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Büchereule.de » Bücher » Fantasy » Palast der Finsternis [A Drop of Night] - Stefan Bachmann » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Palast der Finsternis [A Drop of Night] - Stefan Bachmann

Autor
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Lerchie Lerchie ist weiblich
Routinier


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Dabei seit: 22.09.2009
Beiträge: 389
Herkunft: aus der schönen Pfalz

Palast der Finsternis [A Drop of Night] - Stefan Bachmann Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Der Autor (Quelle: Amazon)
Stefan Bachmann, geboren 1993 in Boulder/Colorado, lebt in Zürich, wo er seit seinem 11. Lebensjahr das Konservatorium besucht (und dort inzwischen den Bachelor in den Fächern Orgel und Film-Komposition absolviert). Sein von der Liebe zu Steampunk, Charles Dickens und C.S. Lewis’ ›Chroniken von Narnia‹ inspiriertes Debüt, ›Die Seltsamen‹, war ein Riesenerfolg in den USA und auch in Deutschland.

Produktinformation
• Taschenbuch: 400 Seiten
• Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (23. August 2017)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3257300557
• ISBN-13: 978-3257300550
• Originaltitel: A Drop of Night
Horror oder doch nur gruselige Fantasy?
Die Familie Bessancourt am 23. Oktober 1789. Französische Revolution und sie fliehen….
Der Vater hatte einen Palast unter dem Palast gebaut, sein eigenes Versailles, wie er sich ausdrückte. Und dorthin sollten eigentlich alle kommen, doch jemand blieb zurück…
Anouk schreibt ihrer Mutter eine Nachricht auf die Kühlschranktür, denn diese weiß nicht, wohin sie verschwinden wird…. Nur das was Anouk mitzuteilen bereit ist….
Anouk und noch vier andere Jugendliche werden nach Paris geflogen und dort in Empfang genommen. Doch dann müssen sie nach dem Essen etwas schlucken und Anouk wird schon misstrauisch…
Was dann passiert, ist ungeheuerlich…
Und nur vier der fünf Jugendlichen können fliehen… Doch der Palast unter dem Palast ist gespickt mit Fallen….
Sie werden verfolgt….
Wer war die Familie Bessancourt, die wegen der Revolution fliehen musste? Warum sollten alle unter die Erde in den Palast unter dem Palast kommen? Wer blieb zurück? Was teilte Anouk ihrer Mutter mit? War es die Wahrheit? Was macht Anouk misstrauisch? Und was passiert dann so Ungeheuerliches? Warum müssen die Jugendlichen fliehen? Inwiefern gab es da Fallen und warum? Weshalb werden die Vier verfolgt? Und was ist in 1789 weiter passiert? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.

Meine Meinung
Zunächst ließ sich das Buch ganz gut lesen. Doch dann wurde es verwirrend. Ich wusste nicht, was das alles sollte. Doch dann wurde mir die Bedeutung klar: Das Buch ist ein Horrorroman. Ich mag Horrorromane ganz gerne – mit Horror in Maßen. Doch hier gab es fast nur noch Horror. Allerdings wurde es ab etwa der Hälfte klarer, verständlicher. Die Verwirrungen ließen nach und ich begriff um was es ging. Auch wenn es ´nicht weniger Horror war. Die vier Jugendlichen taten mir leid. Der fünfte, nun ja, da muss jeder selbst lesen, was mit ihm geschehen ist. Ich habe mich gefragt, wieso ausgerechnet diese fünf Jugendlichen ausgewählt worden waren. Gegen Ende klärt sich das auf, es bleiben also keine Fragen offen. Was mir wiederum gefällt. Zumal es eigentlich sogar noch ins Fantastische geht. Aber weiter möchte ich dazu nichts sagen, will ja nicht spoilern. Auch ging mir sehr nach, was in 1789 passiert ist, was aus Aurelies Sicht erzählt wird. Hinzufügen möchte ich, dass die Geschichte der Gegenwart aus Anouks Sicht erzählt wird. So alles in allem hat mir dieses Buch dann auch noch gut gefallen. Zunächst habe ich mir überlegt, ob ich diesem Buch drei oder vier Sterne geben soll. Und da ich grundsätzlich keine halben Sterne vergebe – denn nicht überall ist das möglich und unterschiedlich mag ich nicht – und sich die Waage doch mehr Richtung vier neigte, bekommt dieses Buch von mir vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten. Eine Leseempfehlung für alle, die Horrorromane mögen – ich empfand es als Horror, aber es gibt auch noch viel Schlimmere – gebe ich gerne ab.

