Büchereule.de


Der virtuelle Treffpunkt rund ums Buch.
Rezensionen, Diskussionen, Leserunden mit Autor u.v.m.


Rezensionen

Autoren

Bücherserien

Bücherforum

Kontakt


Zum Bücherforum Registrierung Kalender Mitgliederliste Teammitglieder Suche Häufig gestellte Fragen

Büchereule.de » Suche » Suchergebnis » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Zeige Beiträge 1 bis 20 von 751 Treffern Seiten (38): [1] 2 3 nächste » ... letzte »
Autor Beitrag
Thema: Totengrund - Tess Gerritsen
Azrael

Antworten: 23
Hits: 2.686
05.02.2011 19:35 Forum: Krimis/Thriller


Erstmal vorab zur Info: Totengrund ist der 8. Fall rund um Jane Rizzoli und Maura Isles.
Nachdem ich vom Vorgänger nicht ganz so angetan war wie von den anderen Büchern der Serie, bin ich nun wieder begeistert. Der Einstieg ist schon mal superspannend. Was dieses Buch aber ausmacht, sind für mich - wieder mal - mehr die Protagonisten, die mir in der Zwischenzeit schon alle sehr ans Herz gewachsen sind. Diesmal dreht es sich ja vermehrt um Maura Isles und ihr Umfeld. Manches war bei der Geschichte nicht die große Überraschung für mich,und teilweise hat sich die Spannung ein wenig im Rahmen gehalten, aber ganz ehrlich: es hat so für mich trotzdem gepasst. Der Schluß ist zum Teil auch irgendwie klar gewesen, in den Details hat es aber dennoch Überraschungen gegeben. Der Schreibstil hat mich wie immer überzeugt, das Buch ließ sich flott lesen und ich hatte das Gefühl, "dranbleiben" zu müssen. Also freu ich jetzt schon mich auf den nächsten Band.
Thema: Sieh mir beim Sterben zu - P. J. Tracy
Azrael

Antworten: 24
Hits: 2.578
30.09.2010 21:53 Forum: Krimis/Thriller


Zitat:
Original von Bell
Zitat:
Original von nofret78
Und nach Beendigung des Buches weiss ich nicht, ob mir die Entwicklung Grace/Magozzi wirklich gefällt...


Für mich kann ich das ganz klar beantworten: gefällt mir nicht, ich war enttäuscht.


Diesen Punkt empfand ich ganz anders: nämlich echt erfrischend. Für mich war da nämlich schon ein bisserl Stillstand drinnen, und nun tut sich endlich etwas (wenn auch ganz anders, als ich es vor der Lektüre dieses Bandes erwartet hatte)
Thema: Sieh mir beim Sterben zu - P. J. Tracy
Azrael

Antworten: 24
Hits: 2.578
Sieh mir beim Sterben zu - P. J. Tracy 21.09.2010 19:51 Forum: Krimis/Thriller


"Sieh mir beim Sterben zu" ist der 5. Teil rund um das Monkeewrench-Team und den Detectives Magozzi und Rolseth, geschrieben vom Autorenteam (bestehend aus Mutter und Tochter) P.J. Tracy.

Inhalt: Was zuerst nach einzelnen, unzusammenhängenden Morden aussieht, entpuppt sich für die Detectives Magozzi und Rolseth schnell als Katastrophe. Denn bald wird klar, dass die Fälle einen Zusammenhang aufweisen: das Internet. Denn die Mordvideos werden ganz ungeniert ins Netz gestellt, die Zuschauerquote ist enorm. Hier tritt auch Monkeewrench auf den Plan, die gemeinsam mit den Detectives und dem FBI versuchen, die Morde zu stoppen.

Die Stärke dieses Falls liegt an verschiedenen Faktoren:

