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V. K. Ludewig - Ashby House |
Nessi87

Routinier
 
Dabei seit: 22.09.2011
Beiträge: 435
Herkunft: Wetteraukreis
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| V. K. Ludewig - Ashby House |
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Klappentext:
An einem frostigen Januartag erwartet Ashby House friedlich seine neue Besitzerin, die weltberühmte Fotografin Lucille Shalott. Lucille reist in Begleitung ihrer Schwester Laura an, mit der sie in abgrundtiefem Hass verbunden ist. Kaum angekommen, ist Lucille plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Laura, von Lucilles Verschwinden unangenehm berührt, macht sich mit Butler Steerpike auf die Suche nach ihr. Als sie in den verbotenen zweiten Stock mit dem legendären Turmzimmer vordringen, erwacht Ashby House schlagartig zu eigenem Leben und geht zum Gegenangriff über …
Meine Meinung:
“Ashby House” ist sowohl ein Mystery-Grusel-Roman als auch eine Familiengeschiche mit vielen Geheimnissen. So kommen hier ziemlich viele Leser auf ihre Kosten!
Nach einem kurzen Prolog, der einen wunderbaren Einstieg in die Geschichte darstellt, ist man auch schon mitten im Geschehen. Der Autor verzichtet auf lange Erklärungen und Darstellung der Charaktere. Für mich ist dies ein positiver Punkt, weil sich sofort eine gewisse Spannung aufbaut, die durchgängig vorhanden ist. Lediglich in der Mitte gibt es nach meiner Auffassung ein paar Dialoge zu viel und zu wenig Handlung, was sich dann auf den letzten 100 Seiten wieder gibt.
Die Charaktere der beiden Schwestern dominieren das Geschehen, da sie sehr stark und speziell sind. Man kann Lucilles Verbissenheit nachvollziehen und auch Lauras Motive werden nach wenigen Seiten klar.
Aber nicht nur die Protagonistinnen, sondern auch die Nebencharaktere halten einige Überraschungen bereit. Jeder Charakter für sich ist vielschichtig und hat mindestens ein Geheimnis, welches es im Laufe der Geschichte zu lüften gilt.
Leider habe ich aber auch einen negativen Punkt zu benennen. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, habe ich eine sehr gruselige Geschichte mit vielen übernatürlichen Vorfällen erwartet. Leider treten diese Vorfälle für meinen Geschmack ein bisschen zu spät in Erscheinung und darüber hinaus auch zu selten. Es gibt einige gruselige Stellen, die eine leichte Gänsehaut verursachen, aber die Stellen, wo man sich am liebsten die Bettdecke über den Kopf ziehen möchte, bleiben aus.
Das Ende war dann sehr abstrakt und ich weiß noch nicht genau, ob ich es gut oder schlecht finden soll. Leider kann ich dazu nichts sagen ohne zu spoilern, deswegen muss das wohl jeder Leser für sich heraus finden. Im Moment tendiere ich aber zu “es ist ok”.
Die Spannungskurve, die Charaktere und die Geheimnisse rund um Ashby House haben mich aber insgesamt überzeugen können, daher kann ich das Buch jedem empfehlen, der über einen gewissen Grad an Fantasie verfügt und eine spannende Geschichte lesen möchte die in England spielt.
Bewertung: 4/5
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17.04.2012 08:03 |
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JaneDoe