__________________
Gruß

Lerchie

____________________________
Nur wer aufgibt hat schon verloren

Palast der Finsternis
(Stefan Bachmann; Diogenes)
Neu: EUR 18,00
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Weitere Rezensionen zu Büchern dieses Autors (insgesamt 2):
  • Die Seltsamen
  • Die Wedernoch
  • Buchbewertung:
    8.57 Punkte, 7 Stimmen

    Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lerchie: 01.09.2017 11:25.

    01.09.2017 11:22 Lerchie ist offline E-Mail an Lerchie senden Beiträge von Lerchie suchen Nehmen Sie Lerchie in Ihre Freundesliste auf
    Lumos Lumos ist weiblich
    Lumos


    images/avatars/avatar-11368.jpg

    Dabei seit: 26.06.2008
    Beiträge: 7.975
    Herkunft: Rheinland-Pfalz

    RE: Stefan Bachmann - Palast der Finsternis - Originaltitel: A Drop of Night Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

    Ein martialischer Titel und ein geniales Coverbild machen neugierig auf das, was sich wohl hinter den Buchdeckeln verbergen mag. Die Kurzbeschreibung verrät dazu nicht allzu viel.

    Es beginnt sogleich spannend im Chateau de Bessancourt im Oktober 1789, in den Anfängen der französischen Revolution. Dorthin kehrt man im weiteren Verlauf immer wieder für meist kürzere Passagen zurück, während sich das Hauptgeschehen in der Gegenwart abspielt. Auf beiden Zeitebenen gibt es weibliche Ich-Erzählerinnen, die auf den ersten Blick eher spröde und nicht unbedingt sympathisch wirken, aber charakterstark. Tough und cool, wie man heute sagen würde.

    Fünf Jugendliche im Alter von 16 bzw. 17 Jahren, zwei Mädchen und drei Jungs, wurden ausgewählt für eine geheimnisvolle Expedition in Frankreich. Sie kennen sich nicht und beäugen sich vorsichtig-kritisch. In Frankreich angekommen, werden sie ohne Umschweife zum Chateau de Bessancourt gebracht, wo sie nach einem sehr eigenwilligen „Willkommen“ der Gastgeber in die unterirdischen Teile des Chateaus fliehen. Für sie beginnt dort unten eine ebenso gefährliche wie atemberaubende Odyssee durch das Labyrinth dieses scheinbar grenzenlosen unterirdischen Palastes. Korridor um Korridor, Tür um Tür reihen sich aneinander, die jugendlichen Protagonisten geraten von einer Gefahr in die nächste, ohne die geringste Ahnung wie und warum sie in diese Situation geraten konnten. Und vor allem, wie sie da hinausfinden können. Allerdings sind sie die meiste Zeit derart damit beschäftigt ihr nacktes Leben zu retten, dass ihnen wenig Spielraum für Fragen und Spekulationen bleibt.

    Das von Beginn an rasante Erzähltempo steigert sich gegen Ende noch einmal, die beiden Zeitebenen scheinen einander zu berühren und leicht zu verschwimmen. Genial gemacht, geschickt verwoben und bietet am Ende eine Auflösung, die auf absurde Weise in sich stimmig ist und so perfekt zur Geschichte passt.

    Eine abgedrehte, fantastische Geschichte voll beklemmender und düsterer Fantasie, mit einer unbeschreiblichen Sogwirkung, sprachlich und erzähltechnisch ein Highlight.
    Mir hat dieses Buch noch deutlich besser gefallen als Die Seltsamen, aber das ist natürlich reine Geschmacksache.

