Thema: Der Selbstversorger Dr. Wolf-Dieter Storl |
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Oh... da sind ja super Tipps dabei, die schau ich mir alle mal an.
Ich hab schon das Gartenbuch von GU hier stehen, da geht es aber tatsächlich mehr um schöne Blömscher, als um Nutzpflanzen.
Der Storl war für mich die vollkommen falsche Baustelle. Witzigerweise hab ich das Buch Freitag durchgeblättert (komplett durchlesen tut man ja so einen Ratgeber eher nicht) und ihn dann abends noch in einer Talkshow gesehen. Der ging gar nicht, ich mußte den Raum verlassen.
Merke nächstes Mal vor der Buchauswahl mehr Infos über den Autor einholen.
Ich hab aber eh noch ein Jahr Zeit, unser Garten ist noch immer eine Kiesgrube, das wird sich vermutlich auch erstmal nicht ändern... seufz.
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Thema: Der Selbstversorger Dr. Wolf-Dieter Storl |
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Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 9. Februar 2013 | Reihe: Einzeltitel
Viele träumen davon: Selbstversorger zu werden und sich von dem zu ernähren, was im eigenen Garten wächst oder in freier Natur gesammelt werden kann. Der bekannte Ethnobotaniker Wolf-Dieter Storl tut dies seit Jahrzehnten. In diesem ebenso spannenden wie hoch informativen Buch erzählt er seine eigene Selbstversorger-Geschichte und gibt zahlreiche fundierte Informationen, Tipps und Anleitungen für den Eigenanbau von Gemüse, die Wildsammlung von Kräutern, für natürliche Schädlingsbekämpfung, die Herstellung von hochwertigem Kompost und vieles andere mehr. Dabei setzt er auf Nachhaltigkeit, Naturnähe und Ganzheitlichkeit. Ein prall gefüllter Schatz an Profi- und Geheim-Tipps für Einsteiger und Fortgeschrittene!
Über den Autor:
Wolf-Dieter Storl, geboren am 1.10.1942 in Sachsen, ist Kulturanthropologe und Ethnobotaniker. Als Elfjähriger wanderte er 1954 mit seinen Eltern nach Amerikan (Ohio) aus, wo er die meiste Zeit in der Waldwildnis verbrachte. Nach Grundschule und High School wollte er sich den Pflanzen widmen, schrieb sich als Botanikstudent an der Ohio State University ein, wechselte aber, vom Laborbetrieb angeödet, bald zur Völkerkunde (Anthropology). Nach dem Abschluss wurde er Assistent, dann Vollzeitdozent für Soziologie und Anthropologie an der Kent State University (Ohio). 1974 promovierte er als Fulbright Scholar zum Doktor der Ethnologie (magna cum laude) in Bern, Schweiz. Es folgten Lehrstellen am Institute for International Studies (Wien), am Rogue College (Oregon), am Seminaire pour la Formation de Socio-Therapeutes (Genf), als Gastdozent an der Universität Bern, als Visiting Scholar an der Benares Hindu University, als Lehrbeauftragter am Sheridan College (Wyoming).
Es zog ihn immer wieder in ferne Länder, wo ihn besonders der Umgang der verschiedenen Kulturen mit der Natur interessierte. Die Reisen, sowie ethnographische und ethnobotanische Feldforschungen - in einer traditionellen Spiritistensiedlung in Ohio, in einer Camphill-Commune südlich von Genf, bei alteingesessenen Bauern im Emmental, bei Medizinmännern der Northern Cheyenne, bei Shiva Sadhus in Indien und Nepal - prägten sein Denken und fanden ihren Niederschlag in zahlreichen späteren Publikationen. Das erste deutschsprachige Buch, "Der Garten als Mikrokosmos" (als veränderte Neuauflage "Der Kosmos im Garten", AT-Verlag, 2001), eine "Blütenlese" seiner intensiven fünfjährigen Erfahrung als biodynamischer Gärtner, erschien 1984.
Gärtnern, aber noch mehr die wilde, ursprüngliche Natur, die Wildpflanzen und Tiere, waren immer schon eine Quelle der Inspiration für ihn und formten seine Lebensphilosophie. Von den Cheyenne und anderen traditionellen Völkern in Asien und Afrika, sowie von den Überlieferungen und Erzählungen europäischer Bauern und Kräuterkundigen, erfuhr er viel über das Wesen der Pflanzen, über ihre "spirituellen" Dimensionen. Pflanzen sind für ihn nicht nur botanische Gegenstände, sondern haben,durch ihre Wechselbeziehung mit den Menschen, auch eine kulturelle, sprachliche, heilkundliche und mythologische Identität. Die traditionelle Pflanzenheilkunde der indigenen europäischen Waldvölker, der Kelten, Germanen und Slawen sowie des frühchristlichen Mittelalters, sind gegenwärtig sein Hauptinteressensgebiete. Diese Forschungen machen den Inhalt des Großteils seiner Bücher aus. Später kommen dann noch eher autobiographische Bücher hinzu, etwa, "Ich bin ein Teil des Waldes" (Kosmos 2005). Seit 1988 lebt er mit seiner Familie im Allgäu, streift durch die Wälder, gärtnert, schreibt Bücher und bietet einige Seminare an.
Meine Meinung:
Der Selbstversorger, so lautet der Titel und so hatte ich eine Anleitung erwartet, wie man genau zu diesem wird. Die bekommt man aber nur bedingt, denn hauptsächlich haut der Autor dem Leser seine eigene zwar durchaus interessante, aber für mich auf der Suche nach Informationen zum Thema Eigenanbau, nicht relevante Geschichte um die Ohren.
