'Das Kaffeehaus - Bewegte Jahre' - Seiten 451 - 580

  • Auch wenn Marie Lacrosse bereits "verraten" hat, dass das Kaffeehaus ein wichtiger Punkt in allen 3 Bänden ist, kommt mir das Kaffeehaus in diesem Abschnitt eindeutig zu kurz. Und somit auch Sophie. Dieser Abschnitt ist Mary ihrer Geschichte und ihrem Leid und Ende gewidmet.

    Rudolf war mir von Beginn an nicht sympathisch und ich bin mit ihm als Charakter einfach nicht warm geworden. In diesem Abschnitt zeigt er sich wieder mal von seiner schlechtesten Seite. Er tötet Mary und wartet dann weitere fast 7 1/2 Stunden, bevor er sich selbst tötet. Er ist einfach ein schwacher Charakter. Wahrscheinlich bin ich deswegen nicht mit ihm warm geworden!?

    Mary tut mir in diesem Abschnitt einfach nur leid. Ob man in dieser kurzen Zeit, in diesen jungen Jahren von Liebe sprechen kann? Ich glaube nicht. Auch wenn es die Liebe auf den ersten Blick gibt, ist diese Liebe eine Liebe, die von beiden Seiten aus genau so empfunden werden sollte um gelebt zu werden. Hier ist es eindeutig eine einseitige und sehr traurige Liebe. Ich bin gespannt, wie man auf den Tod der beiden reagiert und welche Konsequenzen das für die Familie Vetsera haben wird.

    Für Marie Louise kann es ruhig schlecht ausgehen, geldgierig und egoistisch wie sie sich hier verhält.


    Sophie erfährt nun, dass Richard nicht sie, sondern Amalie heiraten wird. Ich bin überzeugt, dass die beiden noch zueinander finden. Wie bereits geschrieben, wenn nicht in diesem Band der Reihe, dann in einem anderen. Durch den Tod von Mary werden wir als Leser, im zweiten Band, sicherlich mehr Zeit mit Sophie im Kaffeehaus verbringen. Juhu... :freude

    Auch wenn manch einer Sophies Verhalten gegenüber Mary nicht verstehen kann, ich kann es. Freundschaft ist etwas sehr Zerbrechliches und durch den Verrat von Sophie wäre diese Freundschaft zerbrochen und der Schaden für den einen oder anderen irreparabel gewesen. Des Weiteren kommt die Angst um Mary ins Spiel - da sie immer wieder droht Selbstmord zu begehen.


    Dieser Abschnitt hat mir schon sehr viel besser, als die vorhergehenden gefallen - mehr Handlung. :thumbup:


    Wieder eine kleine Bemerkung von mir, bevor ist weiterlese. ;)

    Seite 476:

    Zitat

    Ich übe mein Graduale für meinen Soloauftrittin der Augustinerkirche.

    ...Soloauftritt in...

  • Leider muss Sophie aus der Zeitung erfahren, dass Richard mit einer anderen verlobt ist. Da hätte er ja auch früher mit rausrücken können. anstatt ihr Hoffnungen auf etwas zu machen, was nicht sein kann....

    Irgendwie bin ich ja schon ein wenig hin und hergerissen, was ich zu seinem Verhalten sagen soll. Es ist ihm klar, dass er der Zwangsehe nicht entkommen wird und er erklärt sich Sophie auch, was ich ihm hoch anrechne, aber der Vorschlag, dass sie doch seine Geliebte werden könnte schlägt doch dem Fass den Boden aus!


    Damit würde Sophie ja nicht nur ihr eigenes Leben wegwerfen, sondern auch noch ihre Familie vollkommen unmöglich machen. Ihre Schwester hätte keine Chance mehr auf eine sinnvolle Heirat und der Onkel würde sein Kaffeehaus verlieren. Und was die Stiefvater mit ihr anstellen würde, wage ich mir gar nicht auszudenken.


    Mary, das dumme Schaf (sorry, aber anders kann ich sie mittlerweile nicht mehr nennen) schmeisst ihr Leben weg, nicht erst am Ende, sondern in dem Moment, wo sie mit Rudolf ins Bett geht. Selbst wenn es am Ende nicht zum gemeinsamen Selbstmord gekommen wäre, wäre ihr Leben ruiniert gewesen.

