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Autor Beitrag
Thema: Welche Bücher habt ihr im Dezember 2012 gelesen? (Bitte Anfangsposting beachten!)
bücherwurm2612

Antworten: 99
Hits: 2.888
01.01.2013 23:14 Forum: Allerlei Buch


Charlotte Link; Das andere Kind; 2,5
Cody McFadyen; Die Blutlinie; 1,5
Jodi Picoult; Zerbrechlich; 2,0
Thema: In den Augen der anderen - Jodi Picoult
bücherwurm2612

Antworten: 13
Hits: 1.045
31.08.2012 21:53 Forum: Belletristik


Dies ist mein 2. Picoult Roman, welchen ich fertig gelesen habe, und er hinterlässt bei mir gemischte Gefühle.

Auf der einen Seite gefällt mir das Thema der Geschichte sehr. Vorher habe ich noch nie etwas vom Asperger Syndrom gehört und mich auch noch nie wirklich mit Autismus befasst, weswegen ich einen Einblick in diese Krankheit sehr interessant fand. Sehr spannend war auch der Einblick in das Alltagsleben der Hunts. Das Leben wurde sehr genau und anschaulich geschildert und auch der Perspektivwechsel - wie bereits in ihrem Roman "19 Minuten" - sorgt dafür, dass man als Leser besser in die Charaktere hineinversetzen kann.

Jedoch, auf der anderen Seite, war ich auch etwas enttäuscht. Meiner Meinung nach lässt der Spannungsbogen im Laufe der Geschichte nach. Am Anfang war das Buch sehr fesselnd und irgendwann in der Mitte hat die Spannung nachgelassen. Stellenweise konnte ich das Verhalten der Protagonisten nicht wirklich nachvollziehen udn war eher genervt von ihrem Handeln.

Spoiler
z.B. Jacob's Verhalten im Gericht. Natürlich weiß er manches nicht besser aufgrund seiner Krankheit, aber manchmal war mir das einfach zu viel... beispielsweise dass er anscheinend nicht erkannt hat, wie wichtig das Verfahren für ihn ist.

Rätselhaft war für mich auch, dass Jacob seine Decke um Jess's Leiche gewickelt hat, obwohl er viel über Forensik weiß.


Insgesamt ist das Buch aber lesenswert, schon alleine wegen dem interessanten Thema.

7 von 10 Punkten
Thema: Leah Fleming - Schiff der tausend Träume
bücherwurm2612

Antworten: 9
Hits: 627
29.05.2012 12:39 Forum: Belletristik


Ich kann mich der positiven Kritik von Quasselstrippe nur anschließen. „Schiff der tausend Träume“ ist wirklich ein toller Roman, welcher zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielt. Das wunderschöne Cover und auch der Klappentext lassen vielleicht vermuten, dass es sich hier um einen weiteren Titanic Roman handelt (was auch der Grund war, warum ich das Buch eigentlich gekauft habe), aber in Wirklichkeit dreht sich alles um das Schicksal der beiden unterschiedlichen Frauen Celeste und May, deren Freundschaft auf der Titanic begann. Da die Handlung bis in die 1950er Jahre reicht, verfolgt man die komplette Entwicklung der beiden Charaktere und der nachfolgenden Generationen. Dadurch wird der Roman sehr vielseitig und spannend. Leah Fleming hat auch einen sehr angenehmen Schreibstil, welcher den Leser fesselt. Toll ist auch, dass die Handlung parallel in den USA und in England, später auch in Italien, spielt und die Autorin es stets schafft, die Handlungsstränge gut miteinander zu verbinden und ineinander zu führen.

Ein wirklich sehr empfehlenswerter Roman, an dem es nichts zu kritisieren gibt.

10 von 10 Punkten
Thema: Unerbittlich von Benjamin M. Schutz
bücherwurm2612

Antworten: 15
Hits: 1.852
29.05.2012 00:05 Forum: Krimis/Thriller


Nachdem das Buch seit einem Jahr bei mir subt, habe ich es nun endlich gelesen - und bin ganz erstaunt. Eigentlich habe ich gedacht, dass "Unerbittlich" ein Durchschnittsthriller ist, zwar spannend, aber nicht wirklich fesselnd. Allerdings ist dieser Roman wirklich sehr fesselnd geschrieben, was auch der Grund war, weswegen ich das Buch innerhalb von einem Tag gelesen habe (was bei mir eher selten der Fall ist).

