Thema: Elisabeth Herrmann: Das Dorf der Mörder |
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Im Berliner Tierpark werden im Gehege der Pekaris Leichenteile gefunden. Die alarmierten Streifenpolizisten sollen den Tatort sichern und auf die weiteren Ermittler warten. Doch die ambitionierte Polizistin Sanela Beara beginnt selbst direkt mit den Ermittlungen und unterhält sich unerlaubterweise mit einer Gruppe Kindern, die gerade im Zoo sind und als erste am Tatort waren. Sie erhält einen ersten wichtigen Hinweis. Doch kurz darauf wird sie von einem Unbekannten niedergeschlagen und stirbt fast daran.
Eine Verdächtige ist schnell festgenommen: Charlotte (Charlie) Rubin, die nicht nur die Möglichkeiten hatte, den Mord an dem Mann im Pekari-Gehege zu begehen, sondern auch das Attentat auf die Polizistin. Charlotte gibt die Tat zu, schweigt jedoch über das Motiv. Der Psychologe Prof. Dr. Brock wird daraufhin beauftragt ein Gerichtsgutachten zu erstellen. Auch für ihn macht das alles keinen Sinn. Als Charlotte versucht sich das Leben zu nehmen, macht sich Prof. Dr. Brocks junger Kollege auf, um eine Schwester von Charlotte Rubin zu suchen. Doch das Aufeinandertreffen der beiden Geschwister hat nicht den gewünschten Erfolg.
Sanela Beara wird indes immer wieder bei ihren Ermittlungen ausgebremst. Ihr Vorgesetzte will nichts davon hören, da die Ermittlungen mit der Festnahme der Verdächtigen abgeschlossen sind. Doch Sanela Beara (ich finde den Namen übrigens ganz große Klasse!) gibt nicht auf. Ihre Ermittlungen führen sie nach Wendisch Bruch, einem kleinen Dorf in Brandenburg. Hier ist Charlotte Rubin aufgewachsen, doch bereits mit 15 Jahren wegezogen. Sanela ist überzeugt, dass dort alles seinen Ursprung nahm. Das Dorf, einst ein blühendes Dorf mit Hotel und vielen Einwohnern, verfällt seit einigen Jahren zusehends. Mittlerweile leben nur noch 8 Frauen in dem Dorf, ihre Männer sind angeblich verschwunden.
Kurz darauf tifft auch der junge Psychologe Jeremy Saaler in Wendisch Bruch ein. Auch seine Ermittlungen führten ihn in dieses Dorf. Doch als Sanela beginnt, weitere Fragen stellen, kommt sie dem wahren Täter bedrohlich nahe und verschwindet kurz danach selbst von der Bildfläche. Jeremy Saaler, der den Fall von einer ganz anderen Seite aufrollt, muss selbst um sein Leben kämpfen. Wird es den beiden gelingen das Geheimnis des mysteriösen Dorfes aufzudecken?
Ganz klar, ein neues Buch von Elisabeth Hermann musste ich natürlich lesen. Ich liebe ihre Reihe um den Anwalt Vernau und auch ihr letztes Buch “Zeugin der Toten” (die Rezi findet Ihr hier), hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin schreibt keine Eintagsfliegen und ihre Bücher regen stets zum Nachdenken an.
Hier in diesem Buch hat die junge Streifenpolizistin Sanela Beara die Nase vorn. Eigenwillig und ohne an die Konsequenzen zu denken, treibt sie ihre Neugierde immer weiter voran. Sehr zum Missfallen ihrer Vorgesetzten. Sie unternimmt Alleingänge und gibt nicht auf und doch scheint sie allen anderen einen Schritt vorus zu sein. Aus Sanela Beara kann mit Sicherheit einmal eine sehr gute Ermittlerin werden, doch wahrscheinlich wird sie sich in Zukunft an Anweisungen halten müssen. Aber wäre das Buch nicht langweilig und schnell zu Ende gelesen, wenn es nicht durch Querdenker belebt worden wäre? Ohne sie wäre das ganze Ausmaß, die ganze Vorgeschichte nicht aufgedeckt worden.
Ebenso verhält es sich mit Jeremy Saaler. Auch er ist in gewissen Maße ein Querdenker, der eine Beziehung eingeht, die er besser bleiben gelassen hätte. Doch auch er hat das Herz am rechten Fleck und genug Mumm, um seinerseits die Ermittlungen voranzutreiben, auch wenn er aus einem ganz anderen Metier kommt.
Ich mag die beiden Protagonisten sehr. Sie gehen ihren eigenen Weg, um der Gerechtigkeit auf die Sprünge zu helfen. Sie lassen sich nicht täuschen oder vom Weg abbringen. Das ihre Ermittlungen ausgerechnet beide und völlig unabhängig voneinander in die Vergangenheit zu dem Dorf Wendisch Bruch führen, ist ein äußerst raffinierter Schachzug der Autorin.
Der Prolog, der den Leser sofort in seinen Bann zieht, spielt an einem mysteriösen Ort und ist aus Sicht eines Hundes erzählt. Hier hatte mich die Autorin schon vom ersten Abschnitt. Ich mag es überrascht zu werden mit kleinen i-tüpfelchen, die ein Buch aus der Masse heraustreten lassen und schreien: “Hier bin ich”.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es nur jedem weiter empfehlen. “Das Buch der Mörder” ist ein grandioser psychologischer Spannungsroman. Lest es! Lest einfach alle Bücher von Elisabeth Herrmann!
Volle Punktzahl - 10 von 10!
