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Büchereule.de » Gemeinsames Lesen und Hören! » Leserunden-Archiv » Leserunden-Archiv 2017 - Teil 2 (E - Z) » 'Was vom Tage übrigblieb' - Kazuo Ishiguro » 'Was vom Tage übrigblieb' - Seiten 241 - Ende » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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'Was vom Tage übrigblieb' - Seiten 241 - Ende

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Herr Palomar Herr Palomar ist männlich
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Zitat:
Original von Saiya
Zitat:
Original von Regenfisch
Ist euch aufgefallen, dass Tag 5 fehlt? Was das wohl zu bedeuten hat?


Das ist mir sofort aufgefallen.
Was tut man an einem Tag, nachdem einem das Herz gebrochen wurde und man erkannt hat, was man in all der Zeit der gemeinsamen Arbeit nicht sehen wollte oder konnte? Das hat der Autor der Phantasie seiner Leser überlassen..


ja, so gesehen ist das einleuchtend!
Im ganzen Prozess dieser Selbsterkenntnis, kommt der Katzenjammer leicht verzögert. Das ist schlüssig!

__________________

Neue Rezension: Heidegger/Jünger; Briefwechsel;

20.02.2017 12:08 Herr Palomar ist offline E-Mail an Herr Palomar senden Beiträge von Herr Palomar suchen Nehmen Sie Herr Palomar in Ihre Freundesliste auf
Regenfisch Regenfisch ist weiblich
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Zitat:
Original von Saiya
Zitat:
Original von Regenfisch
Ist euch aufgefallen, dass Tag 5 fehlt? Was das wohl zu bedeuten hat?


Das ist mir sofort aufgefallen.
Was tut man an einem Tag, nachdem einem das Herz gebrochen wurde und man erkannt hat, was man in all der Zeit der gemeinsamen Arbeit nicht sehen wollte oder konnte? Das hat der Autor der Phantasie seiner Leser überlassen. Ich finde das sehr schön und auch sehr, sehr traurig.

Ich habe den Tag 5 auch als eine Leere empfunden. Er hat seine Liebe verloren und er erkennt in der Rückblende, wie fehlgeleitet Lord Darlington war. Damit geht zusätzlich sein Lebenssinn verloren.

Zitat:
Original von Saiya
...
Beide haben sich schlussendlich dazu entschlossen, weiterzumachen wie bisher. Stevens hat sich mal wieder oder wie immer ein Beispiel an anderen Personen genommen, dieses Mal an Miss Kenton.
...

Immerhin möchte sich Stevens im Scherzen üben, ein bisschen menschlicher erscheint er schon. Vielleicht nimmt er sich den Rat zu Herzen und kann etwas aus seinen letzten Jahren noch machen.
Ich habe Hoffnung, dass er sich ein klein wenig ändert.

__________________
"...Haremsbetreiber sind unsterblich." Tom in "Die Ordnung der Sterne über Como" von Monika Zeiner
20.02.2017 16:02 Regenfisch ist offline E-Mail an Regenfisch senden Beiträge von Regenfisch suchen Nehmen Sie Regenfisch in Ihre Freundesliste auf
Herr Palomar Herr Palomar ist männlich
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Ich möchte auch noch betonen, dass ich Stevens wirklich mochte. Er ist eine interessante Figur und sein Verständnis von Würde eigentlich bewundernswert, auch wenn er es zu weit treibt.

Am Ende des Buches ist er immerhin doch fähig, sein teilweise vergebenes Leben zu erkennen, zu akzeptieren und zu tragen!

Eine kurze Rezension habe ich jetzt zum Buch geschrieben: Was vom Tage übrigblieb - Kazuo Ishiguro

__________________

Neue Rezension: Heidegger/Jünger; Briefwechsel;

20.02.2017 19:17 Herr Palomar ist offline E-Mail an Herr Palomar senden Beiträge von Herr Palomar suchen Nehmen Sie Herr Palomar in Ihre Freundesliste auf
Clare Clare ist weiblich
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Zitat:
Original von Saiya
Zitat:
Original von Regenfisch
Ist euch aufgefallen, dass Tag 5 fehlt? Was das wohl zu bedeuten hat?