Der Roman ist ein Psychothriller der anderen Art, weil es hier um den Psychoterror in einem Scheidungskrieg und Sorgerechtsstreit geht. Es ist spannend, aber gleichzeitig auch schockierend, wie man in einer solchen Situation (zumindest in den USA) dem ehemaligen Partner das Leben wirklich zur Hölle machen kann und welche Tricks skrupellose Anwälte da teilweise haben. Da das Buch von einem Gerichtspsychologen geschrieben wurde, kann ich mir auch sehr gut vorstellen, dass die meisten Sachen so auch schon geschehen sind.

Das Ende fand ich sehr plötzlich und auch schockierend, wie das ganze Buch. Auch wenn es im Nachhinein als logisch erscheinen mag, hätte ich mir doch ein anderes Ende gewünscht.

9 von 10 Punkten!
Thema: Filme, die ich nicht mag oder überbewertet finde
bücherwurm2612

Antworten: 88
Hits: 2.912
09.05.2012 23:02 Forum: Film Ab!


Auch auf die Gefahr hin, dass die meisten hier mir wahrscheinlich in keinster Weise zustimmen werden: ich finde, dass die Herr der Ringe Trilogie überbewertet wird. Die Filme sind wirklich toll gemacht und ich finde auch, dass Peter Jackson da wirklich etwas Einzigartiges geschaffen hat für die damalige Zeit, aber sooooo toll wie viele andere fand ich den Film persönlich nicht unglücklich Zu meiner Verteidigung: ich bin wirklich kein Fan von klassischen Fantasy-Romanen wie eben Herr der Ringe. Zudem entstand in meiner Clique damals ein wirklicher Hype um den Film, der mich schon ein bisschen genervt hat Augenzwinkern

Ansonsten kann ich mich einigen anderen hier auch anschließen:
Brokeback Mountain und Mr. Bean haben mir auch nicht so gefallen.

Ich denke aber, dass es meistens daran liegt, dass man einfach enttäuscht ist, weil man mehr erwartet. Zumindest ist das bei mir meist so smile
Thema: Hexenkind - Sabine Thiesler
bücherwurm2612

Antworten: 87
Hits: 13.603
04.03.2012 12:36 Forum: Krimis/Thriller


Die Handlung:

Die hübsche Zweifach-Mutter Sarah wird tot in ihrer kleinen Hütte im toskanischen Wald aufgefunden. Ihr wurde die Kehle durchgeschnitten.
Im kleinen Dorf breitet sich Panik aus, denn jeder hat Angst, dass der Täter wieder zuschlagen könnte. Währenddessen hofft Komissar Neri diesen Fall als Karrieresprungbrett nutzen zu können, doch die Aufklärung ist schwieriger als gedacht.


Meine Meinung:

Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn ich nicht sagen kann, ob es besser oder schlechter ist als Thiesler's erster Roman "Der Kindersammler". Für mich sind beide Romane gliech gut.

Die Handlung ist sehr spannend und Sabine Thiesler beschreibt auch alles sehr realistisch. Wie hier schon gesagt wurde, es wird auch erwähnt, dass die Charaktere nun essen oder duschen gehen, sodass man einen guten Einlick in das alltägliche Leben der Protagonisten bekommt.
Mir gefällt es auch, dass Thiesler's Romane zum großen Teil in der Toskana spielen und man dadurch auch etwas von dem Leben dort mitbekommt.
Es ist schön, wenn man dann liest, dass die Charaktere gerade an einem Ort ist, den mal als Tourist schon einmal besucht hat smile

Die Charaktere sind auch gut dargestellt, wobei man das auch etwas tiefgründiger noch darstellen hätte können, da manchmal, meiner Meinung nach, die Beweggründe des Handelns nicht so klar ist.

Spoiler
Warum schläft Sarah ständig mit verschiedenen Männern, wobei viele von ihnen auch nicht sonderlich attraktiv sind? Es wurde hier ja schon erwähnt, dass sie eine Nymphomanien ist, aber dennoch frage ich mich, woher das so plötzlich kam....


