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Büchereule.de » Bücher » Historische Romane » 19. und 20. Jahrhundert (1801 n. Chr. – 1945 n. Chr.) » Die Sprache der Schatten - Susanne Goga » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Die Sprache der Schatten - Susanne Goga 1 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,00

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Bouquineur Bouquineur ist weiblich
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Die Sprache der Schatten - Susanne Goga Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Kurzbeschreibung
Ein opulenter, farbenprächtiger Roman im Berlin des 19. Jahrhunderts

Schwarze Schatten, schemenhafte Züge, abgewandte Gestalten. Eine eindringliche Szenerie und kein einziges Gesicht. Als Rika das namenlose Bild geschenkt bekommt, ist sie so fasziniert, dass sie beschließt, den Maler ausfindig zu machen. Ihre Suche führt sie in die Spandauer Vorstadt zu Anthonis, einem Außenseiter, talentiert und rätselhaft, der sich von der Welt zurückgezogen hat und meist nur noch eine Sache auf die Leinwand bringt: Menschen ohne Gesichter. Instinktiv weiß Rika, dass mehr dahinter steckt, als Anthonis sie glauben lassen will — und sie ist entschlossen, sein Geheimnis zu enthüllen …

Über die Autorin
SUSANNE GOGA, 1967 geboren, ist eine renommierte Literaturübersetzerin. Sie schrieb zwei historische Kriminalromane, bevor sie sich mit „Das Leonardo-Papier” (2009 im Diana Verlag erschienen) dem klassischen historischen Roman zuwandte. Susanne Goga lebt mit ihrer Familie in Mönchengladbach.

Meine Meinung
Berlin 1876. Rika, die junge Witwe eines Textilfabrikanten erhält von ihrem Stiefsohn, der nur wenig jünger ist als sie, ein Gemälde als Geschenk, das sie durch sein ungewöhnliche Motiv sofort in seinen Bann schlägt. Die leidenschaftliche Kunstsammlerin ist fasziniert und möchte alles über die Herkunft des Bildes und seines Erschaffers wissen, doch ihr Stiefsohn hält sich seltsam bedeckt. Rika lässt sich davon nicht abhalten und macht sich auf die Suche nach dem Maler. Sie findet ihn, doch er ist nicht das, was sie erwartet hat. Athonis, wie er sich nennt hat ein Geheimnis, das Rika ergründen möchte, koste es was es wolle.

"Gesichter waren Landschaften für mich, die Geschichten erzählten; ich las ihn ihnen wie in einem Buch"

Ich wünschte, die Autorin hätte in mein Gesicht sehen können, während ich dieses Buch gelesen habe, denn die Landschaft meines Gesicht hat eine ganz eigene Geschichte erzählt, während die Seiten nur so dahin flogen. Sie hätte in meinem Gesicht die Freude sehen können, die ich empfunden habe, die Spannung, die während der ganzen Geschichte aufrecht erhalten wird, weil man als Leser genau den gleichen Stand hat wie Rika, das Geheimnis um den Maler vielleicht ahnt, aber nie ganz greifen kann. Die Trauer, wenn schreckliche Dinge passieren, mit denen man nicht gerechnet hat, die Wut, wenn der Stiefsohn Alexander seine perfiden Spielchen spielt, die immer auf Kosten des Glücks anderer Menschen gehen. Das Glück, wenn sich die Dinge zum Positiven verändern.
Die Landkarte meines Gesichtes war wirklich vielfältig während der schönen Lesestunden, die mir dieses Buch beschert hat.

Man ist mitten drin im Berlin des 19. Jahrhunderts, in der blühenden Stadt, der Metropole der Mode, der Stoffe und der Farben, schöpft beim Lesen aus den Vollen, wenn Susanne Goga vor dem inneren Auge diese prächtige Zeit wieder auferstehen lässt, die so sinnlich war, dass sie mit Händen greifbar scheint. Und dennoch fühlt der Leser hinter dieser sinnlichen Welt den aufkommenden Unfriede, die bevorstehenden Wirtschaftskrisen und den aufkommenden Fremdenhass. Auch diese Seite dieses ausgehenden 19. Jahrhunderts verschweigt die Autorin dem Leser nicht. Sehr gut gefallen hat mir auch der Ausflug Rikas in die Heimatstadt der Autorin, nach Mönchengladbach, eine Stadt, die im 19. Jahrhundert für ihre Stoffe und Tuche über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt war. In Susanne Gogas Büchern gibt es immer viel zu lernen, viel zu sehen, viel neues und auch viel Bekanntes. Diese Mischung gefällt mir ausgesprochen gut, vor allem, weil durch diese Vielfalt der Schwerpunkt nicht unbedingt auf der - durchaus vorhandenen - Liebesgeschichte liegt, die dennoch da ist, immer präsent und genau den Raum einnimmt, den sie braucht, um sich zu entfalten. Susanne Gogas Protagonisten machen alle eine Entwicklung durch. Die einen zu ihrem Vorteil, die anderen zu ihrem Nachteil. Alle haben ihre ganz eigene Stimme, ihre eigene Farbe, ihr eigenes Gefühl. Mein Herz gehörte in diesem Buch ganz klar dem Maler Anthonis mit all seiner Verletzlichkeit, seiner Zerrissenheit und letzendlich seiner großen Stärke.

