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Autor Beitrag
Thema: Die Buchspringer - Mechthild Gläser - Rezensionsexemplar
Nessi87

Antworten: 141
Hits: 4.039
03.02.2016 22:06 Forum: Wanderbücher


HIer ist der Link zu meiner Rezi:

Mechthild Gläser - "Die Buchspringer" (ab 12 J.)
Thema: Mechthild Gläser - "Die Buchspringer" (ab 12 J.)
Nessi87

Antworten: 24
Hits: 2.494
03.02.2016 22:05 Forum: Kinder- und Jugendbücher


Bekannte Literaturfiguren persönlich treffen? Mit Mechthild Gläsers Roman „Die Buchspringer“ ist das kein Problem, denn hier wurde eine tolle Geschichte mit spannender Handlung und starken Charakteren erschaffen.

Wir bekommen diesen Roman abwechselnd aus Sicht der Protagonisten Will und Amy erzählt, wobei wir Amys Sicht der Dinge direkt vermittelt bekommen und Will eher eine passive (Er-)Perspektive einnimmt. Vor jedem Kapitel wird uns ein Fragment aus einem Märchen dargeboten, das sich gegen Ende des Romans als Ganzes zusammensetzt. So bekommt der Leser peu a peu die Hintergrundstory erzählt, was zusätzliche Spannung erzeugt und ein netter Übergang zwischen den Kapiteln ist. Der Schreibstil von Frau Gläser ist sehr direkt und einfach gehalten. Sie versteht es, ein Märchen zu erzählen, bei dem alle Aspekte passen: zwei Liebende, ein Widersacher und ein Monster. Und natürlcih ganz viel Magie.

Mit Amy bekommen wir eine Protagonistin geliefert, die sowohl glaubwürdig als auch stark ist. Sie geht ihren Weg und setzt sich über jedes Hindernis hinweg, egal, was sich ihr in den Weg stellt. Sie war mir von der ersten Seite an sympathisch, da sie nicht die typische Heldin ist. Tolpatschigkeit ist nur eine der Eigenschaften, die ihr mehr als einmal Schwierigkeiten bereiten. Auch optisch weicht sie von der Norm ab, was mir sehr gut gefallen hat. Will war für mich etwas Undurchsichtig zu Beginn. Mit ihm konnte ich nicht wirklich viel anfangen und auch im späteren Verlauf war er für mich nicht so richtig stimmig. Vielleicht lag das aber auch an der doch sehr distanzierten Perspektive oder eben an seiner Rolle in der Geschichte.

Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Nebencharaktere. Ich fand, dass sie liebevoll ausgearbeitet sind und jeder für sich seine Rolle einfach perfekt gespielt hat. Allerdings war es dann schade, dass die Autorin so einen abrupten Cut gemacht hat und wir als Leser dann überhaupt nicht mehr erzählt bekamen, was aus den einzelnen Personen wurde. Was als Gesamtgeschichte angefangen hat, wird im Verlauf irgendwann zu Amys und Wills Story – ohne Rücksicht auf die Gefühle und Handlungen der Nebencharaktere.

Der Leser wird direkt in die Handlung hineingeworfen und braucht dann erst einmal ein paar Seiten, bis er sich orientiert hat. Besonders verwirrend fand ich hier, dass Amy ihre Mutter beim Vornamen nennt. So habe ich etwas länger gebraucht, bis ich die Zusammenhänge herstellen konnte. Ansonsten ist die Story fast durchgängig spannend und abwechslungsreich, allerdings ist die Mitte etwas flacher. Start und Schluss halten einige Wendungen bereit, aber wie schon angedeutet ist das Ende ein bisschen kurz. Für mich war alles ein bisschen gehetzt, ebenso hatte ich noch einige Fragen, die leider offen blieben.

Wer ein magisches Abenteuer durch die Welten er Literatur erleben möchte, liegt mit diesem Buch genau richtig. Meiner Meinung nach eine spannende Geschichte, die durchdacht ist und mit starken Protagonisten aufwarten kann. Allerdings sollte man nicht erwarten, dass sie allzu lange im Gedächtnis bleibt, da sie eher kurzweilig ist.