1. das Thema ist aktuell. Dem Internet kommt eine immer bedeutendere Rolle zu, und so viel Nutzen es auch aufweist, soviele Lücken gibt es auch, sprich so viel Anonymität, was auch Verbrecher gerne ausnutzen.
2. der Schreibstil. Wie auch schon in den letzten Teilen ist das Buch nicht nurspannend, sondern auch sehr humorvoll geschrieben. Zudem liest es sich flott weg
3. die Personen. P.J.Tracy wählen sehr ausgefallenen Persönlichkeiten, und zwar nicht nur bei ihren Hauptcharakteren, die alle ausgeprägte Spleens haben, sondern auch bei den Nebencharakteren (wie Mordopfern etc). Das wirkt sehr erfrischend und macht es dem Leser leicht, sich die Charaktere vorzustellen.
4. die neu eingeführte Hauptperson. John Smith vom FBI ist eine interessante Persönlichkeit, die an Profil gewinnt und auch das Privatleben hinter den Mordfällen einmal auffrischt. Seine Figur hat meines Erachtens Potential - ich hoffe, er ist auch im nächsten Band mit dabei.
5. der Anfang. Man ist sofort in der Geschichte drinnen, es gibt kein fades Vorgeplänkel, schlicßlich klärt sich im Laufe der Geschichte ohnehin alles auf.

Sonst bleibt zu sagen, dass die Story diesmal etwas "leiser" daherkam als bei den letzten Bänden. Ich habe dadurch bei der Fallösung nicht ganz so intensiv mitgefiebert wie sonst. Die Auflösung fand ich passend und auch nicht zu weit hergeholt. Das Cover fand ich ebenso sehr gelungen, was ja leider nicht allzu oft der Fall ist.

Deshalb: sehr solider Krimi, tolle Charaktere, humorvoll und trotzdem spannend geschrieben. Top. ich warte auf den nächsten Band.
Thema: Liebeslänglich - Susanne Mischke
Azrael

Antworten: 39
Hits: 6.227
04.07.2010 15:17 Forum: Krimis/Thriller


"Liebeslänglich" ist kein wirklicher Krimi, eher eine psychologische Erzählung mit Thrillerelementen. Es geht um sogenannte "Mörder-Groupies", die ja einige Häftlinge wirklich haben... kann ich so überhaupt nicht nachvollziehen, weshalb mir Mathildes Verhalten sehr wenig verständlich war. Das Buch hat aber trotzdem eine Logik in sich, und wenn man akzeptiert, dass Mathilde nun mal so handelt, dann ist es in sich schon schlüssig. Das komische bei dem Buch ist ja, dass es nicht vor Spannung trieft, ich aber trotzdem dranbleiben wollte, weil es mich gefesselt hat - Mischkes Art zu schreiben spricht mich anscheinend an.
Auch vom Schluß war ich angetan. Einiges hatte ich geahnt, aber es hat einfach gut zur Geschichte gepasst. Und das ist mir immer noch lieber als überraschende Wendungen, die sich so gar nicht in die Story einfügen.
Das war sicherlich nicht mein letztes Buch von Susanne Mischke.
Thema: Wer die Nachtigall stört von Harper Lee
Azrael

Antworten: 55
Hits: 11.371
30.05.2010 14:22 Forum: Belletristik


Der Roman wird aus der Sicht von Scou Finch erzählt, die ihr Leben, den Alltag und auch die moralischen Aspekte der Geschichte eben aus der Sicht des Kindes betrachtet. Moral, Rassenhass und Toleranz sind auch die Grundthemen, die sich durch das Buch ziehen und die Anwaltskinder auf dem Weg ins Erwachsenenleben begleiten. Harper Lee schreibt dabei sehr lebendig, sie lässt den Leser eintauchen in jene Zeit in den Südstaaten. Dabei erhebt sie nicht belehrend den Zeigefinger, sondern lässt die moralischen Aspekte einfach still in die Story einfließen, mit dem Effekt, dass das Buch ganz laut nachhallt. Da es aus der Sichtweise des Kindes erzählt wird, ist es auch sehr flüssig und sprachlich "einfach" zu lesen - Lee drückt mit einer ganz schlichten Erzählweise so viel aus, wie es komplizierte philosophische Werke oft auf einer Mehrzahl an Seiten nicht schaffen.

Abgesehen davon möchte ich noch anmerken, dass ich sowohl das Cover als auch den Titel sehr gelungen finde.
Thema: "Der faule Henker" von Jeffery Deaver
Azrael

Antworten: 35
Hits: 7.248
18.05.2010 21:41 Forum: Krimis/Thriller


Ich war überrascht, dass mich das Buch mit dem Thema Zauberei fesseln konnte, da ich damit an sich eher wenig anfangen kann. Aber ja, Deaver hat es wieder geschafft. Das liegt einerseits an Rhyme / Sachs, die ich einfach mag, und andererseits am Spannungsbogen, den Deaver von Beginn an konstant aufbaut und bis zum Schluß hält (ich konnte keine Längen feststellen).
Hier ging es ja viel um Illusion und Irreführung. Ich muss ehrlich sagen, dass das ein paar Verwicklungen zuviel für mich waren, da es so stellenweise ein wenig unrelistisch oder schlicht too much auf mich gewirkt hat. Auch waren mir zu viele Zufälle, falsche Spuren werden etwa immer im richtigen und letzten Moment entlarvt. Außerdem gehe ich bei Sachs / Rhyme immer davon aus, dass denen quasi als Serienhelden nicht wirklich etwas passieren "kann"..