Es ist auch interessant, dass Thiesler zwischen den verschiedenen Zeitebenen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her springt und man sich langsam den Todestag von Sarah nähert.

Negativ fand ich, dass manche Sachen mir doch etwas zu weit hergeholt waren. Dadurch wirkten manche Handlungen doch unrealistisch und die Geschichte bekommt einen negativen "Beigeschmack", was sie eigentlich nicht nötig hat.

Spoiler
Elsa begegnet nach 16 Jahren ausgerechnet ihrem Vater in Siena, was ja auch keine so kleine Stadt ist, und fängt mit ihm eine Affäre an... das waren mir ein paar Zufälle zu viel und ich hatte auch das Gefühl, dass die Autorin dies einfach darstellt ohne dass viele kritische Worte fallen, immerhin ist es ja Inzest.


Die Aufklärung des Falles fand ich schockierend. Es war nur schade, dass das Ende auf den letzten 20 Seiten so plötzlich kam. Da voher auch alles sehr ausführlich beschrieben würde, hätte ich mir dies auch ein wenig beim Ende gewünscht.

Fazit:

Ich würde den Roman auf jeden Fall weiterempfehlen, da er sehr spannend.

7 von 10 Punkten
Thema: Welche Bücher habt ihr im Februar 2012 gelesen? Bitte Anfangsposting beachten!
bücherwurm2612

Antworten: 129
Hits: 3.857
02.03.2012 00:30 Forum: Allerlei Buch


Frank Schätzing; Der Schwarm; 2
Chris Mooney; Missing; 2,5
Khaled Hosseini; Tausend strahlende Sonnen; 1; Monatshighlight
Jeffery Deaver; Die Menschenleserin; 1
Jeffery Deaver; Allwissend; 1
Joy Fielding; Im Koma; 3
Charlotte Link; Das Echo der Schuld; 3
Thema: Das Echo der Schuld - Charlotte Link
bücherwurm2612

Antworten: 48
Hits: 6.955
02.03.2012 00:25 Forum: Krimis/Thriller


Vor ein paar Tagen schon habe ich das Buch fertig gelesen smile

Insgesamt hat mir das Buch recht gut gefallen, wobei es von Charlotte Link auch bessere Romane gibt.
Die Geschichte war wirklich vom Anfang bis zum Ende spannend und auch der Titel des Romans hat sehr gut gepasst. Die beiden Handlungsstränge wurden am Ende auch gut zusammengeführt und ich habe mich auch die ganze Zeit beim Lesen gefragt, wo die Verbindung nun besteht. Das hat das Buch dann natürlich auch noch aufregender zum Lesen gemacht.
Mir gefällt auch Charlotte Links Schreibstil sehr gut. Er ist wirklich flüssig und es klingt nie gekünselt.
Zudem ist die Auflösung des Buches sehr überraschend.

Allerdings hatte ich auch ein Problem mit dem Buch: ich konnte das Handeln von manchen Hauptpersonen überhaupt nicht nachvollziehen, was es dann auch schwierig macht, sich mit einer Person zu identifizieren.

Spoiler
Gemeint ist hier Virginia. Ich konnte nicht wirklich verstehen, warum sie sich so auf Nathan fixiert, auch wenn er charismatisch und gutaussehend ist. Wie kann man einen Fremden denn so sein Leben beeinflussen lassen?
Besonders irritiert hat mich, dass sie sich, als Nathan bei ihr im Landhaus gelebt hat, öfter gefragt hat, warum sie ihn nicht rausschmeißt und es am Ende dann doch nicht tut. Zudem lässt sie ihr Kind dann einfach mal daheim als sie Hals über Kopf sich mit Nathan nach Skye begibt.... dafür dass Virginia als gebildete und kluge Frau dargestellt wurde, kann ich ihr Verhalten wirklich kaum nachvollziehen.


"Das Echo der Schuld" ist insgesamt ein guter Roman, aber nicht der beste von Charlotte Link.