Natürlich finden sich auch Gartenbautipps, Hinweise und Tabellen für die beste Pflanzfolge. Wirklich gut und übersichtlich fand ich das allerdings nicht. Informativ, ja, aber nicht in dem Maß in dem ich es mir gewünscht hätte und leider überhaupt nicht gut gegliedert, so daß man beim Nachschlagen erstmal länger blättern und suche muß.
Nun kenne ich die anderen Bücher von Herrn Dr. Storl nicht, bin allerdings nach diesem Buch hier auch abgeschreckt und wenig interessiert, weitere egozentrische Ergüsse zum Thema zu lesen.
Was bei mir gar nicht punkten konnte waren die esoterischen Kapitel zu den Mondzyklen.
Gut hingegen fand ich das recht umfassende Kapitel zum Thema Kompost.
Was mich jedoch am meisten störte waren die Grafiken zu den Wild- und Heilkräutern und Pflanzen. Eine Bestimmung von Heilkräutern anhand von einfarbigen grünen Grafiken vornehmen zu wollen, halte ich nicht nur für schwierig, sondern für gefährlich. Warum man da keine farbigen Illustrationen oder Fotos herangezogen hat, ist mir schleierhaft.
Grundsätzlich ist das Buch also sicherlich informativ, auch für den Gartenanfänger geeignet, für mich entsprach es zu wenig den großen Erwartungen und die Person des Autors nahm aus meiner Sicht viel zu viel Raum ein.
Schade.
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Thema: Alles aus Liebe - Liane Moriarty |
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Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 17. August 2012
Ellen ist überglücklich, seit sie mit Nathan zusammen ist, und auch mit seinem achtjährigen Sohn kommt sie gut klar. Optimistisch blickt sie in eine gemeinsame Zukunft, schmiedet Pläne und träumt sogar von einer eigenen Familie. Und auch Nathan ist bis über beide Ohren in Ellen verliebt. Es könnte alles so einfach sein ... Doch über der Beziehung schwebt der Schatten von Nathans verstorbener Ehefrau Colleen. Sie war Nathans ganz große Liebe. Wie soll Ellen nur gegen die perfekte Erinnerung ankommen? Sie setzt alles daran, Nathan zu halten und ihm die Geborgenheit zu geben, die er braucht. Doch bald stellt sich heraus: Colleen ist nicht die Einzige, die die junge Liebe bedroht.
Über den Autor:
Liane Moriarty ist freischaffende Werbetexterin, die für ihre Kampagnen mehrfach ausgezeichnet wurde. Für ihren Debütroman DREI WÜNSCHE FREI erhielt sie den Fred Rush Convocation Prize. Das Buch platzierte sich auf Anhieb in den Top Ten der australischen Bestsellerliste und ist inzwischen in mehreren anderen Ländern erschienen. Auch ihre weiteren Romane EIN GESCHENK DES HIMMELS und VERGISS IHN NICHT waren große Erfolge. Liane Moriarty lebt mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn in Sydney.
Meine Meinung:
Normalerweise bekommt von mir jedes Buch 50-100 Seiten eine Chance mich zu überzeugen. Hier gruselte es mich aber bereits nach 20 Seiten.
Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so genau, warum ich dieses Buch überhaupt ausgewählt habe. Allein der Hinweis auf die Hypnotherapie hätte reichen sollen, daß mir klar wird, daß das nicht meinen Geschmack treffen kann. Allerdings hatte eine Freundin, die sonst recht treffsicher weiß, was ich mag, mir das Buch ans Herz gelegt und ich es gelesen. Nein stimmt nicht, nicht ganz gelesen, nach 50 Seiten reichte mir der Unfug nämlich und das Buch flog in hohem Bogen in die Ecke.
Nein wirklich nicht, weder möchte ich die Selbsthilfegedanken der Hypnotherapeutin Ellen noch länger verfolgen, noch diese Stalkinggeschichte weiter lesen. Alle Charaktere erweckten bei mir den Eindruck, als hätten sie nicht mehr alle Tassen im Schrank. Sowas kann ja, wenn es gewollt skurril ist durchaus seinen Reiz haben, hier befürchte ich jedoch, daß die Autorin das, was sie da schreibt tatsächlich bierernst meint.
Da half es mir auch nicht, daß ich beruflich mit Stalkingopfern und Tätern zu tun habe, denn das gruselte mich nur noch mehr, wie hier verdrängt und verniedlicht und verharmlost wird. "Ach Schatz, übrigens ich habe eine Stalkerin, aber keine Angst, sie ist nur ein bißchen nervig, sie tut nichts!" Keine der Personen, die wirklich unter einem Stalker leidet, würde das so darstellen, NIEMAND! NIEMALS!
Vielleicht wäre es als Satire betrachtet noch ganz amüsant gewesen, war es aber nicht, weil der Schreibstil ein so quälend langweiliger und sich im kreisdrehender war, daß ich schlichtweg keine Lust hatte weiter zu lesen.
Ja, ich habe das Buch nicht ganz gelesen und ja, ich erdreiste mich dennoch diese Meinung abzugeben. Natürlich kann es sein, daß es ab Seite 213 aufeinmal ganz fantastisch wird, das erlebe ich aber leider nicht, weil ich vorher vermutlich vor Wut oder Langeweile gestorben wäre. Da ist mir meine Zeit definitiv zu schade zu.
