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Autor Beitrag
Thema: 'Der Distelfink' - Kapitel 06
Gronik

Antworten: 22
Hits: 381
RE: 'Der Distelfink' - Kapitel 06 21.04.2014 10:45 Forum: 'Der Distelfink' - Donna Tartt


Ich dachte schon, das nimmt gar kein Ende mehr mit Theo und Boris. Die beiden nehmen immer mehr Drogen, verwahrlosen immer mehr und keinen kümmert's? Wie kann das sein?
Dass sein Vater und Xandra sich nicht groß um ihn kümmern, wundert mich weniger, aber die Schule? Da stellt die Schulkrankenschwester schon Mangelerscheinungen fest, aber gibt den Jungs eine Vitaminspritze und das war's? Kein Gespräch mit den Eltern?

Nicht, dass das viel gebracht hätte. Ich hatte mich schon gewundert, warum die beiden Theo überhaupt zu sich nehmen. Aber das Geld, das seine Mutter für ihn angelegt hat, ist natürlich ein Anreiz. Zum Glück war sie schlau genug, entsprechende Bedingungen an die Auszahlung zu knüpfen, so dass er da trotz aller Tricksereien nicht rankommt.

Als der Vater stirbt, war ich nicht sonderlich traurig, muss ich zugeben.
Und ich war froh, dass Theo das als Anlass sieht, aus diesem schrecklichen Leben auszubrechen. Noch froher war ich, dass Boris nicht mitgeht und sie so nicht beide als Obdachlose in Kalifornien landen.
Dass Theo nicht einfach zu den Barbours zurückkann, war mir klar, so verwahrlost wie er ist, wären die sicher entsetzt!
Er braucht relativ lange, bis ihm einfällt, wo in New York er noch hinkann. Ich hatte schon Angst, dass Hobie nicht mehr dort ist, aber er ist es und auch Pippa scheint wieder bei ihm zu leben. Hoffentlich bringen die beiden Theo nun wieder auf den richtigen Weg zurück.

Dass er den Hund mitgenommen hat, fand ich süß. Er zeigt trotz allem mehr Verantwortungsgefühl als sein Vater und Xandra es jemals getan haben!

Ich bin froh, dass die Geschichte jetzt wieder in New York weitergeht, den Las Vegas Abschnitt fand ich sehr deprimierend und hätte mir gewünscht, dass das nicht ganz so episch breit geschildert worden wäre.
Thema: 'Der Distelfink' - Kapitel 05
Gronik

Antworten: 34
Hits: 503
RE: 'Der Distelfink' - Kapitel 05 20.04.2014 11:13 Forum: 'Der Distelfink' - Donna Tartt


Und wieder wandelt sich Theos Leben komplett. Größer könnte der Kontrast zum Haushalt der Barbours ja kaum sein.

Ich finde es echt gruselig, wie die beiden Jungs verwahrlosen, Alkohol trinken, klauen...

Insgesamt fand ich dieses Kapitel nicht so toll, es beschreibt eine Abwärtsspirale und ich hoffe, dass die für Theo von irgendjemand gestoppt wird.
Vielleicht landet sein Vater irgendwann im Knast und er wird wieder woanders hin verfrachtet?
Oder Hobie kommt, um auch ihn zu besuchen und holt ihn dann da raus?

Mir tut auch Boris leid, aber streckenweise finde ich ihn auch einfach nur abstoßend.
Thema: 'Der Distelfink' - Kapitel 04
Gronik

Antworten: 25
Hits: 421
RE: 'Der Distelfink' - Kapitel 04 20.04.2014 09:37 Forum: 'Der Distelfink' - Donna Tartt


Mich gibts auch noch, entschuldigung! Ich war in letzter Zeit viel unterwegs und da hab ich immer nur leichtere Bücher oder gleich den Reader eingepackt und der Distelfink rutschte daher immer wieder nach hinten.

In diesem Kapitel hatte ich ein bisschen Probleme mit dem Zeitraum. Es wird beschrieben, wieviel er von Hobie lernt, das klingt nach Monaten.
Andererseits scheint aber doch nicht sooo viel Zeit vergangen zu sein.
Und ich habe mich gewundert, dass die Wohnung seiner Mutter offensichtlich immer noch gehalten wird. Wer zahlt denn die Miete dafür, wurde das mal erwähnt?