    Schade, dass Mutter und Schwester sie so falsch eingeschätzt haben und vermutlich nie auf die Idee gekommen sind, dass Mary tatsächlich so närrisch handeln könnte. Sophie und Agnes alleine dringen ja nicht durch.

    Dass Sophie so lange schweigt, kann ich schon nachvollziehen, sie hat ja wirklich Angst, dass Mary sich etwas antut. Dass es Mary todernst mit dem gemeinsamen in den Tod gehen ist, kann sie ja nicht ahnen.


    Rudolf ist wirklich ein Mistkerl. Tut mir leid, keine schwierige Kindheit rechfertigt es, ein Kind zu verführen , nur damit man nicht alleine in den Tod gehen muss. Er hat Mary ja nur deshalb umgarnt, geliebt hat er sie wohl nicht. Und dann lügt er Richard auch noch ganz frech an.... Na gut, was anderes hab ich an der Stelle nicht erwartet. Ich denke Richard überschätzt seinen Einfluß auf den Kronprinzen dann doch gewaltig. Am Ende war der ja eh der Meinung, über allem zu stehen

  • Mary tut mir in diesem Abschnitt einfach nur leid. Ob man in dieser kurzen Zeit, in diesen jungen Jahren von Liebe sprechen kann? Ich glaube nicht. Auch wenn es die Liebe auf den ersten Blick gibt, ist diese Liebe eine Liebe, die von beiden Seiten aus genau so empfunden werden sollte um gelebt zu werden. Hier ist es eindeutig eine einseitige und sehr traurige Liebe.

    Ich glaube ja nicht an Liebe auf den ersten Blick. An Leidenschaft auf den ersten Blick, ja. Aber Liebe wäre doch ein Prozess gewesen in dem im besten Falle beide intensive ehrliche Gefühle füreinander entwickelt hätten. Und wer liebt, will den anderen doch nicht verletzen oder umbringen. Stimmt in Rudolfs Falle war es sicherlich nur Selbstsucht. Er suchte eine Frau, die sich mit ihm umbringt. Ich habe überlegt, warum? In gewissen Weise sicherlich aus Feigkeit. Aber vielleicht auch, um seinem Tod mehr Gewicht zu geben. Klingt doch "gut", dass eine junge hüpsche Frau sich wegen ihm umbringt. Und dass es ein Selbstmord aus Liebe wäre. Er kann einem leid tun.

    Ich bin fast froh, dass es endlich passiert ist. Das Thema nahm schon sehr viel Raum ein in dieser Geschichte und gibt seine Düsternis auf alles andere ab.

    aber der Vorschlag, dass sie doch seine Geliebte werden könnte schlägt doch dem Fass den Boden aus!

    Das Allerletzte - aus heutiger Sicht. Auch er denkt erst mal nur an sich. :fetchDas hat mich sehr enttäuscht. Ja, ich weiß, es ist nicht unüblich in seinen Kreisen. Aber auch hier gilt, wenn er Sophie wirklich liebt, dann muss er doch wünschen, dass sie ein glückliches erfülltes Leben führt. Mit Familie, Ehemann und Kindern und nicht ein Schattenleben als Geliebte.

    Die Männer in dieser Geschichte kommen - bis auf den Onkel - alle nicht gut weg bei mir.

    Hollundergrüße :wave



    :lesend

    Des Menschen Flügel - Andreas Eschbach


    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will - Jean Rousseau)

  • Das Thema nahm schon sehr viel Raum ein in dieser Geschichte und gibt seine Düsternis auf alles andere ab.

    Dem stimme ich zu, auch mir nahm das Thema zu viel Raum ein.


    Dass die Männer damals nur an sich gedacht haben, ist so richtig. Doch ich bin der Meinung, dass Marie hier drei sehr verschiedene Männer (Stephan Danzer, Rudolf & Richard von Löwenstein) geschaffen hat, die die verschiedenen Mannsbilder der damaligen Zeit darstellen (auch wenn ich mit manchen nicht warm geworden bin). Und ich muss gestehen, dass ich Richard sein Angebot gegenüber Sophie sogar ein wenig nachempfinden kann. Er wollte sie bei sich wissen, er wollte ihre Liebe genießen können, wann immer es ihm möglich ist und ihr eine Sicherheit geben. Jedoch hätte dies auch negative Auswirkungen auf alles andere gehabt. Nur aus diesem Grund entscheidet sich Sophie dagegen.


