Büchereule.de


Der virtuelle Treffpunkt rund ums Buch.
Rezensionen, Diskussionen, Leserunden mit Autor u.v.m.


Rezensionen

Autoren

Bücherserien

Bücherforum

Kontakt


Zum Bücherforum Registrierung Kalender Mitgliederliste Teammitglieder Suche Häufig gestellte Fragen

Büchereule.de » Gemeinsames Lesen und Hören! » Leserunden-Archiv » Leserunden-Archiv 2010 - Teil 1 (A - D) » 'Die Landkarte der Zeit' - Félix J. Palma » 'Die Landkarte der Zeit' - Seiten 001 - 101 (Kap. 01 - 05) » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Seiten (5): « vorherige 1 2 [3] 4 5 nächste » Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen

'Die Landkarte der Zeit' - Seiten 001 - 101 (Kap. 01 - 05) 1 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,00

Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
Pelican Pelican ist weiblich
Moderatorin


images/avatars/avatar-4000.gif

Dabei seit: 13.07.2004
Beiträge: 4.207
Herkunft: Wörth

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Mulle
Interessant. Für mich ist er quasi immer da. Er erzählt die Geschichte, ich habe seinen Ton permanent im Ohr und tauche gar nicht in die Perspektiven der handelnden Figuren ein. Was diese auf Abstand hält, mich aber in dem Fall überhaupt nicht weiter stört.
Auf die Idee, dass sich am Ende aufklärt, wer das ist, wäre ich noch gar nicht gekommen. Ich glaube, er ist und bleibt einfach der Erzähler.


Genau so habe ich das auch empfunden. Ein Erzähler, der mir eine Geschichte in Bildern erzählt, wie in manchen Filmen.

__________________
Herzliche Grüße

Pelican Winken
26.09.2010 22:50 Pelican ist offline E-Mail an Pelican senden Beiträge von Pelican suchen Nehmen Sie Pelican in Ihre Freundesliste auf
Bouquineur Bouquineur ist weiblich
Zeitloser Forum-Superstar


images/avatars/avatar-10306.jpg

Dabei seit: 22.10.2006
Beiträge: 6.777
Herkunft: Köln

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Spannend, die unterschiedlich die Auffassungen sind smile

Für mich ist er nie präsent, nur dann, wenn er seinen kurzen Auftritt hat, danach richtet sich mein Fokus wieder auf die Protagonisten und der Erzähler verschwindet aus meinem Kopf.

__________________
<-- Wanderbuchforum
26.09.2010 22:53 Bouquineur ist offline E-Mail an Bouquineur senden Homepage von Bouquineur Beiträge von Bouquineur suchen Nehmen Sie Bouquineur in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Bouquineur in Ihre Kontaktliste ein
claudiatoman claudiatoman ist weiblich
Haudegen


images/avatars/avatar-8973.jpg

Dabei seit: 25.11.2008
Beiträge: 731
Herkunft: Wien

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ich könnte mir ja schon vorstellen, dass sich da am Ende noch was klärt. Immerhin spielt ein berühmter Autor in diesem Roman eine große Rolle. Vielleicht ist der ja der Erzähler?
Ich finde es amüsant und stimme Mulle zu: Der Erzähler ist stark präsent, aber trotzdem kann ich auch in seine Figuren eintauchen. Ein Kunstgriff, der mich zum staunen bringt...

lg Claudia

__________________
Autorenblog Claudia Toman
Facebook Seite
27.09.2010 00:26 claudiatoman ist offline E-Mail an claudiatoman senden Homepage von claudiatoman Beiträge von claudiatoman suchen Nehmen Sie claudiatoman in Ihre Freundesliste auf
Eisnebelhauch Eisnebelhauch ist weiblich
Routinier


images/avatars/avatar-7861.jpg

Dabei seit: 25.02.2010
Beiträge: 417
Herkunft: NRW

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ich finde den Erzähler klasse smile
Spätestens nach dieser Unterbrechung, (eigentlich auch schon vorher)

S 85
„Erlauben Sie mir, die Erzählung jetzt zu unterbrechen ...

