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Autor Beitrag
Thema: 'Das Salz der Erde' - Seiten 001 - 084
Tanzmaus

Antworten: 45
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Gestern, 13:48 Forum: 'Das Salz der Erde' - Daniel Wolf


Zitat:
Original von Deichgräfin
Zitat:
Original von Tanzmaus


Mich stören lediglich die dünnen Blättchen. Ich hätte mir, gerade bei einem so dicken Schinken, ein Hardcover mit ordentlichem Papier gewünscht. So habe ich ständig Sorge, die Seiten zu zerrupfen.




Aber stell Dir mal vor, was das dann für ein Brocken gewesen wäre. Winken



Dicke Bücher schrecken mich nicht Grinsen .
Thema: 'Das Salz der Erde' - Seiten 001 - 084
Tanzmaus

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Gestern, 12:10 Forum: 'Das Salz der Erde' - Daniel Wolf


Zitat:
Original von Daniel Wolf
Zitat:
Original von PelicanUnd das hat auch gar nichts damit zu tun, daß Daniel Wolf beginnend mit dem Klappentext einen Extrapluspunkt bei mir hat - wenn der Klappentext stimmt, wohnt er quasi grad um die Ecke (40 km)


Ich wohne tatsächlich in Speyer. Wenn ich aus meinem Dachfenster schaue, sehe ich den Dom Augenzwinkern



Oh .. ein Speyrer ... winkt gar nicht mal soooooooo weit von mir weg Freude .. da besteht doch glatt das Potenzial, das Buch signiert zu bekommen Augenzwinkern
Thema: 'Das Salz der Erde' - Seiten 001 - 084
Tanzmaus

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Gestern, 12:09 Forum: 'Das Salz der Erde' - Daniel Wolf


Ich musste auch gestern schon anfangen. Hatte kein anderes Buch mehr und ein neues zu beginnen, machte keinen Sinn. Ich hänge eh noch früh genug hinterher.

Aber nun zum Buch:

Der erste Abschnitt ist schnell gelesen. Michel und sein Bruder Jean werden einem schnell sympathisch. Auch der Vater, der für seine Kinder und gegen die Ungerechtigkeit durch den Herrn kämpft, wird schnell zum Sympathieträger.

Die Flucht war sehr spannend und anschaulich beschrieben. Nach der geglückten Flucht und der Unterkunft in der Stadt gibt es einen Zeitsprung. Michel ist in Mailand am Lernen. Doch das ist nur ein für den Leser kurzes Zwischenspiel. Denn Michel wird wieder zurück nach Hause gerufen. Der Vater kam ums Leben und die Geschäfte müsse weitergehen.

Ich denke mal, dass Michel die Hauptfigur ist und es jetzt richtig losgehen wird. Immerhin muss er das Familienunternehmen retten und weiterführen.

Der Erzähl- und Sprachstil ist sehr angenehm und verlockend. Mich stören lediglich die dünnen Blättchen. Ich hätte mir, gerade bei einem so dicken Schinken, ein Hardcover mit ordentlichem Papier gewünscht. So habe ich ständig Sorge, die Seiten zu zerrupfen.


Die Gestaltung erinnert ein wenig an Ken Folletts Werke, auch dass es eine wohl recht umfassende Familiengeschichte ist. Aber schön finde ich wiederum die Karte im vorderen Bereich (ich liebe Karten Freude ) und die Gestaltung des hinteren Covers.
Thema: Ellen Berg - Ich koch dich tot
Tanzmaus

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Gestern, 11:58 Forum: Belletristik


Zitat:
Original von wirbelwind
Danke für die Rezi :)

Hatte es schon in der Hand und fand die Inhaltsangabe sehr witzig Chen


Das ist es auch Lachen
Thema: Ellen Berg - Ich koch dich tot
Tanzmaus

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Ellen Berg - Ich koch dich tot Gestern, 11:11 Forum: Belletristik


Kurzbeschreibung:

Beim ersten Mal ist es noch ein Versehen: Statt Pfeffer landet Rattengift im Gulasch – und schon ist Vivi ihren Haustyrannen Werner los. Als sie wenig später vom schönen Richard übel enttäuscht wird, greift sie erneut zum Kochlöffel. Fortan räumt Vivi all jene Fieslinge, die es nicht besser verdient haben, mit den Waffen einer Frau aus dem Weg – ihren Kochkünsten. Dann trifft sie Jan, der ihr alles verspricht, wovon sie immer geträumt hat. Vivi beschließt, dass jetzt Schluss sein muss mit dem kalten Morden über dampfenden Töpfen. Als ihr aber mehrere Unfälle passieren, keimt ein böser Verdacht in ihr. Sollte Jan ihr ähnlicher sein als gedacht? Zu dumm, dass sie sich ausgerechnet in diesen Schuft verliebt hat. Doch Vivis Kampfgeist ist geweckt ...


Zur Autorin:

Ellen Berg, geboren 1969, studierte Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute schreibt sie und lebt mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu.. Ihr ersten beiden Romane "Du mich auch. Ein Rache-Roman" und „Das bisschen Kuchen“ waren große Erfolge. Ihr neuer Roman „Gib´s mir Schatz!“ erscheint im Herbst 2013.


Meinung zum Buch:

Die 35jährige Vivi hängt seit 15 Jahren in einer immer unglücklicher werdenden Ehe mit Werner (Mitte 50) fest. Ihr größtes Hobby ist das Kochen. Dabei besteht drauf, dass bei Tisch nicht mehr nachgewürzt wird. Doch eines Tages liegt Werner mit dem Kopf in der Bratensauce und Vivi versteht zunächst nicht, warum. Was ist passiert? Wieso ist Werner plötzlich tot?
Auf dem Tisch findet sie den Pfefferstreuer und ihr wird klar, Werner hat ein Sakrileg begangen und nachgewürzt. Mit dem Pfefferstreuer, in den sie am Morgen starkes Rattengift gegen die Mäuseplage im Haus gefüllt hat.