Besonders beeindruckt hat mich die plastische Erzählweise Susanne Gogas, die nicht nur vergangene Zeiten im Kopfkino entstehen lässt. Es gelingt ihr sogar, die fiktiven Bilder des Malers Anthonis so anschaulich zu beschreiben, dass man als Leser diese Bilder vor Augen hat und sie unbedingt selbst sehen möchte. Umso trauriger, dass sie wirklich nur in der Fantasie der Autorin existieren.

Mich hat dieser zweite klassische historische Roman Susanne Gogas absolut begeistert. Die Autorin hat mit dem Leonardo-Papier ein gutes Fundament für dieses Genre gelegt. Mit der "Die Sprache der Schatten" hat sie auf dieses Fundament nun einen Palast aus Perlen gesetzt.

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Die Sprache der Schatten: Roman
(Susanne Goga; Diana Verlag)
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Weitere Rezensionen zu Büchern dieses Autors (insgesamt 4):
  • Leo Berlin.
  • Das Leonardo-Papier: Roman
  • Tod in Blau
  • Buchbewertung:
    9.47 Punkte, 17 Stimmen

    Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Bouquineur: 21.06.2011 15:18.

    21.06.2011 11:18 Bouquineur ist offline E-Mail an Bouquineur senden Homepage von Bouquineur Beiträge von Bouquineur suchen Nehmen Sie Bouquineur in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Bouquineur in Ihre Kontaktliste ein
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    Themenstarter Thema begonnen von Bouquineur
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    Ich möchte hier auch noch mal auf die Leserunde hinweisen, die am 1. September hier bei den Büchereulen stattfindet und die von der Autorin begleitet wird:

    Leserundenvorschlag ab 01. September 2011 "Die Sprache der Schatten" mit Autorin

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    21.06.2011 15:20 Bouquineur ist offline E-Mail an Bouquineur senden Homepage von Bouquineur Beiträge von Bouquineur suchen Nehmen Sie Bouquineur in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Bouquineur in Ihre Kontaktliste ein
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    Wenn ich nicht schon längst bei der Leserunde angemeldet wäre würde ich sagen, deine Rezi ist mal wieder absolut Waffenscheinpflichtig.

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    21.06.2011 17:55 beowulf ist offline E-Mail an beowulf senden Homepage von beowulf Beiträge von beowulf suchen Nehmen Sie beowulf in Ihre Freundesliste auf
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    Es gibt übrigens Lesezeichen zum Buch. Wer interessiert ist, kann sich gern per PN bei mir melden.


    Liebe Grüße,

    Susanne

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    24.06.2011 08:06 Bücherfrau ist offline E-Mail an Bücherfrau senden Homepage von Bücherfrau Beiträge von Bücherfrau suchen Nehmen Sie Bücherfrau in Ihre Freundesliste auf
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    Titel: Die Sprache der Schatten
    Autorin: Susanne Goga
    Verlag: Diana-Verlag
    Erschienen: Mai 2011
    Seitenzahl: 445
    ISBN-10: 3453354680
    ISBN-13: 978-3453354685
    Preis: 9.99 EUR


    Das sagt der Klappentext:
    Schwarze Schatten, schemenhafte Züge, abgewandte Gestalten. Eine eindringliche Szenerie und kein einziges Gesicht. Als Rika das namenlose Bild geschenkt bekommt, ist sie so fasziniert , dass sie beschließt, den Maler ausfindig zu machen. Ihre Suche führt sie in die Spandauer Vorstadt zu Anthonis, einem Außenseiter, talentiert und rätselhaft, der sich ganz von der Welt zurückgezogen hat und meist nur noch eins auf die Leinwand bringt: Menschen ohne Gesichter. Instinktiv weiß Rika, dass mehr dahintersteckt als Anthonis sie glauben lassen will – und sie ist entschlossen, sein Geheimnis zu enthüllen.