In die Tonne damit!
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Thema: Julie Kibler - Zu zweit tut das Herz nur halb so weh |
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Ich hatte aufgrund von Titel und Klappentext irgendwie ein anderes Buch erwartet, als das was ich letztlich gelesen habe. Irgendwie oberflächlicher und schmalziger war meine Erwartung. Gelesen habe ich allerdings ein sehr detailliertes emotionales Buch, das allerdings auch ein wenig historischer Roman ist, wenn auch diese Historie noch nicht so lange zurück liegt.
Beide Frauen sind mir während des Lesens ans Herz gewachsen und ich hatte, trotz der eher düsteren Geschehnisse Freude daran, ihren Erzählungen und Problemen zu folgen.
Den letzten Teil habe ich beim Friseur sitzend gelesen und habe tatsächlich fast ein bisschen geweint, als sich das letzte Rätsel lüftete. Der Stil der Autorin ist ausgesprochen angenehm und die Erzählweise Gegenwart / Damals hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.
Trotzdem konnte mich das Buch nicht wirklich vom Hocker reißen, da die Geschichte sehr viel mehr Potential geboten hätte und die Autorin dieses leider nicht ausnutzt und viele gute Ideen eher ungenutzt im Text versacken.
Ich wurde also nicht schlecht unterhalten, würde das Buch aber doch nur wenigen Personen empfehlen, da die Geschichte an sich mich eben nicht wirklich zufrieden gestellt hat.
Leider.
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Thema: Wiedersehen in Stormy Meadows - Sarah Harvey |
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Ich mag Romane, die an der rauen Küste Englands spielen, mir gefällt die Landschaft und die Leute dort. Hier fühlte ich mich eigentlich auch direkt wohl, irgendwie zu Hause. Leider gelang es der Autorin aber nicht, außer diesem Wohlgefühl aufgrund der Landschaft noch mehr aus mir heraus zu kitzeln. Die Charaktere sind zwar ganz ordentlich beschrieben, bleiben aber trivial und fast ein wenig langweilig. Das Ende ist ein vorhersehbar heile Welt glückliches und irgendwie geht mir das alles dann doch zu glatt. Abneigungen entwickeln sich zu Zuneigungen und Liebe, finanzielle Probleme lösen sich simple in Luft auf. Nein, das war mir zu einfach, zu wenig real.
Außerdem hat mich die Sauferei enorm gestört. Ja, ich trinke auch mal ein Glas Wein, aber hier sind alle Personen nahezu durchweg besoffen oder gerade dabei sich zu betrinken oder mit dem Kampf gegen den Kater beschäftigt, das langweilte nach einiger Zeit. Dann irritierte mich der Umgang mit dem ganzen Viechzeug, auf der einen Seite handelt es sich um einen Bauernhof mit Nutztieren, auf der anderen Seite werden Pferde und Hundewelpen verschenkt, als wären es Sachen, während man dann doch nicht in der Lage ist die Gans Gertrude zu verspeisen. Das paßte nicht zusammen und wirkte unüberlegt und wenig passend.
Das Namedroping der Autorin hat mich auch ein wenig genervt, kein Kleidungsstück, das sie nicht einer Designermarke zuordnen, keine Uhr, die nicht von Cartier ist, kein Elektrogerät auf dem nicht ein angebissener Apfel zu sehen ist. Grundsätzlich stört mich das nicht, hier wurde es mir jedoch deutlich zu viel.
Fazit: Eine eigentlich gute Grundlage, die aber irgendwie immer wieder genervt, statt gut unterhalten hat, so daß am Ende lediglich mittelmäßige Unterhaltung dabei rum kam. Zum Abbrechen zu unterhaltsam, zum toll finden zu langweilig.
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Thema: Ginger Pig - Natürlich Fleisch - Tim Wilson - Fran Warde |
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Hi Magali,
es gibt kein Kapitel explizit zu Innereien, diese werden aber bei der Beschreibung und Erläuterung der jeweiligen Tiere erwähnt und kurz beschrieben, allerdings beschränkt man sich da eher auf die geläufigen Dinge, wie Leber oder Nierchen. Beim Geflügel fehlten die Beschreibungen zu Innereien komplett.
Es findet sich aber ein Rezept zu Brühe aus Hühnerklein, sowie eine Entenpastet mit Hühnerleber. Ein Gericht mit Lammleber und Nieren ist mir in Erinnerung und gebratene Schweineleber hatte ich auch gesehen. Da ich aber Innereien zwar gerne esse, aber ungern zubereite, hab ich das nur überflogen und dank der, wie gesagt etwas unglücklichen Gliederung finde ich grad nur die Hühnerinnereienrezepte wieder, trotz Glossar.
Ich würde also sagen, es sind Innereien Gerichte da, aber nicht sooo viele.
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Thema: Yelena Black: Dance of Shadows (14 - 17 Jahre) |
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Ich hatte mich hier auf einen schönen spannenden Jugendroman gefreut, der mich gut unterhält und erfreut. Leider war das nur bedingt der Fall.
Die Idee, die hinter der ganzen Geschichte steckt, ist aus meiner Sicht eine phänomenal gute und bei einer ordentlichen Umsetzung hätte dieses Buch ein richtiger Hammer sein können, leider wirkten die Figuren wie aus dem "Schreiblernkurs" zusammen geschustert, ein böser Bube, ein guter Bube oder doch anders herum? Zickige Ballerinen, Probleme die tot geschwiegen werden, obwohl ein simples Gespräch Klarheit bringen würde. Eine Lyrische Elite als guter oder vielleicht einfach nicht ganz so böser Gegenpart, die wohl eher stümperhaft als sinnvoll handelt. Zig verschwundene Tänzerinnen und niemand, der misstrauisch wird?