Doch was macht Vivi jetzt mit der Leiche? Und was mit den geldgierigen Kinder, die ihr das Haus unterm Hintern wegreißen wollen?
Schnell wird Vivi klar, sie muss sich zum ersten Mal seit langem wehren. Als dann noch ein Heiratsschwindler an ihr Geld will, wird Vivi klar, sie muss wieder anfangen zu kochen.

Die Geschichte beginnt gleich mit Werners Tod am heimischen Eßtisch. Nach einer kurzen Aufklärung, wie es dazu kam, geht es Schlag auf Schlag weiter. Vivi wird dabei im Laufe des Buches dabei immer farblicher, sympathischer und … gefährlicher.
Durch den auktorialen Erzählstil begleitet der Leser Vivi und möchte manchmal Vivi wegen ihrer Naivität warnen und gleichzeitg in den Hintern treten. Doch man darf nur zusehen und hoffen, dass alles gut gehen wird. Zwar bekommt man Hunger, wenn man liest, was Vivi in der Küche alles zaubern kann, doch möchte man wirklich probieren? Das Rattengift steht zumindest in der Nähe.
Flüssig, witzig und fesselnd geschrieben, sind die rund 300 Seiten viel zu schnell gelesen und man muss wieder auf Nachschub warten.

Der Spannungsbogen steigt gleich mit dem Tod von Werner an und bleibt bis zum Ende stabil.
Auch wenn man manche Entwicklungen vorhersehen konnte, so war doch die Lösung des selbigen eine Überraschung und der Unterhaltungswert für eine entspannende Lektüre gewährleistet.

Die Geschichte ist in sich abgeschossen und auch das Happy-End fehlt nicht.
Am Ende des Buches stellt Vivi noch ihre vier besten und im Buch mehrfach erwähnten Rezepte – garantiert ungiftig – vor. Diese sind sehr übersichtlich aufgebaut. Zunächst bekommt man eine Einkaufsliste mit Tipps, danach die Anleitung für die Zubereitung. Sehr übersichtlich, verständlich und einfach nachzukochen.


Fazit:

Eine empfehlenswerte Sommerlektüre, in die man eintauchen kann und die man garantiert überleben wird.
Thema: Vorab-Leserunde ab 20. Mai 2013 "Das Salz der Erde" mit Autor und Freiexemplaren
Tanzmaus

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18.05.2013 09:43 Forum: 'Das Salz der Erde' - Daniel Wolf


Zitat:
Original von Schwarzes Schaf
Meins ist auch da und die Abschnitte sind auch schon markiert. Ich freu mich, auch wenn ich wahrscheinlich sehr langsam sein werde..aber bei so viele Leuten dürfte das ja mehr oder weniger egal sein. Freude


Glaub ja nicht, Du kannst den Titel "langsamste Leserin" für Dich alleine beanspruchen Grinsen
Thema: Vorab-Leserunde ab 20. Mai 2013 "Das Salz der Erde" mit Autor und Freiexemplaren
Tanzmaus

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18.05.2013 08:58 Forum: 'Das Salz der Erde' - Daniel Wolf


Mein Buch kam heute auch an smile Was für ein dicker Schinken!!! Wow

Meinen Dank nochmal an Wolke und den Verlag!!! winkt
Thema: Vorab-Leserunde ab 20. Mai 2013 "Das Salz der Erde" mit Autor und Freiexemplaren
Tanzmaus

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16.05.2013 19:12 Forum: 'Das Salz der Erde' - Daniel Wolf


Bei mir kam noch nichts an. Ich hoffe auf morgen ...
Thema: Reckless - Lebendige Schatten (Cornelia Funke)
Tanzmaus

Antworten: 15
Hits: 771
09.05.2013 18:45 Forum: Fantasy


Jacob hat es geschafft. Sein Bruder wurde gerettet und er hat seine normale Haut wieder. Zusammen mit Clara ist er auf der anderen Seite des Spiegels in Sicherheit. Aber Jacob hat einen hohen Preis dafür bezahlt. Sechs Mal wird die Motte auf seiner Brust zubeißen, dann ist Jacob dem Tod geweiht. Verzweifelt sucht er ein Gegenmittel, doch alle ihm bekannten Mittel versagen. Doch dann hört Jacob von einem Mittel, das ihn heilen könnte. Aber er ist nicht der Einzigste, der Jagd darauf macht. Ein Wettlauf gegen Zeit beginnt …

Gleich nach dem ersten Band „Reckless: Steinernes Fleisch“ griff ich zum zweiten Band der Reihe. Anders als der erste Band, ist dieser hier besser ausgearbeitet. Er wirkt weniger lieblos und überhastet.

Jacob ist wieder auf der Suche und natürlich liefert er sich wieder ein Wettrennen mit der Zeit. Aber dieses Mal geht Cornelia Funke mehr ins Detail. Lässt Landschaften entstehen, Orte und Städte wachsen und ihre Figuren bekommen mehr Gestalt. So fand ich in diesem Buch auch endlich Zugang zu Jacob. Er wurde farbiger und elementarer.
Sogar Fuchs, die im ersten Band deutlicher gezeichnet war als Jacob, nahm noch mehr Gestalt an, als sie den Leser einen Einblick in ihre Vergangenheit gewährt.

Durch die Karte zu Beginn war es dieses Mal auf möglich, die Wege von Fuchs und Jacob zu verfolgen und zu schaun, wo ihre nächsten Stationen liegen und wie sie dorthin kommen bzw. wo sie sich treffen werden.
Der Schreibstil ist auch wieder leicht und fesselnd. Die kurzen Kapitel regen zum schnellen lesen an und die Illustrationen laden zum Träumen ein.

