Thema: 'Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins' - Teil 6 - 7 |
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Original von Clare
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Original von Regenfisch
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Teresa erkennt endlich, dass Tomas sie wirklich liebt- trotz aller sexuellen Ausschweifungen. Er löst sich von den Abenteuern und findte seinen Fireden auf dem Land, mit Teresa. Die Beziehung zu seinem Sohn löst sich nicht für das Auge des Lesers, wohl aber für ihn.
Diese Verwandlungsszene, in der Tomas sich in ein Häschen verwandelt, erinnert an eine Zaubervorstellung. Ein Motiv für eine Lebensanschauung: Was ist Schein, was ist Wirklichkeit?
Ich musste auch an das Duracell-Häschen denken, Tomas Akku scheint ziemlich leer. |
Ich hätte das, was er findet, nicht als Frieden beschrieben. Für mich überwiegt das, was du im Vergleich mit dem Duracell-Häschen benannt hast. Tomas scheint seine Energie, vielleicht auch seine Lebensenergie, aufgebraucht zu haben. Immer hat er nach etwas gestrebt: nach dem ganz speziellen Geheimnis einer Frau und der nächsten und der nächsten..., nach Rehabilitation, nach einer sehr diffusen Form von Liebe und Ankommen...Jetzt strebt er nach gar nichts mehr. Das kann man ein Zur-Ruhe-Kommen nennen, aber das würde voraussetzen, dass jemand angekommen ist. Tomas ist für mich nicht angekommen. Er hat nur aufgehört zu suchen. So empfinde ich das jedenfalls.
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Ich finde schon, dass Tomas mit dem Entschluss, auf's Land zu ziehen und sein Jagd-Revier aufzugeben, zeigt, dass er mit der Trophäen-Eroberung abgeschlossen hat und sich Teresa ganz zuwendet. Das ist schon ein innerer Friede. Sie verbringen rund um die Uhr Zeit miteinander und Tomas wirkt auf mich im letzten Teil zwar müde, aber auch irgendwie gesättigt.
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Thema: 'Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins' - Teil 1 - 2 |
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Original von Püppchen
Danke für die "Text-Einordnungs-Kriterien". Ich bin ein technisch nicht versiertes, aber am gemeinsamen Lesen interessiertes Püppchen. Und ich hoffe, ich liege, schreibe, zitiere jetzt auf passender Schiene"!
Zu Teil 3:Unverstandene Wörter
Franz, der Leben mit der Wahrheit als Erleichterung empfindet, findet es unerträglich nicht Nägel mit Köpfen zu machen, er gesteht seiner Ehefrau die Liebesbeziehung zu Sabrina. Sabrina, die unabhängige la boheme der Kunst lebt lieber im elektrisierenden Spannungsbogen, in ungebundener Sexualität als kreativen Spaßfaktor. Nur nicht spießig sein! Und doch wird ihr die Leichtigkeit des Seins ohne Franz unerträglich. Und Franz träumt das Besondere von Sabrina. Der Autor charakterisiert psychologische und menschliche Differenzen der beiden und kommentiert sehr philosophisch den Verlauf der Begegnungen: Die Melone als Metapher der inneren Veränderungen und gleichzeitig als Registrierung der äußerlichen politschen und gesellschaftlichen: "Die Melone war ein Motiv in der Partitur ihres Lebens geworden." meint Püppchen und wünscht sich Diskussionen darüber. |
Ich würde gerne mit dir darüber diskutieren. Bitte kopiere doch deinen Beitrag in den von xexos schon gezeigten Thread.
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Thema: 'Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins' - Teil 6 - 7 |
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Ich habe eben das Buch noch einmal durchgeblättert und blieb immer wieder an Sabina hängen, die in meinen Augen spannenste Figur.
Ihr legt Kundera eine grundlegende Lebensansicht in den Mund:
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| Die Frage gleicht einem Messer, das die gemalte Leinwand eines Bühnenbildes zerschneidet, damit man sehen kann, was sich dahinter verbirgt. So hat Sabina Teresa einst den Sinn ihrer Bilder erklärt: vorne ist die verständliche Lüge, und von hinten schimmert die unverständliche Wahrheit durch. |
Sabina ist interssiert an dem Riss in der Maske, in der Fassade und sucht die dahinterliegende Wahrheit, den Kern.
Sabinas Entwicklung zeigt, dass die Frage nach der inneren Wahrheit eine existenzielle ist, die sie an ihre Grenzen bringt.
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Thema: 'Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins' - Teil 6 - 7 |
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Ich habe das Buch heute beendet, es wird einen bleibenden Eindruck hinterlassen und ich werde es bestimmt wieder in die Hand nehmen.
Im letzten Teil schließt sich der Kreis. Motive aus der Schöpfungsgeschichte, aus der Philosophie Nietzsches und das Anfangsthema, das der ewigen Wiederkehr, hier dargestellt im Leben im Einklang mit der Natur, geben sich die Hand.
Teresa erkennt endlich, dass Tomas sie wirklich liebt- trotz aller sexuellen Ausschweifungen. Er löst sich von den Abenteuern und findte seinen Fireden auf dem Land, mit Teresa. Die Beziehung zu seinem Sohn löst sich nicht für das Auge des Lesers, wohl aber für ihn.
Diese Verwandlungsszene, in der Tomas sich in ein Häschen verwandelt, erinnert an eine Zaubervorstellung. Ein Motiv für eine Lebensanschauung: Was ist Schein, was ist Wirklichkeit?
Ich musste auch an das Duracell-Häschen denken, Tomas Akku scheint ziemlich leer.
Ich
mich vor dem Schluss. Selten habe ich so einen hervorragenden Schluss gelesen. In der von Trauer/Vorahnung geprägten Stimmung überwiegt die Leichtigkeit- eine perfekte Umsetzung des Titels.
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Thema: Tagchen |
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Viel Freude hier im Forum!
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Thema: Neu Eule |
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Viel Freude hier im Forum!
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Thema: Der ideale Leser? |
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Original von Salonlöwin
Rosha, ist auch ein Essay über die/den ideale/n Schriftsteller/in geplant?
Ich hätte ein paar Ideen
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Ich finde deinen Thread übrigens klasse, Rosha.
So wird der Spieß mal rumgedreht.
Hoffentlich melden sich auch ein paar Autoren- auch nach den Diskussionen der letzten Wochen- zu Wort.
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Thema: Der ideale Leser? |
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| Zitat: |
| "Lesen heißt durch fremde Hand träumen." |
Das steht auf einem Lesezeichen, das ich gerade in der Hand halte und es stammt von Fernando Pessoa.
Wenn mir das gelingt, fühle ich mich als idealen Leser, empfinde ich höchsten Lesegenuss.
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