8 Eulenpunkte
Thema: Die Buchspringer - Mechthild Gläser - Rezensionsexemplar
Nessi87

Antworten: 141
Hits: 4.039
03.02.2016 09:24 Forum: Wanderbücher


Das Buch hat sich soeben wieder auf den Weg gemacht :) Danke, dass ich mitlesen durfte. Die Rezie folgt heute oder spätestens morgen ^^
Thema: All die verdammt perfekten Tage - Jennifer Niven [ab 14 Jahren]
Nessi87

Antworten: 27
Hits: 1.291
29.01.2016 08:07 Forum: Kinder- und Jugendbücher


„All die verdammt perfekten Tage“ ist ein äußerst emotionsgeladener Roman, bei dem alles anders kommt, als man zu Beginn denkt. Die Protagonisten sind mehr als sympathisch und die Handlung authentisch sowie dramatisch. Das perfekte Herzschmerz-Buch mit ernstem Hintergrundthema, das berührt und gleichzeitig erschüttert.

Die Story wird uns abwechselnd von den Protagonisten Violet und (Theodore) Finch nähergebracht. Dabei wird in den Überschriften immer darauf hingewiesen, wer nun gerade der Erzähler ist und wo wir uns zeitlich befinden. Das ist für den Leser sehr hilfreich, da es öfter mal zeitliche Sprünge gibt und man diese so nachvollziehen kann. Beide Darstellungen werden in der Ich-Perspektive erzählt, was zum einen die Emotionen schürt und zum anderen das Verständnis für den Charakter. Sowohl Violet als auch Finch sind sehr stille Charaktere, die viel mit sich selbst ausmachen. Schon von der ersten Seite an hat mich der lockere, dem Alter der Protagonisten angepasste und doch einfühlsame Schreibstil der Autorin mitgenommen. Ich konnte mich zu jedem Zeitpunkt in die Charaktere hineinversetzen, was das Lesevergnügen noch um einiges gesteigert hat.

Wie schon erwähnt, sind beide Protagonisten sehr komplex. Mit Violet hat Frau Niven eine klassische Antiheldin erschaffen, die eigentlich alles hatte im Leben (Schönheit, Akzeptanz, Freunde) und durch einen Schicksalsschlag aus der Bahn geworfen wird. Man kann ihren Schmerz nachvollziehen. Auch die Vorwürfe und Schuldzuweisen sind so authentisch geschildert, dass man zwischendurch den Eindruck hatte, dass sie tatsächlich für die tragischen Taten im vergangenen Jahr die Schuld trägt. Im Verlauf der Geschichte kämpft sich Violet dank Finchs Hilfe wieder zurück ins Leben und die einzelnen Schritt – die mal größer und mal kleiner sind – kann man sehr gut nachvollziehen. Genrell musste ich über beide Protagonistin nie nachdenken und konnte sie in ihrer Gesamtheit einfach akzeptieren. Und dann ist da noch Finch. Er ist so facettenreich, dass man immer wieder eine neue Seite an ihm entdecken kann. Sein schreckliches Geheimnis offenbart sich erst Schritt für Schritt und ich war als Leserin von seinem Schicksal wirklich ergriffen. Man möchte ihm so gerne helfen und ist doch hilflos.

Die Nebencharaktere sind bewusst gewählt und positioniert. Gerade auf den Familien der beiden liegt ein großes Augenmerk. Wir haben hier ein klassisches Beispiel dafür, wie unterschiedlich jede Familie sein kann. Auf der einen Seite bekommen wir ein Negativbeispiel par exellence abgeliefert und auf der anderen Seite sehen wir, was wirkliche Familienbande bewirken kann, was sie heilen kann, wie sie einen wieder ganz machen kann. Die Freunde und Mitschüler von Violet & Finch sind teilweise Stereotypen und teilweise absolute Individuen. Ich denke, dass hier ganz bewusst so unterschieden wurde, um aufzuzeigen, auf wen es tatsächlich ankommt. Gernerell muss ich der Autorin ein dickes Lob für ihre Charaktergestaltung aussprechen, weil hier einfach alles stimmig war.

Die Spannung ist von Anfang an greifbar, denn wir werden bei diesem Roman wirklich MITTEN ins Geschehen hineingeworfen. Bei mir kam zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf – im Gegenteil: Ich war total gefesselt und habe das Buch praktisch in einem Rutsch gelesen. Dabei haben die vielen überraschenden Wendung natürlich eine große Rolle gespielt.

Zwischendurch gibt es immer wieder Passagen, die voller Magie, Poesie und Worte sind. Die den Leser zum Träumen verleiten und zeigen, dass in Finch und Violet so viel mehr steckt als zwei minderjährige Teenager, denen das Leben übel mitgespielt hat. Gerade die Auswahl der Zitate aus berühmten literarischen Werken hat mir gut gefallen, denn sie war immer passend und hat die Dramatik der Situation oft unterstrichen.