Aber: Rhyme und Sachs sind Rhyme und Sachs. Ich mag diese Charaktere, und auch die einzelnen Polizisten wachsen mir langsam ans Herz. Und was ich an Deaver besonders schätze: seine Fälle sind thematisch meist so angelegt, dass sie mich eigentlich nicht ansprechen. Sobald ich aber die ersten Seiten gelesen hab, bin ich in der Story drin und wieder Erwarten vom Stoff fasziniert. Und das ist klasse.
Thema: Trigger von Wulf Dorn
Azrael

Antworten: 62
Hits: 5.993
08.05.2010 13:27 Forum: Krimis/Thriller


Wulf Dorn verliert nicht viel Zeit. Als Leser ist man ziemlich schnell in der Geschichte drinnen, und der Spannungsbogen wird rasch aufgebaut und hält sich auch durchwegs bis zum Schluß. Das rasante Tempo macht es dem Leser leicht, an der Story dran zu bleiben. Die Charaktere sind zwar etwas klischeehaft, aber trotzdem sympathisch. Einziges Manko: der ganze Plot wirkt zwischendurch immer wieder sehr amerikanisch (ich musste öfters an Harlan Coben denken), also schon ein wenig unrealistisch und übertrieben. Genau das trifft auch auf das Ende zu: an sich gut gewählt, nur halt ein wenig zu abgehoben in den Details. Trotzdem: sehr angenehm zu lesen, ich bin einem weiteren Dorn-Buch nicht abgeneigt.
Thema: Kalter Süden - Liza Marklund
Azrael

Antworten: 35
Hits: 3.221
03.02.2010 22:03 Forum: Krimis/Thriller


Die Journalistin Annika Bengtzon wird an die Costa del Sol geschickt, um über die Ermordung der Familie Soderström zu berichten. Die einzige Überlebende, Suzette, verschwindet auch bald von der Bildfläche. Während die Polizei bald locker lässt, bleibt Annika an dem Fall dran - und gerät in ganz andere Verwicklungen.

Liza Marklund packt viel hinein ins Buch: Giftgas-Anschläge, alte Morde, Drogenkartelle, lange Vergangenes, und räumt auch dem Privatleben der Protagonistin viel Platz ein. Zu viel. Zumindest als Einsteiger in die Serie hat man es schwer, allem folgen und alle Personen einordnen zu können, da vieles auf dem letzten Band aufzubauen scheint. So bleiben mir viele Personen (mit Ausnahme der Hauptperson) bis zum Schluß fremd und austauschbar.

Auch der Fall selbst fesselte mich nicht besonders, weshalb ich das Buch wiederholt unterbochen hatte. Mit dem Schreibstil hingegen komme ich ganz gut zurecht, hier ein eindeutiger Pluspunkt für die Autorin. Auch würde ich gerne wissen, wie es mit der Hauptperson privat weitergeht. Trotzdem: den nächsten Band werde ich mir wohl nicht zulegen.

Edit: Was ich ganz blöd finde: am Papiercover steht Liza Marklund, am Buchrücker darunter allerdings Lisa Marklund... sowas darf nicht passieren, finde ich.
Thema: Kein Sterbenswort - Harlan Coben
Azrael

Antworten: 34
Hits: 6.647
31.01.2010 14:24 Forum: Krimis/Thriller


David Beck lässt den Leser von Beginn an an der Geschichte, an seiner Geschichte teilhaben. Nachdem man einen kurzen Einblick erthält, was in jener Nacht, als Elisabeth Beck entführt und drei Tage später schließlich tot gefunden wird, passierte, trifft man die Protagonisten acht Jahre später wieder. David Beck, inzwischen Kinderarzt, erhält Nachrichten mit Details, die eigentlich nur seine Frau wissen kann. Seine tot Frau. Sieht er Gespenster? Lebt Elisabeth noch? Oder will ihn jemand verrückt machen? Beck macht sich an des Rätsels Lösung, die sich jedoch als sehr verworren herausstellt.
Der Leser hat Beck gegenüber einen Vorsprung, da die Story nicht nur aus Becks Sicht errzählt wird, sondern auch andere zu Wort kommen.

