Wolfgang Herrndorf - Tschick      |
Waldmeisterin

Kaiser

Dabei seit: 02.10.2009
Beiträge: 1.167
Herkunft: Ba-Wü
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So, ich bin durch und fands super! Mein Lieblingsdialog auf Seite 96/97 treibt mir jetzt noch Lachtränen in die Augen
Ich fand es schön, wie die beiden trotz anfänglicher Abneigung sich näher gekommen sind und ihre Freundschaft auch nicht verraten haben!
__________________ Liebe Grüße
Waldmeisterin
Every day I give my family two choices for dinner: take it or leave it!
Nulla unda tam profunda quam vis amoris furibunda
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08.03.2012 13:50 |
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Syyskuu
Foren As
   
Dabei seit: 11.09.2008
Beiträge: 92
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ich habe das auch erst jetzt mit der aktuellen taschenbuchausgabe auf's auge gedrückt bekommen, aufmerksamer buchhändlerin sei dank
in einem rutsch bis seite 94 durchgelesen und mich prächtig unterhalten. hat richtig spass gemacht.
irgendwie klingt es mir ein wenig nach dem, was junge, ambitionierte, deutsche autoren-filmer gerne in's kino bringen würden. aber egal.
das buch hat charme.
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18.03.2012 00:47 |
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Charlotte

Haudegen
  
Dabei seit: 26.11.2004
Beiträge: 667
Herkunft: NRW
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Ich würde den Roman jetzt zwar nicht als mein persönliches Highlight des Jahres einordnen, aber ich hatte unheimlich Spaß dabei, es zu lesen.
Die Dialoge der beiden waren wirklich witzig, die Begegnungen mit anderen Menschen gaben Raum über eigene Vorurteile nachzudenken, z. B. die Geschichte der beige-gekleideten Rentner.
Was mir nicht so sehr gefallen hat, war, dass man über Tschick so wenig erfahren hat. Und die Vorgeschichte von Isa hätte mich auch sehr interessiert.
Ein paar Seiten mehr hätte ich mir bei diesem Buch gewünscht.
Trotzdem sehr empfehlenswert.
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Besessen von Antonia S. Byatt seit 04.05.12
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20.03.2012 19:30 |
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Kalinka
Tripel-As

Dabei seit: 13.01.2011
Beiträge: 241
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| Zitat: |
Original von Charlotte
Ich würde den Roman jetzt zwar nicht als mein persönliches Highlight des Jahres einordnen, aber ich hatte unheimlich Spaß dabei, es zu lesen.
Die Dialoge der beiden waren wirklich witzig, die Begegnungen mit anderen Menschen gaben Raum über eigene Vorurteile nachzudenken, z. B. die Geschichte der beige-gekleideten Rentner.
Was mir nicht so sehr gefallen hat, war, dass man über Tschick so wenig erfahren hat. Und die Vorgeschichte von Isa hätte mich auch sehr interessiert.
Ein paar Seiten mehr hätte ich mir bei diesem Buch gewünscht.
Trotzdem sehr empfehlenswert. |
Genau so empfand ich das Buch auch. ich würde es auch auf jeden Fall weiterempfehlen als kurzweilig und unterhaltsam.
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21.03.2012 09:14 |
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solea unregistriert
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Gerade durchgelesen und für hervorragend befunden. Schon beeindruckend, wie treffend dieser über 40-jährige Autor das Denken und den Duktus einer Generation nachzeichnet, der ich mich im Groben auch noch hinzuzähle. Als 14-Jähriger war ich genauso ein Trottel wie Maik und einige der Schulszenen habe ich fast genauso in Erinnerung wie der Erzähler.
Ganz groß fand ich Tschicks Aufsatz über Herrn K. und den CIA. Überhaupt die vielen Anspielungen: Precht mit Brecht verwechseln, "Alte Meister" von Bernhard; so muss es sein.
Es schmerzt, dass sich Herrndorf selbst nur noch wenige Monate zum Leben gibt.
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24.03.2012 23:01 |
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snep

Routinier
 

Dabei seit: 26.04.2011
Beiträge: 380
Herkunft: OZ
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"Alter Finne"
Super Buch, sehr schön geschrieben, schade das es so kurz war
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01.07.2012 11:51 |
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Lucy1987

