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Autor Beitrag
Thema: Haustiere ab 05.03.12
DraperDoyle

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04.06.2013 10:56 Forum: Garten-, Haus- und Haustiereulen


Zitat:
Original von Queedin
oder komplett mit Gras bewachsen, so dass sie an die Erde gar nicht gut rankommen? so war es bei uns immer, sobald sie ein Stück Sand entdeckt hatten, ging die Buddelei los.


Ja, das ist wohl der Knackpunkt. Jetzt muss ich zwar nach jedem Umsetzen gucken, ob sich im Gras ein Stückchen Dreck findet, in dem man den Tunnelbau starten kann. Aber das ist dennoch angenehmer als so Hardcore-Buddler, die immer einen Weg finden.
Thema: Der Biogarten - Das Original- Marie Luise Kreuter
DraperDoyle

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04.06.2013 10:51 Forum: Kochen & Lifestyle


Danke, rienchen, fürs Nachfragen, ich habe auch mal auf Pilz getipt und, wie Frau Kreuter vorschlägt, Zwiebeljauche angesetzt. Nun ja, hat sich erledigt, meine Zucchini sind eh abgesoffen.

Das mit eurem Bauerngarten hört sich ja erstmal dramatisch an, aber: meistens wird nicht so heiß gegessen, wie gekocht wird. Wenn sich die erste Aufregung gelegt hat, findet sich meist eine Lösung, besonders bei einem Projekt, das solchen Anklang findet.
Ich drücke jedenfalls die Daumen Winken
Thema: Wilfried Witte - Tollkirschen und Quarantäne
DraperDoyle

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Wilfried Witte - Tollkirschen und Quarantäne 02.06.2013 15:15 Forum: Politik & Geschichte


„Tollkirschen und Quarantäne“, dieser Titel, dazu ein altes Foto eines Pärchens, beide angetan mit einer Art gekappter Schnabelmaske, auf dem Cover: das hat mich irgendwie neugierig gemacht.

Allerdings hätte ich den Untertitel, „Die Geschichte der Spanischen Grippe“, ernster nehmen sollen, denn Witte legt doch bedeutend mehr Wert auf die historischen, denn auf die medizinischen Aspekte der Grippe, und zwar ziemlich konsequent anhand zeitgenössischer Quellen.
Zunächst gibt der Autor einen Überblick über die Pandemie von 1918, also wann sie wo warum auftauchte und was sie dort dann anrichtete. Es folgt ein Rückschau auf ältere Grippeepidemien, die freilich selten als solche erkannt wurden, und erste Versuche, ihrem Verursacher auf den Grund zu gehen.
Nach diesen recht allgemeinen Kapiteln schildert Witte dann einzelne medizinische Besonderheiten der Spanischen Grippe, die sie begleitende Lungenentzündung etwa oder die lethargische Enzephalitis, ebenso wie zeitgenössische Therapieversuche, aber auch, welche gesundheitspolitischen Folgen die spanische Grippe hatte.

Das alles bleibt jedoch weitestgehend auf der Ebene der historischen Dokumentation, was für mich am Ende doch ziemlich unbefriedigend war. Er zitiert viele zeitgenössische Quellen; Krankenakten, Veröffentlichungen, politische Beschlüsse, doch leider kommt das alles ein wenig trocken daher. Wie die damalige Gesellschaft, wie das Gesundheitswesen funktionierte, welche Vorstellungen von dieser Krankheit in der Bevölkerung, aber auch in Wissenschaftskreisen kursierten, das alles muss der Leser sich selbst erarbeiten. Das mag für einen Historiker täglich Brot sein, ein Laie wie ich hätte gerne eine etwas anschaulichere, lebendigere Schilderung der Ereignisse gelesen. Immerhin handelt es sich bei diesem Buch nicht um einen Fachaufsatz, sondern um eine populärwissenschaftliche Publikation.