Dies ist der Blickwinkel, aus dem ich Ihnen das Geschehen berichten und Sie darum bitten möchte, die Diskrepanzen, die zweifellos zwischen den Ereignissen und ihrem Verhältnis zur verrinnenden Zeit auftreten, nicht meiner erzählerischen Ungeschicklichkeit anzulasten.“

sitzt er (in meinem Kopf) in einem fetten, roten, abgewetzten Sessel und hat ein dickes, in Leder eingebundenes Buch auf dem Schoß aus dem er vorliest. Er trägt einen Frack und natürlich einen Zylinder auf dem Kopf. Vom Typ her, ein bisschen wie Heinz Rühmann. Immer ein schelmisches Lächeln auf den Lippen. Hin und wieder hebt er den Kopf und gibt dem Filmvorführer, der mit einer Handkurbel einen Stummfilm auf eine zerknitterte Leinwand projiziert ein lapidares Handzeichen, um in oben geschilderter Art, in das für ihn wahrscheinlich seltsam wirkende Geschehen einzugreifen. Toll.

Meines Erachtens deutet der Schreibstil aber auch eher auf einen Erzähler hin. Unter diesem Aspekt lässt es sich für mich auf jeden Fall leichter lesen.

Mal sehen, ob sich meine Meinung noch ändern wird ... es kommen ja noch so viele Seiten, die alles wieder umwerfen könnten.

__________________
Liebe Grüße Winken
(MacBaylie unabsichtlich inkognito)
27.09.2010 03:40 Eisnebelhauch ist offline E-Mail an Eisnebelhauch senden Homepage von Eisnebelhauch Beiträge von Eisnebelhauch suchen Nehmen Sie Eisnebelhauch in Ihre Freundesliste auf
Nachtgedanken Nachtgedanken ist weiblich
Lebende Forenlegende


images/avatars/avatar-2591.jpg

Dabei seit: 22.01.2007
Beiträge: 2.512
Herkunft: aus der kleinen Gemeinde mit den drei Schlössern

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Endlich bin ich auch durch den ersten Abschnitt durch. ich hatte extreme Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Ich musste mich, vor allem auf den ersten Seiten, voll auf das Lesen konzentrieren und das ging leider dank herumgröhlender Mitreisender nicht unglücklich
Ich hatte am Anfang Schwierigkeiten mit der Erzählweise und habe pffensichtlich auch vieles überlesen, was hier erwähnt wurde. Mittlerweile bin ich eher "drin" in der Geschichte und gespannt, wie es weitergeht.
Eines ist mir jedoch aufgefallen:
Der Britain Pub wird auf S. 46 recht ausführlich beschrieben, aber das "Heer von Kellnern" erscheint mir doch recht unwahrscheinlich. Seit Einführung der Theke in den Pubs holt man sich sein Getränk dort selbst. Und in einer Gegend wie Whitechapel kann ich mir einen Kellner schlicht nicht vorstellen, zumal es sich nicht um einen Lounge room handelt. Das hat mich zum Beispiel ziemlich gestört, weil es einfach nicht zur sehr detaillierten Beschreibung des Pubs passt.

__________________
If you don't make mistakes, you're not trying hard enough. (Jasper Fforde)

lesend
Edward Kelsey Moore - Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner
27.09.2010 07:03 Nachtgedanken ist offline E-Mail an Nachtgedanken senden Homepage von Nachtgedanken Beiträge von Nachtgedanken suchen Nehmen Sie Nachtgedanken in Ihre Freundesliste auf
beowulf beowulf ist männlich
Auserwählter Forumsretter


images/avatars/avatar-3851.gif

Dabei seit: 09.08.2006
Beiträge: 8.779
Herkunft: Hohenloher Schlitzohr, jetzt seit 1990 in Leipzig

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Frag mich nicht woher- aber irgendwo habe ich in Erinnerung es müssen mindestens fünf gewesen sein- dazu müsste man mal bei den Verhörprotokollen recherchieren, es kann nämlich sein, dass ich diese Zahl aus einem anderen Roman habe.Frag mal Charlie, ob die das für ihren Lernschmöker recherchiert hat.

