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Freelander - Miljenko Jergovic

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Herr Palomar Herr Palomar ist männlich
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Dabei seit: 18.04.2006
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Freelander - Miljenko Jergovic Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Gebundene Ausgabe: 232 Seiten
Verlag: Schöffling
2010 erschienen
Aus dem Kroatischen von Brigitte Döbert

Kurzbeschreibung:
Freelander nimmt den Leser - wie schon der Roman Buick Rivera - mit auf eine rasante Fahrt. Der pensionierte Gymnasiallehrer für Geschichte Karlo Adum erhält ein Telegramm, das ihn zu einer Testamentseröffnung in seine Geburtsstadt Sarajevo zitiert. Widerwillig und eigens mit einer Pistole bewaffnet, verlässt er Zagreb und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise. Je näher er in seinem treuen alten Volvo dem Ziel seiner Reise kommt, desto mehr Erinnerungen steigen in ihm auf: an seine hübsche, grausame »Mama Cica«, die gern mit deutschen und italienischen Offizieren flirtete; an den verrückt gewordenen Vater; an die von der Ustascha erhängten Kommunisten vor der Kathedrale; an die Fahrt zum Meer in einem Bus mit geistig behinderten Kindern und an seine eigenen Verfehlungen in einer Welt voller nationaler Animositäten. Miljenko Jergovic zeigt sich erneut als Sprachkünstler von fulminanter Erzählfreude. Inspiriert von der Landschaft, durch die die Reise geht, sinniert er mal melancholisch, mal urkomisch über die menschliche Dummheit und den Sinn des Lebens.

Über den Autor:
Miljenko Jergovic wurde 1966 in Sarajevo geboren und lebt jetzt in Zagreb. Er arbeitet als Schriftsteller und politischer Kolumnist und ist einer der großen europäischen Gegenwartsautoren.

Über die Übersetzerin:
Brigitte Döbert, geboren 1959, lebt in Köln. Sie übersetzt aus dem Englischen, Bosnischen, Kroatischen und Serbischen, neben dem Werk von Miljenko Jergovic unter anderem Dzevad Karahasan, Igor Marojevic, Biljana Srbljanovic und Dragan Velikic.

Meine Meinung
Der pensionierte Lehrer Karlo Adum unternimmt eine Reise durch den Balkan von Zagreb nach Sarajevo. Er erwatet eine geafhrvolle Reise, besorgt sich sogar dafür eine Waffe. Während der Fahrt gehen ihm viele Erinnerungen durch den Kopf, zum Beispiel an seine frühe Kindheit und seine Mutter. Das Erleben von aktuellen Geschehnissen und noch einmal durchleben der Erinnerungen machen den Stil des Romans aus, der nicht gerade bequem ist.
Einige Szenen sind sogar verstörend, zum Beispiel die Eskapaden von Karlos extrovertierter und exzentrischer Mutter und die mit dem gefangenen Bären, der von seinem grausamen Besitzer gequält ist, zugleich erinnert das an Geschehnisse im Krieg, die hier eine Fortsetzung erleben.

Es gibt auch leise humorvolle Passagen, doch überwiegend bleibt ein Gefühl der Bitterkeit, des Verdrängten der alten und neueren Kriegszeiten und sogar Fatalismus.
Ein Fatalismus, den der Autor sicherlich nicht teilt, die unterdrückte Wut seines Protagonisten spricht seine eigene Sprache.

Miljenko Jergovic erzeugt literarisch eine Bildersprache von Filmemacher wie Theodoros Angelopoulos oder Aki Kaurismäkis. Freelander ist also nicht ganz unanstrengend, jedoch beeindruckt das Ergebnis. Miljenko Jergovic ist sicher ein Autor, dessen Bücher man zukünftig im Auge behalten sollte.

__________________
Den Windmühlen nach, die falsche Wege weisen

Freelander
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Weitere Rezensionen zu Büchern dieses Autors (insgesamt 2):
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  • Buick Rivera: Roman
  • Buchbewertung:
    0 Punkte, 0 Stimmen
    13.07.2010 21:34 Herr Palomar ist offline E-Mail an Herr Palomar senden Beiträge von Herr Palomar suchen Nehmen Sie Herr Palomar in Ihre Freundesliste auf
    Rika- Rika- ist weiblich
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    Dabei seit: 17.02.2011
    Beiträge: 137

    Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

    Hmpf. Ich bin jetzt auf Seite 79 (von 231) und breche das Buch hier ab. Mir geht das alles zu sehr durcheinander, ist ja ein einziges Assoziationswirrwar.
    Und sooo gut kenn ich mich in der Geschichte des Balkans seit dem 2. Weltkrieg nun auch nicht aus, dass ich jede Andeutung verstehe, leider.

    Das Buch wurde ja wohlwollend besprochen, u. a. bei den "Vorlesern" im ZDF – aber so richtig versteh ich nicht, weshalb …

    unglücklich

    __________________
    Gruß
    Rika-
    09.03.2011 12:22 Rika- ist offline E-Mail an Rika- senden Beiträge von Rika- suchen Nehmen Sie Rika- in Ihre Freundesliste auf
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