    Die Autorin:
    Susanne Goga wurde 1967 geboren und ist eine renommierte Literaturübersetzerin. Sie schrieb bereits zwei historische Kriminalromane, bevor sie sich mit dem Buch „Das Leonardo-Papier“ dem klassischen historischen Roman zuwandte.

    Meine Meinung:
    Wieder einmal musste ich einen Klappentext lesen, der dem Buch nicht gerecht wird. Mit keinem Wort nämlich geht der Klappentext auf den Facettenreichtum dieses Buches ein. Man kann auch einen zutreffenden Klappentext verfassen ohne allzu viel vom Inhalt eines Buches zu verraten. Vielleicht muss man beim Diana-Verlag aber diesbezüglich noch dazu lernen.
    Susanne Goga hat nicht einfach einen unterhalten historischen Roman geschrieben, nein, dieses Buch ist mehr. Es ist in meinen Augen auch ein sehr politisch-historisches Buch. Die Autorin schildert eben auch die gesellschaftlichen Verhältnisse der damaligen Zeit, das Aufkommen des Antisemitismus, die schlimmen gesellschaftlichen Zwänge in die man gepresst war – gerade auch als Frau und auch als gleichgeschlechtlich liebender Mensch. Zudem erfährt der Leser etwas von der Not und dem Elend außerhalb der vornehmen Salons, vom Erwachen der Arbeiterschaft, die sich langsam ihrer Situation bewusst wird und zunehmend Rechte einfordert, die uns heute schon so selbstverständlich sind, dass wir nicht mehr über sie nachdenken.
    Das Buch macht aber auch deutlich, dass die Menschen zutiefst in ihren wenig fortschrittlichen Denkweisen gefangen waren, dass man sich ob der herrschenden Zustände kaum Gedanken machte und eigentlich nur das vermeintlich Bewährte bewahren wollte. Und die, die über den Tellerrand hinaus dachten, die wurden als Gefahr für den für wenige herrschenden Wohlstand angesehen.
    Das alles wird dem Leser nicht oberschulmeisterlich oder mit dem Holzhammer präsentiert, ganz im Gegenteil, gerade diese Dinge werden vorsichtig eingestreut – bleiben dadurch aber eben weitaus besser im Gedächtnis. Die Autorin beschreibt eine Zeit des Aufbruches, eine Zeit des Fortschritts – aber es war auch eine Zeit in der die meisten Menschen auf diesen nach Neuen strebenden Wegen schlichtweg vergessen wurden.
    Susanne Goga ist aber nicht nur eine sehr gute Vermittlerin früherer Zeiten, sie ist auch eine sehr anregende schreibende Erzählerin und als Leser muss man einfach von ihrem Schreibstil angetan sein. Präzise, klar im Ausdruck, gefühlvoll dann wann es angebracht ist und eben auch hart in der Aussage wenn das dann vonnöten sein sollte. Dazu setzt sie ihre Worte so, dass für den Leser sehr schnell vor dem geistigen Auge opulente Bilder entstehen. Nicht jeder beherrscht die Kunst mit Worten Bilder zu malen, Bilder, die mit großer Wahrscheinlichkeit auch der beschriebenen Zeit gerecht werden. Nachdem mir das „Leonardo-Papier“ nicht so gut gefallen hatte – so kann ich mich bei diesem Buch wieder in die „Goga-Fan-Gruppe“ einreihen. Ein wunderbar unterhaltendes Buch, dazu, so wie ich meine hochpolitisch und eben auch in einem sehr ansprechenden Stil geschrieben. Sehr lesenswert.

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    02.08.2011 14:54 Voltaire ist offline E-Mail an Voltaire senden Homepage von Voltaire Beiträge von Voltaire suchen Nehmen Sie Voltaire in Ihre Freundesliste auf
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    Ich habe das Buch im Rahmen der LEserunde gelesen. Den Buchvorstellungen von Bouiquineur und Voltaire habe ich nichts hinzuzusetzen. Ein Wundeschönes Buch, dem ich viele Leser wünsche.

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    03.09.2011 13:47 beowulf ist offline E-Mail an beowulf senden Homepage von beowulf Beiträge von beowulf suchen Nehmen Sie beowulf in Ihre Freundesliste auf
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    Das freut mich sehr, Beowulf Freude .

