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Florian Beckerhoff – Herr Haiduks Laden der Wünsche

Autor
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Deichgräfin Deichgräfin ist weiblich
Lebende Forenlegende


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Dabei seit: 16.06.2007
Beiträge: 1.865
Herkunft: Nähe Bremen

Florian Beckerhoff – Herr Haiduks Laden der Wünsche Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Beschreibung
Er kam der Liebe wegen nach Berlin: Herr Haiduk. Er blieb, die Liebe nicht. Seitdem betreibt der in die Jahre gekommene Herr seinen winzigen Kiosk, in dem es fast alles gibt: Zeitungen und Kaffee, Geschichten und Lottoscheine. Er genießt sein ruhiges Leben, bis eines Tages die zauberhaft scheue Kundin Alma das Jackpot-Los über 13 Millionen Euro vor dem Laden findet und den rechtmäßigen Gewinner ermitteln möchte.Gemeinsam mit Herrn Haiduk und seinem Gehilfen Adamo macht sie sich auf die Suche: Wer ist der Glückliche? Und kann er so viel Glück überhaupt vertragen?

Autor
Florian Beckerhoff, geboren in Zürich, aufgewachsen in Bonn. Nach seinem Studium der Literaturwissenschaften in Berlin und Paris promovierte er an der Universität Hamburg, um sich dann als Sprachlehrer, Museumswärter und Werbetexter durchzuschlagen.

Meine Meinung
Märchenhaft
Mit Herr Haiduks Laden der Wünsche hat Florian Beckerhoff einen märchenhaften Roman geschrieben. Es gibt von ihm schon ein paar Roman. Der erste ist Frau Ella, den ich noch nicht gelesen habe, aber jetzt besteht große Lust, das nachzuholen.
Herr Haiduks Laden steht in Berlin. Der Autor schreibt, er ist zwei Türen breit und drei Menschen lang, das ist doch eine nette Beschreibung. Wenn man sich dann noch vorstellt was da alles hinein passt, da kann ich mich gut hinein versetzen.
Ein Schriftsteller besucht Herr Haiduk und der erzählt ihm eine Geschichte um einen Lotto Jackpot-Schein über 13 Millionen.
Da ist die stille Alma, die den Schein findet und den richtigen Besitzer sucht.
Eine wunderschöne Idee, wie Alma die vermeintlichen Anwärter zu dem Schein befragt. Warum wollen sie das viele Geld, wer hat es verdient.
Die verschiedenen Charaktere in dem Roman sind grandios.
Das Ende passt sehr gut und rundet denn Roman ab.
Der Roman lässt mich etwas nachdenklich, zufrieden und amüsiert zurück.
Ein interessanter und guter Lesegenuss, den ich gerne weiter empfehlen kann.

__________________
---------
lesend


(Unbekannter Autor; )
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    Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Deichgräfin: 08.10.2017 15:11.

    08.10.2017 15:03 Deichgräfin ist online E-Mail an Deichgräfin senden Beiträge von Deichgräfin suchen Nehmen Sie Deichgräfin in Ihre Freundesliste auf
    Serendipity8 Serendipity8 ist weiblich
    Routinier


    Dabei seit: 03.01.2017
    Beiträge: 275

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    Herrn Haiduk muss man einfach lieb haben. Der sympathische Verkäufer hat in Berlin einen kleinen Zeitschriften/Lotto/Süßigkeiten-Kiosk. Tag für Tag beobachtet er still seine Kunden mit aufrichtigem Interesse. Als eines Tages seine recht ruhige Kundin Alma an seiner Tür einen Zettel anbringt, auf dem sie nach dem Besitzer des Lottoscheins sucht, den sie gefunden hat, muss er tätig werden. Denn dieser Schein gehört dem bisher noch unbekannten Jackpot-Gewinner. Gemeinsam mit Alma macht er sich auf die Suche nach dem rechtmäßigen Gewinner – doch ob dieser so viel Geld überhaupt vertragen kann?

    Diese außergewöhnliche Geschichte, die jedoch frei von jeglichen abstrusen Ideen ist und sehr realistisch dargestellt, wird vom Autor mit eine liebevollen Art erzählt. Geschickt lässt er Herrn Haiduk die Geschichte quasi selbst erzählen als dieser auf einen ehemaligen Kunden und Autor trifft. Stück für Stück erfahren dieser und der Leser, wie Herr Haiduk und Alma auf besondere Weise nach dem Lottogewinner suchen und darf amüsiert beobachten, was die Menschen alles tun, wenn der Jackpot in ihrer Umgebung geknackt wird.