Schade, dass es nicht mehr dazu kam, dass Hobie und Mrs. Barbour einander vorgestellt wurden. Andererseits, ob sie Theo erlaubt hätte, weiter zu Hobie zu gehen, wenn er bei den Barbours geblieben wäre?
Wahrscheinlich hätte sie eine Freundschaft zwischen einem erwachsenen Mann und einem Jungen auch eher kritisch gesehen. Vielleicht, wenn Pippa noch da gewesen wäre, aber die musste ja auch zu ihrer Tante ziehen.

Und nun Theos Vater und seine Freundin Xandra. Diesem Pärchen kann ich ja gar nichts abgewinnen. Auch wenn der Vater nun trocken ist, 51 Tage sind noch keine 2 Monate, so wirklich vertrauenserweckend finde ich das noch lange nicht. Und beim Abendessen gleich mal das Kind betrunken zu machen, spricht ja auch sehr für ihre erzieherischen Qualitäten.
Thema: Testleseraktion in Zusammenarbeit mit dem Ullstein Verlag ab: 05. April 2014
Gronik

Antworten: 136
Hits: 4.256
04.04.2014 15:04 Forum: 'Winter People - Wer die Toten weckt' - Jennifer McMahon


Zitat:
Original von JaneDoe
Das war jetzt nicht ganz einfach mit der Kapiteleinteilung. Ich hoffe, ihr findet euch zurecht Winken


Danke für deine Mühe!
Thema: Testleseraktion in Zusammenarbeit mit dem Ullstein Verlag ab: 05. April 2014
Gronik

Antworten: 136
Hits: 4.256
04.04.2014 10:46 Forum: 'Winter People - Wer die Toten weckt' - Jennifer McMahon


Wäre es möglich, die Kapitel zu den Abschnitten anzugeben? Dankeschöön!
Thema: Leserundenvorschlag ab 10. April 2014 "Totenfrau" mit Autor und Verlosungsexemplaren
Gronik

Antworten: 70
Hits: 2.094
03.04.2014 19:27 Forum: 'Totenfrau' - Bernhard Aichner


Glückwunsch an die Gewinner!

Ich werde mir dann das ebook besorgen, könntet ihr die Einteilung dann bitte auch mit Kapiteln angeben? Danke!
Thema: Pretty Clever - Elisa Ludwig (ab weiterführende Schule)
Gronik

Antworten: 4
Hits: 71
01.04.2014 09:42 Forum: Kinder- und Jugendbücher


Amazon schreibt "12-15 Jahre".

Das Buch hab ich letztes Jahr auch gelesen und fand es total schwach. Ich glaub, da mag ich keine Fortsetzung von lesen...
Thema: 'Schlaf nicht ein' - Seiten 385 - Ende
Gronik

Antworten: 25
Hits: 253
RE: 'Schlaf nicht ein' - Seiten 385 - Ende 25.03.2014 10:47 Forum: 'Schlaf nicht ein' - Michelle Harrison


Dass der Geist gar nicht Sebastian ist, hatte ich schon vermutet. Dass er sich so für Ophelia interessiert hat, hat mich da misstrauisch gemacht.

Nun kommt alles raus. Hodge hat die Geistersichtung damals inszeniert und Sean war der Schauspieler. Er hat das gemacht, weil er Geld wollte, um gemeinsam mit Ophelia abzuhauen.
Und die war sogar schwanger von ihm! Das hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht, war auch so dramatisch genug.
Hogde wollte ihn von meinem Verständnis her nicht wirklich umbringen, das war eher ein Unfall oder eine Verkettung unglücklicher Umstände. Ich habe es so verstanden, dass ihm nicht bewusst war, dass Sean noch gelebt hat, als er ihn vergraben hat.
Aber allzusehr hat dessen Tod sein Gewissen wohl auch nicht belastet.
Doch immerhin richtet er sich am Ende selbst.

Puh, da haben Elliott und Ophelia nun einiges aufzuarbeiten.
Ich weiß nicht, ob ich gerne mit einem Typen zusammenwäre, bei dem ich mir nicht immer sicher sein kann, ob er gerade er selbst ist oder ob jemand anderes in ihm steckt Yikes

Una tut mir auch leid, die muss nun die Wahrheit über ihren Mann erfahren und irgendwie damit umgehen...
Thema: 'Schlaf nicht ein' - Seiten 304 - 384
Gronik

Antworten: 30
Hits: 379
RE: 'Schlaf nicht ein' - Seiten 304 - 384 25.03.2014 10:39 Forum: 'Schlaf nicht ein' - Michelle Harrison


Dieser Sebastian Geist ist ja ziemlich unheimlich. Wobei ich mir unsicher bin, ob er wirklich der Geist dieses Jungen von damals ist. Warum ist er so hinter Ophelia her? Das kommt mir komisch vor.