  • Irgendwie bin ich ja schon ein wenig hin und hergerissen, was ich zu seinem Verhalten sagen soll. Es ist ihm klar, dass er der Zwangsehe nicht entkommen wird und er erklärt sich Sophie auch, was ich ihm hoch anrechne, aber der Vorschlag, dass sie doch seine Geliebte werden könnte schlägt doch dem Fass den Boden aus!

    Ja, da denke ich ähnlich.

    Hoch egoistisch von ihm - andererseits, zeigt es trotzdem, daß er sie nicht missen möchte.

    Zu dieser Zeit scheinbar nicht unüblich - Heiraten nach Vernuft, Geld & Macht, lieben nebenbei.


    Schwer, das aus heutiger Sicht nachzuvollziehen.


    Ich kann es Rudolph auch nicht verzeihen, daß er Mary dort mithineingezogen hat, sie nur ausgenutzt hat, um seine Angst, alleine gehen zu müssen, zu überwinden.


    Aber die Krönung fand ich auch den guten Franz Joseph, der seinen Sohn derart behandelt, verhöhnt, sich zu keinerlei Gespräch auf Augenhöhe bereiterklärt, als es zu der "Audienz" mit seinem Sohn kam.


    Die Szene, die Mary vor der Kronprinzessin macht, ist die tatsächlich so passiert?

    Jedenfalls wird dort auch deutlich, was Mary eigentlich noch für ein kleines Mädchen ist. Glaubt an die Liebe von Rudolph und daß sie sich damit über Stephanie erheben könne.


    Für mich hat das Mädel leider keinerlei Durchblick und einen sehr hohen Grad an Naivität, jugendlicher Egozentik und leider auch nicht viel Verstand.

    Auch ihre ständigen Androhungen von Suizid gegenüber Sophie & Agnes läßt sie sehr unfair erscheinen, das ist ja gefühlsmäßige Epressung den beiden gegenüber.

    Die Hörigkeit, die sie Rudolph gegenüber beweist, hat wirklich krankhafte Züge.


    So gesehen sind beide hochbedauernswert. Rudolph sowie Mary.



    Puuh, trotzdem, der Abschnitt hatte es in sich.

    Auch wenn die Geschehnisse bekannt sind, ich mindestens einen Film über die Tragödie von Mayerling gesehen habe - es geht trotzdem sehr nahe.


    Ich hoffe jetzt auf den letzten Abschnitt, daß dieser ein wenig die Düsterkeit verläßt. zumindest in Hinsicht von Sophie.

    Die Schicksale der andern sind ja bekannt. Sei es Helene Vetsera und Marie Louise.



    Was ich übrigens besonders reizvoll finde, sind die jeweligen Überschriften, bzw. Darstellungen der jeweiligen Teile.

    Overtüre - Melodram - Schmierenkomödie - Tragödie & Requiem.

    Die musikalischen Begriffe treffen so wunderbar zu.

  • Ein bisschen zog sich dieser Abschnitt auch für mich in die Länge. Bis es dann endlich zum Mord und Selbstmord von Mary und Rudolf kommt, dauert schon ziemlich lange. Das Hin und Her zwischen Mary und Rudolf und die kleinen Andeutungen und Geheimnisse, die Sophie und Richard aufdecken, aber dann auch wieder zerstreut werden, das war mir persönlich auch ein wenig zu ausführlich. Dennoch war es spannend zu lesen, wie sich alles entwickelt. Mir sagt der Schreibstil einfach auch sehr zu. Aber ich hätte mir gewünscht, dass Sophie und Richard mehr Raum bekommen.


    Die arme Sophie erfährt aus der Zeitung von Richards Verlobung. Das ist natürlich ein herber Schlag für sie und ich kann sehr gut verstehen, dass sie da sehr verletzt ist. Richard hätte ihr durchaus vorher schon davon erzählen können und hätte ihr auch besser erklären können, was ihn zu dieser Entscheidung bewogen hat. Ihr dann im Nachhinein eine Liebschaft anzubieten, hat schon einen sehr komischen Nachgeschmack. Dass unsere Sophie das von sich weist, vor allem wo sie gerade miterlebt, was mit Mary und Rudolf passiert, ist nur allzu verständlich. Auch bin ich doch sehr erleichtert, dass Sophie dann doch noch so vernünftig ist und entsprechend reagiert.


