Winter in Maine - Gerard Donovan      |
Eskalina

Lebende Forenlegende


Dabei seit: 07.08.2005
Beiträge: 2.323
Herkunft: Hannover ;)
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| Winter in Maine - Gerard Donovan |
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Winter in Maine
Originaltitel: Julius Winsome
Gerard Donovan
ISBN: 978-3630872728
Luchterhand
208 Seiten, 17,95 Euro
Über den Autor: Gerard Donovan wurde 1959 in Irland geboren und lebt heute im Staat New York. Studium der Philosophie und Germanistik, Reisen, klassische Gitarre mit Schwerpunkt J. S. Bach. Werke: drei Gedichtbände, Shortstorys, drei Romane. »Winter in Maine« war »Buch des Jahres 2008« der englischen Tageszeitung »The Guardian«.
Handlung: Julius Winsome lebt in den Wäldern von Maine. Allein. Seit er denken kann. Die Winter sind lang in Maine, doch er spürt keine Einsamkeit, denn er hat seine Bücher und Hobbes seinen Pitbullterrier, der ihm ein treuer Gefährte geworden ist. Als jemand eines Tages scheinbar absichtlich den Hund erschießt, zerbricht etwas in Julius und sein Leben ändert sich dramatisch…
Meine Meinung: Vorab eine kleine Empfehlung: Wer dieses Buch genießen will, sollte sich die Begründung der Jury die es zum „Buch des Jahre 2008“ gewählt hat, erst nach der Lektüre gönnen, denn meiner Meinung nach wird darin sehr viel vom Inhalt verraten.
Julius ist ein Mensch, der in seiner eigenen kleinen Welt lebt, mit ganz eigenen und ungewöhnlichen Denkstrukturen. Ein Außenseiter, dessen Leben sich komplett von dem der Menschen in seinem Umfeld unterscheidet, der immer alles hingenommen und akzeptiert hat, wie es gerade kam, ohne sich Gedanken darum zu machen. Doch nun nach dem Verlust seines Hundes blickt Julius auf sein bisheriges Leben zurück. Ein Leben das von Verlusten geprägt ist. Mutter, Vater und die große Liebe, alles hat er verloren und alles das erlebt man gemeinsam – verliert man zusammen mit dem Protagonisten.
Donovan hat seine Figur trotz dieser Vita sehr arm an Emotionen entworfen, und es ist, als ob er beim Schreiben die Zuständigkeiten aufgeteilt habe: Julius ist für das Erleben zuständig und der Leser hat die Aufgabe, das Erlebte zu fühlen. Die Schönheit der Sätze wirkt wie ein behutsames Kratzen an der Oberfläche, so intensiv, bis die Oberfläche brüchig wird und man den Sinn des Buches sehr nahe an sich heran lässt und irgendwann merkt man, dass man nicht nur über das Verlorene in dieser Geschichte nachzudenken beginnt…
Mein Fazit: Den Titel „Buch des Jahres“ der englischen Tageszeitung „The Guardian“ hat dieses Meisterwerk meiner Meinung nach uneingeschränkt verdient. Ich konnte einfach nicht genug bekommen von der Sprache in diesem Buch, die einen einwickelt und überwältigt, die den Leser nachdenklich zurück lässt – so schön, so schmerzlich und so nah geht sie. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass so unter die Haut geht, dessen Stimmung mich so einfangen konnte, wie dieses kleine Juwel.
Ein Zitat als Anhang, damit man entscheiden kann, ob man die Sprache mag:
"Maine, der weiße Stern, der ab November leuchtet, herrscht über einen kalten Winkel des Himmels. Hier können nur kurze Sätze und lange Gedanken überleben: Wer nicht aus nördlichem Holz geschnitzt ist, der sollte im Winter nicht hier sein. Die Entfernungen werden riesig, die Zeit wird über den Haufen geworfen. (...) Leute besiegen den Winter, indem sie nächtelang lesen und die Seiten hundertmal schneller umblättern, als ein Tag vergeht, kleine Zahnräder, die während all dieser Monate ein größeres in Bewegung halten. Der Winter ist fünfzig Bücher lang und heftet einen an die Stille, wie ein aufgespießtes Insekt..."
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greensmilies-com
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Eskalina: 17.09.2009 21:22.
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17.09.2009 21:22 |
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Lille