Ein weiteres Manko: Witte klärt die medizinischen Rätsel um die Spanische Grippe, vor denen die Menschen damals standen, nicht wirklich auf. Was hat es denn nun, aus heutiger Sicht, mit dieser seltsamen Enzephalitis letharigca wirklich auf sich? Oder diese sensationelle, für das Buch namensgebende Tollkirsch-Therapie eines bulgarischen Bauern, die damals so viel Aufmerksamkeit erregte: hat die in der Rückschau irgendwelche Effekte oder war jener Bauer eher eine Art Rasputin, dem die Erkrankten in ihrer Verzweiflung auf den Leim gingen? Oder, und das ist zumindest für mich die spannendste Frage: wieso war ausgerechnet diese Epidemie so verheerend?
Alle diese Fragen werden nicht beantwortet.

Dieses Buch ist also eher was für geschichtlich Interessierte, Leser wie ich, die zusätzlich auch noch an den medizinisch-biologischen Besonderheiten der Spanischen Grippe interessiert sind, die zum Beispiel gern wissen wollen, warum diese Epidemie nicht, wie andere Epidemien, alte Menschen und Kinder eher verschonte, dafür aber gesunde mittelalterliche Menschen massenweise dahinraffte, werden in diesem Buch keine Antwort finden. Deshalb passt dieses Buch auch besser in die Rubrik Zeitgeschichte als in die Rubrik Medizin Augen rollen
Thema: Geschwisterehe in der Diskussion
DraperDoyle

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31.05.2013 13:32 Forum: Diskussionen - Weltgeschehen


Zitat:
Original von rienchen

nein, natürlich nicht. :) Ausrufezeichen Lachen


pueh

Zitat:
Original von rienchen

Aber nochmal, damit ich es verstehe. In dem Artikel der Süddeutschen steht doch genau das, was ich meine, ich zitiere mal:

Zitat:
Tatsächlich entspricht der Nachwuchs aus Inzest-Beziehungen oft nicht der Norm. Zu ähnlich sind die Gene der Eltern. All die kleinen Fehler, die jeder Mensch in seinem Erbgut trägt, fallen nicht auf, wenn man sich in der weiten Welt nach einem Partner umschaut. Etwa sechs defekte Gene hat jeder Mensch. Aber er hat auch von jeder Erbanlage zwei Versionen. So ist meist noch ein gesundes Gen da, das den Fehler in seinem unzulänglichen Double wettmacht. Das Problem von Geschwistern: Sie sind zur Hälfte genetisch identisch. Wenn sie miteinander Kinder bekommen, geben sie womöglich dasselbe fehlerhafte Gen weiter. "Das Risiko, dass der Nachwuchs behindert ist, ist sehr hoch", sagt Arne Pfeufer, Humangenetiker an der TU München. In der größten Untersuchung zum Thema hat eine tschechische Genetikerin 161 Kinder aus Inzestbeziehungen erfasst - 44 Prozent von ihnen waren geistig behindert, zwei Drittel davon schwer.


Das heißt also doch, dass das Risiko für Erbkrankheiten immerhin HÖHER ist, wie wenn ich mir irgendwo in der weiten Welt einen anderen Partner mit anderen Genen suche. Deshalb vermute ich (jahaaa), dass Inzest deshalb untersagt ist. Das MUSS zwangsläufig nicht dazu kommen, aber das Risiko ist immerhin HÖHER.


ja, aber es gibt so viele menschen, die ein erhöhtes risiko für ein behindertes kind habe, warum ist es ausgerechnet dieser einen risikogruppe verboten, kinder zu bekommen, und nicht auch blutern, über-vierzig-jährigen oder minderintelligenten, die nicht verwandt sind, hust, fragezeichen.
hinzu kommt, das hast du bei deinem zitat abgeschnitten, dass die eltern auch so nicht sonderlich helle waren, also nicht ganz klar ist, welchen anteil der inzest an den behinderungen hatte

