Thema: Rezensionswünsche ab 29. Januar 2012 |
Rosha
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Gibt's schon eine Eulenmeinung zu diesem Buch?
Marion ist hingerissen von Tom, dem großen Bruder ihrer besten Freundin, einem unverschämt gutaussehenden jungen Mann mit blonden Locken und blauen Augen. Gleich bei der ersten Begegnung, da sind sie noch Teenager. Für sie ist er der Mann ihres Lebens, und so übersieht sie alle Zeichen, jeden Hinweis, dass Tom sich nicht für sie interessiert. Nicht für sie als Frau. Trotzdem hofft sie auf einen Heiratsantrag, und als er ihn endlich macht, ist sie glücklich. Ihre Liebe wird für sie beide reichen. Aber Tom hat ein anderes Leben, ist in andere Gefühle verstrickt. Sein ganzes Interesse gilt Patrick, dem Kurator des Museums in Brighton, der sich in Tom verliebt hat und ihm eine völlig neue Welt eröffnet. Für Tom ist die Ehe das sichere Versteck in einer Zeit, in der Homosexualität gesellschaftlich und gesetzlich geächtet ist. So teilen ihn die beiden Liebenden, bis einer es nicht mehr aushält und drei Leben ruiniert. Bethan Roberts erzählt diesen Roman aus Marions und aus Patricks Perspektive, zärtlich und mit großer Empathie. Es ist eine Geschichte verschwendeter Jahre, unmöglicher Liebe und durchkreuzter Hoffnungen in den 60er-Jahren, als sich die radikale Veränderung, wie man lebt und liebt, schon ankündigte, aber noch lange nicht lebbar war.
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Thema: Der ideale Leser? |
Rosha
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Original von Voltaire
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Original von LeSeebär
Allerdings muß ich feststellen, auch wenn Voltaire mir widersprechen wird:
Der ideale Leser existiert nicht. Wie bei jedem Ideal kann auch beim idealen Leser kein Mensch die überhöhten Anforderungen erfüllen.
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Lieber LeSeebär,
ich existiere!
Soll ich das gutachterlich bestätigen lassen?
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Beim nächsten Treffen verpasst du LeSeebär einfach einen Zungenkuss. Glaube mir, er wird dich nie wieder vergessen...
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Thema: An Autoren festhalten |
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Es ist fast nicht möglich, dass einem jedes Buch vom selben Autor gleich gut gefällt. Es wird immer Abstufungen geben. Manchmal ist es wirklich so, dass die Entwicklungen von Leser und Autor auseinandergehen.
Oder dass der Autor versucht sich selbst zu kopieren, um Erwartungshaltungen zu erfüllen, die dann jedoch dazu führen, dass die Qualtität der Bücher nachlassen.
Allerdings bin ich geneigt, bei Autoren, die ich schätze, mehr als nur eine zweite Chance zu vergeben. Kann ja sein, dass ein, zwei Bücher zwischendrin mal Ausrutscher waren.
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Thema: Der ideale Leser? |
Rosha
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Original von Voltaire
Zu dieser Frage gibt es für mich nur eine Antwort.
Der ideale Leser - das bin ICH. Wer sonst?
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Ja, nee, is klar... hätte mir die ganze Fragerei sparen können.
Du hast allerdings keine Chance gegen meine Interpretation, die ich deiner Antwort beimesse:
Der ideale Leser ist also einer, der Humor hat.
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Thema: Der ideale Leser? |
Rosha
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Original von ScoobyDoo
Trotzdem ist es doch so, dass immer weniger Kinder sich mit Büchern beschäftigen, deshalb bereitet es mir etwas Unbehagen da in gut oder schlecht einzuteilen, eigentlich ist es gut, wenn Kinder erst Mal überhaupt lesen.
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Vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag. Da hat sich meine Spekualtion ins Blaue hinein ja doch gelohnt.
Quatsch, ich will hier niemandem ans Bein pinkeln. Zu meiner Frage gibt es keine falschen Antworten. Genau das macht das Thema ja so spannend.
Allerdings würde ich mich noch gerne zu obigem Satz mit dir und den anderen Eulen unterhalten.
