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Ghost - Robert Harris |
taciturus
Lebende Forenlegende


Dabei seit: 08.05.2005
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OT: The Ghost
Kurzbeschreibung:
Hochbrisant, Topaktuell
Der britische Ex-Premierminister Adam Lang will seine Memoiren veröffentlichen. Nach dem dubiosen Tod seines Ghostwriters recherchiert dessen Nachfolger genauer als verlangt und macht eine Entdeckung, die zu einem weltpolitischen Chaos führen kann. War der Premier im »Krieg gegen den Terror« eine Marionette der CIA?
Niemand zuvor hat Großbritannien so lange regiert wie Premierminister Adam Lang. Nun ist er aus dem Amt geschieden, und alle Welt erwartet sehnsüchtig die Memoiren des charismatischen Machtmenschen. Sensationelle zehn Millionen Dollar Vorschuss hat ihm sein amerikanischer Verleger geboten. Unter zwei Bedingungen: Das Buch muss binnen zwei Jahren auf dem Markt sein, und der Ex-Premier soll in Sachen Krieg gegen den Terror kein Blatt vor den Mund nehmen. Ein halbes Jahr vor dem Termin passiert das Undenkbare: Am Ufer der US-amerikanischen Insel Martha's Vineyard, wohin sich Adam Lang zum Arbeiten an seinen Erinnerungen zurückgezogen hat, wird die Leiche seines Ghostwriters angeschwemmt. War es Mord? Schnell wird ein Ersatzmann gefunden, der auf eigene Faust noch genauer als sein Vorgänger in der Vergangenheit des Machtpolitikers recherchiert. Und dabei stößt er auf Dinge, die so brisant sind, dass deren Veröffentlichung zu einem weltpolitischen Chaos führen würde.
Über den Autor: (von Amazon.de)
Robert Harris wurde 1957 in Nottingham geboren und studierte in Cambridge. Er war Reporter bei der BBC, Redakteur beim Observer und Kolumnist bei der Sunday Times und dem Daily Telegraph. 2003 wurde er als bester Kolumnist mit dem "British Press Award" ausgezeichnet. Er schrieb mehrere Sachbücher, und seine Romane "Vaterland", "Enigma", "Aurora", "Pompeji" und zuletzt "Imperium" wurden allesamt internationale Bestseller. Robert Harris lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern in Berkshire.
Eigene Meinung:
Nachdem mir „Pompeji“ nicht gefallen hatte, zauderte ich lange, ob ich Robert Harris noch eine Chance geben soll. Schlußendlich war der Klappentext zu verlockend und die Neugier hat vor einer langen Wartezeit auf eine Taschenbuchausgabe gesiegt.
Glücklicherweise wurde ich nicht enttäuscht. Ghost ist ein spannender, ruhiger und brandaktueller Politthriller, der bis zum letzten Wort eine große Spannung aufrechterhält.
Nachdem die Leiche des langjährigen Beraters des britischen Expremierministers, der zuletzt als Ghostwriter für dessen Memoiren tätig war an die Küste von Marthas’s Vineyard gespült wird, muss ein neuer Ghost gefunden werden, der für die Autobiographie sorgt. Nach und Nach entdeckt dieser immer mehr Ungereimtheiten in den Geschichten des charismatischen Ex Staatschefs. Als dieser vor dem Internationalen Strafgerichtshof angeklagt werden soll, erhalten diese Zweifel immer mehr Nährboden.
Eindrucksvoll gelingt es Robert Harris den „Hof eines Expremiers“ zu schildern. Einerseits handelt es vom Verlust der Macht, andererseits von einem Politiker, der nun mit den Taten aus seiner aktiven Politikerlaufbahn konfrontiert wird.
Harris zeichnet vielschichtige Charaktere, thematisiert aktuelle politische Probleme rund um Menschenrechtsverletzungen im Kampf gegen den Terrorismus und schafft es über den gesamten Roman einen hohen Spannungsbogen zu halten.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von taciturus: 09.11.2007 00:17.
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09.11.2007 00:17 |
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Rosenstolz

Zeitloser Forum-Superstar
  

Dabei seit: 22.08.2004
Beiträge: 6.641
Herkunft: Rems-Murr-Kreis
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Danke für die Rezi.
Ich fand ja schon "Pompeji" nicht schlecht und werde dieses Buch sicher auch noch lesen.
__________________ Tauschticket
: Der Tag, an dem Marilyn starb - Donna Milner
Ich höre: Dunkelziffer - Arne Dahl
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09.11.2007 06:39 |
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beowulf
Zeitloser Forum-Superstar
  