Nein, das kann man selbst einem leichtgläubigen Leser nicht glaubwürdig erzählen. Die Geschichte an sich ist kantig und eckig und sperrig und zwar weil sich die Charaktere ständig selbst im Weg stehen und nicht passend zu ihren Eigenschaften handeln.
Dazu hatte entweder Übersetzer oder Autorin schlichtweg keine Ahnung vom Tanz. Da werden die französischen Kommandos entweder gleich mit übersetzt, was mir fast körperliche Schmerzen bereitet hat beim lesen oder aber der Text um die französischen Ballettbegriffe stimmt nicht. Da senken sich Füsse ins "Relevé", da biegen sich Knöchel in eine "Arabesque", es wird am BARREN getanzt (gemeint ist wohl die Barre oder die Stange), man streckt sich ins "Plié" und steht in einer "Fouetté", keine Ahnung, welcher Lektor das hat durchgehen lassen oder ob man dachte, daß die Begriffe ohnehin keiner kennt und man daher so einen Unfug einfach mal erzählen kann. Mir haben sich die Fussnägel hochgerollt und es waren wahre Glücksmoment, wenn die Stellen dann doch mal passten und ich mir den Tanz tatsächlich vorstellen konnte.
Gut, die letzten 100 Seiten kam dann doch mal Spannung auf, die aber leider aufgrund der absurden und überhaupt nicht stimmigen Auflösungen dann irgendwie verpuffte.
Dabei ist der Stil gar nicht mal schlecht, im Gegenteil, die Geschichte ist einfach nur nicht ausgegoren und die Charaktere schrecklich flach.
Leider, denn wie gesagt, die Idee ist phantastisch, mit besser gezeichneten Figuren und einer funktionierenderen Auflösung wäre das sicherlich ein Buch, das ein ganz großer Wurft hätte werden können... so bleibt trotz stellenweise ganz netter Unterhaltung am Ende eher ein fader Beigeschmack.
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Thema: Ginger Pig - Natürlich Fleisch - Tim Wilson - Fran Warde |
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Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 15. April 2013
Was sagen die Ohren eines Schweins über seinen Charakter? Woher hat das Plum Pudding Pig seinen Namen? Und wie sorgt man im tiefsten Schnee für 1320 Schafe und 500 Lämmer, 140 Hühner, 58 Schweine, zwei Bullen, zehn Kühe, zwei Kälber, drei Hunde und eine Handvoll Kätzchen? Ginger Pig handelt von der freudvollen Kunst (und harten Arbeit), Qualitätsfleisch herzustellen und zuzubereiten. Was Tim Wilson auf seinem Hof in Yorkshire umsetzt, ist kein Geheimnis, keine Philosophie oder Mission es ist nur gelebte Verantwortung: Ein gutes, stimmiges Farmleben für Mensch und Tier. Und so ist Ginger Pig ein ganzheitliches Handbuch über Fleisch: von der Züchtung über die beste Haltung bis zu praktischen Tipps für Verarbeitung und natürlich auch hinreißenden (und ausprobierten) Rezepten, geordnet nach den Monaten, in denen sie am besten zubereitet werden. Eine Genussreise der Sinne durch die Jahreszeiten einer einzigartigen Farm, lebendig, atmosphärisch und reich bebildert. Trendthema Das neue Lese-, Koch- und Fachbuch über Fleisch Für alle, die gern und verantwortungsbewusst Fleisch essen-
Die Autoren:
Tim Wilson, Inhaber der Fleischerei Ginger Pig , ist einer der angesehensten Fleischproduzenten Großbritanniens. Seine Metzgereien werden von seinen drei Höfen in Yorkshire beliefert. Er erhielt viele Auszeichnungen, u. a. Best Food Producer des Observer Food Awards .
Fran Warde ist Köchin und Autorin rund ums Essen und Kochen. Nachdem sie eine erfolgreiche Kochschule gründete, konzentriert sie sich wieder auf das Schreiben, für The Saturday Times Magazine oder BBC Good Food . Von ihr erschienen u. a. die Bücher The French Kitchen und Food for Friends .
Meine Meinung:
Ein ganzes Buch nur vom Fleisch. Ich habe zwar selbst 5 lange Jahre völlig vegetarisch gelebt, aber letztlich mußte ich mir doch eingestehen, daß ich auf Fleisch in meiner Speisekarte nicht verzichten kann und auch nicht möchte. Ich habe dann für mich selbst beschlossen, daß das Fleisch, das bei uns auf den Tisch kommt, hochwertiges Fleisch ist. Keine abgepackten Massentierhaltung und keine Antibiotika Hühnchen.
Außerdem habe ich damals beschlossen, auch einmal selbst zu schlachten, um für mich zu entscheiden, ob ich dies rein hypotetisch könnte. Ich konnte. Zwar hat das Töten eines Tiers mich durchaus Überwindung gekostet, aber es ist kein sinnloses Töten, denn das Tier sättigt mich und meine Familie. Gewisse Dinge bereite ich nicht gerne zu, weil ich den Geruch nicht mag (Leber) oder weil ich mir das Tier auf meinem Teller nicht vorstellen möchte (Kanninchen / Stubenküken). Bei uns gibt es außerdem nicht jeden Tag Fleisch auf den Teller, sondern in einem normalen Maß, der Sonntagsbraten kommt bei uns zwar nicht am Sonntag auf den Tisch, aber es ist durchaus so, daß es ein oder zwei Mal in der Woche wirklich gutes und hochwertiges Fleisch gibt, während an den anderen Tagen Fisch oder etwas Vegetarisches auf den Tisch kommt.