Cornelia Funke entführt die Leser in diesem Buch wirklich mit Haut und Haar in eine faszinierende Welt, in der Märchen erwachen und man denkt, man ist selbst auf der Jagd und Flucht.
Durch die Schnitzeljagd, die Jacob lösen muss, wird man auch als Leser immer zum Mitdenken und -raten animiert und so merkt man gar nicht, wie die Seiten verfliegen.

Viel zu schnell hat man das Buch beendet und auch wenn die Geschichte in sich abgeschlossen ist, so ist das Abenteuer in der Welt hinter dem Spiegel keineswegs vorbei. Schon jetzt fiebere ich einem dritten Teil entgegen, der hoffentlich so gut wie der zweite werden wird.
Die Handlung in diesem Buch ist weniger vorhersehbar und da man die Protagonisten zum größten Teil schon aus dem ersten Band kennt, kommt man sehr schnell in die Geschichte rein.

Einen Quereinstieg, ohne den ersten Band zu kennen, würde ich nicht empfehlen. Es gibt viele Querverweise auf den ersten Teil und diese könnten ohne Kenntnis des ersten zu Verwirrung führen, so dass man irgendwann aufgibt. Der zweite Teil baut wirklich auf dem ersten auf.
Für Liebhaber von Märchen ist das Buch eine wahre Fundgrube. Kinderfresserinnen, Feen, Einhörner, Zwerge, Däumlinge oder Goyl, sie alle finden in dem Buch Platz. Auch das ein oder andere Utensil wie z.B. Flaschengeister oder Zaubernadeln können mit einem Auftritt glänzen.

Erzählt wird sowohl aus der Sicht von Jacob wie auch aus der Sicht von anderen Personen z.B.von Fuchs oder dem Goyl.
Der Leser wird in die Position des Allwissenden gestellt und erhält dadurch einen Gesamtüberblick.

Der Spannungsbogen setzt sich nahtlos an den von ersten Band an und steigt mit jeder Seite weiter an. Erst auf den letzten Seiten sinkt er etwas ab. Aber durch den Cliffhanger kommt er nicht ganz zum erliegen, sondern bleibt stabil mit der Hoffnung auf eine baldige Fortsetzung erhalten.
Umrahmt wird die Geschichte von den wunderschönen Illustrationen von Cornelia Funke, die sich durch das ganze Buch hindurch ziehen.

Fazit:
Eingetaucht in die zweite Reise von Cornelia Funke, tauchte ich nur sehr widerwillig wieder auf. Ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung, denn die Welt hinter dem Spiegel ruft.

1.Reckless: Steinernes Fleisch
2.Reckless - Lebendige Schatten
Thema: Reckless Steinernes Fleisch - Cornelia Funke
Tanzmaus

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09.05.2013 16:21 Forum: Fantasy


Jacob ist noch recht jung als sein Vater von heute auf morgen einfach verschwindet. Um ihm nahe zu sein, stiehlt er bei der Mutter Nachts den Schlüssel zu dem Arbeitszimmer seines Vaters. Eines Nachts entdeckt er den Spiegel im Zimmer und ehe er weiß, wie ihm geschieht, hat er ihn benutzt und steht in der Welt hinter dem Spiegel. Rasch dreht er wieder um, doch das was er gesehen hat, lässt ihn nicht los. Nacht für Nacht kehrt er zurück in die Welt hinter dem Spiegel bis er irgendwann anfängt, länger als nur eine Nacht dort zu bleiben.

Jahre vergehen, Jacob ist längst Teil der Welt hinter dem Spiegel geworden und bisher konnte er diese Welt auch vor seinem Bruder Will gut verstecken. Doch eines Tages folgt Will seinem Bruder und es trifft ihn der Fluch einer Fee. Wills Haut verwandelt sich nach und nach zu Stein und er sich damit in einen Goyl. Jacob will ihm helfen und macht sich mit seiner Begleiterin Fuchs, einer Gestaltwandlerin, auch die Suche nach einem Gegenmittel. Zusammen mit Wills großer Liebe Clara, die auch durch den Spiegel kam, beginnt ein gefährliches Abenteuer. Denn Wills Haut verwandelt sich nicht nur einfach in Stein, sie wird zu Jade und die Fee sucht nach einem Goyl mit Jadehaut...

Reckless war mein erstes Buch von Cornelia Funke und ich war sehr erstaunt. Zwar ist die Geschichte spannend geschrieben, der Schreibstil leicht und fesselnd, doch wirken die Figuren platt, die Handlung vorhersehbar und das Tempo überhastet.

Man wird als Leser gleich in die Szene rein geworfen, wo sich Jacob schwere Vorwürfe macht, dass er nicht aufgepasst hat, sein Bruder ihm gefolgt ist und ihn der Fluch der Fee getroffen hat. Es wimmelt auf den ersten Seiten nur von Unklarheiten, da man in einer völlig fremde Welt geworfen wird, bei der Märchen zum Leben erwacht sind und Fabelwesen zum Alltag gehören. Aber die Welt hinter dem Spiegel ist finster. Es herrscht Krieg und Jacob ist dort als Schatzsucher unterwegs.
Durch den Fluch, der seinem Bruder anhaftet, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und ein Kampf gegen die Fee. Die Figuren vom Fuchs bis zum Goyl sind liebevoll gezeichnet, doch bleiben die Hauptprotagonisten Jacob und Will unscheinbar und blass.