Sehr interessant ist ja, dass Elliott die Gabe, Geister wahrzunehmen, schon als Kind hatte und das nicht völlig neu nach seinem Unfall gekommen ist.
Das wird nun aber Zeit, dass sein Vater das endlich aufklärt!
Endlich fühlt sich Elliott nun sicher genug, um Tess ohne Furcht zu begegnen und so erfährt er nun ihre Geschichte. Die Arme! Und sie kann/will nicht gehen, weil ihr Geliebter nie erfahren hat, warum sie nicht mehr gekommen ist. Durch Elliotts Versprechen, ihm diese Nachricht zu überbringen, kann sie nun endlich loslassen.

Hodge finde ich immer unsympathischer, aber Lesley ist auch merkwürdig.
Thema: 'Schlaf nicht ein' - Seiten 204 - 303
Gronik

Antworten: 31
Hits: 420
RE: 'Schlaf nicht ein' - Seiten 204 - 303 24.03.2014 10:22 Forum: 'Schlaf nicht ein' - Michelle Harrison


So, weiter gehts!

Elliotts Erlebnis außerhalb seines Körpers fand ich diesmal ziemlich unheimlich! Was hätte er denn gemacht, wenn der Geist seinen Körper nicht wieder freiwillig verlassen hätte? Yikes

Aber nun weiß Ophelia Bescheid und glaubt ihm dank der Zeichnungen von ihren Henna-Tattoos auch. Vielleicht kann sie ja in Zukunft seinen Körper bewachen? Andererseits, was sollte sie gegen einen Geist-Eindringling machen können?

Die Geistergeschichten sind ziemlich grausig. Ob Elliott dem einen oder anderen vielleicht helfen kann?

Wieso musste denn das Pferd sterben?
Hier habe ich den Onkel echt gar nicht mehr gemocht, nur um Ophelia zu strafen, ignoriert er jegliche Warnung und das kommt dann raus :(
Thema: 'Schlaf nicht ein' - Seiten 105 - 203
Gronik

Antworten: 27
Hits: 312
RE: 'Schlaf nicht ein' - Seiten 105 - 203 23.03.2014 18:43 Forum: 'Schlaf nicht ein' - Michelle Harrison


Mich gibts auch noch. Irgendwie ist mein Zeitmanagement gerade etwas durcheinander *schäm*

Aber ich bin gleich wieder gut in das Buch zurückgekommen und konnte so nun endlich weiterlesen.

Elliott und Ophelia... ich bin ja wirklich gespannt, wie sich das entwickelt. Sie haben beide ihr Päckchen zu tragen und noch vertraut keiner dem anderen wirklich.
Aber ich denke, das wird noch.

Toll ist auch, dass Elliott nun das erste Mal jemandem mit seiner Gabe helfen konnte, auch wenn es für ihn immer noch eher ein Fluch ist.
Aber es scheint so, als hätte er dem jungen Mann in der Zelle geholfen, seinen Frieden zu finden und somit "weitergehen" zu können.
Nun muss er seine Panik zuhause in den Griff bekommen, dann wäre vielleicht auch Tess eines Tages (oder nachts) nicht mehr da. Wie könnte er ihr wohl helfen?

Warum verbirgt Ophelia ihre Henna-Bemalung? Gut, der Onkel will sie nicht sehen, aber dann müsste sie ja nicht ständig Handschuhe tragen.
Ob die Muster etwas mit ihrer Mutter zu tun haben? Hat diese sich umgebracht, lebt sie deswegen bei Onkel und Tante?

Noch ganz viele Fragen, da heißt es wohl weiterlesen!
Thema: Roland Spranger - Elementarschaden
Gronik

Antworten: 3
Hits: 112
18.03.2014 16:10 Forum: Krimis/Thriller


Ja sicher, sonst könnte ich ja nicht beurteilen, dass das neue anders ist smile
Thema: Wie Monde so silbern - Marissa Meyer (ab 12 Jahren)
Gronik