    Marys Verhalten in der Öffentlichkeit ist wirklich Wahnsinn. Sie hat jegliches Schamgefühl anscheinend verloren. Wie sehr sie sich in diese Liebe hinein steigert, das kann man wirklich nur mit ihren jungen Jahren begründen. Ich sehe das ähnlich wie manche hier, und glaube auch eher weniger an Liebe auf den ersten Blick. Allerdings kann man diese erste Verliebtheit schnell mit der großen Liebe verwechseln, weil sie doch sehr starke Gefühle hervorrufen kann. Für mich ist Liebe aber auch ein etwas solidaris Gefühl, das vielleicht weniger aufbrausend aber dafür umso tiefer sitzt.

  • Auch diesen Abschnitt habe ich zwar quasi inhaliert, weil er einfach spannend geschrieben war, gleichzeitig hat es mich genervt, dass es fast nur um Mary und Rudolph ging. Mich hätten Sophie und das Kaffeehaus viel mehr interessiert als ein durchgeknallter Kronprinz mit lieblosen Eltern und ein verzogener Groupie-Teenager.


    Richard und Sophie finden auch noch nicht zueinander, aber ich tippe mal, das wird Sophies Vermögen schon noch richten.

  • Auch diesen Abschnitt habe ich zwar quasi inhaliert, weil er einfach spannend geschrieben war, gleichzeitig hat es mich genervt, dass es fast nur um Mary und Rudolph ging. Mich hätten Sophie und das Kaffeehaus viel mehr interessiert als ein durchgeknallter Kronprinz mit lieblosen Eltern und ein verzogener Groupie-Teenager.

    Verstehe ich aus Deiner Warte. Aber ich würde nie drei Bände über das Leben in einem Kaffeehaus schreiben! Die Mayerling-Affäre ist das historische Leitmotiv von Band 1. Im Schwerpunkt um das Kaffeehaus und damit natürlich um das Kaffeehaus-Ambiente im ausgehenden 19. Jh. geht es erst in Band 3.

  • Verstehe ich aus Deiner Warte. Aber ich würde nie drei Bände über das Leben in einem Kaffeehaus schreiben! Die Mayerling-Affäre ist das historische Leitmotiv von Band 1. Im Schwerpunkt um das Kaffeehaus und damit natürlich um das Kaffeehaus-Ambiente im ausgehenden 19. Jh. geht es erst in Band 3.

    Ich hatte natürlich keine seichte Kaffehaus-Torten-Trilogie erwartet. Da missverstehst du uns vielleicht.

    Hollundergrüße :wave



    :lesend

    Des Menschen Flügel - Andreas Eschbach


    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will - Jean Rousseau)

  • Ich fand die "Mischung" eigentlich ganz gut gelöst.

    Beispielsweise - die konspirativen Treffen von Sophie und Richard im Café.

    Die gefielen mir richtig gut.


    Oder - eine - sogar zwei- spätere Szenen, die erst im nächsten Abschnitt kommen

    Nur als Beispiele.


    Vom Wohlfühlfaktor spielt es für mich eine große Rolle. Also das Café.

    Wenn sich Sophie dort wohlfühlt, die Beschreibungen eines der wenigen "normalen" Menschen in Gestalt von Onkel Stephan.


    Sozusagen das Kaffeehaus als Ausgangspunkt oder Mittelpunkt für die schöne Seite.

  • Das schreibe ich lieber hier, weil ich nicht sicher bin, ob das in den vorigen oder in diesem Abschnitt gehört.


    Sowohl Franz Josef als auch Rudolf gehen mit dem Fortgang der Handlung jeglichen Wohlwollens oder gar Sympathie verloren. Franz Josef kommt mir eher wie eine hirn- und gefühllose Maschine denn ein Mensch vor. Und Rudolf ist dermaßen selbstsüchtig, daß das für meine Begriffe an die Grenze zum Verbrecherischen geht. Wobei ich nun offen lassen will, auf welche Seite dieser Grenze. Trotz Tripper und Syphilis hat er immer wieder mit verschiedenen Frauen Geschlechtsverkehr - das ist doch mindestens vorsätzliche Körperverletzung, wenn nicht Schlimmeres. Die Larisch ist auch keinen Deut besser.