Für mich ist es bisher (auch wenn das Jahr noch jung ist) ein Jahreshighlight, denn diese Geschichte hat für mich alles enthalten, was ich brauchte: authentische Charaktere, eine komplexe Story, ein erschütterndes und vor allem viel zu wenig diskutiertes Hintergrundthema und Gefühle, Emotionen und Echtheit. Gerade der Schluss hat es in sich und spätestens hier konnte ich mich mit meinem Tränen nicht mehr zurückhalten, denn ich war vom Schicksal der beiden wirklich und aufrichtig ergriffen. Ich habe mit Violet & Finch gelitten, geliebt, gelacht und getrauert. Eine Geschichte, die noch lange in meinem Gedächtnis bleiben wird.

10 Eulenpunkte
Thema: Die Buchspringer - Mechthild Gläser - Rezensionsexemplar
Nessi87

Antworten: 141
Hits: 4.039
29.01.2016 07:21 Forum: Wanderbücher


Sorry, ich lebe noch! Also das Exemplar geht dann am Montag endlich auf die Reise! Sorry für die Verspätung aber diese Woche hatte es mich richtig dahingerafft (eitrige Angina mit 40 Fieber über mehrere Tage -.-). Bin jetzt wieder auf dem Weg der Besserung und werde es dann am Montag sofort verschicken :) Rezi kommt dann auch nächste Woche!
Thema: 'All die verdammt perfekten Tage' - Seiten 243 - 309
Nessi87

Antworten: 31
Hits: 807
26.01.2016 18:28 Forum: 'All die verdammt perfekten Tage' - Jennifer Niven


Ach Mann, Finch tut mir so leid. Ich hab zwischendurch immer wieder das Bedürfnis, ihn in den Arm zu nehmen und zu drücken. Sie waren doch nur über Nacht weg, weil sie so unwahrscheinlich verliebt sind. Und es war ja wirklich keine Absicht und doch wird er nun durch das Urteil von Viloets Eltern in den Abgrund gerissen.

Ich finde es auch schlimm, dass sich weder Mutter noch Schwester genug für ihn interessieren, um zu sehen, was mit Finch los ist. Um ihm zu helfen und ihn auf Spur zu bringen. Ich befürchte nun mittlerweile auch, dass das Buch kein Happy End haben wird. :( Einen Versuch hat er ja schon unternommen, um zu schauen, wie weit er gehen kann, wie sich der Tod anfühlt.

Ich hoffe wirklich, dass die beiden glücklich sein können, denn Violet entscheidet sich ja mit jeder Seite mehr für das Leben, während Finch sich mit jeder Seite dem Tod zuwendet *schnief*

Nun bin ich aber auf das Finale gespannt!
Thema: 'All die verdammt perfekten Tage' - Seiten 161 - 242
Nessi87

Antworten: 38
Hits: 880
25.01.2016 18:07 Forum: 'All die verdammt perfekten Tage' - Jennifer Niven


Der Vater macht MICH aggressiv. Geht fremd, sucht sich eine neue Familie und ist dann immer noch der gleiche Arsch. Kein Wunder, dass Finch ein bisschen abgedreht ist ... Ich frage mich aber immer noch, was SCHLAF ist und was dann genau passiert. Vor Weihachten bzw. dem neuen Jahr schien er ja mehrere Monate geschlafen zu haben ...

Violet kämpft sich an Finchs Seite wieder zurück ins Leben. Ich finde beide Perspektiven wirklich super. Und ich glaube, wir sind gerade an einem Punkt, wo das negativ-positiv-Verhältnis sich kehrt. Am Anfang war Finch der Positive und nun driftet er ein bisschen in die Dunkelheit hinaus ... Ich bin wirklich SEHR gespannt, wohin das alles noch führt.

Und na endlich: Finch und Violet tun es endlich ;) Man konnte es ja selbst kaum noch aushalten, bis es so weit war *lach*

So nun weiterlesen :D
Thema: 'All die verdammt perfekten Tage' - Seiten 089 - 160
Nessi87

Antworten: 37
Hits: 854
21.01.2016 17:52 Forum: 'All die verdammt perfekten Tage' - Jennifer Niven


So, den zweiten Abschnitt habe ich ebensfalls verschlungen! Wahnsinn. Ich weiß ja nicht, was noch für tolle Bücher dieses Jahr kommen oder wie dieses hier ausgeht, aber bisher ist es großer Favorit auf ein (Jahres)Highlight.

Finch gefällt mir richtig gut. Natürlich wissen wir immer noch nicht, was mit WACH und SCHLAFEN gemeint ist, aber ich gehe mal davon aus, dass sich das im nächsten Abschnitt hoffentlich klären wird. Er ist ja ein recht offener Charakter und spricht direkt an, was ihn beschäftigt. Ich finde ihn total kumpelhaft. Ich kann gar nicht verstehen, warum ihn so viele nicht mögen.