Die Handlung ist größtenteils vorhersehbar, das Ende dafür überraschend. Wenig Tiefgang sorgt über ein sehr überhastetes Tempo. Zwar rinnt Jacob die Zeit durch die Finger doch hätte man ruhig etwas mehr Tiefgang, gerade in die beiden Hauptprotagonisten, legen können.
Für Liebhaber von Märchen ist das Buch allerdings eine wahre Fundgrube. Kinderfresserinnen, Feen, Einhörner, Zwerge, Däumlinge oder Goyl, sie alle finden in dem Buch Platz. Auch das ein oder andere Utensil wie z.B. Rapunzelhaar oder der gläserne Schuh können mit einem Auftritt glänzen.

Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, wodurch der Lesefluss noch einmal zusätzlich angeregt wird. Erzählt wird sowohl aus der Sicht von Jacob wie auch aus der Sicht von anderen Personen z.B.von Fuchs oder der Fee.
Der Leser wird in die Position des Allwissenden gestellt und erhält dadurch einen Gesamtüberblick.

Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, aber keineswegs beendet. Es wird am Ende schnell klar, dass die Geschichte noch weiter gehen wird und so ist der Griff derer, die bis zum Ende durchgehalten haben, ganz klar zum nächsten Band.
Durch die Verwirrung am Anfang, beginnt der Spannungsbogen erst nach dem Sortieren des Durcheinanders von Personen, Figuren und Orten an zu steigen.
Danach bleibt er aber konstant bis zum Ende erhalten und klingt durch den offenen Schluss auch nicht komplett aus

Umrahmt wird die Geschichte von den wunderschönen Illustrationen von Cornelia Funke, die sich durch das ganze Buch hindurch ziehen.

Fazit:
Eine mitreißende Sprache, eine faszinierende Welt und das Treffen von Märchengestalten locken den Leser in die Welt hinter dem Spiegel. Ich habe mich auf eine sehr gehetzte Reise gemacht, in der Hoffnung, dass der zweite Teil der Reihe besser wird und ich die Welt hinter dem Spiegel mehr genießen kann.
Thema: Maria Lohmann - Natürliche Hausmittel: Bewährte Erfolgsrezepte aus der Naturheilkunde
Tanzmaus

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Maria Lohmann - Natürliche Hausmittel: Bewährte Erfolgsrezepte aus der Naturheilkunde 09.05.2013 09:37 Forum: Ratgeber


Vorwort:

Schon immer habe ich viel auf natürliche Hausmittel gegeben, aber oft fehlte es mir einfach an Wissen und Erfahrung. Dass man bei einem Schnupfen auf mit Meersalz angereicherte Luft setzen bzw. mit einer Meersalzlösung die Nase spülen kann, zählt schon fast zum Allgemeinwissen. Auch mein empfindlicher Magen quält mich von Zeit zu Zeit mit Sodbrennen, so dass ich mich hier schlau machen musste, was kann man dagegen auf natürlichem Wege tun. Nun hat der Verlag BC Publications ein Buch herausgebracht, das bewährte Erfolgsrezepte aus der Naturheilkunde zusammenfasst.

Inhalt:

Ob Kopfschmerzen, Reisekrankheit oder Halsweh – oft bringen verblüffend einfache Hausmittel schnelle Linderung. Wussten Sie beispielsweise, dass Sie eine Erkältung am wirksamsten mit einem fernöstlichen Ingwertrunk und einem ansteigenden Fußbad bekämpfen können? In diesem Ratgeber werden natürliche Heilmittel für über 100 Krankheitsbilder vorgestellt. Mit Kneipp-Anwendungen, Kräuterapotheke und Hausmitteln lassen sich die Beschwerden rasch, nachhaltig und kostengünstig in den Griff bekommen.

Autorin:

Maria Lohmann ist Heilpraktikerin und Medizinjournalistin. Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist seit über 25 Jahren die Naturheilkunde. Die Autorin hat bereits mehrere erfolgreiche Ratgeber zu natürlichen Heilverfahren veröffentlicht sowie Bücher zu Schüßler-Salzen und zur Säure-Basen-Ernährung. Maria Lohmann lebt und arbeitet in München.

Website der Autorin:

http://www.maria-lohmann.de/

Aufbau des Buches:

1. Krankheiten und Beschwerden natürlich behandeln
2. Soforthilfe aus der Naturapotheke
3. Gut aussehen/Schönheitspflege
4. Wirkstoffe aus der Natur für die Hausapotheke
5. Natürliche Heilmittel und Heilmethoden

Das Buch geht strukturiert vor. So wird das erste Kapitel noch einmal detailliert in 11 weitere Kapitel untergliedert:

1. Immunsystem
2. Augen
3. Kopf
4. Gelenke, Muskulatur und Rücken
5. Frauenbeschwerden
6. Haut und Schleimhaut
7. Herz, Kreislauf und Gefäße
8. Nervensystem und Psyche
9. Stoffwechsel
10. Verdauungssystem
11. Mund und Zähne

Zu jedem Unterkapitel führt die Autorin den Leser an die Thematik kurz und prägnant heran. Es handelt sich zwar um ein Fachbuch, jedoch nicht um ein Lehrbuch. Für einen Laien wird daher sehr verständlich beschrieben, worum es in dem Kapitel geht. Danach bekommt man einen oder mehrere Anleitungen, was man auf natürlichem Weg gegen die jeweilige Beschwerde tun kann. Ergänzende Tipps oder ein Hinweis, wann man einen Arzt aufsuchen soll, rundet das Unterkapitel ab.

Der Text ist für einen Laien sehr verständlich und nachvollziehbar geschrieben. Zwischendrin findet man immer wieder hilfreiche Tabellen, z.B. wie unterscheiden sich Migräne und Kopfschmerzen von einander.
Diese Struktur setzt sich auch im zweiten Kapitel fort. Das zweite Kapitel umfasst die Themen:

1. Beulen
2. Eingewachsene Zehennägel
3. Gerstenkorn
4. Insektenstiche
5. Nagelbett- und Nagelfalzentzündung
6. Nasenbluten
7. Pseudokrupp
8. Quallenalarm
9. Raucherentwöhnung
10. Sonnenbrand
11. Verbrennungen /Verbrühungen
12. Wadenkrampf
13. Zahnschmerzen

Das dritte Kapitel ist dagegen sehr kurz gefasst. Es geht um das gute Aussehen und die Schönheitspflege. Hier wird je Bereich ein Tipp auf natürlicher Basis angegeben.