Lebende Forenlegende


Dabei seit: 22.07.2007
Beiträge: 1.644
Herkunft: Münsterland
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Nunja, das scheint mal wieder ein Buch zu sein, an das ich mit zu übersteigerten Erwartungen heranging, denn ich muss leider sagen, ich bin etwas enttäuscht, und zwar so enttäuscht, dass ich es gerade bei Booklooker zum Verkauf angeboten habe. Das mache ich meist mit Büchern, die ich entweder abbreche oder die mir einfach nicht gefielen. Und das war bei diesem der Fall. Ich finde diese Geschichte enorm überbewertet, habe hin und wieder zwar über die ein oder anderen Dialoge schmunzeln müssen aber im großen und ganzen war es nichts überragendes. Was mich aber am meisten nervte war der Schreibstil.
Ich war darauf vorbereitet, dass es ein gewöhnungsbedürftiger Stil sei, aber die Sätze waren zeitweise einfach nur merkwürdig, es wirkte einfach so mal eben dahingeschrieben. Es mag sein, dass es vielleicht vom Autor so gewünscht ist, dann ist das wohl genau die Tatsache, die mich als Leser abgeschreckt hat. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich mir wirklich mehr von der Idee erwartet. Wahrscheinlich hat es aber auch daran gelegen, dass mich die Jugendsprache ziemlich genervt hat und das eben ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte war. Zudem fand ich einiges sehr klischeebehaftet, das waren zumindest Gedanken, die ich während des Lesens im Kopf hatte. Im Gesamtbild gesehen bin ich der Meinung, dass dieses Buch tatsächlich hauptsächlich an Jugendliche gerichtet ist, insbesondere die unerfüllte Liebe, das Zettelchen schreiben, die Lehrergeschichten.. Alles irgendwie.. langweilig und zäh erzählt.
__________________ Liebe Grüße,
Lucy
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lucy1987: 16.07.2012 00:15.
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16.07.2012 00:13 |
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Beatrix

Lebende Forenlegende


Dabei seit: 16.06.2004
Beiträge: 2.810
Herkunft: Calgary, Canada
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Ich hab das Buch im Rahmen unseres deutschen Lesekreises hier gelesen. Das ist immer wieder eine gute Gelegenheit auch mal etwas ausserhalb der gewohnten Genres zu lesen. Die Vorschlaege kommen aus allen moeglichen Richtungen. Entsprechend sind unsere Diskussionen zwar immer sehr anregend, aber wir sind selten einer Meinung was das Lesevergnuegen betrifft. So war es diesmal eine richtige Ueberraschung und das erste Mal, dass wirklich jeder das Buch richtig gut fand!
Dabei fing es fuer mich gar nicht wirklich so vielversprechend an. Hatte da aehnliche Gedanken ueber den Schreibstil wie Lucy:
| Zitat: |
Original von Lucy1987
Wahrscheinlich hat es aber auch daran gelegen, dass mich die Jugendsprache ziemlich genervt hat und das eben ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte war.
[...]
insbesondere die unerfüllte Liebe, das Zettelchen schreiben, die Lehrergeschichten.. Alles irgendwie.. langweilig und zäh erzählt. |
All diese popligen Teenagerprobleme interessierten mich nicht wirklich und die Jugendsprache war fuer mich zu Beginn fast unertraeglich. Doch an die Sprache gewoehnte ich mich dann schneller als gedacht. Und die Geschichte entwickelte sich schnell weg vom jugendlichen Alltag und wurde nicht nur abenteuerlicher sondern gewann auch deutlich an Tiefgang.
Das liegt nicht zuletzt an den alles andere als eindimensionalen Figuren. Maiks Eltern haetten leicht zu Klischeefiguren werden koennen, Schuld an der "Wohlstandsverwahrlosung" (tolles Wort!) ihres Sohnes. Doch gerade die alkoholkranke Mutter zeigt auch durchaus Herz und bekommt von mir auch viel Verstaendnis und nicht nur Vorwuerfe. Die Menschen, die Maik und Tschick auf ihrer Reise kennenlernen, sind ebenfalls voller Ueberraschungen - ungewoehnlich doch gleichzeitig sehr realistisch ausgearbeitet.
Ja es stimmt, ich haette auch gerne mehr ueber Isa erfahren. Aber ist es nicht auch das mysterioese an ihr, dass Maik so anziehend findet?
Ich denke es ist kein Zufall und nicht nur wegen der geringen Seitenzahl so offen geblieben. Auch zum Ende hin bleiben einfach alle Moeglichkeiten offen. Und das ist ja auch eine der Lehren, die die beiden Jungs aus dieser Fahrt gezogen haben: das Leben kann ihnen Moeglichkeiten bieten, von denen sie bisher nichtmal traeumen konnten. Sie koennen ihr Leben selbst bestimmen - und fuer ihre Entscheidungen auch die Verantwortung uebernehmen. Es ist an ihnen sie zu entdecken.
Das Ende braucht kein Friede-Freude-Eierkuchen Glueck, ganz im Gegenteil, es sind durchaus reelle und ernste Komplikationen entstanden. Doch gleichzeitig bin ich als Leser genauso positiv gestimmt wie die Protagonisten der Geschichte.
__________________ Gruss aus Calgary, Canada
Beatrix
"Well behaved women rarely make history" -- Laura Thatcher Ulrich
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31.10.2012 04:35 |
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arter
Kaiser