Das ist mir sofort aufgefallen.
Was tut man an einem Tag, nachdem einem das Herz gebrochen wurde und man erkannt hat, was man in all der Zeit der gemeinsamen Arbeit nicht sehen wollte oder konnte? Das hat der Autor der Phantasie seiner Leser überlassen. Ich finde das sehr schön und auch sehr, sehr traurig.
Beide haben sich schlussendlich dazu entschlossen, weiterzumachen wie bisher. Stevens hat sich mal wieder oder wie immer ein Beispiel an anderen Personen genommen, dieses Mal an Miss Kenton.


Ich habe b eim Einteilen gesehen, dass der Tag fehlt, aber mir keine Gedanken weiter dazu gemacht, weil ich den Inhalt ja noch nicht kannte. Mir erscheint deine Erklärung sehr einleuchtend.
Was soll man sagen, wenn das Herz gebrochen ist...
...außer schweigen, weil es keine Worte mehr gibt.

Zitat:
Den Abschnitt, als er am 6. Tag auf der Bank sitzt und nicht nur das Gespräch mit dem alten Herren, der dort neben ihm gesessen hat, sondern auch sein Leben reflektiert, habe ich als intensivsten Lesemoment dieses Buches empfunden. Er gibt sich zufrieden, fügt sich in seine Schicksal, das ist vielleicht für diese Geschichte konsequent, aber eben auch für mich sehr deprimierend.


Sein Zufriedengeben ist für mich immer so eine Gratwanderung beim Lesen gewesen. Einerseits gönne ich ihm seinen Frieden, den Frieden, den er mit sich und der Welt macht. Andererseits bedauere ich die vielen Gelegenheiten und Möglichkeiten, die ihm entgehen, ohne dass er sie ahnt. Seine Welt ist so begrenzt...Aber vielleicht gehe ich da auch nur zu sehr von mir aus und meiner Neugier auf das Leben.

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- Freiheit, die den Himmel streift -
20.02.2017 19:28 Clare ist offline E-Mail an Clare senden Beiträge von Clare suchen Nehmen Sie Clare in Ihre Freundesliste auf
Clare Clare ist weiblich
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Zitat:
Original von Regenfisch
...
Immerhin möchte sich Stevens im Scherzen üben, ein bisschen menschlicher erscheint er schon. Vielleicht nimmt er sich den Rat zu Herzen und kann etwas aus seinen letzten Jahren noch machen.
Ich habe Hoffnung, dass er sich ein klein wenig ändert.


Ich weiß nicht...Ich wünsche es ihm, aber ich bezweifle, dass er sich nun, im fortschreitenden Alter, noch ändern kann und will. Aber wer weiß...

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20.02.2017 19:31 Clare ist offline E-Mail an Clare senden Beiträge von Clare suchen Nehmen Sie Clare in Ihre Freundesliste auf
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Ich bin mit Mr. Stevens nicht nur in sein Innerstes, sondern auch auf der Landkarte gereist. Dabei ist der Wunsch wieder aufgekommen, nach Südengland zu reisen. Einmal war ich schon dort.

Bilder von Weymouth.
Das könnte doch seine Bank sein, oder? Augenzwinkern

__________________
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Regenfisch: 20.02.2017 19:35.

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Zitat:
Original von Herr Palomar
Ich möchte auch noch betonen, dass ich Stevens wirklich mochte. Er ist eine interessante Figur und sein Verständnis von Würde eigentlich bewundernswert, auch wenn er es zu weit treibt.

Am Ende des Buches ist er immerhin doch fähig, sein teilweise vergebenes Leben zu erkennen, zu akzeptieren und zu tragen!


Ich mochte ihn auch!
Und ich traue ihm zu, dass er sein leben in Würde weiterführen und beenden wird, mag man alles nachvollziehen können oder nicht. Es ist sein Weg, seine Entscheidung. Und er steht dazu.