Violet nimmt langsam wieder am Leben teil. Ich war sehr überrascht, dass sie bei Finch ins Auto gestiegen ist. Das zeugt von großem Vertrauen, aber wahrscheinlich rührt das auch daher, dass sie mit ihm am Abgrund stand. Aber selbst mit ihren Eltern ist sie ja noch nicht wieder ins Auto gestiegen.

Zusammen sind die beiden irgendwie knuffig. Gerade der Wechsel zwischen den Perspektiven zeigt ja, wie verunsichert beide sind. Finch ist da zwar sehr direkt, aber trotzdem hat er Angst vor Ablehnung.

Ich lese mal fix weiter :D
Thema: Drei Wünsche hast du frei - Jackson Pearce
Nessi87

Antworten: 38
Hits: 5.872
21.01.2016 06:53 Forum: Fantasy


„Drei Wünsche hast du frei“ ist ein wunderbarer, federleichter Roman, der vor allem auf eins setzt: Liebe und Romantik. Dabei kommen die Bedüfnisse der Protagonisten nicht zu kurz. Ein Hauch von Orient rundet die Geschichte ab und erschafft so ein Märchen, das für schöne Lesestunden sorgt.

Wir bekommen diese überaus liebenswerte Story abwechselnd aus Sicht von Viola und Dschinn erzählt. Der Wechsel der Ich-Perspektive zwischen den beiden hat eine unglaublich direkte Wirkung auf den Leser. Wir können uns in beide Protagonisten hineinfühlen und wissen zu jedem Zeitpunkt genau, was in ihnen vor sich geht. Dies liegt auch daran, dass die Autorin manche Szenen zeitlich überlappen lässt. So bekommen wir das Ende des einen Kapitels von Viola erzählt und Dschinns Perspektive setzt dann zeitlich früher ein, sodass wir oft wissen, wie unterschiedlich eine Situation jeweils empfunden wurde. Auch der schnellere Wechsel zum Schluss hin ist gekonnt gewählt, denn so wird noch mal Spannung aufgebaut.

Viola ist eine typische 16-Jährige mit all den Problemen, die das Teenageralter so mit sich bringt. Gerade von ihrer Jugendliebe verlassen worden zu sein, hilft da natürlich nicht weiter. Sie ist auf der einen Seite anders, interessiert sich für Kunst und zählt nicht zu den hirnlosen Barbiepuppen, die an jeder Highschool üblich sind und doch ist sie irgendwie ein Stereotyp. Betrachtet man ihr Einzelschicksal, fügt sie sich natürlich perfekt in die Geschichte ein, allerdings hat mir das Besondere an ihr gefehlt. Für mich war sie absolut austauschbar. Einen besseren Job hat hier Dschinn gemacht, der mich von der ersten Szene an überzeugen und faszinieren konnte. Nicht nur der Hauch Exotik, der ihn permanent umgeben hat, hat mir imponiert, sondern auch seine Selbstfindungsphase. Er befindet sich in einer Situation, die für ihn neu ist und er lernt damit umzugehen und das so authentisch, dass ich ihm seine Rolle zu jeder Zeit abgekauft habe. Zusammen waren Viola und Dschinn einfach perfekt. Besonders die Dialoge haben mir sehr gut gefallen.

Mit den Nebendarstellern hat sich die Autorin gar nicht weiter aufgehalten. Bei den Mitschülern von Viola bedient sich die Autorin weiterer Stereotypen, ebenso wie bei ihren Eltern. Mich hat das nicht weiter gestört, weil die Nebencharaktere eigentlich keine große Rolle in der Geschichte spielen. Sie sind mehr oder weniger immer wieder nur Auslöser, damit die Geschichte weitergeht und in sich rund wird. Lawrence hat mir als Charakter allerdings sehr gut gefallen, da er mehr als eine reine Figur war und zu jedem Zeitpunkt sich selbst treu blieb.

Die Spannung ist von der ersten Seite quasi vorhanden, da wir direkt mitten ins Geschehen geworfen werden. Auch ist das Buch nicht unbedingt ein Wälzer, was aber eher positiv ist, da die Autorin darauf verzichtet hat, die Geschichte durch unnötige Handlungen aufzublähen. Violas und Dschinns Story wird klar und strukturiert erzählt. Es gibt ein paar Wendungen, die aber sehr vorhersehbar sind. Ansonsten legt die Spannung gegen Schluss noch mal zu und geht in ein zufriedenstellendes Ende über.