Im vierten Kapitel widmet sich die Autorin den Wirkstoffen aus der Natur. Zuerst findet man eine Liste mit allen Heilmitteln, die man normalerweise in der Küche oder in der Vorratskammer hat oder haben sollte. Ergänzt wird die Liste mit kurzen Erklärungen zur Verwendung des Heilmittels. Das Kapitel geht dann mit der eigenen Herstellung von Heilmitteln weiter. Man erfährt, wie man z.B. eine Kochsalzlösung zubereitet, Johanniskrautöl oder das mir immer wieder in der Babypflege begegnete Calendualöl.
Das fünfte Kapitel gibt einen Einblick in die Heilmethoden wie z.B. Akkupressur, Ohrenmassage, Packungen, Wickel.

Ein Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe in alphabetischer Reihenfolge. Neben einer Literaturliste, findet man im Anhang auch noch eine Liste mit Adressen, von denen man die verschiedenen im Text erwähnten Produkte beziehen kann. Ein Sachregister erleichtert das Suchen im Buch nach einer bestimmten Thematik

Erfahrung und Meinung:

Wie eingangs erwähnt, habe ich mich für die Thematik schon immer begeistern können. In diesem knapp 130 Seiten dünnen Buch fand ich kein Lehrbuch oder ermüdendes Fachbuch vor, sondern einen hilfreichen Begleiter für den Alltag. Man muss nicht lange und unverständliche Texte studieren, ehe man weiß, was man selbst auf natürlichem Wege tun kann.
Mit prägnanten, auch für einen Laien verständlichen, Texten schafft die Autorin in diesem Buch ein Nachschlagewerk für die Hausapotheke. Dass das Buch nicht das Heilmittel schlechthin ist, zeigen die Hinweise, wann man einen Arzt aufsucht und von was man selbst besser die Finger lassen soll.
Durch meine Vorgeschichte (z.B. den empfindlichen Magen), kannte ich den einen oder anderen Hinweis schon. Aber andere waren mir noch neu und sehr interessant.

Fazit:

Für mich stellt das Buch eine tolle Ergänzung der heimischen Bibliothek dar, in dem ich schnell man nachschlagen kann, sollte sich mal wieder ein Wehwehchen bei mir oder meinen Lieben regen.
Thema: Testleseraktion in Zusammenarbeit mit dem Goldmann Verlag ab: 25. Juni 2013
Tanzmaus

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RE: Testleseraktion in Zusammenarbeit mit dem Goldmann Verlag ab: 25. Juni 2013 08.05.2013 11:03 Forum: Vorschläge für das gemeinsame Lesen!


Ich würde auch noch gerne mitmachen Winken
Thema: Leserundenvorschlag ab 10. August 2013 "Die Tote im Nebel" mit Autorin und Verlosungsexemplaren
Tanzmaus

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RE: Leserundenvorschlag ab 10. August 2013 "Die Tote im Nebel" mit Autorin und Verlosungsexemplaren 08.05.2013 11:01 Forum: Vorschläge für das gemeinsame Lesen!


Ich bin auch dabei Winken
Thema: Brigitte Riebe: Die schöne Philippine Welserin
Tanzmaus

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04.05.2013 08:46 Forum: Beginnende Neuzeit (1451 n. Chr. – 1600 n. Chr.)


Weder noch. Mir hat dad Buch gefallen und das wollte ich zum Ausdruck bringen. Winken
Thema: Brigitte Riebe: Die schöne Philippine Welserin
Tanzmaus

Antworten: 29
Hits: 649
03.05.2013 18:57 Forum: Beginnende Neuzeit (1451 n. Chr. – 1600 n. Chr.)


Augsburg, 1556. Die Bürgerstochter Philippine Welserin lebt mit ihrer Mutter, den beiden Brüdern und ihrer Schwester in dem alten Peutingerhaus in Augsburg. Für ihre Mutter sammelt sie regelmäßig am Fluss Heilkräuter. Eines Tages jedoch begegnet sie dort Caspar Reinhard.Obwohl sie immer noch für Ferdinand von Habsburg schwärmt, lässt sie sich auf eine Affäre mit Caspar ein. Als diese jedoch nicht ohne Folgen bleibt, ist sie sogar bereit Caspar zu ehelichen. Dieser jedoch macht sich mit einer anderen Jungfer aus dem Staub und lässt Philippine sitzen. Kurz darauf erkrankt Philippine schwer und verliert die Leibesfrucht.

Philippine wird zu ihrer Tante Kat nach Bresnitz zur Erholung geschickt. Dort begegnet sie auch Ferdinand wieder. Ihre alte Schwärmerei flammt wieder auf und entwickelt sich zur Liebe, die auch von Ferdinand erwidert wird. Still und heimlich heiraten die beiden. Doch vor der Welt gilt sie als Buhlin von Ferdinand und die Kinder, die sie ihm schenkt als Kegel oder Bastarde. Aber Philippine kämpft, um ihre Liebe, ihre Ehe, ihre Kinder und schließlich sogar um ihr eigenes Leben...


