interessant, wurde dann aber immer abstruser. Theos weiteres Leben weckte bei mir Irritation, streckenweise regelrechte Abscheu. Die Handlung wirkte auf mich extrem langatmig und teilweise konnte ich nur noch querlesen, denn es passiert seitenlang nicht wirklich etwas, die Handlung kommt nicht voran und verliert sich in den unglaublich ausufernden, viel zu detaillierten Beschreibungen. Theo Decker war anfangs ein netter Junge, seine weitere Entwicklung machte ihn leider kein bisschen sympathisch. Nun muss eine Hauptfigur in einem Buch dem Leser ja nicht unbedingt liebenswert erscheinen, aber ich konnte mit Theo einfach immer weniger anfangen. Auch die Nebenfiguren haben mich nicht überzeugt, entweder sie blieben mir zu blass und farblos oder sie waren genauso schrecklich wie Theo. Verstehen konnte ich in diesem Buch irgendwie keinen und daher war es leider ein ziemlicher Kampf für mich, das Buch schließlich zu beenden.

Wenn die Autorin wieder 10 Jahre bis zur nächsten Veröffentlichung braucht, erinnere ich mich hoffentlich noch daran und werde nicht wieder zugreifen.
Thema: Vorableserunde in Zusammenarbeit mit dem Goldmann Verlag ab: 25. Januar 2015
Gronik

Antworten: 24
Hits: 544
05.12.2014 12:47 Forum: Vorschläge für das gemeinsame Lesen!


hach, das hat ja schon Tradition, ihre Bücher hier zu lesen - ich wäre gerne dabei!
Thema: Vorableserunde in Zusammenarbeit mit dem Blanvalet Verlag ab: 05. Januar 2015
Gronik

Antworten: 76
Hits: 2.104
03.12.2014 15:24 Forum: Vorschläge für das gemeinsame Lesen!


Tauschticket Augenzwinkern
Thema: Vorableserunde in Zusammenarbeit mit dem Blanvalet Verlag ab: 05. Januar 2015
Gronik

Antworten: 76
Hits: 2.104
RE: Vorableserunde in Zusammenarbeit mit dem Blanvalet Verlag ab: 05. Januar 2015 03.12.2014 14:15 Forum: Vorschläge für das gemeinsame Lesen!


Ich konnte bereits ein Exemplar ertauschen und werde es daher wahrscheinlich schon vor der Runde hier lesen, also bitte mich auch streichen. Wenn ich es bis zur Runde doch noch nicht gelesen habe, steige ich spontan mit ein.

Entschuldigung für den Mehraufwand!
Thema: 'Schattenschrei' - Seiten 001 - 093
Gronik

Antworten: 73
Hits: 998
02.12.2014 09:09 Forum: 'Schattenschrei' - Erik Axl Sund


Ich kämpf mich auch durch. Zum Glück liegt der zweite Teil echt noch nicht lange zurück. Aber am besten wäre es meiner Meinung nach immer noch gewesen, das alles in ein Buch zu packen und in einem Rutsch lesen zu können.

Für mich sieht es momentan so aus, als wäre Madelaine die Haupt-Mörderin und Victoria hat "nur" ihre Eltern umgebracht?

Dass Gao gar nicht wirklich existiert, habe ich schon am Ende des zweiten Teils vermutet.

Immer noch gruselig finde ich die Beziehung zwischen Jeannette und Sofia.
Thema: Linus Geschke - Die Lichtung
Gronik

Antworten: 17
Hits: 710
RE: Linus Geschke - Die Lichtung 28.11.2014 11:37 Forum: Krimis/Thriller


Jan Römer ist Journalist. Kurz vor der Sommerpause erhält er von seinem Chefredakteur den Auftrag, einen 27 Jahre alten Fall neu aufzurollen und zu beleuchten. Was sein Vorgesetzter nicht weiß: Jan war damals selbst unmittelbar mit dabei, es waren er und seine Clique, die im Sommer 1986 ein Wochenende im Bergischen Land verbrachten, welches für zwei von ihnen tödlich endete.
Jan selbst hat die Erlebnisse von damals lange verdrängt, dennoch nimmt er den Auftrag an. Er fühlt sich verpflichtet, die Wahrheit über den nie aufgeklärten Doppelmord ans Licht zu bringen. Gemeinsam mit seiner ehemaligen Kollegin und Freundin Stefanie, genannt Mütze, macht er sich daran, die Vergangenheit aufzurollen.

Es handelt sich hier um den ersten Kriminalroman des Journalisten Linus Geschke, was man aber wirklich nicht merkt. Sehr routiniert baut er die Spannung auf, spielt gekonnt mit verschiedenen Fährten und blendet immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit. Gerade diese Rückblenden haben mir sehr gut gefallen, das Feeling der 80er Jahre kommt hier hervorragend rüber, ich fühlte mich wunderbar in diese Zeit versetzt, auch wenn ich selbst damals noch zu jung war, um sie aktiv mitzuerleben. Aber auch ich weiß noch, dass Twix einmal Reider hieß und die Musik dieser Jahre ist natürlich sowieso bis heute unvergessen.