Insgesamt haben wir es hier mit einer romantischen Liebe zu tun, die mit nicht allzu viel Kitsch ausgeschmückt wird. Eben ein typisches Jugend-Romantasy-Buch mit Herzschmerz, ein wenig Dramik und trotz allem Tiefgang bei den Protagonisten.

8 Eulenpunkte
Thema: 'All die verdammt perfekten Tage' - Seiten 001 - 088
Nessi87

Antworten: 52
Hits: 1.225
20.01.2016 19:54 Forum: 'All die verdammt perfekten Tage' - Jennifer Niven


Wow! Auf so ein Buch habe ich wirklich lange gewartet. Ich bin vom ersten Satz an begeistert. Auf der einen Seite ist da so eine Leichtigkeit in seinem Denken, auf der anderen Seite ist sein Leben schon in so jungen Jahren extrem schwer und düster, dass man den Eindruck hat, Theo würde keine Sonne sehen. Ich bin noch am Überlegen, was mit WACH und SCHLAFEN gemeint ist. Ich dachte erst, dass er gar nicht schlafen würde, aber das wurde ja am Ende des ersten Abschnitts widerlegt.

Violet gefällt mir auch sehr gut. Ich kann ihren Schmerz praktisch greifen. Ich kann verstehen, warum sie sich schuldig fühlt und keine Freunde empfinden möchte. Da kommt Theo ja gerade recht. Die Dialoge zwischen den beiden sind einfach göttlich. Ich möchte jetzt eigentlich gar nicht mehr dazu schreiben, sondern lieber weiterlesen! :) Sorry, für die Verspätung.
Thema: Die Buchspringer - Mechthild Gläser - Rezensionsexemplar
Nessi87

Antworten: 141
Hits: 4.039
11.01.2016 13:26 Forum: Wanderbücher


Huhu, nein, ich habe noch nichts verschickt, weil ich immer noch keine Adresse erhalten habe :/ Bin aber durch und könnte es am Samstag/Monatg verschicken, sobald ich wieder zu Hause bin ;)
Thema: Warte auf mich - Miriam Bach & Philipp Andersen
Nessi87

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09.01.2016 17:03 Forum: Romance: Liebesromane/Erotik/ChickLit


„Warte auf mich“ ist ein außergewöhnlicher Roman, der die Geschichte zweier Liebenden erzählt. Er handelt von der Sehnsucht, vom Schicksal, von Trauer und Wut, von Gefühlen, die einen dem Himmel näher kommen lassen oder auch tiefe Verzweiflung auslösen können.

Eine gemeinsame Story – zwei Blickwinkel: Das ist wohl das Besondere an diesem Roman, der außerdem noch ein Buch im Buch darstellt. Die beiden verschiedenen Perspektiven unterscheiden sich dann auch noch klar im Stil. Während Philipps Parts in der Ich-Perspektive und kursiv geschrieben sind, sind Miriams Einsichten in einer neutralen Perspektive gehalten. Dies dient schon allein zur optischen Abgrenzung, aber als Leser hat man zusätzlich das Gefühl, dass Philipp einen mehr an seinen Gefühlen teilhaben lässt als Miriam. Ich finde diesen Wechsel überaus gelungen, denn ich habe bisher noch kein Buch gelesen, bei dem man wirklich den Eindruck hatte, dass hier zwei vollkommen unterschiedliche Autoren am Werk sind. Ich stelle mir das sehr schwierig vor, weil die Abschnitte zudem noch relativ kurz sind und der Wechsel so sehr oft stattfindet, was für den Leser wiederum angenehm ist.

Philipp und Miriam waren jeder für sich einfach perfekt ausgearbeitet. Ich habe ihnen jeden Satz, jede Regung und jeden Atemzug abgenommen. Gerade auf der Gefühlebene wurde hier eine Meisterleistung vollbracht. Ich finde das Thema recht schwierig, weil aus meiner Sicht eine Gradwanderung zwischen Schmerz, Daramatik und Kitsch stattfinden musste. Zu viel in eine der drei Richtungen und die Stimmung wäre für mich dahin gewesen. Aber genau das Gegenteil war der Fall: Eine perfekt ausbalancierte Komposition von Zwischenmenschlichkeiten und persönlichen Belangen. Jede Emotion war deutlich spürbar und ich als Leserin hätte mich während der ganzen Story für keine Seite entscheiden können. Beide sind wahnsinnig verzweifelt und können einfach nicht aus ihrer jeweiligen Haut – was sie noch sympathischer und authentischer macht.