__________________
Nemo tenetur Grübeln

Ware Vreundschavt ißt, wen mahn di Schreipfelerdes andereen übersiet Grinsen
27.09.2010 07:26 beowulf ist offline E-Mail an beowulf senden Homepage von beowulf Beiträge von beowulf suchen Nehmen Sie beowulf in Ihre Freundesliste auf
bauerngarten bauerngarten ist weiblich
Routinier


images/avatars/avatar-5951.jpg

Dabei seit: 30.10.2008
Beiträge: 404
Herkunft: NRW

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ich bin nun mit dem ersten Abschnitt fast durch und es gefällt mir sehr gut. Der Schreibstil ist flüssig und wenn ich am Wochenende nicht so viele Familientermine gehabt hätte wäre ich bestimmt schon weiter. Das Zwischendurch mal immer wieder der Erzähler auftaucht und einen leicht aus dem Fluß der Geschichte reißt stört mich überhaupt nicht de er es mit einem kleinen Augenzwinkern macht. Vieles was anderen auffällt wie die zeppelinförmige Wolke überlese ich einfach. Hoffe nun heute schneller voran zu kommen.

__________________
lesend John Steinbeck - Tortilla Flat (SZ Band 40)
SUB: 241 Wow (Anfang 2013)
27.09.2010 08:19 bauerngarten ist offline E-Mail an bauerngarten senden Beiträge von bauerngarten suchen Nehmen Sie bauerngarten in Ihre Freundesliste auf
JaneDoe JaneDoe ist weiblich
Super Moderator


images/avatars/avatar-7280.jpg

Dabei seit: 14.12.2006
Beiträge: 6.679
Herkunft: NRW

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Pelican
Zitat:
Original von Mulle
Interessant. Für mich ist er quasi immer da. Er erzählt die Geschichte, ich habe seinen Ton permanent im Ohr und tauche gar nicht in die Perspektiven der handelnden Figuren ein. Was diese auf Abstand hält, mich aber in dem Fall überhaupt nicht weiter stört.
Auf die Idee, dass sich am Ende aufklärt, wer das ist, wäre ich noch gar nicht gekommen. Ich glaube, er ist und bleibt einfach der Erzähler.


Genau so habe ich das auch empfunden. Ein Erzähler, der mir eine Geschichte in Bildern erzählt, wie in manchen Filmen.


Dem schließe ich mich an. Für mich ist der Erzähler auch immer präsent. Er hat den Überblick, manchmal spricht er den Leser direkt an. Wenn in diesem Buch der Humor aufblitzt, dann der des Erzählers und nicht der seiner Figuren. Mir gefällt das sehr gut.

__________________
Ursula Poznanski - Blinde Vögel
27.09.2010 08:37 JaneDoe ist offline E-Mail an JaneDoe senden Beiträge von JaneDoe suchen Nehmen Sie JaneDoe in Ihre Freundesliste auf
CathrineBlake CathrineBlake ist weiblich
Unsterbliche Forenlegende


images/avatars/avatar-3426.jpg

Dabei seit: 21.10.2007
Beiträge: 3.369
Herkunft: Hohenlohe Franken

RE: 'Die Landkarte der Zeit' - Seiten 001 - 101 (Kap. 01 - 05) Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Auch ich hatte mit den ersten Seiten so meine Probleme. Man weiß nicht, was vorgefallen ist, das Andrew so mitnimmt.

Der Schreibstil gefällt mir gut, also dass der Leser angesprochen wird. Aber manche Beschreibungen sind mir dann doch zu detailgetreu. Das nervt mich dann. Ich hab keine Lust, ewig über Gärten oder sonstige unwichtigen Sachen aufgeklärt zu werden.

