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Das Gold der Mühle - Martha Sophie Marcus

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Tilia Salix Tilia Salix ist weiblich
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Dabei seit: 13.04.2009
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Das Gold der Mühle - Martha Sophie Marcus Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zum Buch
Brida ist eine junge Witwe, die einen Abenteurer liebt. Doch wird er seine Freiheit für ein Leben an ihrer Seite aufgeben?
1372 im Lüneburger Land, wo ein brutaler Erbfolgekrieg tobt: Die erst 36-jährige Witwe Brida findet den verletzten jungen Ritter Ulrich am Wegesrand. Kurzentschlossen nimmt sie Ulrich bei sich auf und pflegt ihn gesund. Als der junge Mann wieder aufbricht, schließt sich ihm Bridas 16-jährige Tochter Ann Durt heimlich an. Sobald Brida ihr Verschwinden bemerkt, folgt sie der Spur der jungen Leuten durch die Wirren des Krieges, aber Ulrich und Ann Durt bleiben ihr immer einen Schritt voraus - bis Brida den faszinierenden Abenteurer Brose trifft und in einen Gewissenskonflikt gerät.
[Quelle: Goldmann-Verlag]

Die Autorin
Martha Sophie Marcus, geboren 1972 im Landkreis Schaumburg, studierte Germanistik, Soziologie und Pädagogik und verbrachte anschließend zwei Jahre in Cambridge. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Lüneburg. Mit "Herrin wider Willen", ihrem ersten Roman, feierte sie ein grandioses Debüt, dem weitere erfolgreiche historische Romane folgten.
[Angaben aus dem Buch]

Meine Meinung
Hach! Selten habe ich mich derart unterhaltsam über ein pubertäres Paar wie diesen unsympathischen Ulrich und seine nervig-naive Ann Durt aufregen können wie in diesem Roman. Grinsen Was habe ich mit Brida gelitten, die auf der Suche nach ihrer Tochter wirklich so einiges mitmacht (grandiose Figuren, übrigens!), weil sie natürlich mitten zwischen die Fronten gerät. Der historische Hintergrund um den Lüneburger Erfolgekrieg zwischen Herzog Magnus und den von Kaiser Karl bevorzugten Wittenbergern spielt zwar eine gewisse Rolle, Schwerpunkt bilden aber die Erlebnisse von Ann Durt, die sich immer mehr im höfischen Ränke- und Intrigenspiel verstrickt, und ihrer Mutter, die sich mehr und mehr in ihre Reisebegleitung verliebt.

Fazit: Abenteuer, Herz, Schmerz und Humor, gelungen umgesetzt, mit glaubhaften Figuren und einen interessanten historischen Rahmen versehen - das ist Unterhaltung pur!

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Schwarz auf Weiß - Der etwas andere Katzen-Blog

Das Gold der Mühle: Historischer Roman
(Martha Sophie Marcus; Goldmann Verlag)
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    Die Witwe Brida lebt mit ihren drei Kindern bei ihrem Bruder in der Thomasburger Mühle im Lüneburgischen Land. 1372 leiden die Menschen in dieser Gegend unter dem Erbfolgekrieg den Herzog Magnus gegen die Albrecht von Sachsen-Wittenberg ausficht. Als sie den verletzten Ritter Ulrich am Straßenrand findet und ihn in der Mühle gesund pflegt, ahnt sie nicht, dass der Krieg bald schon ihr Leben bedroht. Ihre älteste Tochter Ann Durt begleitet Ulrich, als dieser mit seinem Onkel Kunzmann ein Erbe klären will. Als die heimliche Flucht der beiden entdeckt wird, macht sich auch Brida auf den Weg zu Kunzmann. Auf ihrem Weg widerfährt ihr einiges, sodass sie länger fortbleibt als gedacht. Von daher beschließen auch ihre jüngsten Kinder Stina und Nickel, sich auf die Suche zu machen.

    Martha Sophie Marcus beweist zum wiederholten Mal, dass sie Talent hat, eine historische Zeit lebendig werden zu lassen. Sie versetzt ihre Leser mit wenigen Seiten in eine mittelalterliche Zeit, in der die Menschen hart für ihr Überleben arbeiten mussten, sich gegen Raubritter zur Wehr setzten, Spielmänner für eine warme Mahlzeit Kunststücke vorführten und vor allem die Macht der Burgvogte allgegenwärtig war. Alles zusammen platziert sie vor eine bildhaft beschriebene Umgebung der Mühle, was die Situation fast wieder zu einem Idyll werden lässt.

    Ihre Charaktere haben alle eine wichtige Funktion. Brida, die nach dem Tod ihres Mannes für das Auskommen der Familie sorgt, ohne sich selber verkaufen zu müssen, steht stellvertretend für die Frau im Mittelalter. Ihre älteste Tochter, die an der Seite vom Ritter Ulrich von einem angenehmeren Leben träumt und erst recht die harten Seiten des Lebens kennenlernen muss, ist mit sechszehn Jahren längst kein Kind mehr. Zudem finden sich die beiden jüngsten Kinder auf ihrer Suche bald in einer Gruppe Söldner wieder, die auf dem Weg in die Schlacht um die Wolfsburg sind. So verknüpft die Autorin ihre fiktiven Figuren mit den historisch belegten Geschehnissen im Erbfolgekrieg der Lüneburger und lässt eben jede Geschichte wieder lebendig werden.

    Die Historie an sich beinhaltet für Geschichtsinteressierte schon Spannung genug, wobei das Ende bekannt ist. Durch die Figuren erhält der Verlauf der Handlung einige unvorhergesehene Wendungen, sodass schnell die Neugier des Lesers geweckt wird. Die Dialoge bergen genügend Humor, sodass das Grausame der Zeit gemildert wird, ohne an Authentizität zu verlieren. Das Leben der Landbevölkerung unter der Last des Krieges wird greifbar. Im Anschluss an den Roman befindet sich ein Personenregister, das Aufschluss über Wahrheit und dichterische Freiheit gibt. Ebenso werden in einem Glossar die verwendeten Ausdrücke erklärt, die heute nicht mehr im Sprachgebrauch sind. Das Buch bietet alles, was ich mir von einem historischen Roman wünsche.

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    aktuelles Buch: Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf von Oliver Pötzsch
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