Tripel-As

Dabei seit: 31.08.2007
Beiträge: 160
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Vielen Dank für die schöne Rezi, Eskalina! Ich kann nicht widerstehen, hab auch gerade in die Leseprobe beim Verlag reingelesen, die mich sofort "hineingezogen" hat. Ich werde es mir morgen kaufen - da muss ich eh bei Thalia vorbei...
Hier ist die Leseprobe:
http://www.randomhouse.de/webarticle/web...e.jsp?aid=17924
Liebe Grüße
Lille
__________________ Ich lese gerade: "Kornwolf" von Tristan Egolf
Zweitbuch: "Ein Vorhang aus Grün" von Eudora Welty
Blog:RandaleSistersInk
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17.09.2009 22:36 |
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hollyhollunder

Routinier
 

Dabei seit: 24.06.2008
Beiträge: 360
Herkunft: BAYERN
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Jetzt freue ich mich doppelt, dass ich das Buch als Leseex bei TT gaaaaaanz
günstig bekommen habe.
__________________ Hollundergrüße
David Nicholls - Zwei an einem Tag
Joe Abercrombie - Feuerklingen
Tauschticket
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18.09.2009 11:09 |
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FrauWilli

Haudegen
  

Dabei seit: 12.12.2008
Beiträge: 665
Herkunft: OWL
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Vielen Dank eskalina für deine schöne Rezi. Jetzt freue ich mich noch mehr aufs Lesen, denn ich habe es mir heute morgen gekauft.
__________________ Herzlichst, FrauWilli
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Ich habe mich entschieden glücklich zu sein, das ist besser für die Gesundheit. - Voltaire
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18.09.2009 12:51 |
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Herr Palomar
Moderator
  

Dabei seit: 18.04.2006
Beiträge: 5.788
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Winter in Maine – Gerard Donovan
Luchterhand, September 2009
Originaltitel: Julius Winsome
Aus dem Englischen von Thomas Gunkel
Meine Meinung:
Erwartet hatte ich eine Mischung aus dem Plot von Jack Ketchums „Red“ und dem Stil von Denis Johnsons „Train dreams“, doch dann ist dieser Roman doch etwas vollkommen eigenständiges.
“Winter in Maine“ lebt von seiner ungewöhnlichen Atmosphäre, die aus stimmungsvollen Bildern und einer klaren Sprache entsteht. Die Kälte des Winters, die einsame, karge Landschaft erscheint deutlich vor dem inneren Auge des Lesers.
Das ist sehr symbolträchtig angelegt.
Der Protagonist und Ich-Erzähler lebt schon lange zurückgezogen in den Wäldern. Tief taucht man in seine Gedanken ein. Erinnerungen stehen in Julius Gedanken im Vordergrund, insbesondere die an Claire, mit der er vor Jahren eine kurze Beziehung hatte und die für Julius mit dem Hund gefühlsmäßig verbunden bleibt, aber auch mal an den Vater oder an die Schulzeit.
Diese Szenen zeigen, wie sehr zurückgezogene lebende, einsame Menschen von Erinnerungen zehren. Hinzu kommen natürlich auch die Überlegungen Julius, um dem Mörder seines Hundes auf die Spur zu kommen.
Wie nebenbei sind dann die Morde eingestreut.
Der Roman erscheint mir eher wie eine lange symbolbefrachtete Erzählung und wirkt wie ein Stilleben. Dadurch ist eine vorwärtsgerichtete Entwicklung eingeschränkt. Aber es bleibt ein künstlerisch wertvolles Erzeugnis voller geradliniger Poesie in Prosa.
__________________ Where have the old words got me?
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18.09.2009 16:01 |
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buzzaldrin