Die Autoren beschränken sich lediglich auf ein paar Nebendarsteller. Dies ist auch angemessen, denn es geht eigentlich um Philipp und Miriam. Da haben andere Personen nichts zu suchen – außer sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Ursachenforschung. Generell vergebe ich aber für die Chrakterfindung einen dicken Pluspunkt, weil ich einfach begeistert bin, wie lebendig alle sind.

Die Spannung baut sich langsam auf. Spätestens ab Seite 50 hatte mich die Story dann aber vollkommen in ihren Bann gezogen und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der flüssige Schreibstil, die wechselnden Perspektiven und die relativ kurzen Abschnitte haben ihr Übriges dazu beigetragen. Lediglich das ewige Hin und Her hat dazu geführt, dass ich zwischendurch kurzzeitig genervt war und mich gefragt habe, ob man hier nicht eine andere Lösung hätte finden können. Das Ende ist dann aber wieder spannend und vor allem sehr aufwühlend. Ich finde, dass die Geschichte ein würdiges Ende findet, denn der Schluss ist für mich schlüssig und ich kann die Entscheidungen nachvollziehen, die getroffen werden.

Wer sich für diesen Roman entscheidet, sollte sich bewusst sein, dass es im Prinzip um eins geht: Liebe. Wir haben es mit Herzschmerz pur zu tun. Der Fokus wird auf zwei Menschen gelegt, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber trotzdem auf der selben Wellenlänge liegen. Wir betrachten zwei Schicksale, die durch eine zufällige Begegnung in die gleiche Bahn gelenkt werden und diese Situation meistern müssen. Ich kann eine klare Leseempfehlung aussprechen, weil mich dieser Roman einfach unglaublich berührt hat. Schon während der gesamten Lesezeit, aber besonders auf der vorletzten Seite, auf der mein Lieblingszitat geschrieben steht, das ich nun aber leider nicht zitieren kann, weil ich sonst spoilern würde. Also: Lest das Buch, lasst euch von Philipp und Miriam entführen und entdeckt die wahre Liebe mit ihnen.

8 Eulenpunkte
Thema: Vorableserunde in Zusammenarbeit mit dem script5 Verlag ab: 25. Februar 2016
Nessi87

Antworten: 28
Hits: 1.937
02.01.2016 19:50 Forum: Vorschläge für das gemeinsame Lesen!


Ich wäre auch gerne dabei :)
Thema: Vorableserunde in Zusammenarbeit mit dem Heyne Verlag ab: 05. Februar 2016
Nessi87

Antworten: 89
Hits: 3.310
02.01.2016 19:49 Forum: 'Neuntöter' - Ule Hansen


Ich wäre auch gerne dabei :)
Thema: Silja Ukena: Der Eismann
Nessi87

Antworten: 17
Hits: 523
02.01.2016 10:21 Forum: Wanderbücher


Ist gut angekommen :D
Thema: Solange wir lügen - E. Lockhart [14 - 17 Jahre]
Nessi87

Antworten: 1
Hits: 192
31.12.2015 16:11 Forum: Kinder- und Jugendbücher


„Solange wir lügen“ ist eine Explosion der Gefühle und hält für den Leser mehr als eine große Überraschung parat! Überzeugende Charaktere treffen auf eine dramatische Story, die sich Hollywood nicht besser hätte ausdenken könnte.

Wir bekommen diese überaus emotionale Geschichte aus Sicht der Protagonistin Cadance erzählt. Der betont lockere Schreibstil, der sich der Sprache und dem Befinden reicher Teenager perfekt angepasst hat, wird immer wieder von Cadys Gedanken durchzogen, die sehr plastisch sind. Sie verwendet gerne anschauliche Bilder, um ihre Gefühle zu beschreiben, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Ebenso versucht sie das Geschehen zwischendurch mit ihren eigenen erfundenen Märchen zu begreifen, was die Handlung zum einen auflockert und auf der anderen Seite zum Nachdenken anregt. Ebenso arbeitet die Autorin mit Rückblenden. Es gibt den aktuellen Handlungsstrang und dann immer wieder Flashbacks und Erinnungen vor dem Unfall. So setzt sich die gesamte Geschichte bruchstückhaft zusammen, was zusätzliche Spannung erzeugt.

Was zunächst wie ein typisches Jugendbuch anfängt – die Teenager sind schön, haben Geld und ihr größtes Problem ist es eigentlich, welche Schuhe zu welchem Outfit passen und ob sich der Schwarm auch für sie interessiert -, wird bald ein packendes Abenteuer um die Wahrheit, die keiner ausspricht. Gerade Cady hat mich als Charakter voll und ganz überzeugen können. Sie hebt sich schon zu Beginn der Geschichte deutlich von ihrem Umfeld ab und macht sich Gedanken über die materielle Welt hinaus. Sie begegnet ihren Mitmenschen ohne Vorurteile und versteht die Machtspielchen in einer Seifenblase aus Geld und Ansehen viel eher als ihre gleichaltrigen Verwandten. Sie bleibt sich zu jeder Zeit selbst treu und ist trotz ihres Unfalls – oder gerade deswegen – über sich hinausgewachsen. Auf der Suche nach der Wahrheit gibt sie nicht auf, was sie stärker macht, als sie selbst ahnt.

