Zwillingsspiel - Markus Stromiedel      |
milla

Super Moderatorin
    

Dabei seit: 07.08.2004
Beiträge: 5.014
Herkunft: Sauerland
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| Zwillingsspiel - Markus Stromiedel |
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Kurzbeschreibung:
Berlin wird von einem Terroranschlag erschüttert: Eine Explosion auf dem S-Bahnhof Savignyplatz zerfetzt sieben Menschen, darunter die Tochter eines prominenten Regierungsberaters. Kommissar Paul Selig wird mit den Ermittlungen beauftragt - zu seinem großen Erstaunen, denn eigentlich ist er alles andere als ein Erfolgsmensch: melancholisch, zögerlich, introvertiert. Daran ist seine Zwillingsschwester Lisa nicht ganz unschuldig, die von Kindesbeinen an kaum eine Gelegenheit ausgelassen hat, ihren Bruder zum Verlierer zu stempeln. Bei seinen Ermittlungen stößt Selig auf zahlreiche Ungereimtheiten. Sollte er den Fall etwa bekommen haben, weil man ihm die Aufklärung nicht zutraut? Aber wer könnte ein Interesse daran haben, die Wahrheit unter Verschluss zu halten?
Über den Autor:
Markus Stromiedel schrieb als Journalist für die ZEIT und die "Frankfurter Rundschau", bevor er in die Filmbranche wechselte. Er war Chefdramaturg bei der Bavaria Film, Creative-Producer für Columbia TriStar und Writing-Producer für Studio Hamburg. Seit 1999 schreibt er als freier Autor Drehbücher. Seither entstanden die Bücher für viele erfolgreiche Krimis und Fernsehfilme (u.a. "Tatort", "Der Staatsanwalt", "Stubbe: Von Fall zu Fall"). Er lebt in Bonn. "Zwillingsspiel" ist sein erster Roman.
Meine Meinung:
Markus Stromiedel hat mit seinem Debütroman einen bemerkenswerten und atemberaubenden Thriller vorgelegt, der den Leser von Beginn an fesselt. Er taucht ein in die obersten Etagen der Politik und verwebt die Vorgänge kurz vor der Bundestagswahl mit einer Serie terroristischer Anschläge in Berlin. Hauptfigur und mit den Ermittlungsaufgaben betreut ist Paul Selig, der stotternde und schüchterne Kommissar, dem sonst immer die kleinen und unwichtigen Fälle zugeschoben wurden und der seit der Kindheit neben seiner starken Zwillingsschwester Lisa immer den Kürzeren gezogen hat. Als die ersten Ungereimtheiten auftauchen, wacht Selig auf und beginnt zum ersten Mal in seinem Leben, sich über seine Umgebung hinwegzusetzen und das Heft selbst in die Hand zu nehmen, mit dem einen Ziel: die Attentäter zu finden. Neben der originellen und aufgrund ihrer Authentizität beklemmenden Ereignisse ist es vor allem Seligs Entwicklung, durch die der Krimi besticht. Er trägt die Handlung und die Emotionen des Lesers durch das ganze Buch hindurch. Auch wenn schon relativ schnell klar wird, in welche Richtung sich die Auflösung bewegt, lässt es sich Stromiedel nicht nehmen, den ein oder anderen Aspekt offen zu lassen und bis zum Finale einige falsche Spuren zu legen.
Ein gelungenes Debüt mit einer guten Kombination aus klassischen Thriller-Elementen und aktuellen politischen Bezügen, authentischen Figuren und Spannung von der ersten bis zur letzten Seite – bitte mehr davon!
9 Punkte von mir!
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06.05.2008 00:54 |
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Ronald
Doppel-As

Dabei seit: 20.02.2008
Beiträge: 131
Herkunft: Hannover
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| RE: Zwillingsspiel - Markus Stromiedel |
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Danke für deine Rezi.
Also ich habe diesen Roman nach ca. 100 Seiten abgebrochen. Die Figuren erschienen mir so oberflächlich das ich mich nicht für die Geschichte erwärmen konnte. Obwohl ich eigentlich auf diese Art von Geschichten abfahre.
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06.05.2008 06:13 |
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Voltaire
Zeitloser Forum-Superstar
  