6 von 10 Punkten
Thema: Joy Fielding: Im Koma / Still life
bücherwurm2612

Antworten: 34
Hits: 3.445
25.02.2012 13:52 Forum: Krimis/Thriller


Casey führt das perfekte Leben: sie kommt aus einer reichen Familie, sieht gut aus, ist als Innenarchitektin erfolgreich und ist mit einem tollen Mann verheiratet.
Eines Tages wird sie nach einem Mittagessen mit ihren besten Freundinnen angefahren. Sie kommt erst nach einigen Tagen wieder zu Bewusstsein, muss aber merken, dass sie eine Gefangene ihres Körpers ist. Sie nimmt ihre Umwelt bewusst wahr, liegt aber im Koma und kann sich nicht verständigen.
Nach einiger Zeit wird ihr klar, dass der vermeintliche Unfall in Wirklichkeit ein Mordanschlag auf sie war und er Täter sein Werk noch vollenden will...

Meine Meinung:
"Im Koma" wollte ich schon länger lesen, da mir bisher alle Bücher von Joy Fielding gut gefallen haben.

Leider war ich von diesem Buch etwas enttäuscht, da es nicht so spannend zu Lesen ist wie ihre anderen Bücher.
Die Idee, dass eine junge Frau im Koma liegt, sie jemand umbringen will und sie weiß, dass ihr die Zeit daveon läuft, ist zwar toll, aber die Umsetzung hat mir nicht so gefallen.

Casey als Hauptperson ist mir zwar schon symphathisch, aber die anderen Personen außer Drew (Casey's Schwester) sind nicht so gut ausgearbeitet und werden ein wenig klischeehaft dargestellt.

Spoiler
Besonders Casey's Ehemann Warren war sehr klischeehaft dargestellt... ein Ehemann, der eine reiche junge Frau nur des Geldes wegen heiratet. Ich hätte mir doch ein anderes Motiv gewünscht, da da wirklich so etwas Typisches ist. Zudem wird Warren meiner Meinung nach auch etwas unlogisch dargrestellt:
anfangs ist er sehr fürsorglich und auch wenn er mit Casey alleine ist, verhält er sich eben wie ein perfekter Ehemann. Dann kommt seine Tat raus und sein Verhalten verändert sich komplett.
Ich finde es unlogisch, dass er Casey auch anfangs, wenn sie alleine waren, etwas vorspielt... er weiß ja nicht, dass sie ihn hören kann.


Schade fand ich, dass die Handlung doch voraussehbar war und mal als erfahrene Fielding Leserin schon relativ schnell wusste, worauf die Handlung hinausläuft.

Fazit:

Wenn man schnell ein Buch zwischendurch lesen will, ist das Buch sehr gut. Das Buch ist gut zu lesen, bewegt einen aber auch nicht sonderlich. Zudem mag man als Fielding Fan vielleicht etwas enttäuscht sein von dem Buch.

5 von 10 Punkten
Thema: Jeffery Deaver: Allwissend
bücherwurm2612

Antworten: 17
Hits: 1.782
23.02.2012 00:45 Forum: Krimis/Thriller


Der 2. Fall für Verhörexpertin Kathryn Dance – und er ist genauso spannend wie „Die Menschenleserin“.

Ich bin wirklich sehr begeistert von Deaver's neuer Heldin Kathryn Dance. Schon der 1. Fall um den Mörder Daniel Pell hat mir sehr gut gefallen und der 2. Fall konnte meinen hohen Erwartungen gerecht werden. Innerhalb von wenigen Tage habe ich nun beide Dance Fälle verschlungen.

Kathryn Dance ist mir hier genauso sympathisch wie in ihrem eigenen Fall. Ich finde, dass sie eine interessante Persönlichkeit ist und mir gefällt auch ihr Spezialgebiet Kinesik sehr gut. Einige Sachen, die man hier liest z.B. wie Leute sich verhalten, wenn sie lügen, kann man ja auch gut selbst nutzen. Auch wenn man hier natürlich sich als Laie nicht sicher sein kann, ob seine Vermutungen und Beobachtungen an die Mitmenschen stimmen Augenzwinkern
Auch die Nebenhandlung um Kathryn's Mutter Edie Dance fand ich toll, besonders da sie ja direkt an der Handlung des 1. Bandes anknüpft und ich diese noch gut in Erinnerung hatte.
Ich finde es auch insgesamt toll, dass immer wieder Bezug zum 1. Band genommen wird, da es ja auch in der Realität so ist, dass viele Sachen auch später im Leben noch relevant sind.
Allerdings ist es dadurch natürlich auch von Nöten, dass man den 1. Band gelesen hat und sich daran auch noch erinnern kann.