Auch die Nebencharaktere waren perfekt ausgearbeitet, was an dieser Stelle ein großes Lob verdient. Obwohl wir uns hier in einer wirklich absolut oberflächlichen Gesellschaft wiederfinden, hat es die Autorin geschafft, jedem Charakter doch so etwas wie eine Seele einzuhauchen. Zwar grenzt sie die Welt der Erwachsenen deutlich von der der Teenager ab, aber genau darum geht es ja auch ein Stück weit. Wir bekommen dadurch gezeigt, was aus den Jugendlichen werden könnte, wenn sie in die Fußstapfen ihrer Eltern treten. Es geht um die Entwicklung der Persönlichkeit, um Rebellion, um das Aufbegehren gegen das Familiensystem.

Die Spannung war von Anfang an greifbar und hat mich bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Ich habe das Buch beinahe in einem Rutsch verschlungen, denn der fesselnde Schreibstil und die überaus gelungene, dramatische, lustige und doch romantische Geschichte musste einfach gelesen werden. Die Autorin hält für den Leser mehrere überraschende Wendungen parat und gerade die letzten 30 Seiten haben es noch mal richtig in sich. Ich muss zugeben, dass ich am Ende wie ein kleines Kind geflennt habe und mich schon lange keine Geschichte mehr so berührt hat wie Cadys und Gats.

Die Welt, die hier erschaffen wird, habe ich mir im Verlauf der gesamten Story als eine Kuppel vorgestellt. Es ist wohl kein Zufall, dass die Autorin das Setting auf eine abgeschiedene Insel verlagert hat, denn so verstärkt sich das Gefühl noch, dass wirklich nur die Geschichte der Familie Sinclair erzählt werden sollen. Obwohl wir nie lange Beschreibungen bekommen, hatte ich doch ein klares Bild im Kopf. Generell hat sich eine Art Film vor meinem inneren Auge abgespielt und ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass dieses Buch verfilmt werden könnte, weil es einfach alles hat, was eine gute Geschichte ausmacht: Liebe, Freundschaft, Mut, Dramatik, Humor, Emotionen und einen Hauch von Abenteuer.

Ich kann hier nur eine klare Leseempfehlung aussprechen, denn mich hat diese Geschichte auf mehreren Ebenen sehr berührt.

10 Eulenpunkte
Thema: Die Seiten der Welt von Kai Meyer - Rezensionsexemplar
Nessi87

Antworten: 38
Hits: 1.924
30.12.2015 09:18 Forum: Wanderbücher


Gerade eben wohlbehalten in Empfang genommen :)
Thema: Katrin Burseg - Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern
Nessi87

Antworten: 31
Hits: 848
30.12.2015 09:17 Forum: Wanderbücher


Gerade wohlbehalten in Empfang genommen :D
Thema: Die Flucht der blauen Pferde - Sabine Schulze Gronover
Nessi87

Antworten: 0
Hits: 102
Die Flucht der blauen Pferde - Sabine Schulze Gronover 27.12.2015 22:09 Forum: Krimis/Thriller


Klappentext:

Konstantin Neumann, ein Ex-Knacki, zieht in eine ruhige Gegend von Münster, um sein Leben neu zu ordnen. Die Frauenleiche im Hausflur ist natürlich nicht eingeplant und wirft bei der ermittelnden Kommissarin unangenehme Fragen auf. In der beklemmenden Atmosphäre eines kleinbürgerlichen Mehrfamilienhauses wird dadurch der bereits wegen eines früheren Totschlags verurteilte Straftäter zum Ermittler wider Willen. Wer hat die junge Frau wirklich auf dem Gewissen? Hinter wessen Fassade tun sich welche Abgründe auf? Plötzlich entdeckt Konstantin eine merkwürdige Spur zu einem längst verschollenen Gemälde von Franz Marc. Welches Geheimnis wird von wem seit Jahrzehnten wohl gehütet? Taucht das sagenumwobene, unschätzbar wertvolle Bild nach siebzig Jahren tatsächlich wieder auf? Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Gemälde und dem Mord?