Dabei seit: 10.05.2005
Beiträge: 6.399
Herkunft: Hamburg
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Das hört sich ausgesprochen gut an. Herzlichen Dank für diese sehr informative Rezi. Dieses Buch werde ich mir dann wohl in den nächsten Tagen beschaffen.
__________________ Chuck Norris isst keinen Honig - Chuck Norris kaut Bienen
Mich zu mögen ist ein Talent, welches nicht jeder besitzt
Ich kann dumme Menschen sehen (in Anlehnung an The Sixth Sense ).
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06.05.2008 08:35 |
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Wolke

Admin
     

Dabei seit: 10.01.2004
Beiträge: 14.392
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| Zitat: |
Original von Ronald
Also ich habe diesen Roman nach ca. 100 Seiten abgebrochen. Die Figuren erschienen mir so oberflächlich das ich mich nicht für die Geschichte erwärmen konnte. Obwohl ich eigentlich auf diese Art von Geschichten abfahre. |
Hallo Ronald,
mir ging es wie milla, ich konnte Zwillingsspiel überhaupt nicht weg legen. Ich fand dieses Buch mal ganz anders aufgebaut. Schnell weiß man, wer hier die Bösen sind, sieht aber immer Selig, mit dem man fast Mitleid haben muß und kämpft (bzw. ermittelt) sich mit ihm durchs Buch. Die Szene, in der Selig Kopfschmerzen hat, ist dermaßen eindringlich geschrieben, dass ich dachte mir platzt der Schädel beim Lesen - einfach grandios beschrieben.
Auf die Leserunde bin ich jetzt schon sehr gespannt
__________________ Liebe Grüße, Wolke
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06.05.2008 09:37 |
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Wiggli unregistriert
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Ich habe das Buch gestern in der Buchhandlung gesehen, noch in den Kisten verstaut. Nach dieser Rezi bin ich ganz gespannt auf die Leserunde.
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06.05.2008 12:49 |
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Helga

Unsterbliche Forenlegende
 

Dabei seit: 02.01.2004
Beiträge: 3.577
Herkunft: Wien/Österreich
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Danke milla
für die ausführliche Rezi, bin mir allerdings noch nicht ganz schlüssig, ob ich es lesen will oder nicht. ich befürchte fast, dass es um zu viele Nebensächlichkeiten geht und weniger um den Fall, was ich bei einem Krimi nicht so mag. Ich werde noch einige Rezis abwarten.
__________________ Liebe Grüße
Helga
Carmen Lobato - Im Tal der träumenden Götter
Lesen ist ernten, was andere gesät haben
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06.05.2008 12:54 |
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Bookworm

Lebende Forenlegende


Dabei seit: 19.11.2006
Beiträge: 1.677
Herkunft: NRW
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Danke für die Rezi, Milla!
Das klingt richtig gut, ich freue mich sehr auf die Leserunde.
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Viele Grüße, Bookworm
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06.05.2008 19:51 |
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milla

Super Moderatorin
    

Dabei seit: 07.08.2004
Beiträge: 5.014
Herkunft: Sauerland
Themenstarter
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| Zitat: |
Original von Wolke
Die Szene, in der Selig Kopfschmerzen hat, ist dermaßen eindringlich geschrieben, dass ich dachte mir platzt der Schädel beim Lesen - einfach grandios beschrieben. |
Absolut! Diese Szene(n) gehören zu den Highlights des Buches!
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07.05.2008 00:45 |
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Seestern

Lebende Forenlegende


Dabei seit: 24.11.2004
Beiträge: 2.206
Herkunft: Schwäbisches Meer
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Mensch, Ihr seid ja mal schnell
Habe das Buch gestern erst ausgepackt ...
Da hat im Wareneingang wohl jemand getrödelt
Aber gut zu wissen, dass es sich wohl lohnt.
Danke für die Rezi
__________________ Man muss ins Gelingen verliebt sein,
nicht ins Scheitern.
Ernst Bloch
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07.05.2008 07:54 |
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Queedin