Ist es wirklich so, dass Kinder heutzutage immer weniger lesen? Oder ist das ein kollektiver Eindruck, den wir haben? Gibt es Studien, die das belegen, Zahlen, Statistiken?
Ich bin mir nämlich nicht so sicher, dass die Kinder früher mehr gelesen haben. Ich stelle mir die Generation meiner Eltern vor. Klar gab es damals noch keine Handys, kein Internet, keine Spielekonsolen, ABER ... haben die Kinder stattdessen wirklich gelesen? Ist es nicht vielmehr so, dass sie Fußball gespielt haben, auf Bäume geklettert sind, in Rudeln durch die Dörfer gezogen sind und abends ausgeschimpft wurden, weil sie dreckig waren und die Kleidung wieder neue Löcher bekommen hatte?
Es war früher sogar deutlich schwieriger für Kinder, die tatsächlich lesen wollten, überhaupt an Lesestoff zu gelangen. Insofern würde ich sagen, dass heutzutage die Kinder, die auch Spaß am Lesen haben, dieser Lust ausgiebiger frönen, weil sie viel mehr Mittel und Möglichkeiten dazu haben.
Ich glaube, jede Generation bringt eine gewisse Anzahl an Leser hervor. Auch heute noch. Was meint ihr?
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Thema: Der ideale Leser? |
Rosha
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Liebe Eulen,
ich freue mich sehr über eure Beteiligung. Ihr habt viele tolle Punkte genannt, etliche, die ich ebenfalls im Sinn hatte, manche, die ich erfrischend fand, ein paar die mir so nie eingefallen wären. Danke! Und ruhig noch weitermachen!
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Thema: Der ideale Leser? |
Rosha
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Original von Bodo
(Lansdale ist dicht dran.....
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Out of topic: Ich nicke heftig. Lansdale ist wirklich ein Knaller. Vielleicht interessiert dich deshalb dieser Bericht.
So schreibt Lansdale:
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| Große amerikanische Erzähltradition trifft Splatterpunk. |
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Thema: Der ideale Leser? |
Rosha
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Original von ScoobyDoo
Ich muss zugeben ich verstehe die Frage auch nicht, oder vielleicht will ich sie auch nicht verstehen, denn sie impliziert für mich, das einige Leser 'wertvoller' oder 'besser' sind als andere. |
Meine Frage ist lediglich das Leder. Wer sich selber einen Schuh draus macht, der ihn drückt, kann ihn wieder ausziehen.
Natürlich gibt es gute und schlechte Leser, genauso wie es gute und schlechte Autoren gibt. Die Unterschiede liegen in den jeweiligen Definitionen und die versuche ich hier in Bezug auf den Leser auszuloten.
Für dich ist also der ideale Leser jener, der sich vornehm zurückzieht, ScoobyDoo? Das habe ich mich in der Tat auch schon gefragt. Wäre der ideale Leser nicht der, der einfach nur liest und es dann gut sein lässt? Der andere nicht mit seiner Meinung über Gelesenes belästigt, dem Autor eventuell durch eine schlechte Rezi Magengrimmen verursacht?
Mit Sicherheit ein Ansatz über den es sich nachzudenken lohnt. Danke für deine Beteiligung!
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Thema: Der ideale Leser? |
Rosha
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Original von Tom
Oder habe ich die Frage falsch verstanden?
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Nein Tom, deine Antwort war perfekt! Jetzt würde ich unter der Hand nur noch gerne wissen, ob dieser ideale Leser dein Kumpel ist oder du selbst...
Danke fürs Mitmachen!
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Thema: Der ideale Leser? |
Rosha
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Original von Buchdoktor
Es kommt darauf an - aus wessen Sicht der Leser ideal sein soll.
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Wie nicht anders zu erwarten, hast du natürlich sofort den Knackpunkt ewähnt.
Trotzdem, gibt es Eigenschaften, die bei allen diesen aufgeführten Leserbeispielen vorhanden sein sollten?
@ Voltaire
... und komm mir jetzt nicht wieder mit dem Hinweis, dass auch alle lesen können sollten...
DAS setzt der Begriff "Leser" nun wirklich voraus.