Meine Meinung:

„Die Flucht der blauen Pferde“ war mein erster Münster-Krimi der Autorin, aber sicher nicht der letzte, denn mit ihrem spannenden Schreibstil hat mich Frau Schulze Gronover sofort für sich gewinnen können. Ein sympathischer Anti-Held trifft auf eine interessante Hintergrundstory, die es in sich hat.

Der lockere, aber doch den Charakteren und der Situation angepasste Schreibstil hat mich auf der ersten Seite direkt abgeholt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Die Autorin versteht es, fesselnd zu schreiben und immer wieder spannende Elemente sowie Plottwists einzubauen. Nichts ist, wie es scheint. Alles kann sich im Verlauf der Story als unwahr herausstellen. Dabei wird uns die Geschichte von einem allwissenden Erzähler nähergebracht, um eine gewisse Distanz zu den Charakteren zu wahren. Ich hatte am Anfang ehrlich gesagt ein paar Probleme mit dieser „anonymen“ Sichtweise, weil ich sehr gerne gewusst hätte, was in Konstantin während der ein oder andren Situation vorgegangen ist. Er wirkt zu Beginn etwas nüchtern, was sich aber im Verlauf der Story gibt.

Konstantin ist der typische Anti-Held einer Geschichte. Gerade aus dem Gefängnis entlassen, versucht er möglichst in der Masse unterzutauchen und gerät dabei von einer prikären Situation in die nächste. Ich kann nicht leugnen, dass ich sowohl Mitleid mit ihm hatte als auch Sympathie empfunden habe. Trotz seiner schwierigen Situation lässt er sich nicht unterkriegen und wühlt sogar jedes Mal noch tiefer in der Vergangenheit seiner Mitbewohner. Diese Stärke und sein Forscherdrang zeichnen ihn aus und machen ihn zu dem, was er ist: ein überaus sympathischer Protagonist, von dem ich sehr gerne noch mehr lesen würde.

Die Nebencharaktere sind ebenfalls gut ausgearbeitet und allesamt authentisch. Jeder spielt eine wichtige Rolle in diesem perfekt kontruierten Theaterstück. Besonders der alte Adler hat mir sehr gut gefallen. Sein Mundwerk und seine forsche, raue Art haben trotz allem etwas Knuffiges. Man muss ihn einfach mögen und kann ihn gar nicht hassen.

Dass jeder der Hausbewohner Dreck am Stecken hat, wird ziemlich schnell klar, allerdings wird uns die Lösung des ganzen Falls immer nur häppchenweise serviert und selbst ganz zum Schluss bekommen wir noch mal ein paar neue Details geliefert, die man so gar nicht vermutet hätte. Generell kann ich sagen, dass dieser Krimi sehr spannend war, was nicht zuletzt auch am interessanten Hintergrundthema lag. Der Kunstraub der Nazis ist ja nun wirklich ein ganz heikles Thema und die Autorin hat eine großartige Recherchearbeit geleistet. Dabei werden die geschichtlichen Fakten sehr gut mit der Story verwoben, sodass wir kein seitenlanges Referat bekommen, sondern – im Gegenteil – an den Lippen des Erzählers hängen und mehr zu diesem Thema erfahren möchten.

Insgesamt haben wir es mit einem unblutigen Kriminalroman zu tun, der sich auf die Ermittlungsarbeit konzentriert. Dabei bekommen wir diese aber zum größten Teil aus Sicht von Konstantin präsentiert, der einfach auf eigene Faust ermittelt. Ich hatte oft ein Schmunzeln im Gesicht, weil man manchmal einfach nur dachte: Oh Konstantin, was hast du nun schon wieder angestellt?

Münster als Tatort ist ein bisschen untergegangen. Ein paar Schauplätze werden zwar erwähnt, aber der Krimi hätte auch an jedem anderen Ort spielen können. Ich persönlich fand das nicht tragisch, aber wer hier viele erwähnenswerte und vor allen Dingen dargestellte Plätze in und um Münster erwartet, sollte nicht enttäuscht sein, wenn sie zahlenmäßig begrenzt sind.

Insgesamt hat mir der Krimi gut gefallen und ich werde demnächst auch noch andere Romane der Autorin lesen, weil sie mich mit der Geschichte von Konstantin Neumann und der Raubkunst überzeugen konnte.

Bewertung: 8 Eulenpunkte
Thema: Das Herz von Libertalia - Anna Kuschnarowa - Rezensionsexemplar
Nessi87

Antworten: 36
Hits: 1.135
14.12.2015 08:48 Forum: Wanderbücher


Wandert das Buch noch oder ist die Runde vorbei? Falls nicht, würde ich sehr gerne noch mitlesen :)
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