    __________________


    Mein Bücher-Bingo 2017
    04.09.2017 14:35 Lumos ist offline E-Mail an Lumos senden Beiträge von Lumos suchen Nehmen Sie Lumos in Ihre Freundesliste auf
    maikaefer maikaefer ist weiblich
    Zeitloser Forum-Superstar


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    Dabei seit: 23.03.2010
    Beiträge: 5.320

    Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

    Ich durfte diesen Roman im Rahmen einer Leserunde mit einem vom Verlag spendierten Exemplar lesen. Vielen Dank dafür noch einmal an Wolke für die Organisation und an Diogenes für das Buch! Anbeten Anbeten

    Das originell gestaltete Cover fällt sofort ins Auge und sagt mir zu.
    Die in zwei Handlungssträngen erzählte Geschichte gefiel mir ebenfalls und ich fand es gut, dass der historische Part, wenn er auch im Verlauf der Ereignisse etwas in den Hintergrund trat, stets mit dem Kapitel vorangestellten Daten in Kursivschrift deutlich gekennzeichnet war. Die Geschichte wurde sehr spannend präsentiert und ich war lange Zeit völlig planlos, worauf das hinaus laufen werde. Zum Schluss erfolgte jedoch eine befriedigende und nachvollziehbare Aufdröselung aller Fäden. Die Jugendlichen, die mit dem Ziel der Erforschung des titelgebenden unterirdischen Palastes von den USA nach Frankreich transportiert worden waren, machten interessante Erfahrungen unterschiedlichster Art, wodurch sie auch einige Dinge über sich selbst und die Bedeutung von Zusammenhalt lernten. Meine Lieblingsfigur war die junge Anouk.

    9 von 10 möglichen Eulenpunkten!

    Winken

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    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)
    04.09.2017 22:39 maikaefer ist offline E-Mail an maikaefer senden Beiträge von maikaefer suchen Nehmen Sie maikaefer in Ihre Freundesliste auf
    Zwergin Zwergin ist weiblich
    Zeitloser Forum-Superstar


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    Dabei seit: 18.06.2009
    Beiträge: 5.603
    Herkunft: Hunsrück

    Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

    Mir hat das Buch auch sehr gut gefallen, sprachlich absolut top und spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
    Zwischendurch fand ich alles so verwirrend, dass ich echt bezweifelt habe, dass der Autor das Ganze auch nur halbswegs schlüssig auflösen kann. Umso erstaunter war ich, dass micxh auch das Ende voll überzeugt hat.

    Von mir gibt's volle Punktzahl.

    __________________
    kuh
    05.09.2017 10:08 Zwergin ist offline E-Mail an Zwergin senden Beiträge von Zwergin suchen Nehmen Sie Zwergin in Ihre Freundesliste auf
    JaneDoe JaneDoe ist weiblich
    Super Moderator


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    Dabei seit: 14.12.2006
    Beiträge: 9.840
    Herkunft: NRW

    Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

    Den Anfang fand ich sehr gut, spannend und vielversprechend. Fünf Jugendliche auf dem Weg in ein Abenteuer, es gilt einen unterirdischen Palast zu erforschen. Im zweiten Handlungsstrang, der um 1790 herum spielt, befinden wir uns in eben jenem Palast.
    Anouk, eine der Hauptfiguren, war durchaus auch dazu angetan, mein Interesse zu wecken, jedoch verblasste mein anfängliches Lesevergnügen recht schnell. Die Geschichte entwickelt sich haarsträubend, wirkt völlig abgedreht. Viele Szenen ähneln sich, bringen die Handlung nciht voran. Die Charaktere werden geführt, entwickeln sich nicht, es wird ihnen kein Raum gegeben. Ich konnte nicht wirklich mit ihnen fühlen.
    Für den unterirdischen Palast hätte ich mir einen Lageplan gewünscht, so empfand ich es als sehr schwierig, mich im Labyrinth der Räume zurecht zu finden.

    Die Idee zur Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, die Umsetzung nicht und die Auflösung ist dann keine ganz so große Überraschung mehr.
    5 Punkte vergebe ich dafür.