Wie wichtig ist es, dass der Leser ein Gespür für Grammatik und Rechtschreibung hat?
Braucht ein Leser Fantasie?
Wie wichtig ist die Neugier beim Leser?
Toleranz?
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Thema: Der ideale Leser? |
Rosha
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Liebe Eulen,
ich beabsichtige einen Essay zu schreiben, mit dem Thema "Der Leser".
Mich würden deshalb eure Ansichten und Meinungen interessieren. Wie seht ihr den "idealen Leser"? Welche Eigenschaften und Fertigkeiten müsste er haben, was betrachtet ihr als wichtig, welche Kriterien würdet ihr aufstellen?
Ich bin schon sehr gespannt auf eure Antworten!
Lg, Rosha
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Thema: Caroline Orsum – Disconnected 3: Schlaf, Kindlein, schlaf… (ab 14 Jahren) |
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Caroline Orsum – Disconnected 3: Schlaf, Kindlein, schlaf…
• Broschiert: 156 Seiten
• Verlag: Kosmos (Franckh-Kosmos); Auflage: 1., Aufl. (8. Juni 2012)
• ISBN-13: 978-3440130742
• Originaltitel: Genstart. Den rode séfa
• Übersetzt aus dem Dänischen von: Ursel Allenstein
• Vom Verlag empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
• Preis: 10,99 Euro (print), 7,99 Euro (ebook)
Klappentext:
Seit Jonathans Verschwinden ist ein Jahr vergangen. Obwohl Liv, Nick und Mateus ihn in Griechenland suchen, glaubt nur Liv daran, Jonathan noch lebend zu finden. Um sich abzulenken, zieht Liv mit Majse durch die Clubs von Kopenhagen. Plötzlich werden auf Facebook Bilder von Majse gepostet, halbnackt, auf einem roten Sofa. Liv beschließt, denjenigen zu suchen, der das getan hat.
Zur Autorin:
Ich konnte leider keine Infos über die Autorin finden.
Zur Übersetzerin:
Ursel Allenstein, 1978 geboren. Studium der Skandinavistik, Germanistik und Anglistik in Frankfurt und Kopenhagen. Sie ist Übersetzerin aus dem Schwedischen und Dänischen. Für die Arbeit an Sara Stridsbergs Roman erhielt sie das Bode-Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds.
Meine Meinung:
Der Zeitrahmen, in dem die Handlung spielt, ist das zweite Jahr an der Oberstufe August bis Januar.
Erzählt wird diesmal aus der personalen Perspektive, Präteritum, aus Sicht von Liv. Eine Figur kommt hinzu: Majse, eine neue Schülerin in Livs und Nicks Klasse. Von Anfang an verstehen sich Liv und Majse prächtig, freunden sich schnell an, verbringen viel Zeit miteinander.
Majse ist ein lebenslustiges Mädchen, das sehr gerne feiern geht und damit Liv endlich aus ihrer Zurückgezogenheit holt. Ausgiebig spricht Majse auch dem Alkohol zu. Betrunken zu sein gehört für sie zum Spaß haben dazu. Livs Eltern sind besorgt über diese neue Freundin.
Die Autorin thematisiert die sogenannten „Date Rape Drugs“, bei denen Mädchen durch Drogenzugabe in Drinks willen- bzw. hilflos gemacht werden, um sexuelle Annäherung oder sogar Vergewaltigungen möglich zu machen.
Majse wird Opfer dieser Praktik. Es kommt zwar nicht zum Äußersten, aber Bilder von ihr in Unterwäsche tauchen in den Sozialen Netzwerken auf. Völlig geschockt zieht sie sich von allem zurück, Liv leidet mit ihrer Freundin mit, fühlt sich hilflos. Trotzdem versucht sie irgendetwas zu unternehmen. Sie will den Täter finden.
Dauerhafter Begleiter von Liv ist ihre Sehnsucht nach Jonathan. Sie kann nicht glauben, dass er nie wieder zurückkehrt. Und tatsächlich tut sich eine Spur auf: Sie bekommt eine mysteriöse Postkarte.