Dabei seit: 09.08.2006
Beiträge: 6.347
Herkunft: Hohenloher Schlitzohr, jetzt seit 1990 in Leipzig
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Danke für die Rezi- ich werde mal das TB ins Auge fassen, nachdem Imperium und Pompeji ja als Spannungsbücher nicht schlecht waren aber die alten Römer für die Kritik am heutigen System so offensichtlich verdreht wurden, ist ein Buch aus der heutigen Zeit ja eher zu unterscheiden in Fantasy und Realitätsnähe.
__________________ Nemo tenetur
Ware Vreundschavt ißt, wen mahn di Schreipfelerdes andereen übersiet
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09.11.2007 07:44 |
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hanako
Foren As
   
Dabei seit: 10.11.2007
Beiträge: 79
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Mit diesem Roman hat Robert Harris mich endlich wieder gepackt! :) Damit findet er zu seiner alten Form zurück, wie bei Fatherland und Archangel.
Kennt jemand sein Buch über die Story mit den Hitler-Tagebüchern, "Selling Hitler"?
__________________ Liebe Grüße --- hanako
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10.11.2007 16:52 |
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taciturus
Lebende Forenlegende


Dabei seit: 08.05.2005
Beiträge: 2.805
Themenstarter
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| Zitat: |
Original von beowulf
Danke für die Rezi- ich werde mal das TB ins Auge fassen, nachdem Imperium und Pompeji ja als Spannungsbücher nicht schlecht waren aber die alten Römer für die Kritik am heutigen System so offensichtlich verdreht wurden, ist ein Buch aus der heutigen Zeit ja eher zu unterscheiden in Fantasy und Realitätsnähe. |
Ich fand gerade das eine der Stärken dieses Thrillers, dass er in seiner Hauptgeschichte relativ nah am tatsächlich möglichen bleibt, wenn man die Geschichte rund um die CIA Geheimflüge und Geheimgefängnisse in diversen Staaten anschaut.
Das Drum-Herum ist natürlich ein wenig thrillermäßig aufgebauscht.
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10.11.2007 17:23 |
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Pelican

Moderatorin
  

Dabei seit: 13.07.2004
Beiträge: 3.651
Herkunft: Wörth
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@ taciturus
einige Rezensenten halten das Buch für eine Abrechnung mit Tony Blair mit dem Harris wohl früher recht gut befreundet war. Siehst Du das auch so?
__________________ Herzliche Grüße
Pelican
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11.11.2007 13:09 |
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taciturus
Lebende Forenlegende


Dabei seit: 08.05.2005
Beiträge: 2.805
Themenstarter
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| Zitat: |
Original von Pelican
@ taciturus
einige Rezensenten halten das Buch für eine Abrechnung mit Tony Blair mit dem Harris wohl früher recht gut befreundet war. Siehst Du das auch so? |
Das habe ich auch schon in verschiedenen Rezensionen gelesen. Um hier wirklich eine gehaltvolle Antwort zu geben, weiß ich aber leider eindeutig zu wenig über die politische Biographie von Tony Blair. Seitdem ich das Buch gelesen habe, halte ich zwar schon in diversen Buchhandlungen nach einer Biographie von Tony Blair ausschau, habe aber noch nirgendwo eine gefunden.
Was ich aber sagen kann ist, dass das Buch auf die jüngste Vergangenheit sehr wohl Bezug nimmt und dabei durchaus auch einige Parallelen zu Blair auffallen. Z.B. charismatischer Politiker, Lösung des Nordirlandkonflikts etc, wo durchaus leichte Andeutungen auf die jüngere Entwicklung der britischen Geschichte gemacht werden.
Inwieweit die "Buchfrau" dann aber mit Blairs übereinstimmt und inwieweit seine Büroleiterin dem realen Pendant entspricht kann ich nicht beurteilen.
Sehr realitätsnah erscheint mir die angloamerikanische Beziehung und eine kritische Betrachtung des "Kriegs gegen den Terrorismus". Am Ende könnte sich Harris aber auch für den britischen anstatt des usamerikanischen Regierungschefs entschieden haben, weil man den amerikanischen nicht vorm internationalen Strafgerichtshof anklagen könnte, den britischen aber schon. Who knows?
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11.11.2007 14:25 |
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hanako
Foren As
   
Dabei seit: 10.11.2007
Beiträge: 79
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@ Taciturus, ich hab ein paar Tipps, aber alle aus UK:
Philip Stephens: Tony Blair: The Making of a World Leader
Con Coughlin: American Ally: Tony Blair and the War on Terror
Alastair Campbell: The Blair Years
Auf Tony Blairs millionenschwere Autobiographie musst du noch ein bischen warten.
__________________ Liebe Grüße --- hanako
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12.11.2007 21:09 |
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taciturus
Lebende Forenlegende