Und genau mit diesem GUTEN Fleisch setzt sich Ginger Pig auseinander, genau auf die Thematik wird eingegangen, denn das Kochbuch ist weit mehr, als nur ein Kochbuch. Ich würde es fast schon als Lehrbuch vom Fleisch bezeichnen.
Es ist daher auch in drei Teile unterteilt. Im ersten Teil werden die verschiedenen Fleischsorten (Schwein, Rind, Lamm, Geflügel, Wild) dargestellt und erklärt. Tierrassen werden vorgestellt, die Bezeichnungen für die Fleischstücke werden erläutert, die Schlachtung und das Zerlegen wird erklärt. Außerdem gibt es Tipps für den Fleischkauf. Worauf sollte man bei welchem Fleischstück achten, welches Fleisch kann man wozu benutzen. Dazu gibt es anschauliche Bilder.
Anschließend findet sich der Rezeptteil, dieser ist nach Monaten gegliedert, was ich persönlich etwas unglücklich fand, da ich es so etwas unübersichtlich fand. Die Monate sind als Gliederung deshalb gewählt, weil sie anzeigen, was in welchem Monat auf einem kleinen Bauernhof an Fleisch zur Verwertung erzeugt wird. Sprich in welchen Monaten was gerade Saison hat und erhältlich wäre, wenn es keine Massentierhaltung gäbe.
Die Rezepte sind alle sehr übersichtlich und gut erklärt. Die Zutaten lassen sich eigentlich alle bei einem guten Metzger (!!!) und im ordentlich sortierten Feinkostladen oder Supermarkt finden. Hier und da waren die Gerichte etwas sehr auf den britischen Geschmack ausgelegt, da würde ich von de Gewürzen her für uns Festlandeuropäer etwas anders abschmecken.
Im dritten Teil finden sich dann Küchentipps, Brattemperaturen und Rezepte für Beilagen und vieles mehr.
Etwas Schade finde ich, daß es nur wenige Bilder zu den Rezepten gibt und hier der Schwerpunkt mehr auf Landschaftsfotos und Bildern der Tiere auf den Farmen lag. Durchaus kein schlechtes Konzept, aber ich brauche zu Rezepten auch Bilder, hier gab es die eben leider nicht zu jedem Rezept.
Grundsätzlich finde ich das Buch allerdings wirklich gelungen und ich bin mir bereits jetzt sicher einiges über die Zubereitung von Fleisch und auch über die Nutztierhaltung gelernt zu haben. Eine sehr interessante Lektüre, für alle, die sich bewußter, aber eben nicht fleischlos ernähren wollen.
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Thema: Im Totengarten - Kate Rhodes |
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Eigentlich hat mir das Buch ganz gut gefallen, obwohl ich die Protagonistin als schrecklich halsstarrig und nervig naiv empfunden habe, fand ich die Erklärungen für ihre absurden Handlungen meist ganz gut und nachvollziehbar, so daß mich das eher nicht auf die Palme gebracht hat. Die polizeiliche Ermittlungsarbeit wird nur am Rande Thema der Geschichte, so daß ich es da auch nicht so dramatisch fand, daß da nicht alles wirklich so ablaufen würde, befände man sich in der Realität und nicht in einem Buch.
Was mich allerdings gestört hat, war die Vorhersehbarkeit des Endes. Wer bereits den ein oder anderen Thriller dieser Art gelesen hat, weiß bereits spätestens ab der Hälfte des Buches worauf es hier hinaus laufen wird und vorallem wer der Täter ist, dieser verrät sich nämlich für meinen Geschmack viel zu früh. Wer allerdings sowieso meist etwas länger braucht, bis er eine Vermutung hat, wer der Täter sein könnte, der könnte an diesem Buch dennoch seinen Spaß haben. Sprachlich und stilistisch ist es aus meiner Sicht sehr gelungen und alle Charaktere werden sowohl auf ihrer Gefühlsebene, als auch für die Vorstellung des Lesers unheimlich gut beschrieben. Selten habe ich einen Thriller gelesen, bei dem mir die Figuren so in der Erinnerung geblieben sind, bzw. ich sie mir so gut vorstellen konnte und sie nicht blaß und farblos wurden.
Trotzdem bleibt am Ende nicht mehr als eine mittelmäßige Bewertung übrig. Etwas mehr Spannung im nächsten Band bitte, der Rest war nämlich durchaus sehr gut!
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Thema: Das Mädchen das den Himmel berührte - Luca di Fulvio |
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Ich hab das ungekürzte Hörbuch gehört, dieses wird von Sascha Rotermund gelesen.
Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 15. Februar 2013
Wie wird ein junger Tagedieb, der seine Kindheit in einer Höhle verbracht hat, zu einem glühenden Verfechter der Freiheit? Wie wird ein jüdischer Betrüger zu einem berühmten Arzt? Und wie wird ein junges Mädchen ohne Perspektive zu einer einflussreichen Modeschöpferin?
Die Antwort liegt in Venedig. Denn dort, im Labyrinth der Gassen und Kanäle der geheimnisvollsten Lagune Europas, zwischen der Pracht San Marcos und dem Elend der Spelunken von Rialto findet sich das gesamte Panorama des Lebens.