Lebende Forenlegende


Dabei seit: 23.04.2007
Beiträge: 1.943
Herkunft: Berlin
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Das Buch musste ich unbedingt lesen - spielt es doch in meinem geliebten Berlin!
Meine Rezension:
Das war mal wieder ein Thriller (oder Krimi – ich bin da immer etwas unschlüssig) nach meinem Geschmack.
Das ganze spielt ein paar (wenige) Jahre in der Zukunft in Berlin und ist so realistisch, dass mir so manches mal eine Gänsehaut den Rücken herunter lief bei der Vorstellung, dass das tatsächlich passieren könnte: Berlin wird von mehreren Bombenanschlägen erschüttert! Kommissar Selig ist selbst überrascht, dass ausgerechnet ihm die Lösung dieses sehr brisanten, und kurz vor der Bundestagswahl politisch so wichtigen Falls zugetraut wird.
Toll fand ich, wie die unterschiedlichen Personen mit einander verwoben sind und sich der Kreis aber doch erst auf den letzten Seiten wirklich schließt. Ich fand die Personen gar nicht flach, sondern sehr real gezeichnet, nicht übertrieben, aber ihr Handeln eben doch nachvollziehbar. In der Mitte, kurz vor Beginn des zweiten Teils, hatte ich einen Hänger, das Ganze zog sich etwas, ohne dass es wirklich weiter ging, aber nur, um dann im zweiten Teil das Tempo mächtig anzuziehen. Das war sozusagen die letzten Chance zum Luft holen!
Gut und angenehm gelöst empfand ich die Beziehung zwischen Selig und seiner Kollegin Maria – zum Glück entwickelt sich da keine schmalzige Liebesbeziehung, die im Bett endet!
Ich könnte mir einen weiteren Roman und Selig gut vorstellen – seine weitere Entwicklung würde ich gern verfolgen.
Bewertung: erfreuliche Delikatesse!
edit: janz verjessen: ab 1. Juni jibt's ne Leserunde, da kannste det Buch sojar jewinnen, dann musste det nich selba koofen...
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Queedin: 18.05.2008 00:27.
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17.05.2008 16:07 |
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Herr Palomar
Moderator
  

Dabei seit: 18.04.2006
Beiträge: 10.874
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Zwillingsspiel – Markus Stromiedel
Meine Rezension:
Interessant an diesem Roman finde ich, dass das gespannte Verhältnis der Geschwister Paul und Lisa schon im Prolog angelegt ist. Ihr Konkurrenzverhalten, bei denen der sensible Paul stets den Kürzeren zieht, spielt auch 30 Jahre später noch eine Rolle.
Die beiden sind originelle Figuren, da Paul Selig, obwohl Kommissar, kein strahlender Held ist. Ihm fehlt das Selbstbewusstsein, das seine Schwester auszeichnet, dafür wirkt sie unsympathisch. Das Protagonisten so angelegt sind, ist mal etwas anderes und zeigt die Originalität des Thrillers. Die eigentliche Thrillerhandlung und die Ermittlungsarbeit haben mich hingegen nicht so ganz erreicht, ich habe auch keinen Zugang zur Figur des Alexander Kaskan gefunden, aber ich denke, ich bin auch nicht so ganz das Zielpublikum des Romans.
Trotzdem erkenne ich den logischen Aufbau des Romans, die Actionanteile sind sinnvoll eingeteilt. Ein Buch für den anspruchsvollen Thrillerfan.
__________________ Den Windmühlen nach, die falsche Wege weisen
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18.05.2008 00:32 |
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Ushuaia