Lebende Forenlegende


Dabei seit: 31.12.2007
Beiträge: 2.495
Herkunft: vom Planet Ronnie
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Danke für die beiden tollen Rezension, Eskalina udn HerrPalomar!
Ich habe bisher noch nicht über das Buch gehört gehabt, aber das hört sich wirklich sehr interessant an. Bei dem Preis, werde ich wohl nicht drum herum kommen, es mir bald zu kaufen.
__________________ "I'm only interested in stories that are about the crushing of the human heart." — Richard Yates
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18.09.2009 21:39 |
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FrauWilli

Haudegen
  

Dabei seit: 12.12.2008
Beiträge: 665
Herkunft: OWL
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Was für eine Geschichte!
Ich merke gerade dass ich so garnicht die richtigen Worte dafür finden kann. Auf eine ganz leise, aber doch sehr eindringliche Weise bringt uns der Autor die Gefühlswelt dieses einsamen, zurückgezogenen lebenden Julius näher.
Bis zu dem Zeitpunkt als sein Hund und Gefährte Hobbes im Wald erschossen wird ist sich Julius über diese Einsamkeit nicht klar, bzw. jetzt erst macht sie ihm etwas aus.
Dieses Buch muss man nachklingen lassen.
__________________ Herzlichst, FrauWilli
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Ich habe mich entschieden glücklich zu sein, das ist besser für die Gesundheit. - Voltaire
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29.09.2009 13:58 |
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Cari

Jungspund

Dabei seit: 06.10.2009
Beiträge: 10
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Mir hat "Winter in Maine" auch sehr gut gefallen.
Ich fand die Atmosphären, die Donovan geschaffen hat einfach super.
Die Stille, die Julius umgibt, wurde richtig laut, bei einem Schuss kann man als Leser richtig erschrecken.
Sehr gelungen fand ich auch diese beiden verschiedenen Welten: das Leben in der nahe gelegenen Ortschaft und im Gegensatz dazu das "Heimkehren" zur ruhigen Hütte, die vom Wald geschützt wird.
Für mich auf jeden Fall eins der besten Bücher des Jahres!
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07.10.2009 09:18 |
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Fritzi

Unsterbliche Forenlegende
 

Dabei seit: 08.02.2004
Beiträge: 3.678
Herkunft: Minden/NRW
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Auch ich kann mich den begeisterten Rezensionen hier nur anschließen!
Zum Inhalt muß ich ja nichts mehr großartig sagen, nur soviel: Julian tut einem manchmal leid, aber in anderen Momenten kann man eigentlich nur den Kopf schütteln. Wenn man so etwas als Meldung in der Zeitung lesen würde, hätte man mit Sicherheit kein Mitleid mit seiner tragischen Figur!
Sprachlich ein echtes Highlight, so schöne Sätze und die Idee mit den Shakespeare-Ausdrücken - toll!
Für alle, die mal wieder in stilsicherer Sprache schwelgen wollen und dabei noch einen echten Pageturner durchschmökern möchten: ab auf die Wunschliste!
__________________ ...der Sinn des Lebens kann nicht sein, am Ende die Wohnung aufgeräumt zu hinterlassen, oder?
Elke Heidenreich
BT
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16.10.2009 13:54 |
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Bones

Tripel-As


Dabei seit: 06.05.2009
Beiträge: 165
Herkunft: Nordrhein-Westfalen
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Wisst Ihr, ob es das Buch auch als Hörbuch gibt?
__________________ Liebe Grüße
Bonesi
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27.10.2009 17:18 |
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Fritzi

Unsterbliche Forenlegende
 

Dabei seit: 08.02.2004
Beiträge: 3.678
Herkunft: Minden/NRW
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Bis jetzt noch nicht.
__________________ ...der Sinn des Lebens kann nicht sein, am Ende die Wohnung aufgeräumt zu hinterlassen, oder?
Elke Heidenreich
BT
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28.10.2009 11:41 |
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Alice Thierry

Haudegen
  

Dabei seit: 30.10.2007
Beiträge: 714
Herkunft: Marburg
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Frau Heidenreich hat dieses Buch neulich lobend im Radio erwähnt, dadurch bin ich darauf aufmerksam geworden.
Das Thema klingt spannend. Besonders, da man als Leser geschickt auf die Seite eines Mörders gezogen wird. Also ab auf die Wish List.
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If you don't succeed at first - try, try again.
“I wasn't born a fool. It took work to get this way.”
(Danny Kaye)
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28.10.2009 11:49 |
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Roma