Über den Autor:
Luca Di Fulvio wurde am 13. Mai 1957 in Rom geboren, wo er auch heute lebt und arbeitet.
Im Alter von 20 begann er mit dem Studium der Theaterwissenschaften an der Accademia d'Arte Drammatica Silvio d'Amico. Es gab über 600 Bewerber, und Di Fulvio konnte damals kaum fassen, dass er tatsächlich unter den 20 Auserwählten war. Sein Lehrmeister war übrigens Andrea Camilleri, der ihn als Dozent mit seinen anschaulichen, originellen Vorlesungen immer wieder begeistert und zu eigenem Schaffen angeregt hat.
Während des Studiums gründete Di Fulvio eine kleine Schauspielgruppe (La Festa mobile), und er schrieb ein Bühnendrehbuch zu Thomas Manns "Toni Kröger", das er auch aufführte. Die Figur des Toni Kröger faszinierte ihn ob ihres großen Identifikationspotenzials nachhaltig, und so kam er schließlich selbst zum Schreiben.
Über den Sprecher:
Sascha Rotermund ist neben seiner Arbeit am Theater und im Film ein vielbeschäftigter Synchronund Hörbuchsprecher. Er überzeugt durch seine Interpretation der Figuren, seine mitreißenden Dialoge und seine warme und spannungsgeladene Stimme.
Meine Meinung:
Der Junge der Träume schenkte hat mir als Hörbuch unwahrscheinlich gut gefallen.
Das Mädchen das den Himmel berührte hat mir als Hörbuch überhaupt nicht gefallen.
Ich war ewig lange mit dem Hörbuch beschäftigt, weil mir oft einfach der Reiz am Weiterhören fehlte. Ständig mußte ich überlegen, wer jetzt wer ist, weil alle Namen sich schrecklich ähnlich sehen und die Figuren in meinem Kopf einfach keine Formen annehmen wollten. Sie blieben gänzlich flach und farblos und wer jetzt das Mädchen gewesen sein soll, das den Himmel berührte, ist mir bis zum Schluß auch reichlich schleierhaft.
Gut gelesen ist es natürlich, die Leseleistung war sogar eine sehr gute, dennoch war ich unheimlich froh, als das Buch heute dann endlich sein Ende erreichte. Ein Ende wohlgemerkt, das man bereits Stunden zuvor absehen konnte, so daß es einfach nicht mehr spannend oder interessant war.
Von mir gibt es daher definitiv keine Empfehlung zu diesem Buch, vorallem auch deshalb nicht, weil die Denkweisen der Personen im Roman einfach nicht passend zur damaligen Zeit sind, so daß ich mich mehr als einmal fragte, ob der Autor sich nicht doch gedanklich in der Gegenwart befindet.
Schade, nachdem grandiosen Erstling hatte ich da deutlich mehr erwartet.
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Thema: Julia Timoschenko: Die autorisierte Biografie- Dmitri Popov, Ilia Milstein |
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Natürlich ist diese Biographie nicht gänzlich objektiv. Das ist bei Biographien in den seltensten Fällen so. Gut diese hier ist etwas sehr schwarz weiß gemalt, dennoch fand ich sie zu Erlangung von einem gewissen Hintergrundwissen und Informationen durchaus gut. Überrascht hat mich vor allem die gute Lesbarkeit und das Interesse, das der Autor bei mir zu wecken vermochte. Sicherlich muß man ein solches Werk mit der nötigen Skepsis angehen, aber ich denke, ich traue mir zu filtern zu können und selbst zu entscheiden, was ich glauben möchte und was nicht.
Selten bin ich übrigens morgens in der Bahn so oft auf ein Buch angesprochen worden und gefragt worden, ob es sich gut liest und ob es interessant ist oder nicht. Die Ukraine scheint hier zumindest in der Deutschen Bahn morgens um 07:00 interessanter und mehr ein Thema zu sein, als ich bisher dachte.
Leider ist es so, daß das Buch mittlerweile nicht mehr gänzlich aktuell ist, die Ereignisse haben die Biographie überholt und wichtige Ereignisse im Leben von Julia Timoschenko finden keine Erwähnung, weil sie einfach nach Erscheinen des Buches geschahen.
Für mich war es dennoch eine sehr spannende und interessante Lektüre, wenn mir auch durchaus klar ist, daß die Texte durchaus ein wenig weichgespült und schöngefärbt sind.
Ich fand es lesenswert.
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Thema: David Gray - Sherlock Holmes - Eine Studie in Angst - Teil 1 |
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Kurzbeschreibung
Eine Studie in Angst – Teil 1
Bei der Recherche zu einem Buch über den Irischen Unabhängigkeitskampf stößt der Autor David Gray in London auf ein geheimes Dossier, das Originalaufzeichnungen Doktor Watsons enthält. Der Doktor hat darin drei Abenteuer seines Freundes Sherlock Holmes geschildert, die bisher nie veröffentlicht wurden.
Der Geist des Architekten
Sherlock Holmes wird von seinem Bruder Mycroft gebeten sich des Falles von Sir Archibald Pennyworth anzunehmen, der glaubt in seinem neuen Stadthaus vom Geist einer grausamen Mörderin heimgesucht zu werden.
Doch was zunächst wie ein etwas skurriler Routinefall aussieht, entpuppt sich rasch als ein gefährliches Katz- und -Mausspiel, bei dem der Jäger zum Gejagten wird.