    Liebe Grüße,

    Susanne

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    03.09.2011 21:41 Bücherfrau ist offline E-Mail an Bücherfrau senden Homepage von Bücherfrau Beiträge von Bücherfrau suchen Nehmen Sie Bücherfrau in Ihre Freundesliste auf
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    Ich schließe mich Beowulf an. Ich könnte natürlich selbst etwas über das Buch schreiben, aber ich würde nur Bouiquineurs und Voltaires Worte wiederholen, die beide die Geschichte für mich so wahr rezensiert haben.

    10 Punkte für diese wunderbare und so bildhaft schön beschriebene Reise nach Berlin und Gladbach Ende des 19. Jahrhunderts.

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    Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Saiya: 04.09.2011 19:25.

    04.09.2011 19:25 Saiya ist offline Beiträge von Saiya suchen Nehmen Sie Saiya in Ihre Freundesliste auf
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    Zitat:
    Original von Saiya
    Ich schließe mich Beowulf an. Ich könnte natürlich selbst etwas über das Buch schreiben, aber ich würde nur Bouiquineurs und Voltaires Worte wiederholen, die beide die Geschichte für mich so wahr rezensiert haben.



    Ich schließe mich dem auch an.
    Es war ein wirklich schönes Lesevergnügen.
    Ich konnte das Buch mal wieder garnicht aus der Hand legen.

    Von mir gibt es auch 10 gute Punkte Winken

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    04.09.2011 20:09 Deichgräfin ist offline E-Mail an Deichgräfin senden Beiträge von Deichgräfin suchen Nehmen Sie Deichgräfin in Ihre Freundesliste auf
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    Ich möchte mich auch gerne einreihen und mich den wirklich schönen Rezis von Voltaire und Bouquineur anschließen. Winken

    Ich möchte Voltaire außerdem zustimmen, dass die Klappentexte weder beim Leonardopapier noch hier das Wesen der Bücher komplett wiedergeben. Allerdings konnte ich hier schon einige Facetten des Buches im Klappentext wiederfinden, beim Leonardopapier war die geschriebene Geschichte anders, als die, die ich nach dem Klappentext erwartet hätte. (Ich war am Ende aber trotzdem nicht arg enttäuscht, weil es sich sehr interessant und kurzweilig las.)

    Mir persönlich haben es mal wieder die Nebenfiguren besonders angetan, war es im Leonardopapier Mr Shayle und seine Familie, so waren es hier das Ehepaar Wendland. Freude
    Und ganz unvorbereitet und daher besonders gefreut haben mich die Eindrücke zur Berliner Modewelt. Damit hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet! Die Beschreibungen der Geschäfte und der Weberei, Modeskizzen, Stoffe, Schnitte... Toll.

    Ich habe mich rundherum gut unterhalten gefühlt - 10/10 Punkte

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    04.09.2011 23:21 Nordstern ist offline E-Mail an Nordstern senden Homepage von Nordstern Beiträge von Nordstern suchen Nehmen Sie Nordstern in Ihre Freundesliste auf
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    Ich möchte mich auch "drücken" vor einer eigenen Rezi, denn Voltaire und Bouquineur haben das schon so schön gemacht, dass es eh nur eine Wiederholung wäre... Grinsen

    Der Roman hat mich wunderbar unterhalten und ich habe viele Figuren liebgewonnen, so dass ich letztendlich traurig war, als ich das Buch beendet hatte. Susanne Goga hat einen Erzählstil, der einen sofort gefangen und mit auf die Reise in eine andere Epoche nimmt. Man taucht ab ins Berlin des 19. Jahrhunderts und hinein in die Welt der Stoffe, der Farben und auch der Kunst. Die Bilder des Malers beschreibt Susanne Goga so, dass man sie sich gut vorstellen kann und etwas überrascht ist, dass sie nur in ihrer Phantasie existieren.
    Schön finde ich auch, dass die Figuren nicht "nur gut" oder "nur schlecht" sind, sondern oft viele Facetten haben. Teilweise verändert man während der Lektüre seine Meinung über eine Figur - wie im richtigen Leben, wenn man eine Person näher kennenlernt.

    Schon das Leonardo-Papier hat mir sehr gut gefallen, aber diesen Roman fand ich sogar noch einen Tick besser. Ein wahrer Lesegenuss Freude

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    Ein Optimist steht nicht im Regen,
    er duscht unter einer Wolke.
    (Thomas Romanus)

    Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Brummi: 05.09.2011 14:51.

