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Blackout - Marc Elsberg 1 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,00

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Monina83 Monina83 ist weiblich
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Blackout Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Gestaltung:

Das Cover gefällt mir total gut. Es ist zwar schlicht, aber passt sehr gut zum Inhalt und macht auch richtig neugierig auf dieses Buch.

Story:

Klappentext:
„An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, die Behörden zu warnen – erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, tauchen in Manzanos Computer dubiose E-Mails auf, die den Verdacht auf ihn selbst lenken. Er ist ins Visier eines Gegners geraten, der ebenso raffiniert wie gnadenlos ist. Unterdessen liegt ganz Europa im Dunkeln, und der Kampf ums Überleben beginnt …“

In den meisten Teilen Europas fällt plötzlich der Strom aus und die Suche nach den Ursachen beginnt. Während sich an verschiedenen Stellen die Ereignisse zuspitzen, versuchen die Menschen in den Ländern das Beste aus ihrer Situation zu machen.

Was anfangs noch kein Problem darstellt, wird schnell zur Bewährungsprobe. Denn ohne Strom gibt es auch keine Wasserversorgung, man kommt nicht mehr an Geld und die Supermärkte werden nicht mehr beliefert. Der Treibstoff kann nicht mehr von den Zapfsäulen hochgepumpt werden und da es Winter ist, gibt es auch keine funktionierende Heizung mehr. Je länger der Stromausfall dauert, desto schlimmer wird die Situation und plötzlich geht es für alle ums nackte Überleben.

Während die Menschen um ihre Existenz kämpfen, arbeiten an den verschiedensten Stellen Leute zusammen, um die Situation zu deeskalieren und die Schäden zu beheben. Schnell fallen dabei einem italienischen Hacker Ungereimtheiten bei den Stromzählern auf und er glaubt, dass ein Terroranschlag dahintersteckt. Doch leider sind die meisten viel zu beschäftigt, um einem einzelnen Mann zuzuhören. Als Piero Manzano schließlich doch Gehör findet, hat sich die Situation bereits verschlechtert und er gerät selber unter Verdacht. Obwohl er schließlich fliehen muss, kämpft er weiter für seine Theorie mit dem Terroranschlag und findet bald Verbündete. Oder ist alles doch ganz anders, als sie denken? Wer steckt hinter dieser Attacke? Und was ist das Ziel dahinter? Wie kann man die Situation entschärfen und wie bekommt man den Strom zurück? Nur wenn alle zusammenarbeiten, kann das Schlimmste verhindert werden? Oder war dieser Stromausfall erst der Anfang vom Ende?

Charaktere:

Die Charaktere in diesem Buch haben mich wirklich vollkommen überzeugt. Jeder einzelne bringt seine eigene Geschichte mit und handelt so, wie es jeder von uns auch tun würde: Der Europol-Mitarbeiter Francois Bollard denkt zuerst an seine Familie, bringt seine Schwiegereltern, seine Frau und seine Kinder in Sicherheit und schaut, dass diese gut versorgt sind. Erst dann kann er sich auf seine Arbeit konzentrieren. Dabei achtet er nicht nur auf Fakten, sondern vertraut häufig auch auf sein Bauchgefühl und geht Spuren nach, die eher unwahrscheinlich zu sein scheinen.

Seine Frau muss schon bald erkennen, dass es, wenn es ums überleben geht, bald nicht mehr wichtig ist, wessen Frau man ist. Denn wenn die Nahrungsmittel und das Geld knapp werden, zählt die Stellung ihres Mannes überhaupt nichts mehr und sie muss genau wie alle anderen um Lebensmittel kämpfen.

Piero Manzano, der italienische Hacker, der die Manipulation der Stromzähler als erster entdeckt, versucht zunächst sich an die nächste Stelle zu wenden und dort seine Beobachtungen zu melden. Dabei findet er leider kein Gehör. Er bleibt jedoch an der Sache dran und versucht alles, um herauszufinden, wer hinter der Sache steckt und demjenigen das Handwerk zu legen. Doch dabei kommt er den Verursachern in die Quere und diesen sind alle Mittel recht, damit ihre Pläne nicht gefährdet werden. Schon bald heißt es für Piero Manzano nicht nur ums tägliche überleben zu kämpfen, sondern sich auch vor seinen mächtigen Gegnern und der Polizei zu verstecken, die ihn alle aus dem Weg haben wollen.

Dann gibt es die Reporterin Shannon, die endlich ihre große Chance wittert, um Karriere zu machen und dafür alles auf eine Karte setzt und jeder noch so kleinen Spur folgt. Dabei spürt sie Manzano auf, der ihr eine Story liefern kann. Schnell heftet sie sich an seine Fersen und versucht, herauszufinden, was er weiß und was die Regierung versucht geheimzuhalten.

Ich war wirklich fasziniert von den einzelnen Personen und wollte, immer wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Dabei fieberte ich mit jedem mit und fragte mich, wie es am Ende für die Einzelnen ausgehen würde.