    __________________
    Hannah Coler - Cambridge 5 * Leonie Swann - Gray * David Lagercrantz - Verfolgung
    06.09.2017 15:49 JaneDoe ist offline E-Mail an JaneDoe senden Beiträge von JaneDoe suchen Nehmen Sie JaneDoe in Ihre Freundesliste auf
    Eskalina Eskalina ist weiblich
    Zeitloser Forum-Superstar


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    Dabei seit: 07.08.2005
    Beiträge: 5.040
    Herkunft: Hannover ;)

    Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

    In seinen ersten beiden Büchern hat Stefan Bachmann eine geniale Steampunk-Welt erschaffen, sein drittes Buch geht in eine etwas andere Richtung, zeigt jedoch erneut, dass der Autor eine überbordende Phantasie hat. Der Palast der Finsternis, in dem fünf Jugendliche ein grusliges und rasantes Abenteuer bestehen müssen, befindet sich in Frankreich und die Finsternis bezieht sich einerseits auf die Bauweise des Gebäudes, denn es handelt sich um einen unterirdischen Palast, den ein französischer Adliger zur Zeit der Revolution bauen ließ, andrerseits findet sich ein Bezug zu den „Bewohnern“ des Palastes und dem, was dort vor sich geht.

    Anouk ist eine der Jugendlichen aus den USA, die eingeladen wurden, den Palast zu erforschen, der angeblich gerade erst entdeckt worden ist. Mit ihren Augen lernt man ihre Mitstreiter und den Palast kennen. Zwischendurch wird immer wieder in die Vergangenheit des Palastes und damit zu Aurélie gesprungen, deren Vater den Palast gebaut hat. Als der oberirdische Palast während der Revolution gestürmt wurde, musste die Familie in den unterirdischen Palast fliehen, doch Aurélies Mutter wollte lieber den Tod wählen, als dort hinunter zu gehen…

    Der Palast hat bis in die heutige Zeit ein dunkles und lebendiges Geheimnis. Die Jugendlichen können anfangs nur erahnen, in welcher Gefahr sie mit dem Betreten dieses Ortes geraten sind. Auf sie wartet eine atemberaubende Entdeckungsreise, bzw. Flucht durch diese unterirdische Welt und sehr schnell wird ihnen klar, dass sie diesen Ort vielleicht nicht mehr lebend verlassen werden.

    Ich habe mich schnell von der Spannung des Buches mitreißen lassen. Bachman lässt seine Figuren keinen Augenblick in Ruhe und hetzt sie durch „seinen“ Palast. Der Spannungslevel ist die ganze Zeit extrem hoch und zusätzlich fragt man sich immer wieder, warum es ausgerechnet diese fünf Jugendliche sind, die auserwählt wurden, diesen Palast zu entdecken, aber auch was Aurélie in der Vergangenheit erlebt, denn jedes eingeschobene Kapitel, in dem es um sie geht, bringt ein wenig mehr Licht in die Finsternis. Auch wenn ich mir an einigen Stellen mehr Details und eine intensivere Ausarbeitung einzelner Figuren gewünscht hätte, so hat mir dieses spannungsgeladene Buch sehr gut gefallen und ich konnte es nicht aus der Hand legen. Von mir deshalb 9 Eulenpünktchen dafür.

    __________________
    greensmilies-com
    09.09.2017 10:25 Eskalina ist offline E-Mail an Eskalina senden Homepage von Eskalina Beiträge von Eskalina suchen Nehmen Sie Eskalina in Ihre Freundesliste auf
    Rouge Rouge ist weiblich
    Lebende Forenlegende


    Dabei seit: 18.08.2013
    Beiträge: 1.973
    Herkunft: Bayern

    Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

    Nachdem mir die ersten zwei Steampunk-Bücher von Stefan Bachmann schon sehr gut gefallen haben, war ich natürlich gespannt auf sein neues Werk. Und ich wurde auch absolut nicht enttäuscht. "Palast der Finsternis" hat mir sogar noch besser gefallen, als seine ersten Bücher. Meiner Meinung nach hat sich der Autor schriftstellerisch noch deutlich weiterentwickelt.

    Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Der Leser erfährt abwechselnd die Ereignisse der Familie Bessancourt, die zur Zeit der französischen Revolution 1789 in einen unterirdischen Palast fliehen musste, und von Anouk und vier anderen Jugendlichen, die in der heutigen Zeit zu einem spannendem Experiment ausgewählt wurden.