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Zitat:
Original von Regenfisch
Ich bin mit Mr. Stevens nicht nur in sein Innerstes, sondern auch auf der Landkarte gereist. Dabei ist der Wunsch wieder aufgekommen, nach Südengland zu reisen. Einmal war ich schon dort.

Bilder von Weymouth.
Das könnte doch seine Bank sein, oder? Augenzwinkern


Vielen Dank für die Bilder, Frau Fisch! Da bekommt man fast Fernweh.
Ich sehe Stevens auf der Bank sitzen, und wir setzen uns ein bisschen zu ihm, oder!

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Zitat:
Original von Clare
Zitat:
Original von Regenfisch
Ich bin mit Mr. Stevens nicht nur in sein Innerstes, sondern auch auf der Landkarte gereist. Dabei ist der Wunsch wieder aufgekommen, nach Südengland zu reisen. Einmal war ich schon dort.

Bilder von Weymouth.
Das könnte doch seine Bank sein, oder? Augenzwinkern


Vielen Dank für die Bilder, Frau Fisch! Da bekommt man fast Fernweh.
Ich sehe Stevens auf der Bank sitzen, und wir setzen uns ein bisschen zu ihm, oder!

Das machen wir. Vielleicht können wir ihn zu einem Gläschen Wein überreden. Knuddeln 1

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20.02.2017 19:40 Regenfisch ist offline E-Mail an Regenfisch senden Beiträge von Regenfisch suchen Nehmen Sie Regenfisch in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Regenfisch
Zitat:
Original von Clare
Zitat:
Original von Regenfisch
Ich bin mit Mr. Stevens nicht nur in sein Innerstes, sondern auch auf der Landkarte gereist. Dabei ist der Wunsch wieder aufgekommen, nach Südengland zu reisen. Einmal war ich schon dort.

Bilder von Weymouth.
Das könnte doch seine Bank sein, oder? Augenzwinkern


Vielen Dank für die Bilder, Frau Fisch! Da bekommt man fast Fernweh.
Ich sehe Stevens auf der Bank sitzen, und wir setzen uns ein bisschen zu ihm, oder!

Das machen wir. Vielleicht können wir ihn zu einem Gläschen Wein überreden. Knuddeln 1


Ein bisschen Lockerheit kann ihm wirklich nicht schaden! Und Freundschaft hatte er auch nicht gerade viel, wenn man von seinen Butlerkollegen absieht.

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20.02.2017 19:51 Clare ist offline E-Mail an Clare senden Beiträge von Clare suchen Nehmen Sie Clare in Ihre Freundesliste auf
Findus Findus ist weiblich
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RE: Vierter Tag Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Herr Palomar
Konzentriert geht es in Stevens Erinnerungen weiter.

2 entscheidende Gespräche gibt es.
Zum einen das mit Mr.Cardinal, der das Verhalten des Lords (und indirekt Stevens fehlende Einflussnahme) kritisch anspricht.
Und dann Miss Kentons Erwähnung des Heiratsantrags ihres Bekannten.
Ihr Hoffen auf einen Einspruch seitens Stevens ist überdeutlich, aber Stevens bleibt höflich-distanziert.

Sein Triumphgefühl am Ende des Abends irritiert mich! Grübeln


Verpasste Gelegenheiten, die durchziehen das Buch. Einmal schreibt er ja auch, wenn man zurück blicken würde, könnte man unzählige Wendepunkte finden. Zumindest scheint er zu begreifen, dass da mit seinem Verhalten Miss Kentons gegenüber etwas falsch gelaufen war.

Dass er triumphiert, ist ja wieder seine Einstellung zum Arbeitgeber, hat dieser Erfolg, trifft das den Butler genauso, weil er ja durch seine diskrete Arbeit dazu beigetragen hat.

Für mich ja etwas schwer zu verstehen aber das betrifft ja Stevens ganze Lebenseinstellung.

__________________
"Leute die Bücher lesen, sind einfach unberechenbar." Spruch aus "Wilsberg "

20.02.2017 21:38 Findus ist offline E-Mail an Findus senden Beiträge von Findus suchen Nehmen Sie Findus in Ihre Freundesliste auf
Ellemir Ellemir ist weiblich
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So, nun bin ich auch bei euch auf der Bank.