In der Gegenwartshandlung hangelt sich Jan Römer von einem seiner ehemaligen Freunde zum nächsten und von Treffen zu Treffen schwankte mein Verdacht darüber, was damals wohl vorgefallen sein könnte und wer dafür verantwortlich war. Ein großes Lob an den Autor, dass ich bis zum Ende nicht sicher sein konnte!

Die Handlung konnte mich also absolut überzeugen, die Figuren mit kleinen Abstrichen ebenso. Jan Römer ist ein glaubwürdiger und realistischer Protagonist. In vielen kleinen Szenen handelt er meiner Meinung nach sehr authentisch und gefiel mir damit besser als manch überzogen perfekt dargestellter Held. Die damalige Clique lernt man nach und nach kennen, so dass ihre Handlungen damals und ihre jeweilige Entwicklung mich ebenfalls überzeugen. Einzig Jans Freundin und Helferin Mütze blieb für mich etwas blass und konnte mich nicht wirklich für sich einnehmen.

Insgesamt für mich aber ein spannender und super geschriebener deutscher Krimi, dessen Fortsetzung auf jeden Fall auf meinem Wunschzettel landen wird!
Thema: Alles Liebe oder Watt? - Marie Matisek
Gronik

Antworten: 6
Hits: 331
28.11.2014 09:37 Forum: Belletristik


Nach der Scheidung von ihrem Mann sucht Pastorin Silke einen Neuanfang. Indem sie eine freigewordene Pastorenstelle auf Sylt annimmt, könnte der Unterschied zu ihrem bisherigen Leben nicht größer sein. Sie verspricht sich davon Ruhe und Entspannung, eben einen ganz neuen Anfang. Doch schon auf dem Weg in die neue Heimat hat sie den ersten Zusammenstoß – im wahrsten Sinn des Wortes – mit einem ihrer neuen Gemeindemitglieder! Und auch sonst gestaltet sich das Leben auf der Insel nicht ganz so wie erwartet! Obwohl sie den Männern nach der Scheidung erst einmal abgeschworen hat, gibt es nun bald gleich zwei Exemplare, die sie in Aufregung versetzen, der arrogante Bauunternehmer Lars Holm und der smarte Umweltschützer Ommo Wilkes. Zwischen diesen beiden tobt schon seit Jahren ein erbitterter Streit darum, was mit einem bestimmten Stück Land geschehen soll: Freizeitpark oder Naturschutzgebiet? Die Gemeinde ist in dieser Frage gespalten, was Silke nur zu bald mitbekommt – dabei wollte sie doch eigentlich nur ihre Ruhe!
Über alldem schwebt ein jahrzehntelang wohl gehütetes Geheimnis, dessen Aufdeckung zwar für Klärung sorgen könnte, aber dem einen oder anderen vielleicht auch sehr wehtun würde.

Eine äußerst unterhaltsame Inselgeschichte voller skurriler Gestalten. Autorin Marie Matisek schildert mit liebevollem Augenzwinkern die Besonderheiten und Marotten kleiner Gemeinden auf dem Land allgemein und auf Sylt im speziellen. Viele Szenen könnte man wohl in so manchem Dorf erleben, manches erscheint vielleicht etwas übertrieben, aber wer weiß?

Mir haben die Figuren in dieser Geschichte sehr gut gefallen. Silke ist eine sympathische Person, längst nicht perfekt, aber mit ihren kleinen Fehlern auch äußerst glaubwürdig.
Ihre neue, alte Haushälterin, Oma Grete, ist einfach ein Insel-Original, ebenso wie Bürgermeister Jens Bendixen, der auf den ersten Blick so gemütlich wirkt, seine Einwohner aber ganz genau kennt und alle wichtigen Details sehr gut im Blick hat!
Gar nicht mochte ich Ommo Wilkes, der so manchen Spruch ablässt, bei dem er bei mir für immer verspielt hätte, da konnte ich Silkes Vernarrtheit nicht so recht nachvollziehen. Lars Holm hingegen benimmt sich zwar anfangs nicht besonders freundlich, hat aber seine Gründe dafür.

Am Ende ging mir so mancher Wandel etwas zu schnell, dennoch habe ich mich bei der Lektüre insgesamt bestens amüsiert und mich sehr gut unterhalten gefühlt. Der nächste Roman der Autorin steht definitiv auf meiner Wunschliste!
Thema: Leserundenvorschlag ab 20. April 2015 "Mariposa - Bis der Sommer kommt" mit Autorin
Gronik

Antworten: 31
Hits: 729
27.11.2014 08:21 Forum: Vorschläge für das gemeinsame Lesen!


Da es im cbj Verlag erscheint, würde ich stark auf Jugendbuch tippen Augenzwinkern
Zeige Beiträge 1 bis 20 von 1.229 Treffern Seiten (62): [1] 2 3 nächste » ... letzte »

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