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Nachts kommen die Füchse – Cees Nooteboom |
Herr Palomar
Moderator
  

Dabei seit: 18.04.2006
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| Nachts kommen die Füchse – Cees Nooteboom |
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Suhrkamp 2009, 155 Seiten
Erzählungen
OT: `s Nachts komen de vossen
Aus dem Niederländischen von Helga von Breuningen
Kurzbeschreibung:
Nachts, wenn die Füchse kommen – das sind die Momente, in denen man sich das eigene Leben nicht mehr zutraut, in denen die Angst vor der Dunkelheit überhandnimmt. Daß der Erzähler in schöner Regelmäßigkeit von diesen Füchsen, diesen Ängsten heimgesucht wird, meist morgens gegen fünf, das wissen wenige. Paula weiß es, die Begehrenswerte, die auf dem Cover der Vogue abgebildet war, die rätselhafte Paula. Sie ist der geheime Mittelpunkt der Clique, in der mit Leidenschaft Bakkarat gespielt und mit Verve Geld verloren wird. Daß sie mit dem Erzähler etwas ganz Besonderes verbunden hat, begreift er erst, als der Kasinobesuch in Deauville schon beschlossene Sache ist, als Paula auf die 23 setzt, als der große Hotelbrand von Saragossa längst Geschichte ist.
Über den Autor:
Cees Nooteboom, 1933 in Den Haag geboren, lebt als freier Schriftsteller in Amsterdam und auf Menorca.
Meine Meinung:
Das neue Band mit Erzählungen des niederländischen Autors Cees Nooteboom umfasst die folgenden Original-Kurzgeschichten:
Gondeln, Gewitter, Heinz, Ende September, Paula, Paula II, Der entfernte Punkt
Manche Geschichten sind kurz, eher skizzenhaft, andere haben den Umfang längerer Erzählungen mit mehreren Kapiteln.
Nooteboom beschäftigt sich mit dem Erinnern an Personen, die er früher kannte. Es sind vorwiegend gescheiterte Existenzen, doch Cees Nooteboomstellt eine Nähe zu ihnen her. Anhand von z.B. Fotos fängt er an die Erinnerungen zu rekonstruieren.
Die Geschichten spielen in Sardinien, Italien, Spanien, der ligurischen Küste, nur selten in den Niederländen. Das verleiht den Geschichten einen zusätzlichen exotischen Reiz.
Es herrscht eine leise Melancholie vor, aber es fehlt auch nicht die bekannte Lakonie des Autors.
Eigentlich wollte ich nur einige der Geschichten lesen, aber es ist schwer, sich von dem Buch zu lösen und so habe ich praktisch alle Erzählungen am Stück gelesen. Meine Favoriten sind die kurze Geschichte „Gondeln“ oder die lange „Heinz“.
Die Geschichten besitzen eine ganz eigene Energie.
Cees Nooteboom hat nichts von seiner erzählerischen Kraft verloren.
__________________ Where have the old words got me?
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29.07.2009 12:03 |
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Voltaire
Unsterbliche Forenlegende
 

Dabei seit: 10.05.2005
Beiträge: 3.214
Herkunft: Hamburg
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Bisher hat mich Nooteboom noch nie so richtig überzeugen können. Aber aufgrund deiner sehr informativen und aufschlussreichen Rezi werde ich dann wohl noch einmal einen Versuch wagen.
__________________ Er war Einser-Jurist und auch sonst bei mässigem Verstande (Ludwig Thoma).
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29.07.2009 12:11 |
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