Brigitte Riebe schreibt seit Jahren historische Romane oder auch Krimis. Im Gmeiner-Verlag ist dies allerdings ist erstes Buch. In der Kategorie historische Kriminalromane steigt sie gleich mit einer der faszinierendsten Frauenfiguren des 16. Jahrhunderts ein. Philippine Welser, Tochter von Anna Welser, neigte – vielleicht auch durch ihre Mutter beeinflusst – dazu, sich viel mit Heilkräutern und ihrer Wirkungsweise zu befassen. Ganz in der Tradition der Hildegard von Bingen, führte ihre Mutter ein Kräuterbuch, in dem sie alles wissenswerte notierte. Die Mutter schenkte der Tochter eine Abschrift des Buches, welche Philippine bis zu ihrem Tod durch eigene Notizen ergänzte und fortführte.

Die Autorin wollte in dem Buch den Lesern die Gelegenheit geben, Philippine nahe zu kommen. Dazu wählte sie neben der auktorialen Erzählweise noch das Stilmittel eines fiktiven Tagebuchs. In diesem Tagebuch kommt Philippine selbst zu Wort und berichtet dem Leser von ihrem turbulenten Leben, ihrer Liebe, den Sorgen und Nöten bezüglich ihrer Ehe mit Ferdinand und deren Legitimierung. Aber auch Intrigen und die Macht der Heilkräuter finden darin Platz.

Das Buch umfasst 15 Kapitel, dazu ein Prolog und ein Epilog. Jedes Kapitel ist einer Pflanze gewidmet. Auf der Rückseite des Kapiteldeckblattes findet man den lateinischen Namen sowie bekannte Synonyme. Auf der nächste Seite ist eine Skizze der betreffenden Pflanze abgebildet, darunter werden die positiven und negativen Wirkungen aufgezählt.

Die Autorin hat nicht nur Ausführlichkeit zum Leben der Philippine Welser recherchiert, sondern sich auch mit Heil- und Giftkräutern befasst. Im Anhang und der Danksagung findet man eine kleine Auswahl ihrer Quellen wieder.

Der Prolog startet 1580, Philippine ist schon eine ältere Frau und es ist unklar, ob sie den Tag überleben wird. Daher lässt sie ihr Leben noch einmal für den Leser Revue passieren.

Im Epilog wird der Tag von Prolog beendet und der Kreis schließt sich. Ein historisches Nachwort, das Fakten und Daten jener Zeit, sowie einige Worte zu Dichtung und Wahrheit enthält rundet das Buch und damit auch die Geschichte um Philippine Welser ab.

Bei dem Roman handelt es sich um keine Biografie, sondern um bekannte Daten und Ereignisse, die die Autorin zu einer Geschichte gesponnen hat. Auch das Tagebuch erwuchs der Fantasie der Autorin, die damit Philippine den Lesern ein wenig näher bringen wollte. In meinen Augen ist ihr das hervorragend gelungen. Bleibt Philippine in der auktorialen Erzählweise recht blass und unscheinbar, wird sie doch durch ihr fiktives Tagebuch greifbarer, farblicher und verletzbarer. Ihre ganzen Schwangerschaften und Verluste ihrer Kinder nagen ebenso an ihr, wie die heimliche Ehe mit Ferdinand. Dies kommt aber erst wirklich in dem Tagebuch zur Geltung.

Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und umfasst einen wesentlichen Teil aus dem Leben von Philippine Welser.

Der Spannungsbogen wird mit dem Prolog erweckt. Die Überleitung zur Geschichte ist spannend und gleitend gewählt. Zunächst bleibt der Spannungsbogen etwas flacher, da der Bezug zu Ferdinand noch nicht existiert, man als Leser habe schon weiß, dass er eine tragende Rolle spielen wird. So steigt der Bogen erst wieder an, als Philippine Ferdinand im Haus ihrer Tante Kat wiedersieht. Ab da hält er sich konstant bis zum letzten Kapitel. Im Epilog sinkt der Spannungsbogen langsam ab und das Buch klingt leise, aber nachhallend aus.

Durch den Wechsel zwischen der auktorialen Erzählweise und dem fiktiven Tagebuch, wird der Lesefluss immer wieder etwas eingebremst. Der Stil verändert sich, man muss sich als Leser neu einstellen. Dafür erfährt man Hintergründe, Wissenswertes oder kommt einfach Philippine näher. Der Leser erhält dadurch die Chance, Luft zu holen und das bisher gelesene zu verarbeiten, sich seine eigenen Gedanken zu machen und zudem mit Hilfe von Philippines Tagebuch auch die Zusammenhänge und Hintergründe zu begreifen.

Wie auch das Leben von Philippine, bietet die Geschichte einige Überraschungen und unvorhergesehene Entwicklungen. Neben der eigentlichen historischen Geschichte, spinnt sich so schnell ein Kriminalroman um das Leben von Philippine zusammen.


Fazit:

Das Leben einer faszinierenden Frau aus dem 16. Jahrhundert farbenfroh, plastisch und ergreifend dargestellt. Meine Empfehlung für Leser, die gut recherchierte historische Romane lieben.
Thema: Back- und Testleseraktion in Zusammenarbeit mit dem Mosaik Verlag ab: 05. Juni 2013
Tanzmaus

Antworten: 154
Hits: 3.338
RE: Back- und Testleseraktion in Zusammenarbeit mit dem Mosaik Verlag ab: 05. Juni 2013 28.04.2013 20:45 Forum: Vorschläge für das gemeinsame Lesen!


Backen ist eher mein Ding. Da habe ich auch dankbare Abnehmer Lachen .
Ich mache mit. Winken
Thema: Das silberne Zeichen - Petra Schier
Tanzmaus

Antworten: 6
Hits: 693
26.04.2013 13:37 Forum: Mittelalter (501 n. Chr. – 1450 n. Chr.)


