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Der Frauenchor von Chilbury von Jennifer Ryan

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chiclana chiclana ist weiblich
Unsterbliche Forenlegende


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Dabei seit: 04.01.2005
Beiträge: 4.630
Herkunft: Fellbach

Der Frauenchor von Chilbury von Jennifer Ryan Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

480 Seiten

Kurzbeschreibung

Als zu Beginn des Zweiten Weltkriegs immer mehr Männer nach London gehen oder eingezogen werden, beschließt der Pfarrer von Chilbury in der Grafschaft Kent, den Chor der Gemeinde aufzulösen. Die Frauen sind zutiefst enttäuscht. Was bleibt ihnen im schwierigen Kriegsalltag noch? Doch dann kommt die Musikprofessorin Primrose Trent aus London im Ort unter. Sie ist der Überzeugung, dass Musik gerade in schwierigen Zeiten wichtig ist, und schlägt die Gründung eines reinen Frauenchors vor. Die Idee trifft auf Skepsis. Ein Chor ganz ohne Bässe und Tenöre? Aber Primrose gibt nicht auf: Mit Energie und Leidenschaft treibt sie ihr Projekt voran – ihr Enthusiasmus und die wundervolle Musik, die entsteht und die sie sich selbst nie zugetraut hätten, überzeugen die Frauen und richten sie auf. Der Chor hilft ihnen, ihre eigene Stimme zu finden.
Fünf grundverschiedene Frauen und Mädchen berichten in ihren Briefen und Tagebucheinträgen davon, wie der Krieg ihr Leben verändert – wie er Verlust, Trauer und Angst erzeugt, aber eben doch nicht verhindern kann, dass auch Freundschaften und Liebe entstehen.


Über die Autorin

Jennifer Ryan wurde in England geboren, arbeitete als Lektorin in London und lebt heute mit ihrer Familie in Washington, D.C.


Meine Meinung

Im kleinen Örtchen Chilbury in Südengland ist der Chor ein regelmäßiger Treffpunkt der Dorfbewohner. Doch zu Beginn des 2. Weltkriegs müssen immer mehr Männer in den Krieg und ohne Männer wird der Chor geschlossen. Die zurückbleibenden Sängerinnen sind enttäuscht, waren doch die Chorproben und Auftritte stets Lichtblicke im Alltag. Doch dann zieht die Musikprofessorin Prim nach Chilbury und gründet einen reinen Frauenchor. Eine Ungeheuerlichkeit! Doch die Frauen wollen singen, nehmen ihren Mut zusammen und proben gemeinsam mit Prim.
Wir lernen die einzelnen Chormitglieder und ihre Geschichten kennen - und das nur durch verschiedene Briefe, Tagebucheinträge und Zeitungsartikel. Eine sehr gelungene Mischung! Vorallem schreiben die beiden ungleichen Schwestern Kitty und Venetia, Töchter eines reichen und herrischen Brigadiers, Mrs. Tilling, eine verwitwete Krankenschwester sowie die Hebamme Edwina Paltry.
Alle versuchen trotz Krieg das Beste aus ihrem Leben zu machen und die Gemeinschaft und das gemeinsame Singen unterstützt sie auf diesem Wege.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und bin in der Geschichte versunken - und so hat es mich auch nicht gestört, dass manche Handlungsstränge vielleicht ein wenig übertrieben waren.

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Der Frauenchor von Chilbury: Roman
(Jennifer Ryan; Kiepenheuer&Witsch)
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Buchbewertung:
10.00 Punkte, 3 Stimmen

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von chiclana: 10.09.2017 18:13.

16.08.2017 10:17 chiclana ist offline E-Mail an chiclana senden Beiträge von chiclana suchen Nehmen Sie chiclana in Ihre Freundesliste auf
Deichgräfin Deichgräfin ist weiblich
Lebende Forenlegende


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Dabei seit: 16.06.2007
Beiträge: 1.854
Herkunft: Nähe Bremen

RE: Der Frauenchor von Chilbury von Jennifer Ryan Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Starke Frauen
Die Autorin Jennifer Ryan wurde durch Erzählungen ihrer Großmutter zu diesem Roman inspiriert. Der Frauenchor von Chilbury ist ihr Debütroman und spielt von März bis September 1940 in einem kleinen Ort in England.
Die Autorin hat ihn auf interessante und besondere Art aus Briefen und Tagebucheinträgen geschrieben, Aber es passt wunderbar.
Die Männer Chilburys sind im Krieg und es gibt keine männliche Stimmen im Chor, da schließt der Vikar ihn. Aber da werden die Frauen aktiv, sie gründen einen Frauenchor.
Durch die Briefe erfahren wir viel über die Gefühle und Aktivitäten. Die fast 14jährige Kitty schreibt alle Vorkommnisse und ihre Beobachtungen in ihr Tagebuch.
Da gibt es viele Intrigen, Todesfälle und die Angst um die Söhne und Männer, aber auch Liebe. Trotzdem halten die Frauen zusammen.
Die Autorin lässt uns mit flüssiger Sprache an allem Guten und Schlechtem teilnehmen. Der Roman ist echt spannend geschrieben, er hatte keine Längen. Durch die Briefe und das Tagebuch bekommt man auch verschiedene Ansichten der gleichen Geschehnisse, das macht alles noch interessanter. Ich konnte mir so immer ein gutes Bild von allem machen.
Ein schönes lesenswertes Werk, das mich begeistern konnte.