Antworten: 5
Hits: 238
18.03.2014 14:37 Forum: Kinder- und Jugendbücher


Cinder lebt mit ihrer Stiefmutter und ihren beiden Stiefschwestern in Neu-Peking. Sie arbeitet als Mechanikerin und ist bekannt für ihr großes Geschick, alles zu reparieren und wieder zum Laufen zu bringen. Kein Wunder, dass eines Tages sogar der Prinz des Landes, Kai, an ihrem Stand auftaucht und ihr eine kaputte Androidin zur Reparatur übergibt. Die beiden verstehen sich trotz der himmelweiten Unterschiede zwischen ihnen auf Anhieb sehr gut. Allerdings weiß Kai nicht, dass Cinder nicht ganz menschlich ist. Nach einem schweren Unfall in ihrer Kindheit wurden ihr diverse Körperteile durch mechanische Prothesen ersetzt und sie ist nun ein Cyborg. Eine Tatsache, die sie gegenüber dem Prinzen auch tunlichst für sich behält. Obwohl sie bisher nicht an der allgemeinen Schwärmerei für den gutaussehenden jungen Thronfolger teilgenommen hat, muss sie sich doch eingestehen, dass sie ihn sympathisch findet und seine Aufmerksamkeit ihr gegenüber ihr irgendwie gefällt.

Doch dann erkrankt eine ihrer beiden Schwestern an der Pest. Und das Land steuert auf eine Katastrophe zu, der schon ewig schwelende Konflikt mit den Lunariern, einem Volk vom Mond, spitzt sich immer weiter zu. Dies bringt auch Prinz Kai in eine sehr unangenehme Situation und alles eskaliert auf dem berühmten Ball!

Cinderella in einer Cyborg-Version? Mein erster Gedanke war: Nein, danke, das mag ich nicht lesen. Aber dann wurde ich von den vielen positiven Stimmen doch neugierig gemacht und wollte mir selbst eine Meinung bilden. Auf den ersten Seiten haben ich mich noch etwas schwergetan mit diesem neuen und erwarteten Setting des bekannten Märchenstoffs. Doch relativ schnell gelang es der Autorin dann doch, mich zu fesseln und in die Geschichte hineinzuziehen. Obwohl viele Elemente des klassischen Cinderella-Stoffs verwendet werden – die Stiefmutter, die beiden Schwestern, Cinders hartes Leben voller Arbeit, etc – gelingt es der Autorin, ihre ganz eigene Geschichte zu spinnen.

Einige Geheimnisse der Story waren für mich schon sehr früh absolut deutlich und offensichtlich, wohingegen die Figuren anscheinend gar nicht auf solche Ideen kommen, aber der Lesefreude hat dies für mich keinen Abbruch getan.
Einzig das Ende hat mich nicht ganz glücklich gemacht, ist es doch relativ offen gehalten. Der zweite Band „Wie Blut so rot“ wird die Rotkäppchen-Sage aufgreifen, aber ich hoffe sehr, dass wir auch mehr über Cinders weitere Geschichte erfahren werden. Möglicherweise müssen wir uns damit aber auch noch gedulden, denn es sind noch ein dritter und vierter Teil angekündigt!

Von mir erhält dieser Auftaktband auf jeden Fall die volle Punktzahl und eine klare Leseempfehlung!
Thema: Himmel über fremdem Land - Elisabeth Büchle
Gronik

Antworten: 5
Hits: 232
RE: Himmel über fremdem Land - Elisabeth Büchle 18.03.2014 14:37 Forum: 19. und 20. Jahrhundert (1801 n. Chr. – 1945 n. Chr.)


Die Niederländerin Tilla van Campen heiratet wenige Jahre vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs den Sohn eines erfolgreiche Berliner Industriellen Joseph von Meindorff. Von Anfang an wirkt die Ehe nicht sonderlich glücklich, die Meindorffs spekulieren auf Tillas Mitgift und sie selber scheint sich auch nicht viel von der Ehe zu erwarten. Immerhin darf sie ihre jüngere Schwester Demy als ihre Gesellschafterin mit nach Berlin nehmen. Das Mädchen ist wenig begeistert, dass es sein Zuhause und die geliebten kleinen Geschwister verlassen soll, aber Tilla lässt nicht mit sich reden und gibt Demy sogar für älter aus als sie ist, damit sie ihm Hause Meindorff eine Stelle erhält. Doch Demy ist eine wohlerzogene Gesellschafterin, sondern ein noch junges und ungestümes Mädchen. Mit dem strengen Familienoberhaupt, dem Rittmeister von Meindorff, gibt es so bald erste Zusammenstöße. Demy schleicht sich aus dem Haus, wann immer sie kann, und erkundet die ihr fremde Stadt Berlin. Schnell findet die sympathische junge Frau Freunde, wobei sie keine Grenze zwischen den verschiedenen Gesellschaftsschichten zieht und sich auch mit einer jungen Frau aus der Arbeiterklasse anfreundet.