    Die Erzählweise ist locker leicht, die Charaktere liebenswürdig! Von Anfang bis Ende eine absolute Freude das Buch zu lesen – und obwohl es kein Krimi ist, ist es schon richtig spannend, wie es denn ausgeht! Der Leser selbst stellt sich die Frage, was ein Lottogewinn alles verändern könnte.

    Ich kann das Buch nur jedem empfehlen und könnte mir sogar gut eine Verfilmung vorstellen, nach Vorlage von französischen Komödien (obwohl das Buch an sich nichts mit Frankreich zu tun hat – es passt einfach von der Aufmachung her).
    09.10.2017 21:18 Serendipity8 ist offline Beiträge von Serendipity8 suchen Nehmen Sie Serendipity8 in Ihre Freundesliste auf
    Booklooker Booklooker ist weiblich
    Auserwählter Forumsretter


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    Dabei seit: 02.02.2007
    Beiträge: 9.458
    Herkunft: Recklinghausen

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    Böseböse! Das kauf ich dann mal Lachen

    __________________

    Es geht uns mit den Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber wenige erwählen wir zu unseren Freunden, unseren vertrauten Lebensgefährten.

    09.10.2017 21:58 Booklooker ist offline E-Mail an Booklooker senden Homepage von Booklooker Beiträge von Booklooker suchen Nehmen Sie Booklooker in Ihre Freundesliste auf
    Ayasha Ayasha ist weiblich
    Unsterbliche Forenlegende


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    Dabei seit: 15.01.2011
    Beiträge: 3.665
    Herkunft: Eischoll (CH)

    Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

    "Er kam der Liebe wegen nach Berlin...." - ja, sowas kenne ich! Ich bin ja selber aus der Schweiz nach Nürnberg ausgewandert - der Liebe wegen. Daher hat mich die Kurzbeschreibung natürlich sofort angesprochen. Dennoch war mir nicht klar, wohin diese Lesereise mich führen würde und ich war schon sehr gespannt.

    Herr Haiduks Laden stelle ich mir sehr chaotisch und furchtbar voll gestopft vor - ein richtiges Nadelöhr eben, wie der wunderliche Kiosbesitzer seinen Laden insgeheim nennt. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass ich trotz meiner Klaustrophobie auch zu Herrn Haiduks Kunden zählen würde. Er hat eine ganz besondere Art, mit seinen Kunden umzugehen. Er verfügt über ein tiefes Verständnis für die verschiedensten Charaktere und er kann eine Geschichte erzählen wie kaum ein anderer. Das stellt auch Paul, der Schriftsteller, der sich selber verloren hatte, auch fest, nachdem er Herrn Haiduk nach vier Jahren Auslandaufenthalt wiedertrifft. Er kann sich Herrn Heiduks Schilderungen nicht entziehen und hängt an seinen Lippen - genau wie ich als Leser.

    Florian Beckhoff erzählt die Geschichte in der Geschichte mit einem sehr angenehmen Erzählstil und ohne unnötige Dramatisierungen. Es ist ein ruhiger Roman, der einem mitten im Grossstadtdschungel Berlins ein bisschen den Glauben an das Gute im Menschen zurück gibt. Denn was würden wir machen, wenn wir einen Lottoschein, sprich einen Gewinnerschein finden würden? Grübeln

    Für mich fühlt sich dieses Buch ein bisschen wie ein Grossstadtmärchen an. Es kommen zwar keine Feen, Prinzessinnen oder Elfen drin vor. Aber der schlitzohrige Herr Haiduk zaubert mit seiner Art mit den Menschen umzugehen auf eine ganz besondere und subtile Art.

    Der Schluss des Buches mag möglicherweise nicht allen gefallen. Für mich passt er jedoch wie die Faust auf's Auge und so bleibt der Plot in sich schlüssig und logisch.

    Es war ein besonderer Besuch in Herrn Haiduks Nadelöhr und eigentlich ist es schade, dass das Buch schon zu Ende ist. Dem Autor ist es jedenfalls gelungen, mich für seine Figuren einzunehmen und meine Phantasie zu beflügeln, wie es mit ihnen wohl weitergeht.