Ein alter Familienschmuck, ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit, ein undurchsichtiger Hypnotiseur und der wohl beste Schütze des Empires – sie alle sind auf diese oder jene Weise in den verzwickten Fall verwickelt…
Über den Autor:
Geboren 1970, lebt David Gray in Hamburg, wo er als Filmkritiker für verschiedene überregionale Zeitungen tätig ist. Neben Geschichte und Philosophie begeistert er sich für Kriminalromane und Thriller der härteren Sorte. Seine Biographie umfasst längere Aufenthalte in Südostasien, Großbritannien und Irland. Seine gewöhnlich zu knapp bemessene Freizeit verbringt er gerne beim Bergsteigen und Segeln.
David Gray ist Autor des Kindle Hits "Wolfswechsel" der Horrorshortstory Anthologie "Freie Fische-Vier Märchen" und des Polizeithrillers "Glashaus". All diese Titel sind hier auf Amazon.de erhältlich.
Haben Sie Fragen oder Anregungen? Möchten Sie mit David Gray Kontakt aufnehmen? Besuchen Sie seinen Blog: http://david-gray.blogspot.com/
David Grays Buchcover wurden gestaltet von http://44covers.blogspot.com/
Meine Meinung:
Als ich von David Gray eine Email bekam, ob ich sein selbstverlegtes Werk lesen wolle, zitterte der Mauszeiger sofort über dem "Löschen" Button des Emailprogramms. Bisher war meine Einstellung, wer keinen Verlag findet, hat sich entweder nicht genug bemüht oder ist eben halt zu schlecht (verkäuflich), um veröffentlicht zu werden. Hier und da hatte ich mich an selbstverlegten Werken versucht und immer war die Rechtschreibung schauderlich oder die simpelsten schreiberischen Fähigkeiten fehlten gänzlich.
Doch Herr Gray lieferte direkt eine Leseprobe mit und eigentlich hatte ich grad eh nichts besseres zu tun, also las ich und es gefiel mir. Es gefiel mir wirklich.
Ich würde mich jetzt nicht als große Kennerin der Werke Arthur Conan Doyles bezeichnen, aber das ein oder andere habe ich gelesen, die neuen Filme geschaut und die Computerspiele rund um Holmes und Watson kenne ich auch. So war ich verblüfft, daß es David Gray tatsächlich gelang bei mir dieses Detektiv-Holmes-Feeling auszulösen.
Sprachlich bewegt er sich mit einem etwas lakonischen Humor durchaus dort, wo er meinen Geschmack trifft. Hier und da hatte man das sogar das Gefühl, diese Szene irgendwie schon zu kennen, so nah bewegt sich dieser neue Fall von Holmes und Watson an den alten Geschichten.
Kurz, ich habe also dieses Buch als Rezensionsexemplar angefordert, immer noch mit dem Gedanken im Kopf, daß es vermutlich ziemlicher Mist sein wird.
Das Buch kam an, ein dünnes Heftchen und ich fühlte mich in meinen Vorurteilen bestätigt und legte es seufzend erstmal zur Seite. Dann brauchte ich gestern aber ein Buch, das leicht und nicht zu sperrig ist, damit es mit mir Bahnfahren konnte. Also griff ich nun doch zu dem dünnen Bändchen, verdrehte wegen der hellen Seiten und der im Text noch erkennbaren Hyperlinks, die Augen und hatte eigentlich gar nicht vor diesem Buch eine Chance zu geben.
Tja, dumm gelaufen, denn das Buch packte mich. Es ist spannend, es lädt zum Miträtseln ein und es ist durchaus anspruchsvoll.
Leider ist es viel zu kurz, was allerdings nicht daran liegt, daß die Geschichte nicht ausgefeilt und detailliert wäre, sondern daran daß es eigentlich eher ein Prolog für den nächsten Band ist. (Sowas treibt mich ja eigentlich auch immer auf die Palme, ein Cliffhanger am Ende, schrecklich!! Hier aber nicht, hier bin ich einfach nur neugierig, wie es weiter geht.)
Zu gerne würde ich jetzt einen Verriß posten, schreiben, wie furchtbar dieses Geschreibsel dieses Autors war, der sich erdreistet sein Werk auch noch selbst herauszubringen. Aber es geht nicht. Es hat mir gefallen und zwar so sehr, daß ich den nächsten Teil sicherlich ebenfalls lesen werde, auch wenn ich da wieder wegen der vermutlich erneut zu hellen Seiten mit den Augen rollen werde. Macht nichts, ich will wissen, wie es weiter geht.
Fazit:
Ich spreche also eine Empfehlung aus. Eine Empfehlung an alle Leser, die Detektivgeschichten mögen, die Holmes und Watson bereits kennen und an all jene, die auch gerne mal einen knackigen Kurzkrimi lesen.
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Thema: Die Landküche der Provence - Reinhard Hess |
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Das Buch ist wie üblich bei Kosmos handlich, gut aufgebaut und reich bebildert. Das Design der Rezepte ist übersichtlich und die Anleitungen sinnvoll strukturiert und gut lesbar.
Ein wenig Abzug erhält meine Begeistertung, weil nicht zu jedem Rezept auch ein Bild vorhanden ist. Das mag ich einfach nicht. Ich brauche den Abgleich, wie es nach dem Kochen aussehen soll, damit ich mich daran orientieren kann. Die vorhandenen Bilder gefallen mir alle sehr gut, der etwas rustikale Stil spricht mich einfach an.