Neben Demys Geschichte gibt es noch zwei weitere Handlungsstränge. Einmal die Geschichte von Demys und Tillas Schwester Anki, die als Kindermädchen bei einer reichen adligen Familie in Sankt Petersburg lebt und arbeitet. Während die russische Gesellschaft auf den Abgrund zutaumelt, verbreitet insbesondere der unheimliche Leibarzt der Zarin, Rasputin, Angst und Schrecken bei der jungen niederländischen Frau. Ankis Geschichte wird in diesem Teil allerdings nur angerissen, sie bekommt im zweiten Band der Trilogie viel mehr Raum.

Der dritte Handlungsstrang des ersten Teils beschäftigt sich mit Philippe von Meindorff, einem Ziehsohn des Rittmeisters, der als schwarzes Schaf der Familie gilt. Während sich die anderen Meindorffs in fast allen Fragen vom Familienoberhaupt dirigieren und steuern lassen, geht Philippe seinen eigenen Weg. Er dient in Deutsch-Südwestafrika und verliebt sich dort in eine Schwarze, die er auch heiraten will. Eine skandalöse Vorstellung für die Familie in Berlin, aber Philippe kümmert sich nicht um deren Meinung und folgt seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen.

Insgesamt zeichnet die Autorin mit diesem Auftaktband ein fesselndes Stück deutscher Zeitgeschichte nach. Es gelingt ihr vortrefflich, die Stimmung dieser Jahre vor dem Krieg einzufangen, egal ob nun in Deutschland, Russland oder Afrika.
Mich persönlich haben am meisten die Abschnitte in Berlin gefesselt, ebenso wie die in Russland, wobei diese, wie schon erwähnt, hier noch eher knapp gehalten werden. Nicht ganz so begeistert war ich von dem Handlungsstrang um Philippe in Afrika, aber gerade hier wurden mir sehr viele neue Informationen vermittelt, mit diesem Teil der deutschen (Kolonial)Geschichte habe ich mich bisher eigentlich noch nie beschäftigt.

Den zweiten Teil "Sturmwolken am Horizont" hatte ich schon vorher gelesen, was ich zwar nicht unbedingt empfehlen würde, mir aber dennoch nicht den Spaß am Lesen des ersten Teils genommen hat. Ich hatte durch meine Kenntnis der späteren Ereignisse natürlich eine etwas andere Sicht auf manche Figuren und konnte deren Handlungen besser einordnen als es wohl ansonsten der Fall gewesen wäre. Auf jeden Fall freue ich mich nun schon sehr auf den Abschluss mit "Hoffnung eines neuen Tages", der im März 2014 erscheint.
Thema: Der verbotene Fluss von Susanne Goga
Gronik

Antworten: 46
Hits: 1.895
RE: Der verbotene Fluss von Susanne Goga 18.03.2014 14:34 Forum: 19. und 20. Jahrhundert (1801 n. Chr. – 1945 n. Chr.)


Die junge Charlotte Pauly kehrt im Jahre 1890 Berlin den Rücken und geht als Gouvernante nach England. Sie hat eine Stellung in einem britischen Adelshaus angenommen und ist dort für die Erziehung und den Unterricht der kleinen Emily zuständig. Das Mädchen ist reizend, höflich und wissbegierig, die englische Landschaft gefällt Charlotte sehr. Doch schnell merkt sie, dass über dem Herrenhaus Chalk Hill ein dunkler Schatten liegt. Vor kurzem ist Emilys Mutter, Lady Ellen, ums Leben gekommen. Niemand spricht über sie oder darüber, was vorgefallen ist. Sir Andrew, Emily Vater und Charlottes Arbeitgeber, hat dies strikt untersagt, um seine Tochter nicht weiter aufzuwühlen und mit Erinnerungen zu quälen. Doch Charlotte stellt fest, dass die Vergangenheit dennoch ihre Schatten auf Emilys Leben wirft. Das Mädchen hat düstere Träume und im Haus passieren immer wieder unerklärliche Dinge. Letztlich stimmt Sir Andrew zu, einen Spezialisten aus London kommen zu lassen, der bei der Aufklärung helfen soll.