Im dritten Teil der Aachen-Trilogie ist Marysa endlich mit Christoph Schreinemaker verlobt, die Werkstatt läuft gut und ein lukrativer Auftrag winkt. Doch Christoph ist nach Frankfurt aufgebrochen, um seine Herkunft und seinen Meistertitel durch entsprechende Urkunden nachweisen und jeden Bezug zu Bruder Christophorus ausmerzen zu können. Schon lange ist er unterwegs und Marysa macht sich Sorgen um ihn. Aber nicht nur sie, sondern auch ihre Eltern befürchten, dass sich Christoph aus dem Staub gemacht haben könnte. Auch Marysas Vetter Hartwig ist erstaunt über die lange Abwesenheit von Christoph. Allerdings nutzt er dies zu seinen Gunsten und bedrängt Marysa erneut, Gort oder Leynhard zu heiraten.
Marysa hält dem Druck durch ihren Vettern stand und konzentiert sich statt dessen auf den neuen Auftrag, der ihr Rochus van Oenne erteilt hat. Aber dann überschlagen sich plötzlich die Ereignisse. Statt der echte Silberarbeiten wurde in den Holzschnitzereien nur versilbertes Messing verwendet, der Silberschmied wird ermordet und die zweite Silberschmiede gerät in Brand. Marysas guter Ruf steht auf dem Spiel und dabei sollte sie sich in ihrem Zustand doch eigentlich nicht aufregen …


Der dritte Teil beginnt gleich spannend und mitreißend. Ein Auftrag wird erteilt, Christoph vermisst und dann geschehen nacheinander seltsame Dinge in Bezug auf die Pilgerabzeichen.
Als Leser steckt man gleich mitten im Geschehen drin und fängt an zu ermitteln. Der Krimiteil in diesem Buch ist stärker vertreten als in den beiden vorangegangenen Bänden und zieht sich mit leicht steigendem Spannungsbogen bis zur letzten Seite hin durch.

Aachen im 15 Jahrhundert wird durch die Feder der Autorin lebendig, mit zahlreichen ausführlichen Schilderungen und der Karte zu Beginn des Buches, ist es kein Problem, sich Aachen und das Leben dort zu jener Zeit vorzustellen.
Die Geschichte ist dick gepackt und man bekommt als Leser kaum Zeit zum Luftholen. Dadurch ist man auch schnell mit dem Buch durch.

Die Autorin hat gründlich zur Thematik und den Örtlichkeiten recherchiert. Dies wird im Lauf der Geschichte deutlich.
Da man die Protagonisten zum größten Teil schon aus den beiden vorherigen Büchern kannte, waren diese gleich von Anfang an sehr plastisch und man traf auf alte Bekannte.Trotzdem entwickeln sich Marysa und Christoph im Laufe des Buches noch weiter. Marysas Eltern spielten hier eine sehr untergeordnete Nebenrolle, anders als in den beiden Bänden davor.

Das Ende ist rund und abgeschlossen. Dennoch könnte ich mir eine Fortsetzung vorstellen.
Sprachlich ist das Buch in der heutigen Sprachgebung geschrieben und daher einfach und leicht lesbar. Die Auflösung des Falls erfolgt ganz am Ende und bietet noch einige Überraschungen. Ein kleiner Ausklang im Epilog rundet die Trilogie ab.

Im Anhang findet man noch das Rezept für die Fastenkrapfen, die in dem Buch öfter erwähnt werden.
Vermisst habe ich hier lediglich einen Personenregister.

Fazit:
Der krönende Abschluss der Aachen-Trilogie, bei dem nicht nur Krimiliebhaber auf ihre Kosten kommen werden.
Thema: Mein Sommer neben an von Huntley Fitzpatrick ab 12 Jahren
Tanzmaus

Antworten: 3
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25.04.2013 10:21 Forum: Kinder- und Jugendbücher


Die 7jährige Samantha lebt mit ihrer Schwester und ihrer Mutter allein in einem Haus in einer kleinen Stadt. Das Haus nebenan steht leer, bis die Familie Garrett mit ihren fünf Kindern dort eines Tages einzieht. Für die ordnungsliebende Mutter von Sam sind die Garretts seit dem Tag ihres Einzugs tabu. Mit einer unordentlichen und chaotischen Großfamilie, die sich zudem noch vermehren wie die Karnickel,, möchte sie nichts zu tun haben und verbietet auch ihren Töchtern jeglichen Kontakt dorthin.

Zehn Jahre später, Sam ist mittlerweile 17 und überlegt schon, auf welche weiterführende Schule sie gehen möchte, hat sich die Anzahl der Garrats auf acht Kinder und zwei Erwachsene erhöht.

Sams Mutter strebt mittlerweile eine politische Karriere an. Als Senatorin wurde sie schon einmal gewählt und arbeitet jetzt auf eine Wiederwahl hin. Ihre Schwester Tracy ist – wie ihre Mutter- praktisch nie zu Hause. Die Sommerferien stehen an und Sams Mutter möchte die Mädchen beschäftigt wissen. Tracy verreist mit ihrem aktuellen Freund, so dass nur noch Sam beschäftigt werden muss. Diese Beschäftigung sieht dann so aus, dass Sam in einem Imbiss und bei einem Club als Rettungsschwimmer arbeiten soll. Sam hat nichts dagegen, denn allabendlich stiehlt sie sich auf das Dach vor ihrem Fenster und beobachtet heimlich die Garrats.

Eines Abends jedoch klettert Jase Garrett das Blumenspalier hoch und setzt sich neben Sam auf das Dach. Nach und nach entwickelt sich zwischen den beiden eine Freundschaft, die schließlich mehr wird und ehe sie es sich versieht, wird sie Teil der Familie Garrett. Doch dann schlägt das Schicksal zu und Sam muss sich entscheiden.