Zitat:
Original von rienchen
Eine Frau darf auch noch nach der 24. Schangerschaftswoche einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen, wenn das Kind schwerbehindert wäre. Dafür muss es doch auch einen Grund geben. Soll denn durch dieses Antiinzestgestz nicht einfach vermieden werden?


das ist jetzt gar nicht mein fach, und da ich keine juristin bin, wird es etwas spekulativ. sicherlich ist der inzestparagraf viel älter als die möglichkeit, behinderungen schon in der schwangerschaft festzustellen. man würde viel mehr spätabtreibungen verhindern, würde die pid zugelassen. zumal geschwisterinzest ja eher in familien vorkommt, die nicht ordentlich alle vorsorgeuntersuchungen machen und dann im zweifelsfalle abtreiben würden. nebenbei, gerade diese seltenen mutationen, die sich nur im falle eines inzests manifestieren könne, können durch die üblichen gentests gar nicht erkannt werden, weil diese ja nur für weitverbreitete mutationen entwickelt wurden.

Zitat:
Original von rienchen
Oder gibt es darüber auch einfach VERSCHIEDENE Meinungen in der Biologie, so wie es bei Ärzten unterschiedliche Therapiemöglichkeiten zu ein und derselben Diagnose gibt? Ich fürchte, ich verstehe Dich einfach nur nicht richtig. smile


nein, es gibt keine verschiedenen meinungen hinsichtlich der biologie klammer auf quatsch, es gibt immer verschiedene meinungen, aber das ist hier nicht der punkt klammer zu

unterschiedliche meinungen herrschen in meinen augen über zwei dinge

erstens, wie dramatisch es für die volksgesundheit werden würde, würde man die wenigen menschen, die als geschwister kinder bekommen klammer auf wollen klammer zu, einfach machen lassen würde. also ob die paar minderintelligenten kinder, die aus inzestbeziehungen hervorgehen, ein eigenes gesetz rechtfertigen.

zweitens, woher das inzestverbot kommt. ich denke eben, die biologischen argumente sind nicht tragfähig, sondern eher gesellschaftspolitische, vielleicht sogar die hehre absicht, kinder vor ihren vätern oder großen brüdern zu schützen, aber da bin ich mir nicht sicher.

Zitat:
Original von rienchen
Kulturell gebe ich Dir ja recht, was Missbrauch usw betrifft. Allerdings verstehe ich immer noch nicht, wie sich das UMSETZEN und kontrollieren ließe, ein Schutzbefohlener wäre mit der Liebe seines Elternteiles einverstanden. In meinen Augen muss das von vorneherein immer strafbar bleiben.


in den meisten familien sind doch inzestuöse beziehungen völlig undenkbar und nicht deshalb, weil es strafbar ist. in den allermeisten familien, in denen missbrauch stattfindet, geht es um triebbefriedigung und nicht um familiengründung, da greift ein eheverbot auch nicht. bleiben die wenigen fälle, in denen tatsächlich geschwister eine familie gründen wollen. das können sie einfach tun, bei meinen kindern hat auch kein mensch gefragt, ob ich mit dem kindsvater verwandt bin. im gegenteil, bei berit hatte ich rennereien, damit ihr vater überhaupt auf ihrer geburtsurkunde auftaucht klammer auf die angaben über den vater ergeben sich aus einem randvermerk Yikes klammer zu

so, und das alles ohne hochstelltaste. mein mann behauptet ja, ich würde immer so dolle rumkrümeln, und deshalb würde die taste klemmen Wow
Thema: Schrank für Medikamente
DraperDoyle

Antworten: 9
Hits: 240
RE: Schrank für Medikamente 30.05.2013 23:56 Forum: Garten-, Haus- und Haustiereulen


ich hab ja nur kopfschmerztabletten, kytta- und heilsalbe und pflaster, aber die sind in einer recht huebschen blechdose auf dem badschraenkchen, also gleichzeitig deko in meinem ansonsten weitestgehend dekofreiem bad.
Thema: Haustiere ab 05.03.12
DraperDoyle