Parallel zu der Handlung um Charlotte lernt der Leser den Journalisten Thomas Ashdown kennen, der eher durch Zufall in Kontakt mit der "Society for Psychical Research" gekommen ist, eine Gesellschaft, die sich die wissenschaftliche Erforschung von unerklärlichen Phänomenen zum Ziel gesetzt hat. Die Mitglieder dieser Gesellschaft enttarnen Scharlatane, die sich als Medium zu den Toten ausgeben und suchen nach logischen Erklärungen für übersinnlich erscheinende Vorgänge.

Für mich war es das erste Buch der Autorin und es hat mir sehr gut gefallen. Die düster-unheimliche Atmosphäre des englischen Herrenhauses ist ihr sehr gut gelungen, ich fühlte mich wie in einem englischen Gruselroman. Die Figuren sind gut gezeichnet und insbesondere die Protagonistin Charlotte mit ihrer Neugier und ihrer Hingabe für ihren Beruf gefiel mir sehr gut, ebenso aber auch der scharfzüngige, humorvolle Thomas.

Das Ende finde ich ebenfalls gut gemacht, vieles wird aufgeklärt und dennoch bleibt ein kleiner Punkt offen, über den sich rätseln lässt, der für mich aber gut so stehenbleiben kann, nicht immer kann der Mensch schließlich alles rational erklären!
Thema: "WARP - Der Quantenzauberer" von Eoin Colfer (ab 14 J.)
Gronik

Antworten: 3
Hits: 125
18.03.2014 14:33 Forum: Kinder- und Jugendbücher


Chevie Savano ist eine 17jährige FBI-Agentin. Eigentlich dürfte es so etwas gar nicht geben, aber die Behörde hatte Pläne, um Terrorverdächtige an Highschools aufzudecken und so wurde Chevie in ihrem zarten Alter bereits angeworben. Da das Programm aber aufgeflogen ist und ich Einsatz in der USA damit vorerst unmöglich geworden ist, wurde sie nach London strafversetzt. Hier bewacht sie nun schon seit 9 Monaten im Rahmen eines mysteriösen Zeugenschutzprogramms eine geheimnisvolle Metallkapsel. Besonders spannend ist dieser Job nicht und Chevie langweilt sich fürchterlich – bis zu dem Tag, an dem die Kapsel plötzlich zum Leben erwacht und zwei Personen ausspuckt! Nun erst erfährt Chevie, was es mit dem sogenannten WARP-Programm auf sich hat: die Kapsel ermöglicht Zeitreisen und mit ihrer Hilfe werden gefährdete Zeugen in der Vergangenheit versteckt, bis es zum Prozess kommt. Doch nun scheint in der Vergangenheit irgendetwas schiefgegangen zu sein und die Kapsel spuckt den Auftragsmörder Garrick und seinen jungen Gehilfen Riley aus!

Ich habe bisher noch nie etwas von Eoin Colfer gelesen und hatte somit nicht wirklich eine Ahnung, was mich bei diesem Buch erwarten wird. Die rasante Geschichte hat mich dann auch beinahe etwas erschlagen, so viele Wendungen und Details auf gefühlt so wenigen Seiten!

Chevie und Riley müssen sich zusammenraufen, sind dann aber ein klasse Team und aufgrund des Altersunterschiedes zwischen ihnen muss man hier auch keine kitschige Liebesgeschichte befürchten, wie in den meisten Jugendromanen anscheinend unvermeidbar. Die Handlung ist so voller Action und Spannung, egal in welcher Zeit, dass weder die Figuren noch der Leser groß zum Luftholen kommt. Mir war es vor allem gegen Ende fast ein bisschen zu viel des Guten, aber insgesamt wurde ich hier wirklich bestens unterhalten und ich denke, gerade die jugendliche Zielgruppe findet sich in dieser temporeichen Story absolut wieder!

Das Ende ist abgeschlossen, lässt aber auch reichlich Spielraum für die geplanten nächsten Bände, denn es handelt sich um den Auftakt einer Reihe. Bisher gibt es aber noch keine Informationen, wann und wie es weitergehen wird.
Thema: Die Schädeljäger - Christiane Gref / Christiane Schwagmann
Gronik

Antworten: 1
Hits: 317
RE: Die Schädeljäger - Christiane Gref / Christiane Schwagmann 18.03.2014 14:27 Forum: Krimis/Thriller


Weimar, 1805. Auf einer gesellschaftlichen Feier wird eine Leiche aufgefunden – ohne Kopf! Hat dies etwas mit der Vortragsreihe des Dr. Franz Josef Gall und seiner Theorie der Schädellehre zu tun? Kurz darauf wird eine Frau entführt und ihr werden die Augen entfernt! Weitere Todesfälle und Verstümmelungen geschehen, die Angst der Bürger wächst.

