Obama Biographien

  • Ich lese ja gerade das Buch von Barack Obama, wie wohl andere auch. Und zumindestens Gucci liest je gerade Michelles Biographie. (Das ich auch schon gelesen habe)


    Vielleicht mögen wir uns ja hier ein wenig über unsere Leseeindrücke austauschen?


    Ich finde es sehr spannend, gerade von der Amtseinführung zu lesen, wie reibungslos das damals ablief. Und dass Obama schon vorher versucht hat die Bush-Regierung noch zu unterstützen und den Übergang in der Finanzkrise besser über die Bühne zu bekommen.


    Was ich ganz schlimm fand war, dass die Republikaner wohl damals beschlossen haben nicht mehr mit den Demokraten zu sprechen, geschweige denn zusammen zu arbeiten. Irgendwie nimmt mir das die Hoffnung, dass es in den nächsten Jahren wieder besser wird.

  • Ich bin noch nicht wo weit. Ich bin erst bei den Vorwahlen. Ich lese auf Englisch und bewusst langsam. Aber das von dir Angesprochene wusste ich schon.


    Ich bin sonst kein großer Fan von Markus Lanz, aber sein Interview mit Obama zum Buch und die Sendung dazu fand ich gut: Klick.


    Ich finde ihn und seine Frau aus vielen Gründen bewundernswert.

    Was mich immer wieder beeindruckt, ist sein Optimismus und sein unerschütterlicher Glauben an die jungen Leute.

  • In Ein verheißenes Land hat mich der Anfang mit dem Weg zur Etnscheidung zur Kandidatur sehr überzeugt, dann auch die verscchiedenen Wahlstationen, gegen Hilary Clinton und danach gegen John McCain. Die vielen Details waren sehr interessant und den unbeteiligten Zuschauer im Wahlkampf nicht direkt zugänglich.

  • Ich lese hier mal mit, denn früher oder später werde ich seine Biografie auch lesen.
    Michelle Obamas Buch habe ich schon gelesen.

  • Ich habe es woanders schon geschrieben Michelle hat für mich mehr über ihr persönliches Leben geschrieben im Gegensatz zu Barack, sein Buch wird schon von der Politik bestimmt. Wobei ich gerade bei der Amtsübergabe 2008 bin und der Wechsel zu ihm - Obama - beschrieben wird. So sollte es auch ablaufen, daß man seinen Nachfolger und Familie einführt ins Weiße Haus etc.


    Nur leider sieht das der derzeitige Präsi nicht so, aber das ist ja eh bekannt und vor allem noch nicht abgeschlossen. :fetch

  • Ich habe gestern Abend "Becoming" von Michelle Obama beendet. Jetzt vor dem Präsidentenwechsel, war ein idealer Lesezeitpunkt dafür. Sie berichtet u.a., wie freundlich Laura und George Bush die Obamas nach der Wahl im Weißen Haus empfangen haben, alle Präsidentinnengattinen Hilfe und Unterstützung angeboten haben, aber auch wie Laura und George W. Bush ihre Mitarbeiter angewiesen haben, den Obamas Einblick umgehend zu gewähren. Ebenso haben sich auch die Obamas gegenüber Trump 2012 verhalten.


    Als Michelle Obama ihre Eindrücke schildert von der Wagenkolonne des Präsidenten, kann ich diese sogar vor Augen haben, denn bei seinem Besuch in Hannover übernachtete der Präsident keine zwei km entfernt und so habe ich das gepanzerte Beast & Co. auch über abgesperrte Straßen meines Stadtteiles fahren sehen.


    Umso amüsanter war, dass die Obamas vor Hannover die Queen in Windsor besucht haben und vom Hubschrauber abgeholt wurden von der Queen und dem Herzog. Das erste Mal seit acht Jahren wurden die beiden nur mit einem Auto - ohne Kolonne - gefahren und dann ausgerechnet auch noch chauffiert vom 94-jährigen Prinz Philip.


    Am Samstag hatte ich auch das Interview von Markus Lanz und die begleitende Sendung gesehen. Gestern Abend musste ich nach der Buchlektüre natürlich auch noch bei yt verschiedene Interviews/ Szenen mir anschauen, u.a. Michelle und ihr Bruder Craig bei "Guten Morgen America" nach dem Erscheinen von Becoming und auch eines, in dem Michelles Mutter befragt wurde sowie Michelles Rede zum Bewerber Trump.


