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Mitternachtsmädchen - Tanja Wekwerth

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evalotta evalotta ist weiblich
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Dabei seit: 10.03.2009
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Mitternachtsmädchen - Tanja Wekwerth Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Kurzbeschreibung:
Die Zwillinge April und May werden kurz nach ihrer Geburt von ihrer Mutter fortgegeben und getrennt. May wächst in einem Hotel an der Küste des englischen Kilborough auf, April, die Margarethe genannt wird, bei einem deutschen Ehepaar in Berlin. Im Laufe ihres Lebens treibt es sie an die verschiedensten Orte der Welt, immer auf der Suche nach sich selbst, während May in Kilborough auf die Heimkehr ihrer Schwester wartet. Werden die „Mitternachtsmädchen“ einander wiedersehen?

Meine Meinung:
Wer den heiteren, lustigen Ton der Kolumnen der Autorin erwartet, wird von diesem Buch enttäuscht sein. Ernsthaft und tiefgreifend schildert sie die Geschichte der Zwillingsmädchen April und May. Man erfährt zu Beginn des Buches viel über die Hintergründe, die dazu führten, dass die Mädchen nach ihrer Geburt getrennt wurden und so unterschiedlich aufwuchsen. Der Anfang zieht sich leider etwas in die Länge, es gibt einige Passagen, die mit der Haupthandlung nur wenig zu tun haben. Andere Stellen hingegen werden recht kurz abgehandelt, man hätte sich als Leser jedoch noch mehr Informationen gewünscht.

Ab dem Zeitpunkt der Geburt der Mädchen wird die Geschichte sehr interessant. Ausdrucksstark und detailliert beschreibt Tanja Wekwerth das Leben von May im Old Inn und das Aprils in Berlin und Afrika. Durch ihre Schreibkunst kann man sich sehr gut in die Handlung hineinversetzen, die raue Landschaft an der englischen Küste kann man sich beinahe bildlich vorstellen. Der Leser wird hineingezogen in die Räume des Old Inn zur blauen Stunde, man möchte die Hand ausstrecken und bei Miss Molly einen Tee bestellen. Liebhabern Englands ist dieses Buch alleine schon wegen der wunderbaren Landschaftsdarstellungen zu empfehlen!

Das Ende kam für meinen Geschmack etwas zu abrupt. Ich hätte mir ein bisschen weniger „Vorspann“, dafür aber ein ausführlicheres und weitreichenderes Ende gewünscht. Dies tut der Geschichte jedoch keinen Abbruch. Mit „Mitternachtsmädchen“ hat Tanja Wekwerth einmal mehr bewiesen, dass sie auch in der Lage ist, über ernste Themen zu schreiben und einen wunderbaren Roman geschaffen.

__________________
lesend "Schuldig" von Jodi Picoult

"Percy Jackson 1"

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