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Poesie der Meere. Gedichte aus dem Ostseeland II - Claus Beese

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Poesie der Meere. Gedichte aus dem Ostseeland II - Claus Beese Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Claus Beese: Poesie der Meere. Gedichte aus dem Ostseeland II, Chemnitz 2016, Elvea-Verlag, ISBN 978-3-946751-42-7, Softcover, 84 Seiten mit Farbfotos, Format: 16,9 x 1 x 18 cm, Buch: EUR 8,99, Kindle Edition: EUR 3,99.

Blauer Himmel, Sonnenschein,
weit die See, so find ich’s fein.
Am Horizont ein Dampfer zieht
und meine Seele mit ihm flieht,
streift in die weite Welt hinaus,
ohne Ostsee halte ich’s nicht aus.

(Aus WINTERBLICK; Seite 78)

Dass das Meer, insbesondere die Ostsee, für den Autor ein Sehnsuchtsort ist, wird aus den allermeisten seiner Bücher deutlich. Hier würdigt er in Reim und Vers die See, die Küstenlandschaft, die Seefahrt und natürlich die Wikinger.

Von der Morgendämmerung bis in die Nacht, von der Rapsblüte im Frühjahr über die Schönheit des Sommers und die Stürme im Herbst bis zu Eis und Schnee im Winter führt uns Claus Beese mit seinen Gedichten. Er schwärmt vom goldenen Schimmer, den die Sonne aufs Wasser malt, vom gelben Rapsblütenmeer, vom Blau des Himmels und der See, vom Weiß der Strände, dem Grün der Wellen und dem Rot des Mohns. Gerne sitzt er auf „seiner“ Bank, sieht und hört den Wellen zu und lässt seine Gedanken schweifen.

Er träumt von der Zeit, als noch ein Boot hatte und mit seiner Familie „ die Flüsse rauf und runter“ geschippert ist. Schon damals war er von den Wikingern fasziniert, die natürlich auch in diesem Buch eine wichtige Rolle spielen. Beim Gedicht ZEIT-ABENTEUER (Seite 21 ff.) bekommt man eine Gänsehaut, ganz egal, welche Temperatur gerade herrscht: Einem Angler von heute erscheinen in aller Herrgottsfrüh zwei Drachenboote und er wird Zeuge eines Kampfs auf Leben und Tod. Während er noch überlegt, wer ihm diese unheimliche Begegnung glauben wird, ist der Spuk auch schon wieder vorbei. Sehr stimmungsvoll und unheimlich!

Mit einem Augenzwinkern wird das Thema WATT behandelt, das es nicht nur an der Nordsee gibt (Seite 32). Eine RAPSKÄFERPLAGE (Seite 35) ist zwar in der Realität nicht lustig, aber so, wie der Autor sie hier beschreibt, schon. Es sei denn, man ist ein Rapskäfer oder ein humorloser Tourist. Aber Menschen ohne Humor werden sowieso nie zu einem Buch von Claus Beese greifen. Und Rapskäfer können nicht lesen. Augenzwinkern

Genz hinreißend ist das Gedicht DER KLEINE SEEBÄR (Seite 45). Man möchte ihm wirklich ein Schiff schenken, damit seine Träume wahr werden und er nicht mehr so traurig ist.

Eine Mahnung zum Thema Naturschutz bekommen wir auch noch mit auf den Weg: Die Steine am Ostseestrand schillern nur dort so schön. Für diesen Ort sind sie gemacht. Auf der heimischen Fensterbank verlieren sie ihr OSTSEE-FEUERWERK (Seite 57). Also lassen wir sie da, wo sie hingehören und bewundern ihre Schönheit nur in ihrer natürlichen Umgebung.

In dieser abwechslungsreichen Mischung aus heiteren und ernsten, schwärmerischen und kritischen, phantastischen und bodenständigen Beiträgen wird jeder Ostseefreund seine Lieblingsgedichte finden.

Der Autor
Claus Beese wurde 1955 in Bennigsen, in Niedersachsen geboren und lebt seit langem in der Freien und Hansestadt Bremen. Hier ist er aufgewachsen und entdeckte seine Leidenschaft für die Angelei, die sich noch auf alles ausdehnen sollte, was irgendwie mit Wasser zu tun hatte. Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann erweist sich nicht nur als kompetenter Petrijünger, sondern auch als erfahrener Freizeitskipper. Sein Lieblingsfahrtgebiet ist die Ostsee, der er sich von Kindheit an verbunden fühlt. Die Begeisterung für seine Hobbys spürt man auch in seinen Büchern. Ob Angeln oder Boot fahren, der Autor spinnt weder Seemannsgarn noch erzählt er Anglerlatein. Alle Abenteuer fußen auf tatsächlichen Begebenheiten oder Geschehnissen.

__________________
Und was die Autofahrer denken,
das würd’ die Marder furchtbar kränken.
Ingo Baumgartner

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