Dabei seit: 10.01.2008
Beiträge: 1.209
Herkunft: Berlin
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Ist mir kürzlich in die Hände gefallen und habe es recht schnell gelesen.
Meine Meinung: "Tschik" ist ein herzenswarmes Roadmovie mit vielen schrägen Typen und Begebenheiten, einer einzigartigen Rasanz und einer ganz sympathisch schwermütigen Komik. Herrndorf bedient sich der Jugendsprache, um Nähe zu dem Ich-erzählenden Maik herzustellen. Das hat in diesem Falle für mich ausgesprochen gut hingehauen, weil viele der augenzwinkernden Anspielungen nur so funktionieren.
Die überraschende Aussage des Buches ist für mich, dass es da draußen viel mehr Menschlichkeit gibt, als einem gemeinhin weisgemacht wird. Es sind doch oft nur dumme Vorurteile, die uns verächtlich über Andere denken und reden lässt. Maik und Tschick erfahren das auf ihrer Chaostour allenthalben. Ein Buch das ich sehr gern gelesen habe und das von mir 9 Punkte erhält.
__________________ "Aber ich möchte noch einmal betonen, dass ich persönlich glaube, dass 'Normal' nur eine Einstellung an der Waschmaschine ist" - Jacob Hunt in "In den Augen der Anderen" von Jodi Picoult
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18.11.2012 13:47 |
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aleXi.s

Mitglied
 

Dabei seit: 28.01.2013
Beiträge: 43
Herkunft: HH
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| RE: Wolfgang Herrndorf - Tschick |
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Eines der überbewertesten Bücher, die ich je gelesen habe. Die Presse, die Kritiker überschlagen sich ja mit Lobeshymnen. Vorweg: Ich finde das Buch ok bis gut, aber mehr auch nicht. Ich bin durchs Stöbern in der Buchhandlung drauf gestossen, weil mich der Klappentext neugierig gemacht hat. Lange vor diesem Hype, der um dieses Buch gemacht wird. Dann stand es lange im Regal, weil ich anderen Büchern den Vorzug gegeben habe. Seit ein paar Monaten nun dieser Hype um das Buch und ich habe vor ein paar Tagen damit begonnen. Es lässt sich gut lesen und bei nur 246 Seiten war ich auch schnell durch damit. Ist ein nettes Roadmovie, die Erlebnisse der beiden Jungs auf ihrer Tour durch Deutschland sind interessant, aber wirklich vom Hocker reisst es auch nicht. Im Buch, bevor der Roman beginnt, sind alleine zwei Seiten Lobeshymnen/Rezensionen auf das Buch zu lesen, das hatte ich bisher bei einem Buch auch noch nicht und empfand ich eher als störend. Aber gut, kann man ja drüber hinwegblättern. In vielen Kritiken heisst es, dass dies ein Buch ist, dass man jeglichen Alters lesen kann, mit 14, 54, 94. Das glaube ich persönlich eher nicht. Es war okay zu lesen, aber über die Erlebnisse pubertierender 14-jähriger, über Zettelchen, die in der Schulstunde heimlich hin- u. herwandern, über das Desaster nicht zu einer hippen Geburtstagsfete eingeladen zu werden, über unglückliches Verknalltsein in Klassenzicken, darüber bin ich irgendwie hinaus und kann mir nicht vorstellen, dieses Buch später noch einmal zu lesen. Was das Thema Pubertät, Heranwachsen, junge Erwachsene betrifft, gibt es dann auch weitaus bessere Bücher, so z. B. Die besten zehn Sekunden meines Lebens von Roger Schmelzer. Das war sehr lesenswert. Tschick ist nicht grottig, aber nur Mittelmaß. Trauriges am Rande: Der Autor von Tschick, Wolfgang Herrndorf (Jahrgang '65), liegt mittlerweile im Sterben. Im Jahre 2010 wurde bei ihm Krebs diagnostiziert mit einer Lebenserwartung von noch 17 Monaten. Wolfgang Herrndorf führt seitdem ein digitales Tagebuch im Internet, dort ist seit einigen Tagen aber auch nichts mehr geschrieben worden. Als er Tschick geschrieben hat, wusste er bereits von seinem Schicksal.
Das Buch bekommt von mir 5 Punkte.
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2013: 9 Bücher - 4.645 Seiten - € 121,04
aktuell: Nele Neuhaus - Tiefe Wunden
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von aleXi.s: 25.02.2013 10:53.
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25.02.2013 10:52 |
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