Die Polizei in Person des Kriminalinspektors Niemer tappt im Dunkeln. Gemeinsam mit seiner guten Freundin, der im Rollstuhl sitzenden Desdemona, entwickelt er die verschiedensten Ansätze und Theorien, scheint dem Täter aber nicht wirklich näher zu kommen.

Ebenfalls in den Fall verwickelt ist der Weinhändler Adrian Dennfelder, der sich zudem mit seiner lästigen Schwiegermutter sowie mit beruflichen Problemen herumschlagen muss.

Viele verschiedene Handlungsstränge machen den Einstieg ins Buch teilweise etwas holprig. Auch muss der Leser eine Vielzahl an Figuren kennenlernen und einordnen, hier war ich streckenweise leider etwas verwirrt und habe den Überblick über die Personen und ihre Beziehungen untereinander manchmal verloren.

Hinweise auf den Täter gibt es einige, aber entweder sind sie zu versteckt oder so offensichtlich, dass ich sie nicht wahrgenommen habe oder eben nicht glauben konnte.
Außerdem muss ich zugeben, dass ich im klassischen Weimar keine ganz so blutige und grausige Mordserie erwartet habe, hier hat es mich teilweise bei den Beschreibungen wirklich geschüttelt.

Insgesamt hat mir das Debut dieses Autorinnen-Duos aber durchaus gut gefallen und ich würde gerne noch mehr von ihnen lesen!
Thema: Roland Spranger - Elementarschaden
Gronik

Antworten: 3
Hits: 112
RE: Roland Spranger - Elementarschaden 18.03.2014 14:27 Forum: Krimis/Thriller


Thorsten Kulik ist Privatdetektiv. Gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Ralf führt er eine kleine Detektei. Leider scheinen sie sich einen Feind gemacht zu haben, denn immer wieder erhalten sie merkwürdige kleine Drohungen und die Situation spitzt sich immer weiter zu, als der Unbekannte anfängt, ihre Aufträge zu sabotieren und sie immer massiver zu bedrohen!

Gleichzeitig hat Thorsten einen größeren Auftrag. Für eine Versicherungsgesellschaft soll er die Ansprüche von Blitzopfern überprüfen und herausfinden, ob es unter den gemeldeten Fällen vielleicht den einen oder anderen gibt, der seine Beeinträchtigung durch den Blitzeinschlag für die Versicherung nur vorspielt oder schlimmer darstellt als es wirklich ist. Bei diesem Job lernt Thorsten eine ganze Reihe skurriler Gestalten und merkwürdiger Schicksale kennen. Insbesondere Annika hat es ihm angetan, die seit ihrem Blitzunfall keine neuen Erinnerungen mehr speichern kann. Ein tragisches Schicksal, wenn man sich vorstellt, dass man sich die Namen der eigenen Kinder nicht mehr merken kann und sich alles notieren muss.

Dieses zweite Buch von Roland Spranger ist etwas völlig anderes als sein mit dem Glauser-Preis ausgezeichneter Roman „Kriegsgebiete“. „Elementarschaden“ ist vom Tonfall und der ganzen Story her deutlich leichter und lockerer, verzichtet aber nicht auf ernsthafte Untertöne. Wirklich Spaß gemacht haben mir sowohl die verschiedenen, teilweise ziemlich verrückten Gestalten als auch die beiden Ermittler selbst.

Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten und die Vielseitigkeit des Autors gefällt mir sehr gut, ich bin richtig neugierig auf sein nächstes Projekt!
Thema: Brandis, Katja - Vulkanjäger
Gronik

Antworten: 2
Hits: 137
18.03.2014 14:26 Forum: Kinder- und Jugendbücher


Jan ist 16 und lebt bei seiner Mutter. Seinen Vater André hat er in den letzten Jahren nicht allzu oft gesehen, denn dieser ist als Vulkanologe ständig in der ganzen Welt unterwegs und filmt und untersucht Vulkanausbrüche.

Dementsprechend überrascht ist Jan, als André eines Tages anruft und kurz darauf vorbeikommt und ihn einlädt, ihn während der Sommerferien auf seinen Reisen zu begleiten. Jans Mutter stimmt zu, da sie selber berufliche Termine hat und froh ist, wenn Jan während der Ferien nicht allein zuhause rumsitzt. Sie setzt allerdings voraus, das André gut auf Jan aufpassen und ihn nicht in gefährliche Situationen bringen wird.