    Ich fand das Buch von der ersten Seite an sehr spannend und fesselnd zu lesen. Ich konnte es zeitweilig gar nicht aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht und wie alles zusammenhängt. Die Geschichte ist fantastisch, bizarr, unglaublich und wahnsinnig abgedreht. Aber mir hat es einfach nur Spaß gemacht, sie zu lesen.
    Die Sprache empfand ich als richtiges Highlight. Sie ist zum Teil poetisch, zum Teil recht modern, aber immer passend und einfühlsam.

    Mich hat das Buch wirklich begeistern können und ich gebe ihm eine absolute Leseempfehlung und 10 Eulenpunkte.

    __________________
    Liebe Grüße von Rouge !
    lesend Palast der Finsternis - Stefan Bachmann
    09.09.2017 14:01 Rouge ist offline E-Mail an Rouge senden Beiträge von Rouge suchen Nehmen Sie Rouge in Ihre Freundesliste auf
    papavera
    Grünschnabel


    Dabei seit: 10.09.2017
    Beiträge: 2

    Tödliche Gemeinsamkeit Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

    Die 17-jährige Anouk nimmt zusammen mit 4 weiteren jungen Menschen an einer geheimen Expedition teil. Zusammen mit Professor Dorf sollen sie das Palais du Papillon, ein unterirdisches Schloss erkunden. Von Beginn an passieren Dinge, die Anouk merkwürdig vorkommen. Im Palais angekommen beginnt für die Jugendlichen ein Kampf ums Überleben, denn hier lauern versteckte Fallen. Außerdem verbindet die Jugendlichen mehr als sie bisher denken und für diese tödliche Gemeinsamkeit sind Menschen bereit zu töten...

    Ich habe eine Leseprobe zu "Palast der Finsternis" gelesen und war begeistert. Leider konnte das Buch meine Erwartungen dann nicht erfüllen.
    Die Geschichte ist eine wie viele andere und Bücher mit einem ähnlichen Hintergrund gibt es viele.
    Die Figuren wirken stumpf und bleiben blass, ihre Gefühle und Gedanken bleiben relativ im Hintergrund. Spannung entsteht so gut wie gar keine und auch einige Logikfehler haben sich eingeschlichen.
    Einzig die Sprache des Autors hat mir gefallen und mich überzeugt. Sie ist bildhaft und vielseitig.
    Für jugendliche Leser vielleicht eine schöne Geschichte für zwischendurch, mich hat "Palast der Finsternis" leider nicht überzeugt.
    10.09.2017 21:08 papavera ist offline E-Mail an papavera senden Beiträge von papavera suchen Nehmen Sie papavera in Ihre Freundesliste auf
    killerbinchen killerbinchen ist weiblich
    Lebende Forenlegende


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    Dabei seit: 15.01.2007
    Beiträge: 2.426
    Herkunft: Schleswig-Holstein

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    Ja, Stefan Bachman hat sich weiterentwickelt seit seines Debüts mit "Die Seltsamen".

    Insgesamt hat seine neue Geschichte mehr Tiefen und Verknüpfungen, es wurden auch einfach mehr klassische Stilmittel verarbeitet. Und man merkt, dass er nicht das typische amerikanische Schreibseminar besucht hat, denn keine seiner Figuren hat "kastanienbraunes, glänzendes Haar".

    Die Geschichte um Anouk und vier weitere Jugendliche, die in einem unterirdischen, weitläufigen Palast einen Horror nach dem anderen erleben, ist spannend und gut durchdacht. Durch einen zweiten Handlungsstrang gibt sich der Autor selbst die Möglichkeit, quasi in (fast) jedem Kapitel einen Cliffhanger anbieten zu können.

    Trotzdem muss ich sagen, dass ich das Ende nicht so gelungen fand,
    Spoiler
    da sich auf den restlichen 20 Seiten alles atemlos (und teilweise etwas abstrus durch die plötzlich steifen Handlungen der Figuren) auflöst.


    Insgesamt hatte ich aber immer ziemlich große Lust weiterzulesen und das ist mir 8 gute Punke wert!