Spoiler
Ich denke ja auch, dass Kathryn und O'Neill in einem der nächsten Bände zusammenkommen werden, da O'Neill und seine Frau sich ja nun trennen. Allerdings wird es im nächsten Band wohl auch eine Dreicksbeziehung mit Boling geben... darauf freue ich mich schon smile


Die Idee zu dem Buch einen Blog zu kreieren, wo man die Ereignisse im Buch nachlesen kann, hat mir auch sehr gut gefallen. Dadurch hat man das ein bisschen das Gefühl live dabei zu sein und die Handlung wirkt auch realistischer.
Daher ist es auch gut, wenn man die angegebenen Homepages auch immer mal wieder während dem Lesen besucht.
Zudem erkennt man dadurch auch die Gefahren und die Wirkung des Internets besser.

Fazit:

Kathryn's 2. Fall ist wirklich sehr empfehlenswert und begeistert. Er führt einen auch mal wieder vor Augen wie nachlässig man eigene Informationen weiter gibt im world wide web und ist wegen den anhaltenden Diskussionen um Internetsicherheit und Datenschutz sehr aktuell.

10 von 10 Punkten
Thema: Kann man zu viele Bücher haben?
bücherwurm2612

Antworten: 104
Hits: 5.401
21.02.2012 10:38 Forum: Allerlei Buch


Ich persönlich denke auch, dass man nie zu viele Bücher haben kann, nur, wie ihr ja schon hier gesagt habt, zu wenig Zeit zum Lesen.

Das ist ähnlich wie die Frage, ob man als Frau zu viele Schuhe oder Kleider haben kann Augenzwinkern
Es liegt wahrscheinlich immer im Auge des Betrachters.
Thema: Die Menschenleserin - Jeffery Deaver
bücherwurm2612

Antworten: 27
Hits: 3.194
20.02.2012 18:32 Forum: Krimis/Thriller


Kathryn Dance, Verhörspezialistin und Kinesik- Expertin beim CDI, soll den entflohenen Daniel Pell finden. Daniel hat vor 8 Jahren bei einem Einbruch eine ganze Familie bis auf die kleine Tochter Theresa, welche seitdem „Schlafpuppe“ (sleeping doll) genannt wird, ermordet. Nun ist der berüchtigte Kultführer, der in der Presse als Manson's Sohn bekannt ist, auf freien Fuß und sinnt auf Rache...
Um diesen Schwerverbrecher zu fassen, muss Kathryn Dance ihr ganzes Können unter Beweis stellen und tief in Daniles Psyche eintauchen, um ihm immer einen Schritt voraus zu sein.

Meine Meinung:
Mit „Die Menschenleserin“ ist Jeffery Deaver ein toller Roman und der Auftakt zu einer vielversprechenden neuen Serie gelungen.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Kathryn Dance, die als Kinesik Expertin auf Verhöre spezialisiert ist. Es ist sehr interessant, wie sie aus der Gestik, Mimik und Stimmlage Wahrheit und Lügen auseinander halten kann und das Verhalten der Menschen durch genaues Beobachten richtig analysieren und deuten kann. Das ist auch einmal etwas Neues, da ja die meisten Ermittler in den bekannten Romanserien eher auf die Auswertung von forensischen Spuren spezialisiert sind.
Auch Kathryn's familiären Hintergrund finde ich sehr interessant. Sie legt sehr viel Wert darauf viel Zeit mit ihren Kindern und Eltern zu verbringen trotz der vielen Arbeit, was mir gut gefallen hat.

Daniel Pell als Antagonist ist ein ebenbürtiger Gegner für Kathryn. Er hat auch die Fähigkeit das Verhalten seiner Mitmenschen genau zu analysieren und zu deuten, weswegen er Menschen gut kontrollieren und zu seinen Zwecken manipulieren kann. Diese Fähigkeit ist sehr erschreckend, aber als Leser ist es doch auch sehr interessant, diese Sichtweise eines Täters vermittelt zu bekommen.
Es ist auch sehr klug, Daniel in Verbindung zu Charles Manson, einer der bekanntesten und brutalsten Mörder der USA, zu setzen. Das steigert die Spannung und auch die Hinweise zu Manson fand ich gut eingebaut.