Zuerst klappt das auch gut, denn ihre erste Station ist Neapel. Dort treffen sie sich mit Andrés Partner Fred und planen von dort aus ihre nächsten Ziele. Jan nutzt die Tage in der italienischen Stadt und lernt ein Mädchen kennen. Er verliebt sich Hals über Kopf in Giulia und auch sie scheint durchaus von ihm angetan zu sein.
Doch bevor mehr passieren kann, geht die Reise nun erst richtig los und sie müssen schon wieder Abschied nehmen.

Für Jan werden die Ferien nun noch aufregender, denn er erlebt den Ausbruch von Vulkanen aus nächster Nähe und sein Vater führt ihn an diese faszinierenden Naturschauspiele heran – näher, als es Jan lieb ist, der bald erkennen muss, dass André die Gefahr regelrecht sucht und erhebliche Risiken einzugehen bereit ist!

Katja Brandis siedelt ihren Abenteuerroman einige Jahre in der Zukunft an, was sich aber nur durch einige technische Spielereien wirklich bemerkbar macht. Insbesondere kann sie sich dadurch aber die Freiheit nehmen, reale Vulkane tatsächlich ausbrechen zu lassen.

Die Figuren blieben mir insgesamt ein bisschen zu blass. Jan wird noch am genauesten dargestellt, aber die anderen bleiben eigentlich alle Randfiguren, von denen mir keine besonders ans Herz wachsen konnte. Auch fand ich, dass einige Geheimnisse und Nebenhandlungen zu sehr aufgebauscht wurden und sich am Ende als relativ unspektakulär herausstellten. Die eigentlichen Protagonisten des Buches sind für mich die Vulkane. Ich habe in diesem Buch viel gelernt, es werden eine Menge Fakten vermittelt, sowohl im Laufe der Handlung selbst als auch durch ein ausführliches Glossar am Ende.

Mich persönlich konnte das Buch nicht komplett überzeugen, ich bin aber sicher, dass diese spannende und unterhaltsame Abenteuergeschichte bei der jugendlichen Zielgruppe sehr gut ankommt!
Thema: Mord in Babelsberg - Susanne Goga
Gronik

Antworten: 14
Hits: 557
18.03.2014 14:26 Forum: Krimis/Thriller


Berlin, 1926. Kommissar Leo Wechsler und seine Kollegen werden zum Fundort eines Mordopfers gerufen. Eine Frau wurde mit einer roten Glasscherbe erstochen und ist verblutet. Als ob der Fall nicht rätselhaft genug wäre, ist Leo auch persönlich betroffen, denn er kannte das Opfer. Mit Marlene Dornow verband ihn vor Jahren eine enge Freundschaft, seit er aber seine Frau Clara kennt, hat er Marlene nicht mehr getroffen. Dennoch ist er schockiert von ihrem Tod, er will die Ermittlungen niemand anderem überlassen und verschweigt seinen Kollegen daher seine frühere Bekanntschaft mit dem Opfer.

Vollends im Dunkeln tappen die Ermittler, als es kurz darauf einen zweiten Toten gibt, der auf die gleiche Weise umgebracht wird. Obwohl sie herausgefunden haben, dass Marlene sich von reichen Männern aushalten ließ, scheint kein Zusammenhang zwischen den beiden Opfern zu bestehen. Leo und seine Kollegen müssen in alle Richtungen ermitteln.
Der Leser erfährt parallel zu den Ermittlungen von einer jungen Frau, die in die Nervenklinik eingeliefert wurde. Dass es eine Verbindung zu den Mordfällen geben muss, ist für den Leser schnell klar, doch wie diese aussieht, enthüllt sich erst gegen Ende und bis dahin ist spannendes Miträtseln angesagt!

Dies ist bereits der vierte Fall der historischen Kriminalroman-Serie um Leo Wechsler. Obwohl ich die Vorgänger nicht kenne, bin ich gut in die Geschichte hineingekommen. Wie immer bei solchen Reihen fehlt einem als Quereinsteiger natürlich etwas Vorwissen über die persönlichen Eigenheiten und Beziehungen der Ermittler, aber auch hier habe ich mich schnell zurechtgefunden. Der Fall ist natürlich in sich abgeschlossen. Nichtsdestotrotz bin ich nun neugierig auf Leos Vorgeschichten und werde diese Lektüre schnellstmöglich nachholen!
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