Routinier
 

Dabei seit: 27.11.2007
Beiträge: 387
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Nachdem ich das Buch am Anfang ganz gut fand, fand ich es in der Mitte eher nervig, den Schluss dann wieder ganz okay.
Möglicherweise war bei mir die Luft raus, als zum dritten oder vierten Mal gegen Ende eines Kapitels der Satz "Er bemerkte nicht, dass er von einem dunkel gekleideten/braunhaarigen/blondgelockten Mann aus einem Wagen/in einem Gebüsch sitzend beobachtet wurde".
Das ist einmal, zweimal ganz okay, aber spätestens nach dem dritten Mal - und dieser Satz samt dazugehöriger Szene kommt bestimmt zehnmal vor - ist das einfach nur noch albern. Da gibt es auch andere Techniken wie man sowas schreiben kann (einmal wird das ja auch angewendet, da werden gleich im nächsten Kapitel ein paar Überwachungsbilder vorgelegt - also wieso musste da schon wieder der Satz am Ende des vorangegangen Kapitels stehen?).
Die Charaktere haben zwar einen interessanten Hintergrund, vor allem Paul und Lisa, aber sie berühren mich dennoch nicht wirklich, sie kommen einem nicht nahe. Nichts zieht mich wirklich in das Buch rein.
Für einen deutschen Thriller finde ich das Buch ganz in Ordnung, aber da wäre noch wesentlich mehr dringewesen.
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22.05.2008 14:02 |
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beowulf
Auserwählter Forumsretter
   

Dabei seit: 09.08.2006
Beiträge: 8.879
Herkunft: Hohenloher Schlitzohr, jetzt seit 1990 in Leipzig
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Ich kann Ushuaia uneingeschränkt zustimmen.
Gute, flotte Schreibe, gute Idee- aber letztlich zuviel gewollt. Alles reingepresst was nur geht- böse machtgeile Politiker, Russenmafia, Islamistenterror, psychische Störung eines Kleinkindes, Geschwisterkonkurrenzkampf, und und und, selbst die StaSi taucht in einer Renadbemerkung am Schluß auf. Das war mir zuviel an Stelle atemloser Spannung kam Langeweile auf- kein Gedanke wird letztlich zum tragenden Spannungsbogen, schade um die guten Ansätze und die guten Ideen
| Zitat: |
Original von Ushuaia
aber da wäre noch wesentlich mehr dringewesen. |
__________________ Nemo tenetur
Ware Vreundschavt ißt, wen mahn di Schreipfelerdes andereen übersiet
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01.06.2008 19:06 |
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Keti_92

Foren As
   

Dabei seit: 01.04.2008
Beiträge: 75
Herkunft: Wiesbaden
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Danke für die Rezi
hört sich echt spannend an, vllt leih ich es mir mal aus oder so :)
__________________ Liebe Grüße
Keti
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01.06.2008 19:13 |
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Eli

Lebende Forenlegende

Dabei seit: 28.01.2006
Beiträge: 1.609
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...ganz in Ordnung oder superspannend?
Ich setz es sicherheitshalber auf meine WL.
__________________ so many books...so little time
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02.06.2008 08:22 |
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Wiggli unregistriert
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@ Eli
Ich finde es superspannend.
Aber das ist natürlich Geschmackssache.
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02.06.2008 19:37 |
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Nomadenseelchen

Haudegen
  

Dabei seit: 18.04.2008
Beiträge: 570
Herkunft: Neu-Isenburg nähe Frankfurt/Main
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Kurzbeschreibung
Berlin wird von einem Terroranschlag erschüttert: Eine Explosion auf dem S-Bahnhof Savignyplatz zerfetzt sieben Menschen, darunter die Tochter eines prominenten Regierungsberaters. Kommissar Paul Selig wird mit den Ermittlungen beauftragt - zu seinem großen Erstaunen, denn eigentlich ist er alles andere als ein Erfolgsmensch: melancholisch, zögerlich, introvertiert. Daran ist seine Zwillingsschwester Lisa nicht ganz unschuldig, die von Kindesbeinen an kaum eine Gelegenheit ausgelassen hat, ihren Bruder zum Verlierer zu stempeln. Bei seinen Ermittlungen stößt Selig auf zahlreiche Ungereimtheiten. Sollte er den Fall etwa bekommen haben, weil man ihm die Aufklärung nicht zutraut? Aber wer könnte ein Interesse daran haben, die Wahrheit unter Verschluss zu halten? (Amazon)
Wirklich an mich sind die Figuren nicht gegangen. Warum wird der Ermittler Paul Selig immer nur Selig genannt, alle anderen Figuren jedoch mit ihren Vornamen? Für mich schafft das eine künstliche Distanz zu ihm, die alles andere als positiv ist. Nur er und seine Schwester Lisa treten überhaupt als Personen wirklich hervor, alle anderen kommen mir vor wie Staffage. Dazu erscheint mir Paul Selig nicht wirklich glaubwürdig: Von einem Polizisten - egal ob Kommissar oder Streifenpolizist - wird die Ausstrahlung von Autorität erwartet. Paul Selig dagegen kommt mir vor wie ein verhusches Mäuschen, ständig fertig gemacht von seiner Schwester Lisa. Diese ist wunderbar biestig, eiskalt und geht nicht nur im übertragenen Sinne über Leichen. Allerdings macht sie genau dies auch wieder sehr eindimsonal.
Die Handlung war mir zu sprunghaft und oberflächlich. Hier hat man schon gemerkt, dass der Autor Markus Stromriedel hauptsächlcih Drehbücher schreibt. Spannend war es auf jeden Fall, ich habe mich öfters erwischt, wie ich etwas anderes machen / schlafen gehen mußte und das Buch nicht weglegen konnte. Nur schade, dass das einzig wirklich Lokalspezifische der Handlungsort *Berlin* ist, ansonsten ist es actionreich-amerikanisch und könnte genauso überall auf der Welt spielen. Das Buch hat für mich seinen Sinn erfüllt, es waren sehr spannende Stunden mit dem Buch, was ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ergibt.
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Nomadenseelchen: 04.06.2008 15:21.
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04.06.2008 14:52 |
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Eli