Schreibstil:

Das Buch besteht zum einen aus Teilen, in denen viele technische Details erläutert werden und die Probleme der einzelnen Stellen z.B. der Kraftwerke aufgezeigt werden. Diese Abschnitte sind trotz aller Technik trotzdem verständlich und man erfährt auf einfache Weise, wie Strom erzeugt wird und welche Stellen alle daran mitwirken und beteiligt sind. Es war durchaus interessant, doch ich muss auch sagen, dass dieses Buch nicht einfach nebenbei vor dem Fernseher gelesen werden kann, da man sich beim Lesen doch konzentrieren muss, um alles zu verstehen.

Besser gefielen mir die Abschnitte über die menschlichen Schicksale. Immer wieder erfährt man Neuigkeiten zu den einzelnen Personen. Alle haben ihr persönliches Schicksal, ihre Aufgabe in diesem Buch, die sich nach und nach miteinander verknüpfen. Als Leser kann man nicht anders, als mit diesen Personen mitzufühlen. Man fragt sich, wie man selber reagieren würde, was man tun würde. Die einzelnen Schicksale ließen mich gar nicht mehr los und ich muss gestehen, dass ich sogar ein paar Tränen vergossen habe.

Die Mischung aus technischen Details und menschlichen Schicksalen macht das Buch sehr spannend. Geschickt fügt der Autor, Marc Elsberg, außerdem immer wieder ein paar kleine Abschnitte ein, in denen sich, die Schuldigen des Stromausfalls zu Wort melden, natürlich ohne dass man als Leser sofort erkennt, wer wirklich hinter all dem steckt.

Sehr gut gelungen ist es dem Autor zudem, immer wieder neue Hinweise einzubauen. Theorien werden aufgestellt, bestätigt oder verworfen, Verdächtige werden gefunden und wieder entlastet. Und obwohl sich alle Spuren schließlich auf einen Verdacht zu konzentrieren scheinen, war ich mir bis zum Ende nicht sicher, ob sich der Verdacht erhärten würde. Ich war richtig angespannt beim Lesen und hab mitgefiebert, ob es klappen würde, die Schuldigen zu finden und festzunageln und den Strom wieder herzustellen.

Die Erzählperspektive innerhalb des Buches wechselt häufig in ein anderes Land und zu anderen Personen. Dabei wird der Leser erst einmal aus einer Situation und oftmals bei einer sehr spannenden Stelle, herausgerissen, um zu erfahren, was an einem anderen Ort gerade zur selben Zeit passiert. Das hat mich jedoch nicht gestört. Im Gegenteil, ich finde, das hat die Spannung zusätzlich aufrecht erhalten und sogar noch gesteigert.

Ich muss sagen, dass mich das Buch wirklich aufgewühlt hat. Die Situation war so realistisch geschildert und auch genau recherchiert, dass es sicher auch so oder ähnlich passieren könnte. Genau diese Tatsache brachte mich dazu, darüber nachzudenken, wie gut es uns eigentlich geht und was wäre, wenn bei uns der Strom ausfallen würde. Im Alltag weiß man diesen Luxus gar nicht mehr zu schätzen, doch dieses Buch hat mich dazu gebracht, mir bewusst zu machen, wo wir überall Strom benötigen und dass wir glücklich darüber sein können.

Fazit:

Ein wirklich tolles Buch, das einen zum Nachdenken bringt. Es zeigt eindringlich auf, wie froh wir über unseren Luxus sein können und wie schnell das Ganze doch vorbei und wir völlig hilflos ausgeliefert sein könnten. Ein Buch, das auf seine ganz eigene Art Gänsehaut bereitet.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.
18.07.2012 21:46 Monina83 ist offline E-Mail an Monina83 senden Homepage von Monina83 Beiträge von Monina83 suchen Nehmen Sie Monina83 in Ihre Freundesliste auf
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Ich bin manchmal echt schusselig. Ich schreibe so oft Rezis und vergesse dann, sie zu posten, bis ich sie irgendwann beim "aufräumen" meiner Festplatte wieder finde. Bonk An dieser Stelle schon mal Sorry and Marc Elsberg und der Verlag, ich hätter diese Rezi durchaus 2 Monate eher raushauen koennen, aber besser spät als nie. Augenzwinkern

Auf den ersten Blick schien das Buch ja ein Glücksgriff zu sein – nicht nur das Thema interessierte mich sehr, sondern auch die Aufmachung ist wirklich sehr hübsch. Das ist natürlich sowieso immer Gerschmackssache, aber mit einem schlichten Design, wie bei “Blackout” kann der Verlag eigentlich nie viel falsch machen. Auf der Rückseite ist auch noch eine Satellitenbild der Erde bei Nacht zu sehen, die finde ich ja auch immer wieder hübsch.