Super Moderator
    

Dabei seit: 14.12.2006
Beiträge: 6.709
Herkunft: NRW
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Dtv 2012, 316 S.
Über den Inhalt:
An einem frostigen Januartag erwartet Ashby House friedlich seine neue Besitzerin, die weltberühmte Fotografin Lucille Shalott. Lucille reist in Begleitung ihrer Schwester Laura an, mit der sie in abgrundtiefem Hass verbunden ist. Kaum angekommen, ist Lucille plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Laura, von Lucilles Verschwinden unangenehm berührt, macht sich mit Butler Steerpike auf die Suche nach ihr. Als sie in den verbotenen zweiten Stock mit dem legendären Turmzimmer vordringen, erwacht Ashby House schlagartig zu eigenem Leben und geht zum Gegenangriff über ...
Über den Autor:
V. K. Ludewig betätigte sich nach seinem Anglistikstudium u.a. als Plattenproduzent, Ghostwriter, Redakteur, Fernseh- und Buchautor. 2000 erschien sein Ratgeber „Nur nicht aus Liebe weinen. Frust und Freuden schwuler Beziehungen“, der zu einem Klassiker der schwulen Selbsthilfeliteratur wurde. „Ashby House“ ist sein Debüt als Romanautor.
Meine Meinung:
„Im Turmzimmer waren schon immer Menschen verschwunden“.
Schon der erste Satz klingt vielversprechend und verstärkte meine Erwartungen an die Geschichte, in der ein altes Spukhaus die Hauptrolle spielt.
Nach einem Unfall ist die weltberühmte amerikanische Fotografin Lucille Shalott an den Rollstuhl gefesselt und zieht zusammen mit ihrer Schwester Laura in das englische Herrenhaus Ashby House. Seltsame Dinge geschehen dort und eines Tages ist Lucille spurlos verschwunden, nur ihr zertrümmerter Rollstuhl bleibt zurück.
Am Anfang hatte ich das Gefühl, im 19. Jahrhundert gelandet zu sein. Die Zimmer in Ashby House werden mit Kaminen beheizt, Kerzen erzeugen Licht, der Butler serviert Tee. Doch dann funktionieren plötzlich auch Strom und Telefon und langsam wird deutlich, dass der Roman in der Gegenwart spielt. Endgültig geraubt wird die Illusion, man befände sich in der Vergangenheit, durch die häufige Erwähnung bekannter Markennamen und der Riege der amtierenden amerikanischen Hollywoodgrößen.
Die Geschichte wird hauptsächlich aus Lauras Perspektive erzählt. Trotz des frühen Verschwindens Ihrer Schwester Lucille erfahren wir einiges über die Hassliebe, die die beiden verbindet und über Lucilles tatsächliche Gründe, Ashby House zu kaufen. Bei der Suche nach ihr wird Laura tatkräftig unterstützt von Butler Steerpike, einem Mann mit vielen Talenten. Haupt- und Nebenfiguren haben mir gut gefallen, jede der Personen trägt ihr eigenes Geheimnis mit sich herum, das manchmal freiwillig, manchmal unfreiwillig gelüftet wird.
Dem Haus scheint nicht zu gefallen, dass jemand seinem Geheimnis auf die Spur zu kommen trachtet und es wehrt sich nach Kräften, sprich nach guter alter englischer Spukmanier. Es gibt einige nette Gruselszenen der eher harmlosen Art, dazu wird die Geschichte gewürzt mit einer Liebesromanze, spritzigen Dialogen, ein paar ungewöhnlichen erotischen Szenen und einigen Anspielungen auf die großen Werke der Horrorliteratur. So um die Mitte herum verfängt sich die Handlung etwas in albernen Szenen, und dann hatte ich das Gefühl, dass die Verknüpfung von altem englischen Spukhaus und modernem Hollywoodleben nicht richtig funktioniert. Die Geschichte fängt sich aber wieder, das Ende macht ihr alle Ehre, ich hatte meinen Spaß an der zwar aberwitzigen, aber im ganzen doch plausiblen Auflösung.
Insgesamt ist das Buch amüsant zu lesen und weniger gruselig, als ich erwartet hatte. Dafür ist die Geschichte mit viel Humor, der gelegentlich zwar bitterböse, aber immer mit einem Augenzwinkern daherkommt, einer guten Portion Ironie und mit lebendigen, interessanten Charakteren ausgestattet.
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Daniel Wolf - Das Salz der Erde
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13.06.2012 19:44 |
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