Lebende Forenlegende

Dabei seit: 28.01.2006
Beiträge: 1.609
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| Zitat: |
Original von Wiggli
@ Eli
Ich finde es superspannend.
Aber das ist natürlich Geschmackssache.
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Danke, Wiggli!
Ich habe mir das Buch schon besorgt.
__________________ so many books...so little time
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04.06.2008 15:03 |
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chiclana

Unsterbliche Forenlegende
 

Dabei seit: 04.01.2005
Beiträge: 3.365
Herkunft: Fellbach
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Mir hat das Buch ganz gut gefallen, aber es hat mich nicht wirklich begeistert.
Den Anfang fand ich sehr spannend und durch die vielen Szenenwechsel und die vielen kleinen Puzzleteilchen, die man erfährt, wird man sozusagen zum Weiterlesen "gezwungen" - fand ich prima.
Doch mit der Zeit wurde das Buch ein wenig zäh. Die vielen Andeutungen wurden wiederholt, aber nicht aufgelöst. Hintergrundinfos bzw. Informationen zur Vergangenheit der Figuren gab es nur sehr sparsam, dafür immer mehr Figuren, die immer mal wieder kurz in Erscheinung traten.
Zum Schluss wurde es nochmal spannend und ereignisreich, aber so richtig überzeugt hat mich die Auflösung auch nicht...
Von mir bekommt das Buch 7 Punkte.
__________________ Chiclana bei Tauschticket
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04.06.2008 22:10 |
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Sabine_D

Auserwählter Forumsretter
   

Dabei seit: 14.09.2006
Beiträge: 8.407
Herkunft: Nähe Hanau
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| Zitat: |
Original von chiclana
Mir hat das Buch ganz gut gefallen, aber es hat mich nicht wirklich begeistert.
Den Anfang fand ich sehr spannend und durch die vielen Szenenwechsel und die vielen kleinen Puzzleteilchen, die man erfährt, wird man sozusagen zum Weiterlesen "gezwungen" - fand ich prima.
Doch mit der Zeit wurde das Buch ein wenig zäh. Die vielen Andeutungen wurden wiederholt, aber nicht aufgelöst. Hintergrundinfos bzw. Informationen zur Vergangenheit der Figuren gab es nur sehr sparsam, dafür immer mehr Figuren, die immer mal wieder kurz in Erscheinung traten.
Zum Schluss wurde es nochmal spannend und ereignisreich, aber so richtig überzeugt hat mich die Auflösung auch nicht...
Von mir bekommt das Buch 7 Punkte. |
Diese Rezi kann ich eigenlich nur voll und ganz unterschreiben.
Es war ein Buch, welches ich so nicht erwartet hatte. Die Thrilleranteile waren mir zu wenig.
Auch von mir gibt es 7 Punkte
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Sabine
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Carlene Thompson - Vergiss wenn du kannst

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05.06.2008 08:28 |
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Impressum
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