Toll ist auch, dass das Buch viele Wendungen beinhaltet und man dadurch auch nicht weiß, was als Nächstes kommt. Somit war das Buch durchweg spannend zu lesen.

Ein kleiner Kritikpunkt:
Spoiler
Ich fand es schade, dass Agent Kellog am Ende als Mörder verhaftet wird, da er mir sympathisch ist und er ein toller Partner für Kathryn gewesen wäre. Vielleicht wäre das aber auch etwas zu perfekt und zu viel des Guten gewesen.



Fazit:
„Die Menschenleserin“ ist ein richtiger Pageturner und ich kann das Buch nur weiterempfehlen.

10 von 10 Punkten
Thema: 'Der Schwarm' - Seiten 656 - 850
bücherwurm2612

Antworten: 19
Hits: 532
19.02.2012 19:16 Forum: 'Der Schwarm' - Frank Schätzing


Zitat:
Original von Mooney

Ich fand's auch schade, dass Delaware gestorben ist. Was mir noch auffällt, ist, dass ich immer noch Probleme damit habe, einige Namen zuzuordnen - und dass nach über 800 Seiten Gehts noch? Z.B. war ich ehrlich überrascht, als ich irgendwann gemerkt habe, dass Browning eine Frau war...



Das Problem hatte ich auch bei manchen Personen. Manchmal habe ich die Personen auch nicht ganz auseinanderhalten können oder ich kannte die Namen, wusste aber manchmal nicht genau für was sie zuständig waren.... bei dem Buch hat man dann auch aufgrund der Seitenlänge keine Lust zurück zu blättern bzw. man wüsste auch nicht wohin man blättern sollte Augenzwinkern
Thema: Missing - Chris Mooney
bücherwurm2612

Antworten: 13
Hits: 1.684
17.02.2012 11:30 Forum: Krimis/Thriller


"Missing" war mein 2. Mooney und hat mir wie bereits "Secret" insgesamt gut gefallen.

Die Handlung ist sehr spannend und durch den lockeren Schreibstils des Autors mit den vielen Dialogen gut zu lesen. Schön fand ich auch, dass die einzelnen Kapitel nicht so ewig lang sind, sondern dass es eher viele kürzere Kapitel sind. Dadurch liest sich das Buch schon gleich viel flüssiger.

Am Anfang habe ich etwas anderes erwartet, da ich "Secret" letztes Jahr gelesen habe. In "Secret" wurden einige Kapitel aus der Sicht des Täters beschrieben, was mir an Thrillern immer sehr gut gefällt.
Doch hier konzentriert sich die Handlung fast ausschließlich auf Mick. Seine Probleme, Gedanken und Vergangenheit werden sehr genau durchleuchtet, sodass "Missing" kein klassischer Thriller ist, wo es ausschließlich nur darum geht einen Täter, hier den Kindsentführer, zu überführen.
Auch Mick's Vergangenheit spielt eine wichtige Rolle in dem Buch, da sein Vater Lou, ein Gangster, seine Ehefrau damals öfter geschlagen hat und sie daher die Familie verlassen hat. Mick leidet sehr daunter, dass er nicht weiß, was mit seiner Mutter passiert ist. Und dieses Gefühl der Einsamkeit erlebt er nun wieder durch den Verlust seiner Tochter Sarah, die ebenfalls spurlos verschwunden ist.
Diese beiden Verluste, die seiner Mutter, aber vor allem Sarah's Verlust, sind die beiden Handlungsstränge in der Geschichte.

Fazit:
Das Buch ist meiner Meinung nach lesenswert, aber es ist kein Buch, welches einem nachhaltig in Erinnerung bleiben wird. Man kann es gut zwischendurch lesen, da es auch nicht besonders dick ist und flüssig geschrieben ist.

7 von 10 Punkten
Thema: Fremdsprachige Bücher / Lest ihr nur auf deutsch?
bücherwurm2612

Antworten: 249
Hits: 16.374
16.02.2012 15:44 Forum: Allerlei Buch


Meistens lese ich die Bücher auch auf Deutsch, da ich hier alles verstehe und es einfach bequemer ist.