Die Gerichte sind allesamt sehr provencalisch und lassen mir das Wasser im Munde zusammen laufen. Zwei Gerichte habe ich bislang nach gekocht, diese sind beide gut gelungen, Mengenangaben, Garzeiten und Temperaturen paßten perfekt.
Die Zutaten sind wenig exklusiv oder spektakulär. Das meiste findet sich im gut sortierten Supermarkt. Allerdings hat man einen recht hohen Verbrauch an Ziegenfrischkäse und Lavendelblüten, wenn man häufg aus dem Buch kocht.
Es finden sich neben vielen mir noch unbekannten Gerichten auch Anrgeungen für Klassiker, wie man diese noch verfeinern kann oder eben in anderer Variante.
Ich werde sicherlich viel Freude an dem Büchlein haben und speziell die Törtchen und Kuchen haben es mir angetan.
Dazu finden sich im Buch auch mehrere kurze Texte, die sich mit Kultur, Zutaten und der Landschaft beschäftigen, das hat mir gut gefallen.
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Thema: Robert Wolfe - Glits |
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Lange bin ich um den Glits herum geschlichen, wollte ihn allein wegen der genialen Coverfarbe haben und nun habe ich und hab ihn auch gelesen und bin hingerissen. Ein ganz außergewöhnliches Buch. Der Stil von Wolfe ist wirklich toll. Er schafft es im einen Moment todernst zu erzählen und einem im nächsten ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Er berichtet von diesem Abenteuer, daß Jay und Rachel erleben und das zugegeben nicht wirklich realistisch ist, in einer ganz speziellen und herzerfrischenden aber sehr nachdenklich stimmenden Art und Weise, daß beides zusammen und auf einmal geht, hätte ich vor diesem Buch auch immer verneint, aber Wolfe schafft es.
Mich hat er mit dieser Erzählweise restlos begeistert, da war es mir auch gänzlich egal, daß Handyortungen, so wie im Buch beschrieben eigentlich nicht funktionieren oder zumindest deutlich mehr Zeit beanspruchen.
Auch lebt das Buch vorallem von den Dingen, die es beim Leser auslöst und den Dingen, die ungesagt und der Fantasie überlassen bleiben.
Zwar bleibt man am Ende etwas ratlos zurück, was dies denn nun alles sollte und ein Happy End sieht sicherlich auch anders aus, aber für mich war es dennoch eine sehr lohnenswerte Lektüre, allein wegen der sprachlichen Finesse des Autors und der sehr interessanten von ihm gezeichneten Charaktere.
Der Glits ist ein zauberhaftes sehr niedliches Wesen, dem ich zu gerne selbst begegnet wäre, die erwachsenen Menschen im Buch agieren leider alle genauso, wie man es erwartet und so leidet man mit dem kleinen fremden Wesen und seinen Beschützern, die spannenderweise auch nicht immer ohne Fehl und Tadel sind.
Ich würde dieses Buch eher nicht als reines Jugendbuch sehen, weil es durchaus auch für Erwachsene geschrieben zu sein scheint.
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Thema: Limit 01 von Keiko Suenobu (ab 16) |
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Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 11. Oktober 2012
Dich faszinieren Storys wie "Battle Royale" oder du schaust gerne die TV-Serie "Lost"? Dann wird dich Limit nicht mehr loslassen, denn der Manga geht unter die Haut. Schonungslos deckt er die Schwächen der menschlichen Natur auf und zeigt, was an die Oberfläche kommt, wenn es um das nackte Überleben geht! Auf dem Weg ins Sommercamp kommt es zu einem schrecklichen Busunfall und die beliebte Schülerin Konno muss entsetzt feststellen, dass fast all ihre Kameradinen umgekommen sind. Der Bus ist in ein Tal gestürzt und dort sind die Überlebenden nun gefangen. Ein Mädchen findet die einzige Waffe und beginnt sich für das Mobbing ihrer Mitschüler zu rächen...
Über den Autor
Keiko Suenobu
Die Übersetzerin Dr. phil. Claudia Peter ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialforschung der Universität Frankfurt.
Meine Meinung:
Ich wollte immer schon einen Manga lesen. Als Kind haben mir die japanischen Zeichentrickserien immer sehr gefallen, etwas ähnliches habe ich auch hier erwartet und wurde total enttäuscht.
Keine Frage, die Zeichnungen sind kunstvoll und sehr gelungen, aber die Geschichte? Der reinste Alptraum. Die Personen agieren für mich nicht durchschaubar, die Handlung verläuft nicht linear und es war für mich unheimlich schwer überhaupt einen Sinn hinter der Geschichte zu erkennen.
Bezüge zu Lost konnte ich nicht feststellen, eher den vergeblichen Versuch das jugendliche Gefühl des Hintergangenwerdens darzustellen. Bei mir konnten die Charaktere nicht landen, keine mochte ich, keine tat mir leid. Eigentlich war ich nur genervt. Glücklicherweise hat man das Büchlein in knappen 20 Minuten durchgeblättert.
Vielleicht hatte ich also einfach Pech ausgerechnet diesen Manga zu erwischen, aber für mich war dieser Ausflug in die japanische Zeichengeschichte definitiv keine Bereicherung.
War es zunächst noch ganz witzig das Buch von rechts nach links zu lesen ging es mir bei Voranschreiten der Geschichte und der sinnlosen Handlungen zusehends auf den Geist.
Die Fortsetzung werde ich mir sicherlich nicht antun.
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