Das Buch ist mE- wie auch die anderen von Coben - schon sehr "amerikanisch" geschrieben - also viele Verwicklungen, fast schon Verschwörungen, und teilweise recht konstruiert. Die Auflösung ist zwar auch zum Teil ein bißchen weit hergeholt, aber noch ok. Ich hatte sie trotzdem schon im groben vorausgeahnt. Trotzdem: man ist von der ersten Seite in der Story drinnen, sie ist flott geschrieben, hat interessante, sympathische (wenn auch klischeebehaftete Charaktere) und hält den Spannungsbogen bis zum Schluß. So musste man einfach dran bleiben.
Thema: Jeffery Deaver - Das Gesicht des Drachen, 4.Fall
Azrael

Antworten: 44
Hits: 7.751
01.12.2009 10:38 Forum: Krimis/Thriller


Ich bin mit gemischten Gefühlen an dieses Buch gegangen. Bei Deaver kann man an sich ja kaum etwas falsch machen, weil - zumindest die Rhyme / Sachs Serie - für mich für Spannung und ungetrübten Lesespaß steht. Nur die Thematik sprach mich leider so gar nicht an. Aber Deaver hat mich auch diesmal wieder vollkommen überzeugt. Er hat das Thema so interessant geschildert, dass ich schon bald daran Gefallen gefunden habe und wirklich gefesselt war. Der Fall an sich war sehr spannend, Rhyme / Sachs wie immer ein gutes Team. Und ich hab viel neues dazugelernt über Tongs, die chinesische Mythologie, ihr Wertesystem, das Schmugglerwesen... zwar nur oberflächliches, schließlich war es ja ein Krimi und kein Sachbuch, aber ich bin auf jeden Fall mal angefixt. Deshalb von mir eine klare Empfehlung (auch wenn mich die Auflösung nicht wirklich überrascht hat)
Thema: Hercule Poirots Weihnachten - Agatha Christie
Azrael

Antworten: 8
Hits: 2.413
24.11.2009 15:53 Forum: Krimis/Thriller


Zitat:
Ich rühre sonst eher diese "Weihnachten mit..."- Bücher nicht an.


Nach meinem Empfinden war Weihnachten nur insofern Thema, als es Anlass für das Familientreffen war. Hätte es Geburtstagsessen mit Poirot gelautet, hätte nicht viel umgeschrieben werden müssen..
Thema: Hercule Poirots Weihnachten - Agatha Christie
Azrael

Antworten: 8
Hits: 2.413
24.11.2009 15:45 Forum: Krimis/Thriller


Ein guter Poirot, die Auflösung empfand ich ebenfalls als sehr schlüssig, wenn auch nicht als sehr überraschend. Aber vielleicht kenne ich Agatha Christies Schema einfach schon zu gut Augenzwinkern Trotzdem: netter Lesestoff für zwischendurch.
Thema: Sputnik Sweetheart - Haruki Murakami
Azrael

Antworten: 15
Hits: 2.810
05.11.2009 14:47 Forum: Zeitgenössisches


Ja, Murakamis Sprache ist toll. Auch bei diesem (dünnen) Werk. Und trotzdem habe ich mich lange Zeit "betrogen" gefühlt: bis der namenlose Erzähler endlich auf der Insel auftaucht und Spekulationen anstellt, wohin Sumire verschwunden sein könnte, war die Geschichte so real und damit so untypisch Murakami.
Der namenlose Erzähler hat mich am meisten von allen Charakteren angesprochen, auch wenn die Distanz zu ihm, wie mir scheint, am größten war - er hat zwar einiges von sich preisgegeben und schien der "normalste" zu sein, aber ein wirkliches Bild vor Augen hatte ich nicht. Sumire konnte ich mir gut vorstellen, Miu auch, selbst wenn ihre Beweggründe oft undurchsichtig waren. (@Delphin: vielleicht hat Sumires offene Art sie einfach an ihr damaliges Ich erinnert, das noch ungehemmt war und neugierig auf die Welt?).
Schön zu lesen, aber weiter beschäftigen wird es mich nicht.
Thema: Jilliane Hoffman - Vater unser
Azrael