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lesend
12.09.2017 19:05 Deichgräfin ist offline E-Mail an Deichgräfin senden Beiträge von Deichgräfin suchen Nehmen Sie Deichgräfin in Ihre Freundesliste auf
Filtertuete
Tripel-As


Dabei seit: 19.10.2013
Beiträge: 183
Herkunft: Carcassonne

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Mich hat dieses Buch sehr beeindruckt!
Die Abdeckung mehrerer Genres (Historienschmöker, Liebesroman, Kriminalroman, Spionageroman, Milieustudie, Familienroman, Frauenroman...) stellte eine gelungene Mischung dar.
Die Präsentation in Form von abwechselnden Tagebuchnotizen und Briefen erwies sich als originell und unterhaltsam.
Die Probleme der handelnden Personen traten deutlich, glaubwürdig und nachvollziehbar zu Tage: Da waren einmal die kriegsbedingten allgemeinen Alltagssorgen wie beispielsweise die Ängste um eingezogene Ehemänner, Söhne und Geliebte und die eingeschränkte Versorgungslage, aber auch die ganz persönlichen Belange wie die Bedeutung des Geschlechtes eines Neugeborenen, galt es doch, einen männlichen Erben zu produzieren.
Oder eben der Frauenchor, die Rolle der Frau. Das gemeinsame Singerlebnis.
Ein Leseerlebnis, das mich noch eine Weile beschäftigen wird.
10/10 Punkten
13.09.2017 02:59 Filtertuete ist offline Beiträge von Filtertuete suchen Nehmen Sie Filtertuete in Ihre Freundesliste auf
Booklooker Booklooker ist weiblich
Auserwählter Forumsretter


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Dabei seit: 02.02.2007
Beiträge: 9.398
Herkunft: Recklinghausen

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Der Titel ist gar nicht meins, aber der Inhalt klingt gut. Danke für die Rezi smile

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Es geht uns mit den Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber wenige erwählen wir zu unseren Freunden, unseren vertrauten Lebensgefährten.

13.09.2017 06:21 Booklooker ist offline E-Mail an Booklooker senden Homepage von Booklooker Beiträge von Booklooker suchen Nehmen Sie Booklooker in Ihre Freundesliste auf
Tea-Bag Tea-Bag ist weiblich
Kaiser


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Dabei seit: 18.11.2008
Beiträge: 1.442
Herkunft: Niedersachsen

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Einige Frauen aus Chilbury in einer stürmischen Zeit völlig auf sich allein gestellt. Doch sind sie wirklich auf sich allein gestellt? Was hat der Chor damit zu tun?
Mrs. Tilling ist eine sehr ruhige Frau, die bereits ihren Mann im ersten Weltkrieg verloren hat und ihren Sohn nun in den zweiten Weltkrieg ziehen lassen muss. Die Entwicklung dieses Charakters hat mir am meisten Spaß gemacht beim Lesen. Erst völlig schüchtern, in sich gekehrt und ruhig und zum Schluss sagt sie ihre Meinung und nimmt kein Blatt mehr vor dem Mund.
Kitty Winthrop, Tochter eines herrischen Brigadier, ist die jüngste und trotzdem nicht unwichtig für das Geschehen in Chilbury. Sie erfrischt die Runde doch sehr und hat sehr Tiefgang. Unterdrückt von ihrem Vater, geärgert von ihrer großen Schwester in jeglicher Hinsicht und fast keine Beachtung ihrer Mutter.
Venetia Winthrop ist die große Schwester von Kitty und eine Dame, die recht viel von sich hält und gerne mit den Männern spielt. Bis ein geheimnisvoller Maler ins Dorf kommt und Venetia sich Hals über Kopf in ihn verliebt und mit ihrer besten Freundin eine Wette eingeht. Doch während der Krieg immer näher kommt, verhält sich der Maler immer komischer und Venetia gerät ins Wanken.
Die intrigante Edwina Paltry ist die Hebamme im Dorf und hat eine dunkle Vergangenheit. Und da der Brigadier Winthrop in einer Klemme steckt, ist er auf die Hilfe von Edwina angewiesen. Aber kann das gut gehen? Sowohl in die eine Richtung, als auch in die andere?
Der Roman ist in Brief- und Tagebuchformat geschrieben und schafft es daher, die Zeit während des zweiten Weltkrieges in England aus verschiedenen Positionen und Schichten aufzuzeigen und Nähe zu bringen. Dieses kleine Dorf Chilbury mit seinen mehr und weniger sympathischen Bewohnerinnen hat mir viel Freude bereitet. Ich habe mit den meisten Charakteren mitgelitten und mitgeteilt, habe andere Charaktere für Ihre gierige und intrigante Hinterhältigkeit ausgelacht. Ja das Buch war toll. Eine absolut klare Leseempfehlung. Ich gebe dem Buch 10 von 10 Punkten.
Danke an Vorablesen für dieses Exemplar.

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lesend "The girl before - Sie war wie du. Jetzt ist sie tot." JP Delaney
13.09.2017 20:23 Tea-Bag ist offline E-Mail an Tea-Bag senden Beiträge von Tea-Bag suchen Nehmen Sie Tea-Bag in Ihre Freundesliste auf
Arietta Arietta ist weiblich
Kaiser


Dabei seit: 10.01.2015
Beiträge: 1.234
Herkunft: RLP Mosel

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Das Buch werde ich demnächst in einer Leserunde Lesen, es hat mich sehr neugierig gemacht.

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„Lesen heißt durch fremde Hand träumen.“ (Fernando Pessoa)
13.09.2017 21:50 Arietta ist offline E-Mail an Arietta senden Beiträge von Arietta suchen Nehmen Sie Arietta in Ihre Freundesliste auf
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