Leider wirkt dieser Teil der Geschichte aufgesetzt, passt nicht so recht in das Gefüge. Die Suche nach Jonathan erfüllt hier lediglich den Bezug zur Reihe, ist jedoch nur Nebenschauplatz. Nick und Mateus bleiben in diesem Band Randfiguren. Insgesamt ein etwas schwächerer Teil der Reihe, aber trotzdem flüssig und spannend zu lesen.
Zur Orientierung hier die Reihenfolge:
Disconnected 1 - … Da war’n es nur noch drei von Ina Bruhn
Disconnected 2 - … Dann fressen ihn die Raben von Ina Bruhn
Disconnected 3 – Schlaf, Kindlein Schlaf von Caroline Orsum
Disconnected 4 – Spieglein, Spieglein an der Wand von Ina Bruhn
Disconnected 5 – Alles böse mir vergib von David Meinke
Disconnected 6 - … Beide Hände reich ich dir von Caroline Orsum (erscheint im Oktober 2013)
Ich gebe 8 von 10 Punkten.
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Thema: Ina Bruhn – Disconnected 2 … Dann fressen ihn die Raben (ab 14 Jahren) |
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Ina Bruhn – Disconnected 2 … Dann fressen ihn die Raben
• Broschiert: 173 Seiten
• Verlag: Kosmos (Franckh-Kosmos); Auflage: 1., Aufl. (6. Januar 2012)
• Originaltitel: Genstart. Aberne
• Übersetzt aus dem Dänischen von: Ursel Allenstein
• ISBN-13: 978-3440130551
• Vom Verlag empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
• Preis: 10,99 Euro (print), 7,99 Euro (ebook)
Klappentext:
Lebt Jonathan oder ist er bereits tot? Und wer ist Ikarus, der sich mit kryptischen Nachrichten auf Facebook bei Nick, Mateus und Liv meldet und behauptet, er wisse etwas von Jonathan? Die radikale Tierschutzorganisation Global Monkeys , der sich Nick anschließt, scheint Jonathan ebenfalls gekannt zu haben. Wurde er durch seine Recherchen für einen Artikel zu unbequem? Ist er ihren extremen Machenschaften zu nah gekommen? Musste er vielleicht deshalb verschwinden?
Zur Autorin:
Ina Bruhn studierte Film und Medienwissenschaften in Kopenhagen. Für ihr Buch "Min fucking familie" erhielt sie 2010 den Autorenpreis "Kommunernes Skolebibliotekers Forfatterpris" Ina Bruhn arbeitete auch einige Zeit als Drehbuchautorin in der Filmbranche, sie schrieb Manuskripte für "Der Schönste Tag" oder "Timetrip - Der Fluch der Wikinger-Hexe"
Zur Übersetzerin:
Ursel Allenstein, 1978 geboren. Studium der Skandinavistik, Germanistik und Anglistik in Frankfurt und Kopenhagen. Sie ist Übersetzerin aus dem Schwedischen und Dänischen. Für die Arbeit an Sara Stridsbergs Roman erhielt sie das Bode-Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds.
Meine Meinung:
Der Zeitrahmen, in dem die Handlung spielt, ist das erste Jahr an der Oberstufe April bis Juni. Jonathan ist seit über einem halben Jahr verschwunden. Seine Freunde Nick, Mateus und Liv versuchen einen Weg zu finden, ihr Leben ohne ihn weiterzuleben. Trauer und Schuldgefühle sind ihre Begleiter.
Erzählperspektive ist wiederum der Ich-Erzähler, diesmal aus Sicht von Nick, im Präteritum geschrieben. Nick dominiert die ganze Geschichte, die Suche nach Jonathan gerät zu einer Randerscheinung. Viel zentraler sind die ganzen Probleme und Verhaltensweisen von Nick, die authentisch und sehr interessant dargestellt werden.
Nick ist ein Draufgänger mit gutem Aussehen, das er dazu benutzt, reihenweise mit Mädchen zu schlafen. Außerdem hat er ein sehr lockeres Verhältnis zu Alkohol und Drogen. Kiffen ist für ihn eine Lebensart. Die Schule nimmt er nicht ernst, hat bald so viele Fehlzeiten, dass er vor den Rektor zitiert wird. Doch so locker, wie er wahrgenommen werden will, ist er eigentlich doch nicht. Im Grunde gehen ihm ganz schön viele Dinge an die Nieren. Nicht zuletzt der Lebensgefährte seiner Mutter, dem er möglichst aus dem Weg gehen will.