Doch manchmal lese ich auch bewusst Bücher auf Englisch wie z.B. die Sophie Kinsella Bücher, da das erwähnte "Feeling" in der Originalsprache viel besser rüberkommt und man nebenbei einfach seine Sprachkenntnisse verbessert.
Am Anfang ist es immer eine kleine Überwindung Englisch zu lesen, da es mich auf den ersten paar Seiten auch stört, wenn ich nicht jedes Wort verstehe. Aber nach einiger Zeit legt sich das und es macht sogar wirklich Spaß. Man muss halt einfach nur am Ball bleiben smile
Thema: Tausend strahlende Sonnen (A Thousand Splendid Suns)- Khaled Hosseini
bücherwurm2612

Antworten: 60
Hits: 12.710
16.02.2012 15:35 Forum: Zeitgenössisches


Ich habe das Buch „Tausend strahlende Sonnen“ gerade eben beendet und bin wirklich tief gerührt.

Vor diesem Buch habe ich mich noch nie wirklich mit dem Land Afghanistan und seiner Gesellschaft unter der Herrschaft der Taliban auseinander gesetzt. Natürlich hat man in den letzten Jahren durch die nachhaltigen Unruhen und Krisen in diesem Gebiet immer mal wieder etwas in den Medien mitbekommen und weiß, dass Frauen da stark unterdrückt werden und so gut wie keine Rechte haben. Aber es ist doch etwas anderes, wenn man mal ein Buch liest, in dem die Lebenswege von zwei unterschiedliche Frauen mit unterschiedlichen familiären und gesellschaftlichen Hintergründen erzählt bekommt.

Khaled Hosseini beschreibt das grausame und traurige Leben der beiden Frauen sehr eindringlich, sodass man wirklich mitleidet. Manchmal musste ich auch kurz aufhören zu lesen, um das Gelesene zu verarbeiten, da viele Stellen, auch wenn sie nicht sehr detailliert beschrieben werden, einfach schockierend sind. Man leidet einfach mit den Frauen mit.

Als Leser bekommt man durch das Buch ein sehr realistisches Bild von dem Leben in Afghanistan. Besonders gut gefallen hat mir, dass auch geschichtliche Aspekte eine große Rolle spielen in dem Buch und wirklich großen Einfluss auf die Handlung haben. Dadurch versteht man auch die Kultur dieser Menschen besser, da man einfach den gesamten Zusammenhang sieht.

Ich bin wirklich sehr froh, dass ich diese Erfahrungen nicht erleben musste und bewundere wirklich die beiden Hauptfiguren Leila und Mariam, die trotz allem doch immer wieder ein Fünkchen Hoffnung haben und die schweren Zeiten durchstehen. Ich denke, diesen Mut und die Stärke kann man den meisten afghanischen Frauen zusprechen, da viele ähnliches erlebt haben werden.

Ich kann dieses Buch wirklich weiterempfehlen und verleihe daher 10 von 10 Punkten.
Thema: Der Schwarm von Frank Schätzing
bücherwurm2612

Antworten: 200
Hits: 24.445
13.02.2012 09:34 Forum: Krimis/Thriller


Ich habe das Buch heute morgen im Rahmen der LR beendet. Insgesamt habe ich einen durchaus positiven Eindruck von dem Buch, was aber besonders daran liegt, dass die erste Hälfte des Buches sehr spannend geschrieben ist, sodass ich das Buch anfangs gar nicht aus den Händen legen wollte. Die 2. Hälfte fand ich dagegen etwas schleppend und stellenweise auch sehr langatmig. Sie kann meiner Meinung nach nicht mit dem guten rasenden Tempo der ersten 500 Seiten mithalten.

Die Protagoniste,n besonders die Forscher wie Anwak und Johanson, fand ich sehr symptahisch. Auch wenn viele Personen etwas klischeehaft dargestellt werden, fand ich das eigentlich nicht störend beim Lesen.