    05.09.2011 14:50 Brummi ist offline E-Mail an Brummi senden Homepage von Brummi Beiträge von Brummi suchen Nehmen Sie Brummi in Ihre Freundesliste auf
    Karthause Karthause ist weiblich
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    Auch ich kann mich nur anschließen, ich könnte lediglich wiederholen und stimme in den Kanon ein. "Die Sprache der Schatten" ist ein Buch,dass mich sehr überrascht hat. Es war mein erstes, das ich von Susanne Goga gelesen habe, wird aber keinesfalls das letzte geblieben sein. Mir hat die Zeichnung ihrer Charaktere und das von dem Roman vermittelte Zeitbild sehr angesprochen, das macht eindeutig Lust auf mehr.

    Dehalb auch von mir 10 Punkte.

    __________________
    Viele Grüße
    Karthause winkt

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    08.09.2011 09:40 Karthause ist offline E-Mail an Karthause senden Homepage von Karthause Beiträge von Karthause suchen Nehmen Sie Karthause in Ihre Freundesliste auf
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    Ich kenne bereits die beiden Leo Wechsler Romane sowie Das Leonardo-Papier von Susanne Goga und muss sagen, dass mir "Die Sprache der Schatten" ebenfalls sehr gut gefallen hat.

    Berlin als Schauplatz ist wunderbar beschrieben, ich fühlte mich richtig in die Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts versetzt. Ebenso Mönchengladbach, sehr interessant, wie sich dort die beginnende Industrialisierung abzeichnete neben dem alten Stadtkern.

    Rika als Hauptfigur neben dem Maler Anthonis war ein sehr vielschichtiger Charakter. Als junge Witwe mit einem fast gleichaltrigen Stiefsohn und einer jüngeren Stieftochter muss sie ihren Stand verteidigen und zeigen, dass sie eine eigene Meinung hat und auch ihr eigenes Leben führen will. Wie das im Buch beschrieben wird, gefiel mir wirklich gut, da es so nachvollziehbar war. Rika ist keine perfekte Frau, hat ihre Schwächen und Schwachstellen, doch sie ist menschlich und mir damit sympathisch gewesen.

    Anthonis, der geheimnisvolle Maler, hat ebenso mein Interesse geweckt, er kann sehr gut malen, übt den Beruf aber nicht mehr aus, sondern hält sich mit Scherenschnitten über Wasser. Doch hinter seiner Fassade steckt mehr. Was es damit auf sich hat, war fesselnd geschrieben, auch er war mir überaus sympathisch.

    Andere Charaktere zogen gleich mein Misstrauen oder meinen Unwillen auf sich, andere überzeugten mit kleinen charmanten Eigenheiten.

    Alles in allem ein wunderbarer Roman, der geheimnisvoll und spannend daher kommt und mir einige angenehme Lesestunden bereitet hat. Auch nach dem Lesen konnte ich mich gedanklich noch nicht trennen, sehr gutes Zeichen.

    Die Themen Mode, Malerei, Industrialisierung ergaben ein bildhaftes Porträt der damaligen Zeit.

    Volle 10 Punkte von mir und ganz viele Leser.

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    Das Glück ist ein Mosaikbild, das aus lauter unscheinbaren kleinen Freuden zusammengesetzt ist. (D. Spitzer)

    Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von geli73: 08.09.2011 21:52.

    08.09.2011 21:50 geli73 ist offline E-Mail an geli73 senden Beiträge von geli73 suchen Nehmen Sie geli73 in Ihre Freundesliste auf
    Ayasha Ayasha ist weiblich
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    Die Rezis von Bouqineur, Voltaire und geli73 haben es perfekt auf den Punkt gebracht, so dass ich mich selber gar nicht richtig an eine eigene Rezi ran traue... Augenzwinkern

    Mit Hilfe der liebevoll und farbenfroh gezeichneten Bildern konnte auch ich wunderbar in diese Geschichte eintauchen und mich auf eine Reise ins Berlin des 19. Jahrhunderts begeben – eine Reise in die Welt der damaligen Mode und der Kunst und in eine spannende Zeit, in der auch spätere historische Ereignisse bereits ihre Schatten voraus warfen.

    In ihrem sehr angenehmen und schnörkellosen Schreibstil gewährt Susanne Goga jeder Figur seinen eigenen Raum, so dass es so gut wie keine typischen „Nebenfiguren“ gibt - sondern eine Vielzahl von interessanten, facettenreichen Charaktere. Der spannende, geheimnisvoll angehauchte Plot rundet dieses fesselnde Lesevergnügen ab.