Tripel-As


Dabei seit: 25.04.2005
Beiträge: 210
Herkunft: NRW
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Ihr Lieben habt mich so neugierig gemacht, dass ich mir das Buch gerade gekauft habe
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Liebe Grüße,
Roma
~~Versäume nicht das kleine Glück, um auf das Große zu warten.~~
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28.10.2009 16:38 |
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Bones

Tripel-As


Dabei seit: 06.05.2009
Beiträge: 165
Herkunft: Nordrhein-Westfalen
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| Zitat: |
Original von Fritzi
Bis jetzt noch nicht.
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Och schade...
Ich höre gerade Annie Proulx "Hier hat es mir schon immer gefallen", gelesen von Christian Brückner, und ich könnte mir den wunderbar für dieses Buch vorstellen; so vom ersten Eindruck der Geschichte her, ich kenne es ja noch nicht.
Wie alt schätzt Ihr den Julius?
__________________ Liebe Grüße
Bonesi
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28.10.2009 17:18 |
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Roma

Tripel-As


Dabei seit: 25.04.2005
Beiträge: 210
Herkunft: NRW
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| Zitat: |
Original von Bones
Wie alt schätzt Ihr den Julius? |
Das muss man gar nicht schätzen, es steht in dem Roman
Julius ist 51 Jahre alt.
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Liebe Grüße,
Roma
~~Versäume nicht das kleine Glück, um auf das Große zu warten.~~
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01.11.2009 14:20 |
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buzzaldrin

Lebende Forenlegende


Dabei seit: 31.12.2007
Beiträge: 2.495
Herkunft: vom Planet Ronnie
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| RE: Winter in Maine - Gerard Donovan |
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| Zitat: |
Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass so unter die Haut geht, dessen Stimmung mich so einfangen konnte, wie dieses kleine Juwel.
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Auch mich hat das Buch sehr berührt und ich habe es mit Begeisterung, aber auch mit Erschrecken gelesen. Dabei hat mir die Sprache besonders gut gefallen.
Ich hoffe, dass bald noch weitere Bücher von Gerard Donovan ins Deutsche übersetzt werden.
__________________ "I'm only interested in stories that are about the crushing of the human heart." — Richard Yates
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05.11.2009 12:32 |
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-Christian-
Tripel-As


Dabei seit: 22.04.2009
Beiträge: 193
Herkunft: Hamburg
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| RE: Winter in Maine - Gerard Donovan |
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| Zitat: |
Original von Eskalina
Ein Zitat als Anhang, damit man entscheiden kann, ob man die Sprache mag:
"Maine, der weiße Stern, der ab November leuchtet, herrscht über einen kalten Winkel des Himmels. Hier können nur kurze Sätze und lange Gedanken überleben: Wer nicht aus nördlichem Holz geschnitzt ist, der sollte im Winter nicht hier sein. Die Entfernungen werden riesig, die Zeit wird über den Haufen geworfen. (...) Leute besiegen den Winter, indem sie nächtelang lesen und die Seiten hundertmal schneller umblättern, als ein Tag vergeht, kleine Zahnräder, die während all dieser Monate ein größeres in Bewegung halten. Der Winter ist fünfzig Bücher lang und heftet einen an die Stille, wie ein aufgespießtes Insekt..." |
Wow, das gefällt mir.
Jetzt muss ich mir das Buch wirklich bald besorgen...
Danke für die schöne Rezi!
__________________ Ich lese gerade
- Verdammnis von Stieg Larsson
Ich höre gerade
- Die Tulpe des Bösen von Jörg Kastner
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06.11.2009 17:19 |
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Eskalina

Lebende Forenlegende


Dabei seit: 07.08.2005
Beiträge: 2.323
Herkunft: Hannover ;)
Themenstarter
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Das dürfte dir sicher nicht schwer fallen...
Es ist wirklich ein Buch, dass mich sehr berührt hat und dass einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.
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greensmilies-com
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06.11.2009 19:49 |
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