    Mir hat "Becoming" wirklich gut gefallen, weil es beschreibt deutlich, dass Michelle aus einer Familie kam, die durch Fleiß und mit Durchsetzungskraft sich hervorgearbeitet hat. Barack war früh auf sich gestellt und ist ein Typ, der seine Visionen hat und dafür lebt. Michelle hatte schon ordentlich zu schultern mit zwei kleinen Kindern und Berufstätigkeit, da Barack als Senator nur wenig bei seiner Familie war. Da musste sie ihren Weg finden und Regeln aufstellen, damit die Kinder Stabilität haben. So war es zumindest schön, dass er als Präsident Oval Office und Privaträume in einem Haus hatte und so zumindest regelm. seine Kinder sah. Doch er hat dann ja auch zugegeben, nach seiner Präsidentschaft Zeit für seine Kinder zu haben, doch waren diese mit 15 und 18 dabei ihre Flügel zu schwingen. Wie gut, dass Michelles Mutter in den acht Jahren mit im Weißen Haus gelebt hat, eine Konstante für die Kinder, die keine riesigen zusätzl. Sicherheitslösungen erforderte.


    Als ersten Präsidenten erinnere ich mich an Ronald Reagan, dass ein Schauspieler Präsident werden kann. Es folgten 2x Bush & Clinton, erst als es um die Wahl von Obama ging, habe ich damals auch die Wahlen verfolgt und die Amtseinführung. Diese ganzen Vorwahlen und auch, wie weit die Ehefrauen Wahlkampf betreiben müssen, werden deutlich in diesem Buch geschildert.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Ich habe Barack Obama - Ein verheißenes Land angefangen. Ich werde hier ab und zu etwas dazu posten, das ist auch für mich eine Gedankenstütze, da ich das Buch sicher nicht am Stück und ohne Unterbrechung lesen werde. Ein Parallelbuch brauche ich alleine deswegen, weil es sehr schwergewichtig ist und ich es deswegen weder mitnehmen noch abends im Bett lesen kann.


    Bisher habe ich das Vorwort und Teil 1 (von 7 Teilen) gelesen. Darin geht es um Obamas Leben von Kindheit, Schulzeit, Arbeitsleben an bis zum Entschluss, sich für die Präsidentschaftskandidatur zur Wahl zu stellen.


    Geschrieben ist das Buch sehr dicht, man muss wirklich jeden Satz lesen, denn nichts darin ist ohne Bedeutung. Ich habe deswegen an den ca. 120 Seiten auch 3 Tage gelesen. Also kein Buch zum schnellen Durchlesen.


    Die Einblicke in Obamas Jugend und Schul- bzw. Studienzeit fand ich interessant, wenn ich wohl auch nie das amerikanische Schulsystem wirklich verstehen werde. Natürlich kommt auch die Ehe mit Michelle und die Geburt seiner beiden Töchter zur Sprache. Es wird aber auch deutlich, mit welchem Ehrgeiz Obama seine politische Karriere verfolgt und dass er dafür seine Familie oft alleine lässt. An machen Stellen hätte ich gerne parallel die Biografie von Michelle Obama gelesen und erfahren, wie sie diese Zeit erlebt hat.


    Nun bin ich also an der Stelle, an der Obama entschließt, sich für die Demokraten als Präsidentschaftskandidat zur Wahl zu stellen - wieder so eine Sache, die mir fremd erscheint. Allein die Geldsummen, die hier für so eine Kampagne genannt werden, sind horrend. Und dann ist man "erst einmal" Kandidat, der Präsidentschaftswahlkampf kommt ja erst danach. Mich interessiert, wie sich dieses System bis dahin entwickelt hat, das hat sicherlich auch historische Gründe. Aber vielleicht kommt dazu noch etwas.


    Auf jeden Fall ist es ein sehr interessantes Buch mit einer Fülle von Informationen und Einsichten. Ich bin auf den weiteren Verlauf gespannt.

  • Weiter mit "Ein verheißenes Land" von Barack Obama.


    Gerade habe ich Teil 2 (von 7) beendet. In der Hauptsache geht es im zweiten Teil um Wahlkämpfe, zuerst um den, sich als Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei einsetzen zu lassen und dann - wesentlich kürzer gefasst - um den eigentlichen Wahlkampf mit dem republikanischen Kandidaten.


    Die große Finanz- und Bankenkrise, die sich in der gleichen Zeit ereignet hat, kommt dabei ziemlich kurz, was ich etwas schade finde. Ich hätte gern mehr über ihre Auswirkungen auf die amerikanische Politik gelesen.


    Interessant dagegen sind die Ausführungen zur republikanischen Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin. Man hört zur Zeit zumindest bei uns nicht mehr viel von ihr, aber ich erinnere mich gut an ihre populistischen Auftritte, die im deutschen Fernsehen gezeigt wurden. Obama berichtet, wie ihre Nominierung als Vizepräsidentschaftskandidatin unter McCain der republikanischen Partei eine ganze Welle an Stimmen und Unterstützungsgeld brachte, und wie egal ihren Anhängern die Ahnungslosigkeit Palins zu den politisch aktuellen Themen war. Aber Palin heizte den Wahlkampf entscheidend an.