Nick ist Vegetarier, ein Umstand, der ihm zugutekommt, als er die Naturschützer der Gruppe Global Monkeys kennenlernt. Er schließt sich ihnen an, überzeugt davon, das Richtige zu tun. Erst nach und nach begreifen Nick und Mateus, dass auch Jonathan Kontakt zu dieser Gruppe gehabt hatte. Ihre Suche nach dem Freund lebt wieder auf.
Der Roman greift die Thematik der Selbstjustiz ebenso auf, wie die Problematiken von Patchworkfamilien. Alles ohne Pathos und ohne zu moralisieren. Die eingängige Schreibweise lässt den Blick flott durch die Seiten gleiten und macht definitiv Appetit auf mehr.
Einen Hinweis wert: Die Autorin des Romans ist Ina Bruhn, doch auf dem Cover wird David Meinke aufgeführt. Anscheinend konnte ein gut durchgeplantes Konzept doch nicht ganz nach Plan eingehalten werden.
Zur Orientierung hier die Reihenfolge:
Disconnected 1 - … Da war’n es nur noch drei von Ina Bruhn
Disconnected 2 - … Dann fressen ihn die Raben von Ina Bruhn
Disconnected 3 – Schlaf, Kindlein Schlaf von Caroline Orsum
Disconnected 4 – Spieglein, Spieglein an der Wand von Ina Bruhn
Disconnected 5 – Alles böse mir vergib von David Meinke
Disconnected 6 - … Beide Hände reich ich dir von Caroline Orsum (erscheint im Oktober 2013)
Ich gebe 10 von 10 Punkten.
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Thema: 'Elsa ungeheuer' - Seiten 242 - Ende |
Rosha
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Zur Hund-Wolf-Debatte:
Von einer Freundin habe ich das Diogenes Frühlingsmagazin bekommen. Ein Interview mit Astrid Rosenfeld ist dort abgedruckt. Sie wurde gefragt:
Besonders ein Bild zieht sich als Leitmotiv durch den ganzen Roman: "Wer den Schatten eines Hundes nicht von dem eines Wolfes unterscheiden kann, ist für immer verloren." Wofür steht dieser Satz?
Antwort von Frau Rosenfeld:
Schatten haben etwas Verzerrtes, Unheimliches an sich, sind nicht recht zu fassen. Bei diesem Bild der zwei Schatten geht es mir um einen Unterschied den man eigentlich nicht mit den Augen erkennen kann, man muss ihn mit dem Instinkt erfassen. Ganz konkret gibt es im Roman auch diesen kleinen Kettenanhänger, den Elsa um den Hals trägt, von dem man nie weiß, ob es ein Hunde- oder ein Wolfskopf ist. Und das ist die Frage, die sich Karl, der Ich-Erzähler, immer wieder stellt: Ist dieser Mensch mein Freund, oder zerfetzt er mich gleich? Was ist wahr, was ist nicht wahr? Was glaube ich nur, was ist Realität?
edit: n eingefügt
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Thema: Dylan & Gray: Eine Liebesgeschichte in 26 Kapiteln - Katie Kacvinsky (14-17 Jahren) |
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Katie Kacvinsky – Dylan & Gray: Eine Liebesgeschichte in 26 Kapiteln
• Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
• Verlag: Bastei Lübbe (Boje); Auflage: 2 (29. Januar 2013)
• ASIN: B008NXG2JO
• ISBN-13: 978-3414820792
• Vom Verlag empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
• Originaltitel: First Comes Love
• Übersetzt aus dem amerikanischen Englisch von: Ulrike Nolte
• Preis: 12,99 Euro (print), 9,99 Euro (ebook)
Klappentext:
Gray ist ein cooler Typ. Er läuft nur mit seinem iPod rum und interessiert sich nicht sonderlich für das, was um ihn herum passiert. Dylan ist das pure Gegenteil: Sie sprüht vor Energie, steckt voller Ideen und will aus jedem Tag etwas Besonderes machen. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein - und doch bemerken sie einander, lernen sich kennen, freunden sich an und verlieben sich schließlich ineinander. Doch irgendwann ist der Sommer zu Ende und den beiden ist klar, dass sich ihre trennen werden. Zeit zu erkennen, wie leicht es ist, sich zu verlieben - und wie viel schwerer es sein kann, sich wiederzufinden, wenn man sich einmal verloren hat.