    __________________
    Eulen Bücherbingo 2017

    ABC Sub-Minimierung
    11.09.2017 14:56 killerbinchen ist offline Beiträge von killerbinchen suchen Nehmen Sie killerbinchen in Ihre Freundesliste auf
    LyFa LyFa ist weiblich
    Kaiser


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    Dabei seit: 31.03.2011
    Beiträge: 1.116
    Herkunft: Hessen

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    Das Cover gefällt mir, es passt gut zu der Geschichte.

    Es gibt zwei Zeitlinien. Die erste spielt während der Französischen Revolution. Eine Adelsfamilie, Mutter und Töchter, verschanzt in ihrem Schloss, können den Revolutionären nur durch Flucht in den von ihrem Vater erbauten unterirdischen Palast entgehen. . .
    Die zweite Zeitlinie spielt in der Gegenwart. Fünf junge, einander fremde, Amerikaner wurden für eine Expedition ausgewählt. Es geht um die Erforschung eines geheimnisvollen, unterirdischen Palastes in Frankreich. Schon schnell stellen sich einige Ungereimtheiten heraus und die jungen Leute schweben in großer Gefahr. Wem können sie trauen?

    Bei beiden Zeitebenen sind die Hauptcharaktere junge charismatische Frauen, als Ich Erzählerin.
    Im Palais zu Zeiten der französischen Revolution sorgt sich Amelie um ihre jüngeren Schwestern.
    Anouk, die Protagonistin in der Gegenwart, ist zuerst eher eine störrische Einzelgängerin, bis sie notgedrungen ihren Begleitern hilft.

    Beide Zeitebenen sind miteinander verknüpft. Eine fantastische, durchweg spannende schwarze Story. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und die Auflösung passt für mich auch.
    Als Horror würde ich die Story jetzt nicht unbedingt sehen, eher als dunkle Fantasy, mit leichten Horrorelementen.

    Ich gebe 9 Eulenpunkte und eine Leseempfehlung für Freunde dunkler Fantasy

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    __________________________________
    Liebe Grüße Ly Winken
    12.09.2017 19:04 LyFa ist offline E-Mail an LyFa senden Beiträge von LyFa suchen Nehmen Sie LyFa in Ihre Freundesliste auf
    n8eulchen n8eulchen ist weiblich
    Kaiser


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    Dabei seit: 09.04.2007
    Beiträge: 1.007
    Herkunft: Rheinland-Pfalz

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    An Titel und Klappentext kam ich nicht vorbei und hätte trotz des Covers, das mir gar nicht gefällt, wohl in keiner Buchhandlung widerstehen können, selbst wenn ich kein Lese-Exemplar bekommen hätte. (Nochmal Danke an Wolke und Diogenes!)

    Der auf zwei Zeitebenen angesiedelte Roman ist spannend, rätselhaft und abenteuerlich und gerade durch die Verknüpfung vom Geschehen der Gegenwart und 1789 war das Lesevergnügen besodners groß.

    Anouk, die ich anfangs etwas anstrengend fand, wurde schnell zur angenehmen Protagonistin. Auch die anderen Figuren fand ich gut gelungen, spätestens ab MItte des Buches zumindest. Augenzwinkern

    Zwischenzeitlich gab es immer wieder Dinge und Details, die mir nicht gefallen haben, aber das waren alles Kleinigkeiten. Der Sprachstil selbst gehört dazu. Trotz fabelhafter Vergleiche, die der Autor findet, war mir der Text zu nah an mündlicher Sprache dran. Es war mir etwas zu flapsig.

    Das Ende fand ich ebenfalls nicht ganz gelungen, aber ich wurde dadurch entschädigt dass ...
    Spoiler
    es sich ja irgendwie um eine Art Vampirroman handelt, also im Endeffekt zumindest. Augenzwinkern


    Alles in allem hatte ich Spaß beim Lesen, hätte mir aber einige Passagen etwas knapper gewünscht. Den Autor werde ich mir merken und ggf. gerne wieder lesen. Von mir 8 von 10 Eulenpunkte.

    __________________
    Liebe Grüße
    n8eulchen


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    13.09.2017 15:01 n8eulchen ist offline E-Mail an n8eulchen senden Homepage von n8eulchen Beiträge von n8eulchen suchen Nehmen Sie n8eulchen in Ihre Freundesliste auf
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