Leider hielt das Cover für mich nicht, was es versprach. Das Buch hat besonders in der ersten Hälfte seine Längen. Ich hatte leider das Gefühl in der Leserunde die einzige zu sein, der es so erging, deshalb kann ich mir selbst zwei Wochen nach Beendigung des Buches die Gründe dafür auch nicht so recht erklären. Man kann “Blackout” durchaus als ein Männerbuch bezeichnen, aber das ist für mich eigentlich kein Ausschlusskriterium, ganz im Gegenteil, auch als Frau kann ich mit den klassischen Frauenromanen oft nur wenig anfangen. Mir gefiel es sogar gut, dass der Autor in diesem Buch ohne eine die Geschichte wirklich prägende Lovestory auskommt, die wäre nämlich angesichts des Horros auch nicht so angebracht. Es fehlte mir jedoch eine Figur, die ich als Sympathieträger akzeptieren konnte, denn der Protagonist, Manzano, bot sich mir da nicht an. Im Gegenteil, er verkörpert die Art Romanheld, die ich gar nicht leiden kann: Eigentlich nur ein durchschnittlicher Mittelschicht-Italiener, der aber plötzlich über Nacht zum Helden avanciert und die Schurken quasi im Alleingang stellt, während die Geheimdienste im Dunkeln tappen – sowohl wortwörtlich, als auch die Ermittlungen betreffend.

Es gab zwei Gründe, die mich davon abhielten das Buch abzubrechen: Zum einen machte die Episodenform das Lesenn erträglicher, auch wenn es langweilig war. Man konnte das Buch so gut auch in 5-Minuten-Intervallen lesen. Außerdem gefiel mir die Leserunde mit dem Autor Marc Elsberg sehr gut. Marc war nicht nur hochmotiviert alle Fragen zu beantworten, sondern lieferte auch interessante Hintergrundinfos, die vor allem durchblicken ließen, was für ein Rechercheaufwand hinter “Blackout” steckt. Hier muss ich auch mal ein ganz dickes Lob austeilen, auch wenn das Buch stellenweise etwas zu langatmig war, ich habe selten einen so bis ins kleinste Detail geplante und recherchierten Roman gelesen, und das hat durchaus auch Auswirkungen auf den Leser: Die gewöhnlichen Ungereimtheiten blieben einem erspart, und selbst, wenn man etwas nicht verstanden hat, konnte der Autor es noch einmal erläutern.

Meine Geduld wurde auch belohnt, denn während die ersten 350 Seiten schon extrem zäh waren und ich kurz davor war das Buch abzubrechen, obwohl ich an der Leserunde Teil nahm, wurde es ein wenig besser. Immerhin kommt in der zweiten Buchhälfte ein wenig Action dazu und man gewöhnt sich mit der Zeit sogar daran, dass die Romanfiguren alle stets beim Nachnamen genannt werden. Gefallen wird mir das zwar nie, aber es ist mir zumindest auf den letzten 200 Seiten nicht mehr ganz so negativ aufgefallen.

Abschließen möchte ich aber noch sagen, dass es sich bei dieser Rezension keinesfalls um einen Zeriss handeln soll, ich gebe dem Buch immernoch 5 von 10 Punkten, das wäre in Schuldnoten meiner Meinung nach immernoch ein “befriedigend”, und für einen Fastabbruch schon eine Auszeichnung. Ab Seite 400 ging das Lesen nämlich doch sehr zügig. Darüber hinaus habe ich das Buch sogar breits an eine Person weiterempfohlen, denn das Buch ist sicherlich nicht schlecht geschrieben, ganz im Gegenteil. Der Schreibstil ist gut lesbar und die gute Recherche tut ihr übriges. Das Buch ist aber dennoch nicht für jeden geeignet. Ich brauche eine Romanfigur, mit derich mitfiebern kann und mich evtl. ein wenig identifizieren kann – das muss nicht die Hauptfigur sein, aber es sollte jemand sein, den man doch ein wenig kennen lernt. In diesem Buch gab es jedoch niemanden, der mir irgendwie sympathisch war. Mir ist aber bewusst, dass es vielen Leuten anders geht, und jenen kann ich das Buch durchaus mit gutem Gewissen weiter empfehlen.
26.07.2012 18:39 ScoobyDoo ist offline E-Mail an ScoobyDoo senden Beiträge von ScoobyDoo suchen Nehmen Sie ScoobyDoo in Ihre Freundesliste auf
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Ich habe nun (endlich... Augen rollen ) auch Blackout gelesen und bin gerade fertig geworden, und ich ÄRGERE mich, dass ichs nicht schon früher gelesen habe Lachen

Von mir gibt es vorweggenommen auch 10 Punkte für das Buch, ich kann mich allen positiven Kritiken hier nur anschließen.

Was mich jedoch noch etwas mehr interessiert hätte, sind die Hintergründe derjenigen, die das Netz manipulieren - aber hier werde ich mir mal die Leserundenposts zu Gemüte führen, vielleicht werde ich ja da fündig smile

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05.03.2013 14:09 dschaenna ist offline E-Mail an dschaenna senden Beiträge von dschaenna suchen Nehmen Sie dschaenna in Ihre Freundesliste auf
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