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Thema: Sabine Klewe - Der Seele weißes Blut |
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In Düsseldorf wird eine übel zugerichtete Leiche gefunden: Eine junge Frau wurde bis zum Hals in die Erde eingegraben und anschließend qualvoll zu Tode gesteinigt. Hauptkommissarin Lydia Louis muss zusammen mit ihrem neuen Kollegen den Täter finden, denn Eile ist geboten, da noch weitere Leichen auftauchen. Schnell ist von einem Serientäter die Rede und die “Moko Steine” steht vor einem Rätsel, da sie zunächst von einem einzelnen Ehrenmord ausging. Neben den Leichen werden zudem noch mysteriöse Zeichen gefunden, auf die sich die Kommissare zunächst keinen Reim machen können. Doch bald schon sind sie dem Täter auf der Spur und Lydia Louis muss am eigenen Leib erkennen, was es bedeutet, wenn man ins Visier des Täters gerät.
Die Handlung ist recht spannend und kurzweilig. Die Geschichte liest sich flüssig und es ist stets eine gewisse Grundspannung vorhanden. Dennoch fand ich sehr schade, dass die Kommissare mehr mit ihrem eigenen Leben und ihren Problemen beschäftigt waren, als sich um den Fall zu kümmern. Sowohl Lydia Louis als auch Chris Salomon kämpfen gegen ihre eigenen Dämonen, die ihnen es nicht ermöglichen ein normales Leben zu führen. Wie sie da überhaupt noch die Ermittlungen führen können, ist mit ein Rätsel. So stolpern sie mehr oder weniger im Fall immer weiter voran und erkennen die Lösung auf den Täter fast schon ein bißchen zu spät.
Mit Lydia Louis als rauhbeinige Hauptkommissarin bin ich bis zuletzt nicht grün geworden. Ihre Ansichten und Lebenseinstellungen konnte ich manchmal nicht nachvollziehen und nur mit dem Kopf schütteln. Chris Salomon war mir da schon ein wenig sympathischer, doch auch er wirkte ein wenig überzeichnet.
Von mir gibt es für den Auftakt der Reihe 6 von 10 Punkten.
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Thema: 'Das Sterben in Wychwood' - Kapitel 13 - 18 |
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Original von sanja77
Jetzt bin ich mal so richtig verwirrt
Zunächst hatte ich doch Bridget in Verdacht, doch was ist das jetzt mit dem Major?
Ohhhhh, ich muss weiter lesen. Ich muss wissen, wer der Täter ist... |
Ich meinte natürlich den Lord. Kommt davon, wenn man wieder die Hälfte über liest.
@Merriweather Deine Überlegungen finde ich logisch, aber irgendwie ist mir das zu wenig für ein ordentliches Motiv.
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Thema: 'Das Sterben in Wychwood' - Kapitel 13 - 18 |
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Jetzt bin ich mal so richtig verwirrt
Zunächst hatte ich doch Bridget in Verdacht, doch was ist das jetzt mit dem Major?
Ohhhhh, ich muss weiter lesen. Ich muss wissen, wer der Täter ist...
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Thema: 'Das Sterben in Wychwood' - Kapitel 01 - 06 |
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Original von Merryweather
@Sanja
genau da weiß ich aber nicht, ob nun einfach nur der Ausdruck sie zu einem "Er" verleitet...außerdem kanns auch von unserer guten Agatha absichtlich so geschrieben worden sein, eben weil zuwenig Weibchen auftauchen und man da ja dann schneller zur Lösung käme
tja wer weiß... |
Da können wir wohl nur abwarten und weiter lesen
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Thema: 'Das Sterben in Wychwood' - Kapitel 01 - 06 |
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Original von Miriel
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Original von sanja77
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Original von Merryweather
Außerdem stört mich, dass die ganze Zeit "der Mörder" nur ein Mann sein soll!?! wieso das denn? Hat Miss Pinkerton das so gesagt? Oder war ihr "er" nicht einfach auf "der Mörder" bezogen?
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Mrs. Pinkerton hat erwähnt, dass sie den Täter gesehen hat, wie "ER" sich das nächste Opfer ausgesucht hat, sprich, wie sich seine Augen veränderten, als er den Doc angesehen hat und da wusste Mrs. Pinkerton auf einmal, wer der Täter war. |
Alles was ich finde ist:
| Zitat: |
| Der Blick eines Menschen... [...] Ich sah ihn zuerst auf Amy Gibbs geheftet - und sie starb. (Agatha Christie - Das Sterben in Wychwood) |
Also ich würde das alles wirklich nicht nur auf einen Mann beziehen.
Edit:
Und später nur noch:
| Zitat: |
| [...]der Mensch, um den es sich handelt [...] (Agatha Christie - Das Sterben in Wychwood) |
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Hm, ok. Vielleicht habe ich es falsch interpretiert.
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Thema: 'Das Sterben in Wychwood' - Kapitel 01 - 06 |
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| Zitat: |
Original von Merryweather
Außerdem stört mich, dass die ganze Zeit "der Mörder" nur ein Mann sein soll!?! wieso das denn? Hat Miss Pinkerton das so gesagt? Oder war ihr "er" nicht einfach auf "der Mörder" bezogen?
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Mrs. Pinkerton hat erwähnt, dass sie den Täter gesehen hat, wie "ER" sich das nächste Opfer ausgesucht hat, sprich, wie sich seine Augen veränderten, als er den Doc angesehen hat und da wusste Mrs. Pinkerton auf einmal, wer der Täter war.
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Impressum
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