    In seinem Bestreben, als demokratischer Präsidentschaftskandidat gewählt zu werden, berichtet Obama auch immer wieder über seine damalige stärkste Gegnerin Hillary Clinton. Diese Abschnitte fand ich sehr interessant, wenn ich auch glaube, zwischen den Zeilen zu lesen, dass sich die beiden nicht überaus mochten. Fairerweise hält sich Obama hier aber sehr zurück.


    Am Ende dieses zweiten Teils des Buches wird Obama Präsident der Vereinigten Staaten. Mal sehen, wie es ihm nun weiter ergeht.


    Ich mache jetzt erstmal wieder eine Woche Pause mit dem Weiterlesen.

  • Weiter mit "Ein verheißenes Land" von Barack Obama. In den letzten Tagen habe ich die Teile 3 und 4 (von 7) gelesen.


    In Teil 3 geht es um die Aufnahme der Regierungsgeschäfte und die Kabinettsbildung, aber auch um die Banken- und Finanzkrise in dieser Zeit und die Gegenmaßnahmen der neuen Regierung. Das Kapitel war gut zu lesen (wie alles), aber so richtig spannend war es für mich nicht, da es sich doch sehr auf die inner-amerikanische Seite bezieht.


    Teil 4 fand ich dagegen sehr interessant. Thema am Anfang waren Staatsbesuche, Gipfeltreffen und allgemein Begegnungen mit ausländischen Regierungsoberhäuptern. Obama schreibt sehr diplomatisch-freundlich über Brown, Sarkozy, Merkel, Medwedew, Putin und andere Politiker. Ob das nun immer auch seine private Meinung ist, sei dahingestellt.

    Auch die von ihm vorangetriebene Gesundheitsreform und wie sie gegen großen Widerstand durchs Parlament gebracht werden konnte, wird in diesem Teil beschrieben. Ich halte das für eine große Errungenschaft.


    Ich werde jetzt an diesem Buch dranbleiben und ohne größere Pausen weiterlesen.

  • Da das Lesen gerade flutscht, habe ich weitergemacht.


    Da im Buch chronologisch erzählt wird, fühlt es sich an wie ein Schnelldurchlauf der Jahre von Obamas Amtszeit. Afghanistan, Russland, China, Guantanamo, Friedensnobelpreis, Griechenlands Bankenkrise und die Folgen, Klimaschutz, Deepwater Horizon, Indien und Immigrationspolitik, mal Erfolge, mal Misserfolge.


    Manchmal habe ich das Gefühl, dass mehr hinter den Worten steckt, aber um den Subtext zu lesen, muss man sich vermutlich in der amerikanischen Politik besser auskennen.


    Nun fehlt noch der letzte Teil.

  • Und jetzt habe ich das Buch zugeklappt.


    Im letzten Teil ging es noch um Amerika und Israel, den Nahen Osten und Nord-Afrika. Das Verhältnis zu Israel und Palästina beschreibt Obama auch mit historischem Rückblick, das fand ich sehr interessant. Das Buch endet mit der Suche nach Bin Laden und dessen Tod.


    Insgesamt fand ich das Buch sehr interessant, wenn auch für mich manchmal wegen des hohen Detailgrades schwierig. Aber es hat sich gelohnt, dran zu bleiben.

  • Annabas

    Vielen Dank für Deine ausführliche Beschreibung und Deine kontinuierliche "Berichterstattung"!

    Ja, ich glaube, manche Sachen sind für uns schwer zu verstehen, weil die amerikanische Politik so kompliziert ist (und teilweise für uns Deutsche auch unverständlich ist, z.B. habe ich trotz intensiven Zuhörens und Lesens immer noch nicht so ganz richtig begriffen, wie die amerikanische Präsidentschaftswahl läuft...).

    Aber Du hast mich neugierig auf das Buch gemacht...

  • Ich habe die Biographie gerne gelesen, werde aber den 2. Band (so er erscheint) nicht mehr lesen. Mir hätte es besser gefallen, wenn etwas mehr persönliches eingeflossen wäre.

    Band 2 werde ich auch nicht lesen. Es würde mich zwar echt interessieren, was Obama von Trump und seinen Auftritten hält, aber das wird er wohl nicht öffentlich schreiben ... Ich fand schon im ersten Teil seine Beschreibungen manchmal zu diplomatisch, es ist mir aber auch klar, dass er offene Kritik nicht so einfach raushauen kann.