Antworten: 1.050
Hits: 24.188
29.05.2013 16:43 Forum: Garten-, Haus- und Haustiereulen


die neueste entwicklung, detlef und melanie haben ihr neues hobby schon wieder an den nagel gehängt.

ich habe ihr gehege umgesetzt und habe sie kaum aus den augen gelassen. aber, nüscht. keinerlei buddelaktivität. ich habe keine ahnung, warum es an dieser stelle, also ca zwei meter weiter, plötzlich uninterssant ist, einen kaninchenbau anzulegen. ob sie in den zwei tagen, die sie wegen scheißwetters drinnen bleiben mussten, wieder vergessen haben, dass sie kaninchen sind und nun glauben, sie wären doch hasen fragezeichen
Thema: SuB und RuB ab 13.05.2012
DraperDoyle

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Hits: 31.444
29.05.2013 16:35 Forum: Allerlei Buch


Zitat:
Original von streifi
Zitat:
Original von Schwarzes Schaf
Yikes Waaas, ich dachte rechts oben ist das Ziel, nicht unten! Lachen


Das Endergebnis ist aber ca das selbe Augenzwinkern


jetzt, wo du es sagst Grinsen

wir haben also gelernt- egal ob unten oder oben, das ziel heißt immer 350 Lachen
Thema: Geschwisterehe in der Diskussion
DraperDoyle

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29.05.2013 15:14 Forum: Diskussionen - Weltgeschehen


damit wären wir bei der epigenetik, einem fach, das noch vor zwanzig jahren gar nicht denkbar war. ja, es gibt auch eine untersuchung, dass großeltern, die in ihrer jugend gehungert haben, mehr enkel mit diabetes haben. oder war es andersrum Grübeln

vielleicht sollte ich den kegel endlich mal lesen. wieder ein buch, das aus meinem versteckten sub im bücherregal auf den physischen sub neben dem lesesessel landet
Thema: Geschwisterehe in der Diskussion
DraperDoyle

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Hits: 2.805
29.05.2013 14:08 Forum: Diskussionen - Weltgeschehen


Zitat:
Original von LeSeebär
Zitat:
Original von beowulf
Wobei, hier kommt das nächste Fass, es Untersuchungen gibt, dass bestimmte Verhaltensmuster und auch Ängste "irgendwie" kollektiv vererbt werden. Das soll dann dazu führen, dass du heute noch Menschen unserer Zeit mit dem Wort "Pest" zu Panikattaken bringst und mit dem Wort "Grippe" zu Schulterzucken, obwohl an der Grippe viel mehr Menschen sterben als an der Pest.


Ist das wirklich "vererbt" im Sinne von Genetik oder ist das nicht eher ein Defízit an Information, daß von Generation zu Generation weitergegeben wird? Jeder Niesser wird doch heute schon als Grippe bezeichnet - daß das als harmlos abgetan wird, obwohl die echte Grippe tödlich sein kann, ist meines Erachtens einfach kollektive Unwissenheit.


beowulf meint das kollektive gedächtnis, das aber ganz sicher nicht genetisch, sondern kulturell in anführungszeichen vererbt wird. man könnte als beispiel auch die inflation nennen, die bei den deutschen viel mehr gefürchtet ist als bei unseren miteuropäern. es gibt aber sicher kein inflationsangstgen, sondern es sind die nachkriegsbilder, die die deutschen sofort im kopf haben. als man mit koffern voller geld zum bäcker musste, um ein brot zu kaufen und als ein pelzmantel so viel wert war wie eine stange zigaretten.
Thema: Geschwisterehe in der Diskussion
DraperDoyle

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29.05.2013 12:43 Forum: Diskussionen - Weltgeschehen


Zitat:
Original von made
Zitat:
Original von bertrande
Für ideal halte auch ich die Ehe unter nahen Verwandten nicht und ich frage mich, ob wirklich nur Religionen für dieses Tabu verantwortlich waren, oder ob nicht doch so etwas wie "Instinkt" dabei eine Rolle spielt?