Zur Autorin:
Katie Kacvinsky arbeitete als Lehrerin, bevor sie sich entschied, ihre Zeit ganz dem Schreiben zu widmen. Sie lebt in Oregon/USA.
Meine Meinung:
Eine Teenie-Liebesgeschichte mit 17-jährigen Protagonisten. Das, was diesen Roman aus dem Gros heraushebt, ist unbedingt die weibliche Hauptfigur: Dylan. Sie ist quirlig, energiegeladen, durchdrungen von einem unbeugsamen Optimismus, schert sich nicht um die Meinung anderer und definiert sich selbst nicht über ihr Äußeres. Sie sprudelt über vor exzentrischen Einfällen und pflegt skurrile Grillen. Zum Beispiel hat sie einen Hang, unbelebten Dingen Namen zu geben. Angefangen bei ihrem orangefarbenem Klapperauto, das Gürkchen heißt, über ihre Hausschuhe bis hin zu ihren Sommersprossen.
Dylan ist neugierig, lässt ihre Blicke nicht an der Oberfläche abprallen, sondern schaut tiefer. Auch bei Gray und was sie hinter seinen dicken Mauern findet, gefällt ihr gut.
Ein charmantes Buch voller Witz und Gefühl. Es ist romantisch ohne kitschig zu sein und ist von einer Ernsthaftigkeit, die man nach und nach hinter den Worten entdeckt. Immer wieder gibt es Passagen, die philosophisch anmuten und zum Nachdenken anregen.
Erzählt wird aus der Ich-Perspektive immer abwechselnd aus Sicht von Dylan und Gray. Der Roman ist im Präsens verfasst.
S. 234
Ich weiß, dass ich nicht kontrollieren kann, was in meinem Leben geschieht. Ich muss einfach hinnehmen, dass Menschen hineinschneien und wieder verschwinden, ähnlich wie ich mich damit abfinde, dass die Zeit verfließt und sich nicht zurückdrehen lässt.Und ich kann nicht mit Sicherheit sagen, wohin es mich in Zukunft verschlagen wird.Aber immerhin weiß ich, wen ich liebe. Und ich fange an zu glauben, dass ich mehr Sicherheit im Leben gar nicht brauche.
Ich gebe 9 von 10 Punkten.
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Thema: Fatrasien - Ralph Dutli |
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Was man alles lernen kann, bei der Büchereule...
Die Rezi hat mich inspiriert, den Blick ins Buch zu wagen. Definitiv schräg, das Zeuch!
Die in der Leseprobe ersichtlichen "Gedichte" lesen sich, als hätte der Schreiber gekifft oder psychedelische Pilze gekaut.
Ausgefallen und sogar ohne den Vorlauf einer Rotweinpulle lustig.
Danke für die Rezi, Herr Palomar! Du hast mir ein Lächeln beschert.
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Thema: Ina Bruhn – Disconnected 1 … Da war’n es nur noch drei (ab 14 Jahren) |
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Ergänzung (auch oben eingefügt): Das Buch ist im Präsens verfasst.
Hier noch zwei Textstellen, die mir besonders gut gefallen haben:
S. 15So hat Jonathan noch nie über seinen Vater gesprochen. Er sieht mich heraufordernd an, aber ich beschließe, lieber den Mund zu halten. Jeder hat das Recht, seine Eltern zu dissen.
*lach* Als Leser finde ich das witzig, als Mutter eher nicht...
S. 162Ich renne die Treppen rauf und schließe mich ein. Ich will gar nicht flennen. Es ist mein Körper, in den nichts mehr hineingeht, und deshalb läuft er über und über und über ...
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