Antworten: 89
Hits: 11.028
20.10.2009 10:58 Forum: Krimis/Thriller


Zuerst mal war das Buch mehr ein Gerichtsroman als ein Thriller, was ich aber nicht negativ fand. Das Buch war spannend und ließ sich gut weglesen. Aber: das Rad neu erfunden hat Frau Hoffman mit diesem Werk wirklich nicht. Die beruflich eher unerfahrene Staatsanwältin soll mit Hilfe eines Promi-Anwalts versuchen, die Zurechnungsfähigkeit des Angeklagten während des Mordes zu beweisen - aber war er wirklich zurechnungsfähig? Interessant dabei ist vor allem, dass man durchaus einiges über das Thema Schizophrenie erfährt. Die Anwältin hat natürlich auch selbst jede Menge Probleme, die in Rückblenden langsam aufgearbeitet werden. Also alles nichts Neues, aber dafür gut und flüssig erzählt. Der Schluss hat mich leider nicht überrascht und schreit nach einer Fortsetzung.
Thema: Panik - Gianluca Morozzi
Azrael

Antworten: 10
Hits: 1.815
25.09.2009 13:07 Forum: Krimis/Thriller


Meine Meinung:
Ich hatte mir mehr versprochen: mehr Spannung, mehr Überraschungen, mehr Seelenstriptease. Aber von Anfang an.. da wünschte ich mir weniger - weniger Brutalität nämlich. Zu Beginn werden die drei Charaktere einzeln vorgestellt, bevor sie den Fahrstuhl betreten, was ich wirklich gut fand. Denn so konnte man ihre Handlungsweisen und Gedanken viel besser nachvollziehen. Allein der Serienkiller wurde so "deftig" geschildert, das war too much für mich. Ein "durchschnittlicher" Serienkiller hätte es mE auch getan, es muss nicht gleich ein brutales Monster sein, um Spannung zu transportieren, zumal das für den Verlauf der Geschichte durchaus genügt hätte. Die anderen beiden Charaktere sind mir ein wenig zu alternativ geschildert, ich hätte eine "Gutbürgerliche" als dritte im Aufzug noch interessanter gefunden.
Das Buch hat sich an sich flott weggelesen, der Schluß war eine Überaschung für mich - vom Hocker hat es mich trotzdem nicht gerissen.
Zum Cover: das glänzt dunkelrot und wirkt mit der schwarzgrauen Schrift sehr plakativ, aber das passt hier ganz gut.
Thema: Testleseraktion in Zusammenarbeit mit den Ullsteinbuchverlagen ab: 25. September 2009
Azrael

Antworten: 174
Hits: 9.150
05.08.2009 21:25 Forum: 'Farben der Schuld' - Gisa Klönne


*meld* - ich würde bitte auch gerne mitmachen!
Thema: vorablesen.de
Azrael

Antworten: 5.761
Hits: 225.984
03.08.2009 12:59 Forum: Interessante Links


Zitat:
Original von Rosenstolz
Hat eigentlich jemand das Hörbuch zu "Kalter Süden" gewonnen?


Ja, ich smile
Thema: Tipps für Afrikanische Literatur gesucht
Azrael

Antworten: 106
Hits: 6.786
20.07.2009 15:19 Forum: Allerlei Buch


Zitat:
Original von katinka
Diese drei kann ich empfehlen:
Chimamanda Ngozi Adichie: Blauer Hibiskus (Nigeria)

Patrice Nganang: Hundezeiten (Kamerun)

Buchi Emecheta: Zwanzig Säcke Muschelgeld (Nigeria)



Das kann ich nur unterschreiben - ein unglaubliches Buch!!!
Thema: Zerstört-Karin Slaughter
Azrael