    Diese ganze Gesellschaft wird mir zusehends - schon wieder dieses Wort - unsympathisch. Es war am Ende wirklich Zeit, daß sich die Verhältnisse grundlegend geändert haben.


    S. 472, die Ohrfeige hat Richard sich redlich verdient. Er sollte eigentlich wissen, daß so ein Ansinnen bei Sophie nicht zum Erfolg führen wird.


    Grinsen muß ich immer, wenn in Büchern oder Filmen die Behauptung kommt, so was gäbe es eben nur in Büchern oder Filmen nicht aber im richtigen Leben. Und dann fällt so ein Satz eben - in einem Buch (wie hier) oder einem Film. :grin (vgl. S. 478)


    Die Gräfin Larisch wird auch immer ärger - jetzt will sie 70.000 Gulden! Das ist doch eine Riesensumme! Wie schafft man es nur, in so kurzer Zeit so viel Geld durchzubringen?


    Was mich interessieren würde ist, ob die Präsentation der Debütantinnen (S. 541ff) mit dem Skandal, den Mary Vetsera verursachte, wirklich stattgefunden hat oder nur hier im Roman zu finden ist.


    Am Ende des Abschnitts dann das zu Erwartende. Eine zeitlang sag es für mich so aus, als ob Rudolf am Ende zu feige wäre, die Tat zu Ende zu bringen. Irgendwie hätte er sich schon herausgeredet (bzw. „man“ hätte das für ihn getan) und die tote Mary Vetsera wäre auch verschwunden.


    Das Ganze ist durchaus eine Tragödie, aber Mitleid oder Verständnis vermag ich dennoch nicht aufzubringen. Weder für Rudolf - und schon gar nicht für seine Eltern.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • Sophie erfährt nun, dass Richard nicht sie, sondern Amalie heiraten wird. Ich bin überzeugt, dass die beiden noch zueinander finden. Wie bereits geschrieben, wenn nicht in diesem Band der Reihe, dann in einem anderen.

    Nur, wie soll das gehen? Scheidung scheidet aus, wenn Richard und Amalie erst einmal verheiratet sind. Bleibt eigentlich nur der Tod Amalies. Oder eine dritte Möglichkeit? Ich wüßte nur nicht welche.


    Apropos, das hatte ich vergessen: die "Standpauke", die Franz Josef seinem Sohn wegen dessen Gesuch zur Annulierung der Ehe hält, ist auch so ein Tiefpunkt - als Vater und Mensch ein absoluter Versager, dieser Kaiser.



    Für mich hat das Mädel leider keinerlei Durchblick und einen sehr hohen Grad an Naivität, jugendlicher Egozentik und leider auch nicht viel Verstand.

    :write So kommt sie mir auch vor.



    Die Schicksale der andern sind ja bekannt. Sei es Helene Vetsera und Marie Louise.

    * Sieht sich vorsichtig um * Ähm, mir nicht. Mir war "Mayerling" und der Selbstmord des Kronprinzen Rudolf zwar ein Begriff, aber um die näheren Umstände und Auswirkungen, etwa auf die Genannten, habe ich mich nie gekümmert bzw. sind mir bisher nirgends begegnet. Im "Engel mir der Posaune" spielte der Selbstmord des Kronprinzen am Anfang zwar auch eine Rolle, aber als Anstoß für die restliche Handlung, die damit dann überhaupt nichts mehr zu tun hatte.



    Oder - eine - sogar zwei- spätere Szenen, die erst im nächsten Abschnitt kommen

    :write Wobei ich micn manchmal gefragt, habe, ob das in realiter auch so geklappt hätte.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • Nur, wie soll das gehen? Scheidung scheidet aus, wenn Richard und Amalie erst einmal verheiratet sind. Bleibt eigentlich nur der Tod Amalies. Oder eine dritte Möglichkeit? Ich wüßte nur nicht welche.

    Ich denke, dass in den kommenden Bänden etwas mit Amalie passieren wird. Und dann ist Richard frei für Sophie.

  • Ich denke, dass in den kommenden Bänden etwas mit Amalie passieren wird. Und dann ist Richard frei für Sophie.

    Das ist zwar kein richtiger Spoiler, aber wer nicht mal Buchrückentexte von Folgebänden liest, sollte diesen Spoiler nicht lesen:

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")