Ich bitte, meine geringe Beteiligung nicht so zu verstehen, dass das Buch mir nicht gefällt. Das tut es definitiv. Aber ich hatte in letzter Zeit wenig Zeit zu posten und konzentriert zu lesen. Und für nebenbei war mir das Buch und seine herrliche Sprache zu schade.

Inhaltlich habt ihr eigentlich schon alles gesagt, was mir beim Lesen im Kopf rumging. Deshalb nur meine Empfindungen beim Lesen:

Das Ende ist wirklich traurig, aber unvermeidlich. Ein Happy End mit Mrs Benn war nicht zu erwarten nach all der Zeit und hätte einfach nicht zum Buch gepasst. Den fehlenden Tag habe ich ähnlich interpretiert wie Saiya - und noch eine Weile darüber nachgedacht, was an diesem Tag wohl in seinem Kopf vorgegangen ist.

Regenfisch - nimmst du mich mit? Mir fehlt auch mal wieder meine Dosis England.

Sagt Bescheid, wenn ihr Alles, was wir geben mussten lest - da würde ich zumindest als Zaungast den einen oder anderen Kommentar einwerfen wollen, das Buch hat mir gut gefallen.

__________________
Bücherjunkie - wäre ich sonst hier?

lesend Joel Dicker: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
lesend Neil Gaiman: Zeit des Nebels
lesend Heinrich Dieter Neumann: Nebel über der Küste
lesend Joanne Harris: Das verbotene Haus
01.03.2017 11:26 Ellemir ist offline E-Mail an Ellemir senden Beiträge von Ellemir suchen Nehmen Sie Ellemir in Ihre Freundesliste auf
Booklooker Booklooker ist weiblich
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Vorab schon mal: Mir hat das Buch richtig gut gefallen, obwohl ich nicht wirklich die Muße dazu hatte, es in Ruhe und am Stück zu lesen. Ich fand einfach, dass der Autor die Denkweise und die Ausdrucksweise eines Butlers bzw. eines Menschen, den ich mir als Butler vorstelle, genau getroffen hat. Wenn man eine Inhaltsangabe des Buches machen sollte, würde mir das sehr schwer fallen, denn es ist ja nicht wirklich viel passiert, außer, dass er durch die Gegend gefahren ist und nachgedacht hat - so in etwa.

Ich wäre durchaus offen dafür noch ein weiteres Buch von dem Autor mit euch zu lesen. Falls ihr Lust habt smile

Zitat:
Original von Clare

Ich bin auch neugierig geworden. "Alles, was wir geben mussten" möchte ich auf jeden Fall auch noch lesen, vielleicht im Herbst. Wenn du bis dahin aushältst, könnten wir gemeinsam lesen.


Ich wäre da auch dabei.

Ich habe auch bemerkt, dass Tag 5 fehlt und mir gedacht, dass dieser Tag der Fantasie des Lesers überlassen bleibt.

Zitat:
Original von Clare

Sein Zufriedengeben ist für mich immer so eine Gratwanderung beim Lesen gewesen. Einerseits gönne ich ihm seinen Frieden, den Frieden, den er mit sich und der Welt macht. Andererseits bedauere ich die vielen Gelegenheiten und Möglichkeiten, die ihm entgehen, ohne dass er sie ahnt. Seine Welt ist so begrenzt...Aber vielleicht gehe ich da auch nur zu sehr von mir aus und meiner Neugier auf das Leben.


Mir geht das auch so. Ich habe das im realen Leben auch oft so, dass ich Leute bedaure, die immer nur in ihrer eigenen kleinen Welt leben und niemals über den Tellerrand hinaus gucken. Daher kenne ich das Gefühl schon Augenzwinkern

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Es geht uns mit den Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber wenige erwählen wir zu unseren Freunden, unseren vertrauten Lebensgefährten.

12.03.2017 14:48 Booklooker ist offline E-Mail an Booklooker senden Homepage von Booklooker Beiträge von Booklooker suchen Nehmen Sie Booklooker in Ihre Freundesliste auf
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