    Fazit:
    Eine ruhige Geschichte in dieser schnellen und lauten Welt - ein besonderer Mann, der mit seiner Art be- und verzaubert - ein kleines, aber sehr feines Leseerlebnis, das ich gerne weiterempfehle.

    __________________

    12.10.2017 11:54 Ayasha ist offline E-Mail an Ayasha senden Beiträge von Ayasha suchen Nehmen Sie Ayasha in Ihre Freundesliste auf
    bücherbelle bücherbelle ist weiblich
    Eroberer


    Dabei seit: 12.02.2017
    Beiträge: 58

    Zauberhaft mit naiver Protagonistin Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

    "Sie glauben, dass die Menschen mich anlügen würden?"
    "Ganz sicher."
    "Das ist ja schrecklich." (S. 27)

    Zusammenfassung. Herr Haiduk besitzt einen Laden, der eigentlich zu klein ist für Berlin - und der trotzdem, eine spannende und aufregende Zeit lang, die größte Aufregung der Stadt beherbergte. Zu dem Zeitpunkt, an dem wir als Leser dazustoßen, ist das spannendste eigentlich schon geschehen und wir können zusehen, wie die ganze Geschichte im Nachhinein ausgebreitet und erzählt wird.

    Erster Satz. Müsste er seinem Laden einen Namen geben, hatte mir Herr Haiduk eines Tages eröffnet, käme für ihn nur Das Nadelöhr infrage, oder noch besser auf Französisch: Le Trou d'Aiguille.

    Inhalt. Schon auf den ersten Seiten zeichnete sich ab, dass die Geschichte auf ganz besondere Weise zauberhaft werden könnte, und ich denke, dass genau das auch gut gelungen ist. Allein die Situation ist schon ziemlich speziell: jemand findet die Lottoquittung, mit der der Jackpot abgeholt werden könnte, und macht sich auf die Suche nach dem Gewinner.
    Dass sich das nicht einfach gestalten kann, ist von Anfang an klar, doch tatsächlich war die Geschichte noch spannender, als ich erwartet hatte. Erwartet hatte ich ein ruhiges Buch, vielleicht etwas skurril, witzig und mit interessanten Gedanken. Was ich bekam war dann jedoch eine wirklich spannende Story, die vor allem von ihren Figuren lebte.

    Personen. Neben dem Ich-Erzähler, im Buch ein gescheiterter Autor, der nun die ganze Lotto-Geschichte aufschreiben soll, sind besonders wichtig Herr Haiduk selbst und Alma, die Finderin der Quittung. Während Herr Haiduk selbst jemand ist, den ich gern knuddeln würde, weil er so sympathisch und teilnahmsvoll durchs Leben geht, ist das hauptsächliche Charakteristikum der guten Alma ihre Naivität. Was lange Zeit äußerst charmant und herzerwärmend ist, ging mir gegen Ende dann jedoch zunehmend auf den Geist und ich fragte mich, ob Alma tatsächlich mit geschlossenen Augen durch die Welt geht.
    Sehr gut hingegen gefielen mir die Auseinandersetzungen zwischen Herrn Haiduk und Alma, die beide nur das beste wollen, dabei jedoch zu unterschiedlichen Mitteln greifen.

    Lieblingsstellen. "Sie wirkte weise und völlig kindisch zugleich." (S. 73)

    "Ich schlafe gut und auch sehr gerne. Das war schon immer so. Da kann man nichts falsch machen." (S. 170)

    Fazit. Ich habe mehr erhofft, mehr erwartet, doch ich schätze, dass das Buch eigentlich ziemlich schön ist. Es zeigt, dass nicht immer alles wundervoll ist oder wird, jedenfalls nicht in der Weise, die man sich vorgestellt hatte. Es zeigt, das Dinge in Wirklichkeit manchmal so anders sind als man immer gedacht hat, und dass man sich manchmal selbst auch völlig falsch einschätzt.

    __________________
    Bücherbingo 2017
    12.10.2017 20:09 bücherbelle ist offline E-Mail an bücherbelle senden Beiträge von bücherbelle suchen Nehmen Sie bücherbelle in Ihre Freundesliste auf
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