|
 |
Mein Name sei Gantenbein von Max Frisch |
Babyjane
Forum-Halbgott
    

Dabei seit: 23.01.2004
Beiträge: 10.747
 |
|
| Mein Name sei Gantenbein von Max Frisch |
 |
Kurzbeschreibung
Max Frisch hat in seinem dritten großen Roman Mein Name sei Gantenbein (1964) sein zentrales Thema, das Problem der Identität, die Spannung des Ichs zum anderen, nicht verlassen. Radikaler erfaßt, entfaltet es sich heiterer, reicher als bisher. Der Komplexität des Themas entspricht die Form. Der Roman spiegelt die Verschiebung von Realität und Phantasie im Bannkreis einer Situation, die die erprobte Rolle eines Menschen in Frage stellt, sein Ich freilegt. Die Geschichten des Buches sind nicht Geschichten im üblichen Sinn, es sind Geschichten wie Kleider, die man probiert. Es sind Rollen, Lebensrollen, Lebensmuster, die die Wirklichkeit erraten haben.
Autorenportrait
Max Frisch, am 15. Mai 1911 in Zürich geboren, starb dort am 4. April 1991. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet.
Meine Meinung:
Puhuhu... endlich fertig.
Ich hab mich gegen Ende wirklich nur noch zum Weiterlesen gezwungen, wenn die Handlung auch durchaus leicht zu verstehen war, fehlte es mir zum Ende hin immer wieder am Verständnis, WER da wirklich handelt, Gantenbein? Enderlin? Svoboda? Baucis? Mir zu intellektuell und vergeistigt, wenn ich die ausgefeilte Sprache auch durchaus genossen habe, war das Buch eine absolut anstrengende Lektüre!
http://www.buechereule.de/wbb2/board.php?boardid=548
__________________ We can't all be princesses,
someone has to clap when I walk by.
|
|
30.03.2008 03:07 |
|
|
Morgaine

Lebende Forenlegende


Dabei seit: 07.01.2005
Beiträge: 2.741
 |
|
Mir hat das Buch im Großen und Ganzen ganz gut gefallen.
Mich hat vor allem die Thematik angesprochen und am liebsten habe ich die Stellen über den "blinden" Gantenbein gelesen.
Schade finde ich, dass der Leser bis zum Ende verwirrt bleibt, denn eine Auflösung des Ganzen gibt es nicht.
Das Buch lässt sich besser lesen, wenn man es am Stück liest. Wenn man zu große Pausen macht, wird es umso verwirrender, das war so meine Erfahrung.
__________________ Morgaine
2013 Start-SUB: 153 - momentaner SUB: 164 | -22/+33
|
|
14.04.2008 14:24 |
|
|
Sega
Mitglied
 
Dabei seit: 22.04.2009
Beiträge: 35
 |
|
Sprachlich ein schon recht schönes Buch, aber von der Handlung her eintönig. In den meisten Episoden geht es um eine Dreiecks-Beziehung, in der sich die jeweilige Figur entscheiden muss, wie sie sich verhalten will- und es wird auf Dauer immer langweiliger, wenn das Thema zum xten Male durchgekaut wird. Nichts für mich.
|
|
06.05.2009 22:49 |
|
|
Rosha

Kaiser

Dabei seit: 01.04.2011
Beiträge: 1.364
 |
|
Die Prämisse dieses Romans lautet: Wer bin ich? Es geht Max Frisch um Identitätsfindung, um die Überlegung, was sein könnte, wenn... Sehr zutreffend in folgendem Satz formuliert:
„…manchmal handle ich bloß, weil die Unterlassung, genauso möglich, auch nichts daran ändert, daß die Zeit vergeht, daß ich älter werde…“
Ich habe mir viele Stellen markiert, die mir sprachlich sehr gut gefallen haben. Auch tauchen immer wieder sehr schöne Gedankensplitter auf, für die sich die Lektüre gelohnt hat.
Insgesamt muss ich jedoch sagen, dass mir das Buch nicht gefallen hat. Es macht auf mich den Eindruck, als habe Frisch seine Gedankensammlung ohne weitere Bearbeitung in Druck gegeben. Die Gesamtwirkung ist fragmentarisch, ungeschliffen. Frisch wechselt ungerührt zwischen den Identitäten, mischt die Perspektiven und es ist (trotz sorgfältigen Lesens) nicht immer eindeutig, wer nun gerade die handelnde Person ist. Den Lesekomfort seiner Buchkäufer hatte der Autor jedenfalls nicht im Fokus.
Ich glaube, Frisch konnte sich diese schriftstellerische „Extravaganz“ nur erlauben, weil er sich in der Literaturszene bereits einen Namen gemacht hatte. Ein Newbie hätte vermutlich sehr viel Rotstift vom Lektor geerntet.
Im Gegensatz zu „Homo faber“, das sich auch hervorragend als Lektüre für Jugendliche eignet, würde ich den Gantenbein nur für geübte Vielleser und Hardcore-Fans von Max Frisch empfehlen.
Zum Thema „Wer ist man wirklich?“ hat mir persönlich „Die Identität“ von Milan Kundera weitaus besser gefallen.
__________________
Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. Franz Kafka
|
|
06.05.2012 18:34 |
|
|
|
|
|
 |
Impressum
|