Außerdem verstehe ich nicht, wie man sich in ein Portrait verlieben kann. Zumal sie ja angeblich gar nicht so toll aussehen soll. Nur der Charme soll ihn so zu ihr hingezogen haben. Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Das Gemälde soll ja auch nicht sonderlich gut gewesen sein. Also wie bitte will der Maler Charme zum Ausdruck bringen?

Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und wer der mysteriöse Erzähler ist.

__________________
Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele.
- Cicero

lesend Fitzek/Tsokos - Abgeschnitten
27.09.2010 10:16 CathrineBlake ist offline E-Mail an CathrineBlake senden Beiträge von CathrineBlake suchen Nehmen Sie CathrineBlake in Ihre Freundesliste auf
Clare Clare ist weiblich
Zeitloser Forum-Superstar


images/avatars/avatar-7232.jpg

Dabei seit: 29.10.2009
Beiträge: 5.321
Herkunft: östlichste Stadt Deutschlands

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Eisnebelhauch
Ich finde den Erzähler klasse smile
Spätestens nach dieser Unterbrechung, (eigentlich auch schon vorher)

S 85
„Erlauben Sie mir, die Erzählung jetzt zu unterbrechen ...

Dies ist der Blickwinkel, aus dem ich Ihnen das Geschehen berichten und Sie darum bitten möchte, die Diskrepanzen, die zweifellos zwischen den Ereignissen und ihrem Verhältnis zur verrinnenden Zeit auftreten, nicht meiner erzählerischen Ungeschicklichkeit anzulasten.“

...


So geht es mir auch. Der Erzähler ist immer irgendwie präsent, wenn die Sätze plötzlich ins Präsens wechseln und er auf einmal wieder in den Vordergrund tritt.
Ich finde, dass durch diese Zeitformwechsel auch immer wieder der Bezug zum Zeitthema des Romans hergestellt wird, eben wie auf einer Landkarte der Zeit.

__________________
- Freiheit, die den Himmel streift -
27.09.2010 11:32 Clare ist offline E-Mail an Clare senden Beiträge von Clare suchen Nehmen Sie Clare in Ihre Freundesliste auf
savanna savanna ist weiblich
König


images/avatars/avatar-6000.jpg

Dabei seit: 25.09.2008
Beiträge: 773

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Die Hauptperson des Buches, der Sohn aus reichem Hause Andrew, erfährt innerhalb kürzester Zeit enormes Glück und enormes Leid. Die ersten fünf Kapitel dienen dazu, den Ist-Zustand um die Person und die Gemütsverfassung des Hauptprotagonisten zu erläutern, bevor die schon frühzeitig erwähnte Zeitmaschine eine Rolle spielen wird.

Die gesellschaftlichen Unterschiede und vor allem der historische Bezug zu Jack the Ripper lassen das Buch - trotz der hier und da sehr blumigen Umschreibungen - sehr lebendig wirken. Ich habe ein kaum existentes Halbwissen um den Mörder Jack the Ripper und konnte daher alle eingeflochtenen Fakten so recht unkritisch annehmen. Dies scheint mir bisher ein kluger Kunstkniff, um den Leser mit zunehmendem Interesse an das Buch zu binden.

Der Einstieg in 'Die Landkarte der Zeit' fiehl mir extrem leicht, auch wenn ich sonst eher kein Fan langer, verschachtelter Sätze bin. Obwohl sich mehrere Passagen wirklich lang hinziehen, konnte ich dem Kontext immer folgen und bin nahezu begeistert, wie man über eine solche Anhäufung von Teilsätzen nicht den Überblick verliert - als Autor, wie als Leser.