Dabei seit: 08.05.2005
Beiträge: 2.805
Themenstarter
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Vielen Dank für die Tipps. Kannst du eine davon besonders empfehlen?
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12.11.2007 22:22 |
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hanako
Foren As
   
Dabei seit: 10.11.2007
Beiträge: 79
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ich hab extra alle 3 genommen, weil es verschiedene Blickwinkel sind. "DIE" Biographie von Tony Blair gibts nicht. :)
Alastar Cromwell war Blair's spin doctor, das ist ein interessanter Blickwinkel, aber vorsichtig zu genießen.
__________________ Liebe Grüße --- hanako
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15.11.2007 09:22 |
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Giulietta777

Haudegen
  

Dabei seit: 13.05.2007
Beiträge: 576
Herkunft: Geisenheim
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Ich habe gestern Abend nun auch "Ghost" von Robert Harris beendet und es hat mir wirklich gut gefallen. Das Buch hat mich schon lange gereizt und endlich, endlich durch den Weihnachtsgutschein hab ichs dann mit nach Hause genommen. Da dies mein erster Thriller von Harris war, hab ich keine Vergleichsmöglichkeiten, dieser hat mir aber wirklich gut gefallen. Wenn es oben in der Rezension heißt, "ruhiger" Politthriller, dann kann ich das voll und ganz unterschreiben. Genau diese Ruhe, diese Atmosphäre hat den Thriller für mich ausgemacht.
Empfehlenswert!
__________________ Lieben Gruß,
Giulietta777
Justin Cronin "Der Übergang"
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11.01.2008 14:02 |
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Ushuaia

Routinier
 

Dabei seit: 27.11.2007
Beiträge: 286
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Bei jedem Buch von Robert Harris hatte ich bisher vor dem Lesen einige Zweifel ob es mir gefallen würde ("Pompeji", was interessiert mich Pompeji? oder "Vaterland", das Setting kommt mir doch obskur vor ...) dann lese ich das Buch und es gefällt mir.
Bei diesem hier war es genauso, es hat mir gut gefallen. Mir gefällt, wie Harris aktuelles Zeitgeschehen hübsch verpackt, und der Erzähler ahnungslos in etwas hineinstolpert, aus dem er wohl nicht mehr so ganz herauskommt.
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10.06.2008 19:57 |
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fabulanta

Lebende Forenlegende


Dabei seit: 02.06.2008
Beiträge: 2.135
Herkunft: Östlich von Stuttgart
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Original von Pelican
@ taciturus
einige Rezensenten halten das Buch für eine Abrechnung mit Tony Blair mit dem Harris wohl früher recht gut befreundet war. Siehst Du das auch so? |
Das ist mir beim Lesen nicht aufgefallen (während des Lesens wusste ich davon auch nichts)
Für mich war es das erste Buch von Robert Harris und so weit ich mich erinnern kann, hat mir das Buch relativ gut gefallen.
__________________ Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht. (Abraham Lincoln, 12.02.1809 - 15.04.1865)
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10.06.2008 20:34 |
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Ushuaia

Routinier
 

Dabei seit: 27.11.2007
Beiträge: 286
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| Zitat: |
Original von fabulanta
| Zitat: |
Original von Pelican
@ taciturus
einige Rezensenten halten das Buch für eine Abrechnung mit Tony Blair mit dem Harris wohl früher recht gut befreundet war. Siehst Du das auch so? |
Das ist mir beim Lesen nicht aufgefallen (während des Lesens wusste ich davon auch nichts)
Für mich war es das erste Buch von Robert Harris und so weit ich mich erinnern kann, hat mir das Buch relativ gut gefallen.
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Ich wusste davon nichts, aber beim Lesen sind mir doch gewisse Parallelen zwischen Fiktion und Realität ziemlich deutlich gewesen, also etwa die enge Anlehnung von Blairs Politik, und der des fiktiven Ex-Premiers an die amerikanische.
Eigentlich fand ich dann diesen Dreh, d.h. den Hintergrund, den man dieser Sache im Buch gegeben hat, eine total spannende Idee.
Mir gefiel auch der erste Satz des Buches, das zieht sofort rein, und das Buch hält, was der Anfang verspricht (was ja ansonsten leider nicht immer so der Fall ist)
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10.06.2008 21:11 |
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taciturus
Lebende Forenlegende


Dabei seit: 08.05.2005
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Die TB Ausgabe ist für Dezember 2008 angekündigt.
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27.08.2008 01:34 |
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Impressum
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