Sam bleibt zu Beginn des Buches sehr blass, aber nach und nach wird sie farbiger und lebendiger. Die Autorin versteht es, die Geschichte langsam, aber nicht langweilig zu erzählen, so dass man als Leser genug Zeit hat, die einzelnen Charaktere kennenzulernen und auch ihre jeweilige Situation zu verstehen. Auch bringt die Autorin wunderbar das Sehnen nach etwas auf den ersten Blick Unerreichbarem zum Ausdruck.
Die Garrets sind sehr vielschichtig. Jase, George und Alice spielen eine größere Rolle und sie werden einem schnell sympathisch. Die anderen der Familie bleiben eher im Hintergrund. Lediglich die Eltern tauchen immer wieder auf und Sam scheint sie als Familienersatz zu nehmen, immerhin ist ihre eigene Mutter sehr viel unterwegs und kann sich nicht um Sam kümmern.

In der Großfamilie geht es natürlich drunter und drüber. Es ist sehr chaotisch, aber trotzdem haben alle gute Laune, sind optimistisch eingestellt und das geht beim Lesen auch automatisch auf den Leser über. Gewiss gibt es auch Konflikte, Streitereien oder Geldsorgen, doch hier zeigt sich, dass eine Großfamilie zusammenhalten kann.
Die Liebesgeschichte zwischen Sam und Jase entwickelt sich langsam, was ich persönlich sehr gut fand. Immerhin ist Jase ein Garrett und Sam hat rund 10 Jahre lang immer wieder gehört, dass sie diese zu meiden habe. Auch ist es Sams erste richtige große Liebe. Dass beide daher vorsichtig sind und es langsam angehen lassen, ist logisch und nachvollziehbar.

Auf rund 500 Seiten bekommt der Leser hier nicht nur einen Einblick in zwei völlig verschiedene Welten, er bekommt auch einen Blick über den Tellerrand. So erfährt er auch von den Sorgen und Nöten von Sams bester Freundin und ihrem Zwillingsbruder. Aber auch Sams Mutter taucht mit ihren Vorbereitungen zu ihre Wahlkampf immer wieder auf.

Als das Schicksal schließlich zuschlägt, überschlagen sich die Ereignisse und man möchte als Leser wissen, wie sich Sam entscheidet und überlegt zeitgleich, was würde man selbst tun. Denn im Laufe des Buches wurde man unbemerkt selbst Teil der Großfamilie Garrett.

Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, doch bietet das Ende Potenzial für eine Fortsetzung und ich würde mich freuen, mehr von den beiden Familien lesen zu dürfen.
Der Schreibstil ist flüssig, mitreißend und mit einigen witzigen Dialogen gespickt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Samantha. Insgesamt umfasst das Buch 53 Kapitel, die sich schnell und spannend lesen lassen.

Fazit:

Eine empfehlenswerte Sommerlektüre, bei der man abtauchen, sich wohlfühlen und Teil einer Großfamilie werden kann.
Thema: Strandkorbgeschichten Sylt - Sina Beerwald (Hrsg.)
Tanzmaus

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Strandkorbgeschichten Sylt - Sina Beerwald (Hrsg.) 24.04.2013 10:49 Forum: Belletristik


Kurzbeschreibung:

SYLT- Die spannenden Seiten der Insel: So wie die Insel präsentieren sich auch die Kurzgeschichten rund um das beschauliche Morsum, das quirlige Westerland oder das mondäne Kampen. Zu Fuß durchs Watt, auf dem Fahrrad durch die Dünenlandschaft, mit dem Auto einen Mörder jagen oder an einem Fallschirm hängend über die Insel schweben - all das und noch viel Meer gibt es in diesem Buch zu erleben. Gönnen Sie sich eine Auszeit. 25 Autoren nehmen Sie über den Hindenburgdamm mit auf die Insel der vielen Gesichter. Aber Vorsicht: Sehnsuchtsgefahr! Die Shortstories sind eine Auswahl der besten Geschichten, die über die Landesgrenzen hinaus für den 1. Sylter Kurzgeschichtenpreis eingesandt wurden.



Die besten Kurzgeschichten des 1. Sylter Kurzgeschichtenwettbewerbs wurden in diesem Buch zusammengefasst. Insgesamt 25 verschiedene Geschichten von unterschiedlichen Autoren dürfen zwischen den zwei Buchdeckeln Platz nehmen.

Durch die verschiedenen Autoren bzw. die unterschiedliche Themenwahl weiß man als Leser zu Beginn einer Geschichte nicht, was einen erwartet. Die eine Geschichte siedelt sich im Fantasybereich an, die andere ist mehr eine Liebesgeschichte, ein Krimi oder gar eine Art Tagebuch. So unterschiedlich die Autoren sind, so sind auch ihre Geschichten. Das Buch stellte vor allem den Anspruch, dass sich die Geschichten mit der Insel Sylt verbinden lassen. Das ist allen Autoren so weit gelungen, auch wenn man die ein oder andere Geschichte an einem Anderen Ort wiederfinden könnte.

Leichte oder gar seichte Unterhaltung findet man hier nicht. Die Texte sind anspruchsvoll, regen zum nachdenken an oder lassen einen bewegt zurück. In so fern passen die Geschichten wunderbar zur Insel, denn obwohl es sich um einer typische Urlaubsinsel handelt, herrscht auch dort nicht immer nur Friede, Freude, Sonnenschein.

Das Cover wurde hervorragend gewählt. Es lasst das verheißene Sehnsuchtsgefühl aufkommen, sich einfach an den Strand zu setzen und in einem Strandkorb sitzend zu schmökern.

Durch die Kürze der Geschichten kann man das Buch auch einfach mal zur Seite legen, im Meer ein wenig schwimmen gehen, um danach eine ganz andere neue Geschichte zu entdecken.

Fazit: Ein tolle Sammlung von Kurzgeschichten, die man nicht nur im Urlaub lesen kann.
Thema: Arielle, die kleine Meerjungfrau endlich wieder mit alter Synchro
Tanzmaus

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21.04.2013 19:42 Forum: Film Ab!


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