Auffällig ist - im positivsten Sinne - wie Palma in allen fünf Kapiteln immer wieder einen Bezug zur zeitlichen Dimension herstellt. Seien es Zeit-Empfindungen oder Redewendungen über die Zeit. Das ließ mich immer wieder schmunzeln, denn es bereitet den Leser schön darauf vor, was uns wohl noch im Zusammenhang mit einer Zeitreise erwarten wird.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von savanna: 27.09.2010 12:21.

27.09.2010 12:20 savanna ist offline E-Mail an savanna senden Beiträge von savanna suchen Nehmen Sie savanna in Ihre Freundesliste auf
savanna savanna ist weiblich
König


images/avatars/avatar-6000.jpg

Dabei seit: 25.09.2008
Beiträge: 773

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Bouquineur
Spannend, die unterschiedlich die Auffassungen sind smile

Für mich ist er nie präsent, nur dann, wenn er seinen kurzen Auftritt hat, danach richtet sich mein Fokus wieder auf die Protagonisten und der Erzähler verschwindet aus meinem Kopf.


Das ist auch mein Empfinden - ich habe extra nochmals in mich hinein gehorcht - der Erzähler ist für mich keinesfalls durchweg präsent!
27.09.2010 12:24 savanna ist offline E-Mail an savanna senden Beiträge von savanna suchen Nehmen Sie savanna in Ihre Freundesliste auf
Waldmeisterin Waldmeisterin ist weiblich
Kaiser


images/avatars/avatar-7622.jpg

Dabei seit: 02.10.2009
Beiträge: 1.167
Herkunft: Ba-Wü

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von savanna
Zitat:
Original von Bouquineur
Spannend, die unterschiedlich die Auffassungen sind smile

Für mich ist er nie präsent, nur dann, wenn er seinen kurzen Auftritt hat, danach richtet sich mein Fokus wieder auf die Protagonisten und der Erzähler verschwindet aus meinem Kopf.


Das ist auch mein Empfinden - ich habe extra nochmals in mich hinein gehorcht - der Erzähler ist für mich keinesfalls durchweg präsent!


So gehts mir auch, er taucht auf, sagt was und verschwindet wieder. Aber Bescheid weiss er über alles.

__________________
Liebe Grüße Winken

Waldmeisterin

Every day I give my family two choices for dinner: take it or leave it!

Nulla unda tam profunda quam vis amoris furibunda
27.09.2010 17:38 Waldmeisterin ist offline E-Mail an Waldmeisterin senden Beiträge von Waldmeisterin suchen Nehmen Sie Waldmeisterin in Ihre Freundesliste auf
grottenolm grottenolm ist weiblich
Kaiser


images/avatars/avatar-8521.jpg

Dabei seit: 15.03.2006
Beiträge: 1.050
Herkunft: Karlsruhe

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Heute habe ich nun auch begonnen zu lesen.

Mir gefällt das Buch bereits rein optisch. Der Einband ist schön, ich bin ja auch immer Fan von Lesebändchen.

Zitat:
Original von Mulle:
Was mich erstmal ziemlich abgeturnt hat, war ein Satz im "Vorwort", welches mir ansonsten super gefallen hat, mit den Zitaten und dann der Ansprache des Autors. Aber dieses: STAUNEN UND SCHRECKEN GARANTIERT! hat mich genervt.


Ich mag das- es klingt ein bißchen wie: Besuchen Sie uns und erleben Sie die einzigartige bärtige Frau! und erinnert an die Variete-Shows dieser Zeit.

Ebenso mag ich den Erzähler. Ich hab nichts dagegen, daß er (oder sie?) mich direkt anspricht. Das war in "Mein kleines schmutziges Buch von der gestohlenen Zeit" von Liz Jensen genauso, und auch in "Das Albtraumreich des Edward Moon" von Jonathan Barnes, welches übrigens mit folgenden Worten beginnt:

Zitat:
Seien Sie gewarnt. Dieses Buch besitzt keinen wie auch immer gearteten literarischen Wert.