Ich habe mal wo gelesen oder gehört, dass Menschen, die sehr eng miteinander aufwachsen, wie Geschwister, denselben chemischen Stoff bilden, den sie dann später bei der Partnersuche instinktiv meiden.


irgendwo gelesen lasse ich jetzt mal nicht als argument gelten, aber der artikel in der sueddeutschen sagt doch genau das, was ich hier immer predige.
es gibt keinen genetischen mechanismus, der geschwister daran hindert, ein paar zu werden. aber es gibt durchaus soziale mechanismen, wie der artikel zeigt. obwohl es genetisch keinerlei problem darstellen würde, wenn die kibbuzkinder untereinander heiraten würden, tun sie es selten.
d.h. aber, das unsere sozialisation uns daran hindert, uns für unsere geschwister zu interessieren, und nicht das erbgut.
Thema: Geschwisterehe in der Diskussion
DraperDoyle

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29.05.2013 12:35 Forum: Diskussionen - Weltgeschehen


Zitat:
Original von Voltaire
Das Verbot der geschlechtlichen Geschwisterliebe, in das Verbot einer Ehe unter Geschwister gipfelnd, ist ein ausschließlich juristisches Konstrukt. Es ist kulturgeschlichtlich gewachsen und dann juristisch definiert.


danke, voltaire, genau das wollte ich sagen. man kann aus verschiedenen gründen gegen die geschwisterehe sein, aus moralischen -gefahr der hörigkeit-, religiösen oder gesellschaftspolitischen.
mit der natur zu kommen, und das ganze auch noch mit biologischem resp. genetischem Halbwissen zu unterlegen, finde ich ärgerlich. berufskrankheit.
Thema: Geschwisterehe in der Diskussion
DraperDoyle

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29.05.2013 11:28 Forum: Diskussionen - Weltgeschehen


da hast du jetzt aber nicht ordentlich gelesen, rienchen.
wo behaupte ich denn, dass unsere kulturelle errungenschaften schlecht sind, fragezeichen. hattest du bisher den eindruck, ich wäre sozialdarwinistin fragezeichen

ich wollte nur nochmal auf das natur-argument eingehen. wie kommt der cousin auf die idee, sein ideal des zusammenlebens sei natürlich. es ist eindeutig eine gesellschaftspolitische idee, dass zwei mensche aufs rathaus marschieren und da einen zettel unterschreiben. und danach womöglich noch in die kirche. ehe ist von der natur überhapt nicht vorgesehen. ich halte sogar die vogelhochzeit für erfunden Lachen

natur ist eine feine sache, aber der mensch zeichnet sich doch gerade dadurch aus, sie, durchaus auch im positiven sinne, überwunden zu haben. mein nachbar nervt mich schon den ganzen tag, wie er da auf der leiter steht und -echt wahr- mit der zahnbürste die zwischenräume seines garagentors reinigt. meine natur sagt mir, den würde ich am liebsten umschmeißen. aber daran hindert mich meine gute erziehung.

fazit. es wird immer gerne damit argumentiert, dass irgendwas, was man für selbstverständlich hält, natürlich sei. aber das ist es eben nicht. ich schlage meine kinder nicht, würde das also für natürlich halten. vor 50 jahren hätte aber ein mehrheit gesagt, dass es eben gerade natürlich wäre, das zu tun. Aber auch hier hat natur nix zu suchen. es ist heute gesellschaftlicher konsens, dass man kinder nicht schlägt. es war früher gesellschaftlicher konsens, kinder zu schlagen.
Thema: Geschwisterehe in der Diskussion
DraperDoyle