    Ein Buch – nicht nur für Histofans - das ich ohne Zögern weiterempfehlen kann! Ich vergebe 10 Punkte. smile

    __________________
    Herzliche Grüsse

    Ayasha
    14.09.2011 15:14 Ayasha ist online E-Mail an Ayasha senden Beiträge von Ayasha suchen Nehmen Sie Ayasha in Ihre Freundesliste auf
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    Ich freue mich sehr über eure Rezis. Die Leserunde hat viel Spaß gemacht.


    Liebe Grüße,

    Susanne smile

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    19.09.2011 11:19 Bücherfrau ist offline E-Mail an Bücherfrau senden Homepage von Bücherfrau Beiträge von Bücherfrau suchen Nehmen Sie Bücherfrau in Ihre Freundesliste auf
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    Ich habe das buch auch zuende gelesen und fand es super gut zu Lesen. Das meine Heimatstadt Berlin vorkommt finde ich klasse. Also ich bin begeistert. Meine Vorredner haben das Buch schon sehr gut beschrieben. Es ist wie Kopfkino. Ich kann es nur empfelenen zu lesen. Von mir volle 10 Punkte.
    02.10.2011 00:25 Dagmara06 ist offline E-Mail an Dagmara06 senden Beiträge von Dagmara06 suchen Nehmen Sie Dagmara06 in Ihre Freundesliste auf
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    Eure Rezis haben mich jetzt total neugierig gemacht auf das Buch. Wird bei der nächsten Amazon-Bestellung dabei sein. Freude
    02.10.2011 08:58 Carina ist offline E-Mail an Carina senden Beiträge von Carina suchen Nehmen Sie Carina in Ihre Freundesliste auf
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    Super, darüber freue ich mich sehr.

    Liebe Grüße,

    Susanne Freude

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    02.10.2011 20:34 Bücherfrau ist offline E-Mail an Bücherfrau senden Homepage von Bücherfrau Beiträge von Bücherfrau suchen Nehmen Sie Bücherfrau in Ihre Freundesliste auf
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    Susanne Goga zeichnet mit ihrem zweiten historischen Roman ein getreues Gesellschaftsporträt des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Zunehmend übernehmen die Frauen Verantwortung für ihr Leben, was bestimmt nicht von allen Männern hingenommen wird. Dargestellt wird diese Situation durch Alexander, der gar keine Zweifel aufkommen lässt, nun als Familienoberhaupt sämtliche Belange steuern zu wollen. Seiner Stiefmutter gesteht er immerhin zu, dass sie sich weiterhin in die Fabrik einbringen kann. Als er sich jedoch als künftigen Ehemann sieht, muss Rika ihn überdeutlich vor den Kopf stoßen.

    Nicht nur familiäre Gepflogenheiten werden dargestellt, sondern auch die politische und religiöse Situation in Deutschland fließen in die Handlung mit ein. Anna verliebt sich in einen Juden und lässt so die Problematik entstehen, dass sich immer mehr Geschäftspartner zurückziehen. Doch das spannendste Thema ist die Prosopagnosie, an der Anthonis leidet. Als Maler ist er daher in seinem Wirken und ebenfalls auf zwischenmenschlicher Ebene eingeschränkt. Seine Scherenschnitte sind seine Sprache der Schatten. Alle Themen zusammen mit dem flüssigen Erzählstil ergeben die richtige Würze für einen mitreißenden historischen Roman. Selten habe ich einen Roman gefunden, in dem die Charaktere der Haupt- und Nebenpersonen so fein gezeichnet werden, dass mühelos ein Film vorm inneren Auge abspielt. Das Lesen war wie ein Spaziergang im vergangenen Berlin.

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    aktuelles Buch: Die Farbe von Kristall von Nikola Hahn
    Die verlorene Geschichte von Rebecca Martin

    24.01.2012 21:54 Büchersally ist offline E-Mail an Büchersally senden Beiträge von Büchersally suchen Nehmen Sie Büchersally in Ihre Freundesliste auf
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    Danke, Büchersally, darüber freue ich mich sehr Freude .

    Liebe Grüße,

    Susanne

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    Susanne Goga
    Autorin/Übersetzerin
    27.01.2012 14:07 Bücherfrau ist offline E-Mail an Bücherfrau senden Homepage von Bücherfrau Beiträge von Bücherfrau suchen Nehmen Sie Bücherfrau in Ihre Freundesliste auf
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