Das ist zwar genau das Gegenteil vom garantierten Staunen und Schrecken, aber der Erzähler möchte mit seiner Tiefstapelei letztendlich das Gleiche erreichen.


Diese Art, wie der Erzähler durch das Geschehen führt, war in der damaligen Zeit glaube ich gar nicht so unüblich und erzeugt bei mir gleich eine ganz bestimmte Lese-Stimmung.

Bislang habe ich noch nichts zu meckern, mal sehen, wo wir noch hingeführt werden.

__________________
Ich weiß nicht, was das sein mag, das ewige Leben.
Aber dieses hier, das diesseitige, ist ein schlechter Scherz. (Voltaire)

27.09.2010 20:43 grottenolm ist offline Beiträge von grottenolm suchen Nehmen Sie grottenolm in Ihre Freundesliste auf
Clodi Clodi ist weiblich
Routinier


images/avatars/avatar-8251.jpg

Dabei seit: 19.04.2009
Beiträge: 335
Herkunft: Velbert

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von JaneDoe
Zitat:
Original von Pelican
Zitat:
Original von Mulle
Interessant. Für mich ist er quasi immer da. Er erzählt die Geschichte, ich habe seinen Ton permanent im Ohr und tauche gar nicht in die Perspektiven der handelnden Figuren ein. Was diese auf Abstand hält, mich aber in dem Fall überhaupt nicht weiter stört.
Auf die Idee, dass sich am Ende aufklärt, wer das ist, wäre ich noch gar nicht gekommen. Ich glaube, er ist und bleibt einfach der Erzähler.


Genau so habe ich das auch empfunden. Ein Erzähler, der mir eine Geschichte in Bildern erzählt, wie in manchen Filmen.


Dem schließe ich mich an. Für mich ist der Erzähler auch immer präsent. Er hat den Überblick, manchmal spricht er den Leser direkt an. Wenn in diesem Buch der Humor aufblitzt, dann der des Erzählers und nicht der seiner Figuren. Mir gefällt das sehr gut.


Ich kann mich euch nur voll und ganz anschließen, für mich ist der Erzähler auch immer präsent, er "leitet" die Geschichte. Und das er den Fluß manchmal durch andere "Gedanken" aufbricht, stört mich nicht im geringsten, das lockert alles ein wenig auf, ich mag das. Ich bin auch immer so "konfus" Grinsen und "sprunghaft" beim erzählen (ist er ja nicht wirklich), das macht symphatisch. Lachen

__________________
Jeder Mensch ist nur so glücklich, wie er sich zu sein entschließt. (Irisches Sprichwort)
27.09.2010 21:48 Clodi ist offline E-Mail an Clodi senden Beiträge von Clodi suchen Nehmen Sie Clodi in Ihre Freundesliste auf
Nachtgedanken Nachtgedanken ist weiblich
Lebende Forenlegende


images/avatars/avatar-2591.jpg

Dabei seit: 22.01.2007
Beiträge: 2.512
Herkunft: aus der kleinen Gemeinde mit den drei Schlössern

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von grottenolm
Zitat:
Original von Mulle:
Was mich erstmal ziemlich abgeturnt hat, war ein Satz im "Vorwort", welches mir ansonsten super gefallen hat, mit den Zitaten und dann der Ansprache des Autors. Aber dieses: STAUNEN UND SCHRECKEN GARANTIERT! hat mich genervt.

Ich mag das- es klingt ein bißchen wie: Besuchen Sie uns und erleben Sie die einzigartige bärtige Frau! und erinnert an die Variete-Shows dieser Zeit.
Ebenso mag ich den Erzähler. Ich hab nichts dagegen, daß er (oder sie?) mich direkt anspricht. Das war in "Mein kleines schmutziges Buch von der gestohlenen Zeit" von Liz Jensen genauso, und auch in "Das Albtraumreich des Edward Moon" von Jonathan Barnes, welches übrigens mit folgenden Worten beginnt:
Zitat:
Seien Sie gewarnt. Dieses Buch besitzt keinen wie auch immer gearteten literarischen Wert.