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28.05.2013 20:54 Forum: Diskussionen - Weltgeschehen


Zitat:
Original von rienchen
Arter hat es schon geschrieben, was ich so vermutet habe:

Zitat:
Wenn man das Thema aus rein biologischer Sicht betrachte kann man eigentlich nur kategorisch gegen eine inzestuöse Fortpflanzung sein. Es ist eine erwiesen Tatsache, dass genetische Vielfalt eine essentielle Anforderung für die Existenz einer Art ist. Nur aus diesem Grunde gibt es ja überhaupt die geschlechtliche Fortpflanzung, eben um einen möglichst genetischen Mix zu produzieren. Genetische Monotonie ist eine ideale Angriffsfläche für die Billardenheere unsichtbarer Angreifer. Das äußert sich z.B. in der Anfälligkeit der Abkömmlinge solcher Beziehungen für alle möglichen Krankheiten. Wenn der "Code" des Immunsystemes einmal geknackt ist, gibt es kein Halten mehr. Im Einzelfall kann das hier und da mal gut gehen, fatal wird es, wenn es in größerem gesellschaftlichen Maßstab und über mehrere Generationen hinweg passiert.


nun ja, was arter da erzählt ist bestenfalls halbwissen. ich weiß nicht, woher er die information hat, dass abkömmlinge solcher beziehungen anfällig für alle möglichen krankheiten sind. es ist tatsächlich so, wie juliette erklärt hat, dass, sollte in der familie eine unbekannte rezessive mutation vorliegen, die wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass sich beide kranken Gen im Nachwuchs treffen. doch was heißt das eigentlich, fragezeichen. es heißt, dass das protein, das von diesem gen codiert wird, etwas verändert ist. das mag in dem einen oder anderen fall das immunsystem betreffen, es kann auch zum verlust der lebensfähigkeit führen, es kann seinem träger aber auch vorteile bringen -siehe sichelzellanämie-. in den allermeisten fällen wird es wohl gar nicht bemerkt werden, stichwort enzympolymorphismus.

inzucht ist sicher auf lange sicht und in großem maßstab unvorteilhaft, aber eine grenzenlose genetische variabiltät sicher auch, warum gibt es sonst zwischenartliche fortpflanzungsbarrieren fragezeichen. inzucht geht nicht ab und zu mal gut, sondern meistens. nur wenn das, wie in jener pakistanischen familie, der normalfall ist, kann es gefährlich werden. es kann aber auch gut gehen, wie die habsburger zeigen, die zwar eine dicke lippe hatten, die sie aber nich davon abhielt, weltreiche zu errichten.

Zitat:
Original von rienchen
Und wie Voltaire es ja schon schrieb, müsste doch logischer Weise auch erlaubt sein, dass ein Vater seine Tochter heiraten kann.


ödipus hat es vorgemacht. die geschichte ist zwar tragisch, antigone und ihre geschwister waren aber sicher nicht -behindert-. und damit zu deiner letzten bemerkung:

Zitat:
Original von rienchen
Und biologisch... ist eine Frau nach ihrer ersten Periode bereit, Kinder zu bekommen. Bei manchen Mädchen ist das bereits mit neun Jahren der Fall.


ich denke, man darf natur und kultur nicht durcheinander werfen. ich hatte mal eine auseinandersetzung mit einem sehr konservativen cousin meines mannes. der, jurist, beharrte darauf, dass monogamie -natürlich- sei. ich wollte ihm erklären, dass alle denkbaren beziehungen zwischen mann und frau irgendwo auf der welt -natürlich- sind, und dass das ideal der lebenslangen zweierbeziehung bei uns eine kulturelle vereinbarung ist, um die gesellschaft zu stabilisieren. gleiches gilt auch für die idee, dass ein mädchen, unabhängig von ihrer körperlichen entwicklung, erst kinder kriegen sollte, wenn sie in unserem kulturellen sinn erwachsen ist. oder, dass väter sich nicht an ihren töchtern vergreifen sollen.