Es hat mich ehrlich gesagt überrascht, dass mir das Buch insgesamt gut gefallen hat und ich auch leicht ins Buch gefunden habe, da ich noch nie vorher einen solchen Thriller gelesen habe und mit Sci-Fiction normal gar nichts anfangen kann. Hier fand ich es dennoch sehr interessant, besonders da man sich oft fragt, was hier Fiktion ist und was zum Teil auch heute schon möglich ist. Daher fand ich auch alles realistisch dargestellt.

Die vielen wissenschaftlichen Erklärungen, die viele kritisieren, finde ich kaum störend. Zum einen braucht man sie, um die Handlung zu verstehen, und zum anderen sind sie auch sehr interessant. Gefallen hat mir besonders, dass die Erklärungen auch so erzählt wurden, dass man sie auch als Laie verstehen kann.

Insgesamt war das Buch für mich eine positive Überraschung und ich würde es auch weiterempfehlen.

7 von 10 Sterne
Thema: 'Der Schwarm' - Seiten 850 - Ende
bücherwurm2612

Antworten: 24
Hits: 513
13.02.2012 09:06 Forum: 'Der Schwarm' - Frank Schätzing


Das Ende des Buches fand ich auch etwas zu "einfach". Da das Buch ja schon sehr spanennd ist, besonders in der Mitte, als der Tsunami Europa trifft, habe ich mir auch etwas mehr erwartet vom Ende.
In einem anderen Thread hier zur LR habe ich aber schonmal angedeutet, dass ich die letzten beiden Abschnitte ingsgesamt sehr langatmig finde und mir die erst Hälfte ds Buches viel besser gefällt Grübeln

Ich finde es schade, dass so viele von den Protagonisten sterben. Klar, anders wäre es unrealitisch, wenn alle oder die meisten überleben, dennoch ist es sehr traurig. Zumindest hatte bei den meisten der Tod doch etwas Positives. Z.B. Johanson konnte durch seinen Tod Li aufhalten und auch Greywolf hat Anawak und Johanson noch retten können vor Vanderbilt.

Die letzten paar Seiten, als Karen mit der Yrr Kontakt aufnimmt und über alles mögliche nachdenkt bzw. Halluzinationen hat, sind mir auch etwas zu lang. Von mir aus hätte das ein bisschen kürzer sein können. Aber ich bin wahrscheinlich auch einfach nicht philosophisch genug angehaucht Augenzwinkern

Schön finde ich dagegen den Epilog. Es ist gut, dass man erfährt wie sich die Erde in diesem einen Jahr verändert hat und einige Gedanken stoßen ja auch zum Nachdenken an.
Thema: 'Der Schwarm' - Seiten 656 - 850
bücherwurm2612

Antworten: 19
Hits: 532
13.02.2012 08:57 Forum: 'Der Schwarm' - Frank Schätzing


So, gestern Abend habe ich diesen Abschnitt nun auch beendet smile

Mir war er etwas zu langatmig. Letzte Woche habe ich ein paar Tage kaum gelesen und seitdem fand ich das Buch etwas zu detailliert und zu langatmig zu lesen. Das zieht sich irgendwie alles so auf dem Schiff Grübeln

Ich finde es auch schade, dass Delaware sterben musste. Mir tat es auch besonders für Greywolf Leid. Es ist insgesamt schade, dass die ganzen Assistentinen sterben also z.B. vorher auch Tina Lund.

Es war ja irgendwo klar, dass Li ihre eigenen Ziele verfolgt. Für mich ist und bleibt sie einfach unsympathisch. Es ist schlimm, wie machthungrig sie ist und dass sie sogar die Wissenschaftler nur benutzt, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen.
Aber die Handlung braucht auch eine Person wie sie, sonst wäre es ja auch nicht so spannendsmile
Thema: 'Der Schwarm' - Seiten 496 - 655
bücherwurm2612

Antworten: 17
Hits: 454
13.02.2012 08:45 Forum: 'Der Schwarm' - Frank Schätzing


Zitat:
Original von Zwergin

Ich bin mal gespannt, was die von Anawak vorgeschlagenen neuen Mitglieder des Krisenstabs einbringen, vor allem auf greywolf, irgendwie mag ich den Kerl.



Greywolf ist mir auch sehr sympathisch und ich finde es toll, dass Anawak sich dafür einsetzt, dass er mit forschen kann.

Es ist auch schön, dass Anawak und er sich wieder annähern.
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