Das ist zwar genau das Gegenteil vom garantierten Staunen und Schrecken, aber der Erzähler möchte mit seiner Tiefstapelei letztendlich das Gleiche erreichen.
Diese Art, wie der Erzähler durch das Geschehen führt, war in der damaligen Zeit glaube ich gar nicht so unüblich und erzeugt bei mir gleich eine ganz bestimmte Lese-Stimmung.
Bislang habe ich noch nichts zu meckern, mal sehen, wo wir noch hingeführt werden.


Gut dass Du es sagst, Liz Jensen steht noch bei mir auf der WL. wenn ich mit dem Erzähler gar nicht warm werden, kann ich das gleich runterwerfen.

__________________
If you don't make mistakes, you're not trying hard enough. (Jasper Fforde)

lesend
Edward Kelsey Moore - Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner
27.09.2010 21:52 Nachtgedanken ist offline E-Mail an Nachtgedanken senden Homepage von Nachtgedanken Beiträge von Nachtgedanken suchen Nehmen Sie Nachtgedanken in Ihre Freundesliste auf
Pelican Pelican ist weiblich
Moderatorin


images/avatars/avatar-4000.gif

Dabei seit: 13.07.2004
Beiträge: 4.207
Herkunft: Wörth

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von grottenolm
Zitat:
Seien Sie gewarnt. Dieses Buch besitzt keinen wie auch immer gearteten literarischen Wert.


Das ist zwar genau das Gegenteil vom garantierten Staunen und Schrecken, aber der Erzähler möchte mit seiner Tiefstapelei letztendlich das Gleiche erreichen.


Diese Art, wie der Erzähler durch das Geschehen führt, war in der damaligen Zeit glaube ich gar nicht so unüblich und erzeugt bei mir gleich eine ganz bestimmte Lese-Stimmung.


Ich finde, das hat auch so ein bißchen von Jahrmärkten der damaligen Zeit.

__________________
Herzliche Grüße

Pelican Winken
28.09.2010 09:22 Pelican ist offline E-Mail an Pelican senden Beiträge von Pelican suchen Nehmen Sie Pelican in Ihre Freundesliste auf
Tilia Salix Tilia Salix ist weiblich
Kaiser


images/avatars/avatar-10027.jpg

Dabei seit: 13.04.2009
Beiträge: 1.208
Herkunft: Norddeutschland

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Wow - endlich wieder ein Buch, bei dem das Lesen nur Spaß macht!

Mir gefällt, wie gut das Buch durchkomponiert ist: angefangen beim "Staunen und Schrecken garantiert!"-Aufdruck auf der ersten Seite, der von einigen schon bemängelt wurde, für mich allerdings ganz hervorragend zur Atmosphäre passt. Da enstehen Bilder von Varieté oder Circus, Freakshow und diverse "viktorianische Gruselliteratur", die mir ganz stimmig scheinen.

Der namenlose Erzähler gefällt mir ausgesprochen gut, auch er passt ganz ausgezeichnet, denn ich meine, dass es in der Literatur jener Zeit (19. Jh.) ein nicht unübliches Stilmittel war. Kann mich aber auch irren. Mir gefällt auf jeden Fall, wie Félix J. Palma seinen Erzähler die Geschichte berichten läßt. Mir ist dieser Erzähler stets präsent, da reichen kleine Einschübe wie z.B. der auf S. 62:

Zitat:
"Das galt auch für die Eichhörnchen, die ja ohnehin nicht dazu neigen, sich irremachen zu lassen."


Ich liebe derartige Seitenhiebe! Ich mag den Humor und die wundervoll verschroben-antiquierte Sprache und auch wenn Andre noch ein bißchen blass um die Nase wirkt, bin ich mir sicher, dass er noch wird. Also, zum Helden. Ansonsten halten wir uns an Cousin Charles, der scheint auch ein ganz patenter zu sein.