Antworten: 43
Hits: 5.090
12.07.2009 15:16 Forum: Krimis/Thriller


Das Buch beginnt gleich mit einem ziemlich brutalen Mord, und als Leser wird man von Beginn an in die Geschichte hineingezogen. Die Kapitel wechseln sich je nach Sichtweite ab- man erfährt abwechselnd, was Sara und Jeffrey und was Lena denken und tun. Trotzdem hatte ich das Gefühl, hier werden beliebte Thrillerelemente wahllos herangezogen und zu einer Story vermantscht, die Originalität hat mir gefehlt. Auch gingen mir die Protagonisten teilweise auf die Nerven, da ihre Handlungsweise doch sehr vorhersehbar war und sie ihren Klischeebildern (der heldenhafte Jeffrey, die sture Lena,..) treu blieben. Ich hätte mir eine Weiterentwicklung der Hauptprotagonisten gewünscht. Andererseits fesselt die Story trotzdem der Protagonisten wegen, schließlich verfolgen Serien-Leser wie ich sie ja schon seit einigen Bänden. Die Auflösung der Geschichte war nicht der Reißer, aber ok, hier hat mich nur ein Details aus dem Privatleben gestört, und zwar:
Spoiler
dass Jeffrey Lenas Mutter am Strecken ihres Kinnes wiedererkannt hat, als diese gerade als Putzfrau in seinem Motel gearbeitetet hat... und dann noch, dass Lena natürlich keine Verbindung sehen konnte... ja klar :roll:

Nach der Auflösung kommt auf der letzten Seite noch einmal eine Wendung, die auch die nächsten Bücher prägen wird... und die mich nach dem Lesen sehr verärgert zurückgelassen hat. Dies zwar auch wegen der Wendung selbst, die aber noch verständlich wäre... aber manche Dinge kann man nicht einfach auf einer Seite - noch dazu der letzten - ansprechen, und das war es dann. Als Leser fühle ich mich da schon ein wenig vera*****. Deshalb weiß ich nicht, ob ich die weiteren Bände der Serie lesen möchte, auch wenn mich die "Fortsetzung" schon interessiert.
Thema: Im Jenseits ist die Hölle los - Arto Paasilinna
Azrael

Antworten: 1
Hits: 571
Im Jenseits ist die Hölle los - Arto Paasilinna 06.07.2009 13:12 Forum: Belletristik


Klappentext:
„Mein Tod kam für mich völlig überraschend.“ So kann es gehen, wenn „Mann“ beim Überqueren einer Straße allzu intensiv einer jungen Frau hinterherschaut und von einem Auto erfasst wird. Doch überraschender ist für den soeben verstorbenen Journalisten, dass er fortan als Geist über den Dingen schweben und andere Tote treffen kann. Doch Vorsicht: Kein Geist lebt ewig und Dummheiten bleiben nie ohne Folgen ...

Meine Meinung:
Arto Paasilinna hat mit "Im Jenseits ist die Hölle los" ein fast schon philosphisches Thema, das Leben nach dem Tod, aufgegriffen. Philosophisch erzählt wird aber nicht, und das ist sowohl gut als auch schlecht.
Der positive Aspekt: Paasilinna hat eine ganz witzige Theorie darüber entworfen, wie es nach dem Leben weitergeht: jene mit regem Geist leben noch weiter, Geister mit weniger Verstand verflüchtigen sich irgendwann in die Atmosphäre. Der Protagonist des Buches wurde auf der Straße niedergefahren und stirbt mit 30. Als Toter erlebt er weit mehr als auf Erden, lernt wichtige Leute (Papst Pius) kennen, lernt mehr vom Leben als zu Lebzeiten.
Leider setzt hier auch meine Kritik ein: Paasilinna hat versucht, viele wichtige Themen wie Krieg, Armut, Religion, etc unterzubringen, und das auf unterhaltsame, seichte Art. Das kam bei mir nicht an, ich hätte es besser gefunden, er hätte sich auf ein paar Themen beschränkt und diese ein bißchen besser und ausführlicher (gerne auch auf witzige Weise) beleuchtet. So hatte ich oft den Beigeschmack einer Aufzählung, so als hätte jede der neuen Bekanntschaften ein Überthema beleuchten sollen, das auch nach der kurzen Erwähnung wieder fallengelassen wurde (etwa: ein Säufer, der stirbt und das Thema Alkoholismus ansprechen soll).
Sprachlich war das Buch sehr angenehm zu lesen, auch die finnischen Namen konnte man sich leicht merken.
Fazit: eine nette Idee, die sich allerdings besser hätte umsetzen lassen.
Zeige Beiträge 1 bis 20 von 751 Treffern Seiten (38): [1] 2 3 nächste » ... letzte »

Impressum

Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH
Style Copyright by Morgana & Master