homo faber ist übrigens ein sehr schönes buch zum thema Augenzwinkern
Thema: SuB und RuB ab 13.05.2012
DraperDoyle

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27.05.2013 22:23 Forum: Allerlei Buch


Eigentlich war ich ja der Ansicht, mein SUB geht langsam durch die Decke. Jetzt habe ich mir das mal bei bookcook genauer angeguckt und festgestellt: ich bin eindeutig die SUB-Abbauerin der Jahre 2008-2013 Anbeten

Ich hoffe, ihr seid beeindruckt Freude
Thema: Der Biogarten - Das Original- Marie Luise Kreuter
DraperDoyle

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27.05.2013 13:41 Forum: Kochen & Lifestyle


Zitat:
Original von rienchen
Ein eigener garten wäre glaub ich nix für mich, weil ich da zu alleine wäre. So gefällt es mir so gut, dass ich das unbedingt weiter machen möchte. Winken


ja, das ist tatsächlich ein bisschen mein Problem. Ich hab zwar gerne mal meine Ruhe, aber dann wieder finde ich es extrem schwer, mich zu motivieren, da einsam in meinem Garten zu kraupeln. Und Workshops fände ich auch nicht schlecht, als Biologin kann ich mir zwar so manches zusammenreimen, aber Gärtnern ist halt doch noch eine ganz andere Herausforderung.
Kannst du für mich mal was bei deinen Experten nachfragen? Letztes Jahr bei meinen Gurken, dieses Jahr den Zucchini, trocknen die Stengel so komisch ein und zerfasern, die Blätter dagegen sehen noch top aus. Was ist das ??

@Findus: das ist Lösels Rauke, ein Kreuzblütengewächs

Jakobskraut ist ein Korbblütler, den ich, toitoitoi, noch nicht in meinem Garten habe. Hoffentlich bleibt das auch so.
Thema: Neu Eule
DraperDoyle

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26.05.2013 22:42 Forum: Vorstellung der Büchereulen...


Huch, bist du der saumord-izquierdo?

Mitte der Neunziger haben mir deine Buecher den Glauben an den deutschen Krimi zurueckgegeben! War da nicht auch das Doppeldings? Kompliment, deine Buecher haben so manchen Umzug ueberstanden und stehen immer noch bei mir im Regal.

Und du bist mir bei den aktuellen Pseudonym-Diskussionen eingefallen: wie kann man mit einem solchen Namen Regionalkrimis aus Doerresheim verkaufen?

Willkommen in der Schlangen aeh Eulengrube!
Thema: Der Biogarten - Das Original- Marie Luise Kreuter
DraperDoyle

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26.05.2013 20:08 Forum: Kochen & Lifestyle


danke für die ausführliche Antwort, rienchen! Zuerst dachte ich ja, das ist so eine Masche, naturentbundenen Großstädtern die Kohle aus der Tasche zu ziehen. Aber was du so schreibst, scheint mir das doch fair und durchdacht zu sein.
Ich finde vorallem die Nutzung der Obstbäume für die Allgemeinheit sehr sympathisch. Ich habe schon überlegt, ein Schild vorne ans Tor zu hängen: biete Mirabellen, Pflaumen, Äpfel und Birnen zum selberpflücken: bedient euch!
Allerdings habe ich ein bisschen Schiss vor dem Volk, dass ich mir so mutwillig in den Garten locken würde.