Den Eindruck, dass Marie keinerlei Gefühle für Andrew hegte, hatte ich beim Lesen nicht. Ich denke schon, dass sie sich in "ihren" schmucken, feinen Herrn verguckt hat. Ihre wachsende Enttäuschung oder Ernüchterung über sein mangelndes Handeln wird ja ganz gut angedeutet.

Ganz gespannt bin ich, wie sich das Ganze hinsichtlich "unserer" Realität entwickelt. Entkommt Jack the Ripper wegen der Zeitmaschine??? Aber dann wird Marie ja trotzdem getötet, denn sie zählt ja auch "bei uns" zu den Opfern.

Wird sich der Erzähler am Ende noch einen Namen geben oder bleibt er schwebend über dem Ganzen als großer, allwissender Unbekannter?

Hier kann man übrigens ganz spannende Dinge über den Jack-the-Ripper-Fall nachlesen, u.a. die originalen "Autopsieberichte" u.ä. Tatortfotos gibts auch (uärgs)

__________________
Schwarz auf Weiß - Der etwas andere Katzen-Blog
28.09.2010 20:59 Tilia Salix ist offline E-Mail an Tilia Salix senden Homepage von Tilia Salix Beiträge von Tilia Salix suchen Nehmen Sie Tilia Salix in Ihre Freundesliste auf
Clodi Clodi ist weiblich
Routinier


images/avatars/avatar-8251.jpg

Dabei seit: 19.04.2009
Beiträge: 335
Herkunft: Velbert

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Tilia Salix
Mir gefällt auf jeden Fall, wie Félix J. Palma seinen Erzähler die Geschichte berichten läßt. Mir ist dieser Erzähler stets präsent, da reichen kleine Einschübe wie z.B. der auf S. 62:

Zitat:
"Das galt auch für die Eichhörnchen, die ja ohnehin nicht dazu neigen, sich irremachen zu lassen."




Über genau diesen Satz habe ich mich schlappgelacht. Fand ich echt echt witzig. Lachen

__________________
Jeder Mensch ist nur so glücklich, wie er sich zu sein entschließt. (Irisches Sprichwort)
28.09.2010 21:18 Clodi ist offline E-Mail an Clodi senden Beiträge von Clodi suchen Nehmen Sie Clodi in Ihre Freundesliste auf
Clare Clare ist weiblich
Zeitloser Forum-Superstar


images/avatars/avatar-7232.jpg

Dabei seit: 29.10.2009
Beiträge: 5.321
Herkunft: östlichste Stadt Deutschlands

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Clodi
Zitat:
Original von Tilia Salix
Mir gefällt auf jeden Fall, wie Félix J. Palma seinen Erzähler die Geschichte berichten läßt. Mir ist dieser Erzähler stets präsent, da reichen kleine Einschübe wie z.B. der auf S. 62:

Zitat:
"Das galt auch für die Eichhörnchen, die ja ohnehin nicht dazu neigen, sich irremachen zu lassen."




Über genau diesen Satz habe ich mich schlappgelacht. Fand ich echt echt witzig. Lachen


Und solche Sätze gibt es in diesem Buch immer wieder. Manchmal tauchen sie überraschend auf - ich liebe es!

__________________
- Freiheit, die den Himmel streift -
28.09.2010 23:14 Clare ist offline E-Mail an Clare senden Beiträge von Clare suchen Nehmen Sie Clare in Ihre Freundesliste auf
Seiten (5): « vorherige 1 2 [3] 4 5 nächste » Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Büchereule.de » Gemeinsames Lesen und Hören! » Leserunden-Archiv » Leserunden-Archiv 2010 - Teil 1 (A - D) » 'Die Landkarte der Zeit' - Félix J. Palma » 'Die Landkarte der Zeit' - Seiten 001 - 101 (Kap. 01 - 05)

Impressum

Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH
Style Copyright by Morgana & Master