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Lars Maria Maly: Der Fluch des dunklen Mondes

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Bernard Bernard ist männlich
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Dabei seit: 18.09.2006
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Lars Maria Maly: Der Fluch des dunklen Mondes Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Bibliografische Angaben:
Titel: Der Fluch des dunklen Mondes
Autor: Lars Maria Maly
Textform: Horror-Novelle (+ Essay über den Autor)
Seiten: 135
Verlag: Eloy Edictions (www.eloyed.com)
ISBN: 978-3-938411-19-3

Klappentext:
Seit jeher war die Göttin Lilith als dunkler Mond am Himmel zu sehen, doch als sie eines Tages plötzlich verschwand, stellte die Kirche auch ihre Anbetung unter Strafe. Nur eine Handvoll Menschen setzten sich über das Verbot hinweg und arbeiteten im verborgenen auf die Rückkehr der Göttin hin. Chiron war einer von ihnen - vertrieben aus einem geheimen Tempel machte er sich auf die Suche nach einem Weg, seiner Göttin die Rückkehr an den Himmel zu ermöglichen.
In der Novelle »Der Fluch des dunklen Mondes« schickt der Autor Lars Maria Maly den Leser tief in eine bilderhafte Welt aus Schmerz und Leid, aus Wahn und aus Tod, die von Anfang an unter einem Fluch zu stehen schien...

Inhalt:
Obwohl es sich um eine Horror-Novelle mit einem fantastischen Element handelt (ein dunkel-dämonisches Wesen), wird die Novelle vom Flair einer historischen Erzählung getragen, die ich im 18. Jahrhundert verorten würde. In einem entlegenen Gebiet herrscht ein Graf, der aus zunächst unbekannten Gründen die Anhänger der Mondgöttin Lilith brutal verfolgen lässt ("brutal" trifft hier auch auf die ein oder andere Szene zu). Chiron überlebt einen Überfall gräflicher Schergen, gerät in Gefangenschaft auf einem abgelegenen Schloss und kann Einiges über seine Göttin und auch den Grafen herausfinden, bis die Novelle zu einem eher düsteren Schluss kommt.
Über den Text hinaus bietet das Büchlein ein Gedicht, das stimmungsvoll auf die Geschichte hinführt, sechs ganzseitige Schwarzweiß-Zeichnungen und ein nachgestelltes Essay, in dem Uwe Voehl den Autor Lars Maria Maly vorstellt, der mit dieser Novelle sein Erstlingswerk vorlegt.

Meine Meinung:
Das Buch ist außergewöhnlich liebevoll gestaltet. Jedes der in einer Miniauflage von 111 Stück erschienenen Exemplare ist nummeriert und signiert, Titelbild und Zeichnungen (beide vom Autor der Novelle angefertigt) machen den Band zu einem liebevollen Gesamtkunstwerk.
Die Geschichte bietet trotz der Kürze die ein oder andere überraschende Wendung und wird den Freunden stimmungsvollen Horrors gefallen. Wenn auch mitunter mit der Darstellung von Brutalitäten aufgewartet wird, liegt der Fokus doch auf dem inneren Erleben der Hauptfigur Chiron, dessen Verzweiflung greifbar vermittelt wird. Maly weiß durch eine Sprache zu gefallen, die das Flair eines vergangenen Jahrhunderts gut transportiert.
Neben dem recht hohen Preis von zwölf Euro (bei der kleinen Auflage verständlich) liegt eine Schwäche der Novelle im handwerklichen Bereich. Die Kommasetzung scheint kaum an Regeln gebunden und auch grammatisch hat sich die ein oder andere Unschärfe eingeschlichen. Orthografisch wurde sauberer gearbeitet und vor allem Wortwahl und Sprachmelodie können überzeugen, sie tragen die Geschichte und verraten eine starke, individuelle Stimme dieses Autors.
In der Gesamtbeurteilung ist "Der Fluch des dunklen Mondes" ein Liebhaberstück, an dem ich meine Freude hatte.

Hinweis:
"Der Fluch des dunklen Mondes" ist bei Eloy Edictions erschienen, einem Kleinverlag, was erklären mag, warum ich es bei den gängigen Online-Großhändlern nicht gefunden habe. Daher auch die eingangs genannten bibliografischen Daten. Auf der Verlagshomepage scheint man das Buch noch bestellen zu können.

__________________
www.robertcorvus.net
www.bernardcraw.net


(Unbekannter Autor; )
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