Botanik habe ich offenbar in einer Phase meines Lebens gelernt, in denen ich sehr aufnahmefähig war (und das ist jetzt immerhin 20 Jahre her Wow ). Ich kann durch den Garten gehen, und selbst bei dem unscheinbarsten Unkraut fällt mir sofort der Name ein. Kürzlich habe ich so einen gelben Kreuzblütler gefunden, mein Unterbewusstsein flüsterte mir "Lösels Rauke"( Gehts noch? ) ins Ohr und die Nachbestimmung zeigte: das stimmt sogar. Grinsen
Dafür vergesse ich andere Dinge sofort wieder, russische Vokabeln zum Beispiel Cry
Thema: Der Biogarten - Das Original- Marie Luise Kreuter
DraperDoyle

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25.05.2013 23:44 Forum: Kochen & Lifestyle


ja, chemische. Ich weiß, die halten in einem bestimmten Bereich den pH konstant und habe immer brav die Puffer zusammengemischt, die für bestimmte Zwecke gefordert wurden. Ich hatte auch ca 50 mal in meinem Leben den Eindruck, endlich verstanden zu haben, was da passiert, aber wenn ich es mir jetzt so überlege: keine Ahnung.

Brennesseljauche nehme ich übrigens auch gerne, hab ja genug Brennesseln...
Thema: Der ideale Leser?
DraperDoyle

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Hits: 1.798
25.05.2013 23:38 Forum: Allerlei Buch


Zitat:
Original von Frettchen
Daher kann ich mir so einen Essay, ehrlich gesagt, auch immer nur als humorvollen Beitrag vorstellen und als nichts, was wahrheitsanspruch hat.


Natürlich hat ein Essay keinen Wahrheitsanspruch. Deshalb heißt es ja Essay, Versuch. Ich bin keine Literaturwissenschaftlerin, aber ich habe ein Essay immer als den Versuch verstanden, sich einer bestimmten Thematik anzunähern.

Zitat:
Original von Frettchen
Fälllt mir da nicht mehr ein, als dass der ideale Leser jemand ist, der überhaupt liest. Mehr fällt mir dazu nicht ein. Großes Können oder Wissen braucht ein Leser nicht.


Ich würde doch einen Unterschied zwischen Lesern und Alphabeten machen


Zitat:
Original von
Da müssten dann schon Essays geschrieben werden nach dem Motto, was lesen Hochschulabsolventen, was lesen Grundschüler,etc. Die Frage nach dem Leser checke ich nicht. Aber ich finde jeden Leser ideal, weil er überhaupt liest. Die Frage wäre hier doch eher: wer was wie liest.


Nein, die Frage ist, wer wie liest


Zitat:
Original von Frettchen
Oder aus wessen Sicht gefragt wird.


Dieser Einwand ist natürlich richtig. Hat, ich glaube, es war arter, weiter oben kurz und knackig beantwortet. Ansonsten gint es natürlich nur eine Antwort: Voltaire.
Thema: Der Biogarten - Das Original- Marie Luise Kreuter
DraperDoyle

Antworten: 27
Hits: 425
25.05.2013 23:13 Forum: Kochen & Lifestyle


Da wollte ich dich eh mal befragen: bewirtschaftest du da jetzt so ein Kuchenstück? Kannst du da pflanzen, was du willst? Und wenn dein Nachbar da pflanzt, was er will, und es sich mit dem, was du gepflanzt hast, nicht verträgt? Werden die Pflanzen gestellt oder kannst du da mit deinen genverseuchten F1-Hybriden von obi kommen? Wer sammelt die Schnecken ein?

Ansonsten, bist du nicht PTA? Als ich mein Biologiestudium antrat, hatte ich mit Botanik nix am Hut. Erst mein genialer Professor für spezielle Botanik und mein Schwiegeropa, der Apotheker war und mir zu einem Zeitpunkt den Pahlow schenkte, als der Rest meiner Schwiegerfamilie noch hoffte, dass ich lediglich eine Episode im Leben des Vaters meiner Kinder bleiben würde, haben in mir die Liebe zur Botanik geweckt (Erdbeeren sind übrigens keine Nüsse, sondern Sammelnussfrüchte).

Chemie geht, so lange sie organisch bleibt. Anorganische Chemie: keine Chance, ich habe nie kapiert, wie Puffer funktionieren Bonk
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