Was perfekt war - Colleen Hoover

  • Inhalt:

    Quinn und Graham lernen sich unter mehr als unglücklichen Umständen kennen und verlieben sich unsterblich ineinander. Kaum ein Jahr später sind sie glücklich miteinander verheiratet… Happily ever after?

    Acht Jahre danach: Jemanden zu lieben, heißt nicht unbedingt, mit ihm glücklich zu sein. Das erkennt und erleidet Quinn Tag für Tag, denn obwohl sie und Graham sich weiterhin innigst lieben, gibt es ein Problem, das ihre Beziehung zu zerfressen droht …


    Rezension:

    Die erste Begegnung von Graham und Quinn ist einerseits einer der schlimmsten Momente in ihren Leben, aber da sie schon von Beginn an die immense Anziehungskraft zwischen sich spüren, ist es gleichzeitig auch ein Moment voller Hoffnung.

    Als sie sich kurze Zeit später wieder begegnen, stürzen sie sich Hals über Kopf in die Beziehung und sind einfach glücklich.

    Doch acht Jahre später muss Quinn feststellen, dass es manchmal nicht ausreicht, jemanden von ganzen Herzen zu lieben, wenn es etwas gibt, das jeden Tag unermüdlich an den beiden nagt.


    "Was perfekt war" ist ein Einzelband von Colleen Hoover, der aus der Ich-Perspektive von Quinn erzählt wird. Die Geschichte wird dabei abwechselnd aus dem Jetzt und dem Damals, der Zeit vor acht Jahren, erzählt.


    Damals war Quinn noch lebensfroh, optimistisch und schwer in Graham verliebt. Die beiden konnten kaum voneinander lassen und haben jede freie Minute miteinander verbracht. Sie wirkten wie das perfekte Paar, doch acht Jahre später stehen die beiden vor den Trümmern ihrer Ehe. Sie sprechen kaum noch miteinander und es gibt ein Problem, das ihre Beziehung immer weiter zerfrisst.

    Ich fand es sehr spannend zu sehen, wie glücklich Quinn und Graham einmal waren und wie ein ganz bestimmtes Problem dafür sorgen kann, dass ihre Beziehung acht Jahre später kaum noch existent ist, obwohl die beiden einander noch immer lieben.

    Allerdings muss ich auch sagen, dass es mich doch sehr gestört hat, dass Quinn und Graham sich immer aus dem Weg gegangen sind und nie das Gespräch gesucht haben. Die Situation hat sich immer weiter zugespitzt, was sehr dramatisch war, aber durch ein einziges ehrliches Gespräch vielleicht zu verhindern gewesen wäre.


    Graham ist einfach ein fast perfekter Kerl, der Quinn sie Welt zu Füßen legen würde. Er ist witzig und einfühlsam und würde immer für Quinn da sein, wenn sie ihn denn lassen würde.

    Quinn war mit fünfundzwanzig deutlich lockerer und optimistischer als acht Jahre später. Der Unterschied ist echt gravierend und ich fand es schlimm zu sehen, wie stark Quinn sich verändert hat, wie abweisend sie in ihrem Schmerz geworden ist, denn sie stößt Graham permanent von sich.

    Ich konnte Quinn verstehen, aber ihr Verhalten hat mir trotzdem nicht gefallen, sodass ich Schwierigkeiten hatte, mit ihr warm zu werden.


    Ich möchte nicht zu viel vorwegnehmen, aber da man schon sehr früh erfährt, um welches Thema es geht, möchte ich kurz darauf eingehen.

    Quinn und Graham wünschen sich nichts sehnlicher als eigene Kinder zu bekommen, aber durch ihre Endometriose hat Quinn Schwierigkeiten, schwanger zu werden und wird immer deprimierter und zieht sich immer stärker zurück, je mehr Zeit ohne positive Nachricht vergeht.

    Unerfüllter Kinderwunsch und auch die Krankheit Endometriose sind zwei spannende und wichtige Themen, über die ich bisher noch nichts gelesen habe. Colleen Hoover setzt diese für mein Empfinden sehr gut um! An manchen Stellen war es sehr dramatisch, da hätte es mit Sicherheit andere Wege gegeben, die einen solchen Verlauf abgewendet hätten, aber diese Wege wollten oder konnten Quinn und Graham nicht gehen.

    Dennoch muss ich sagen, dass mich die Geschichte nicht ganz so stark packen konnte, wie ich es mir erhofft hatte und wie ich es von anderen Büchern von Colleen Hoover gewohnt bin. Das Ende hat mir persönlich gut gefallen, war dann auch aber fast schon etwas unrealistisch und mir irgendwie too much.


    Fazit:

    "Was perfekt war" von Colleen Hoover ist ein guter Einzelband, der mich persönlich nicht so stark fesseln konnte, wie ich es mir erhofft hatte.

    Colleen Hoover spricht wichtige und ernste Themen an und setzt diese gut um. Allerdings waren mir manche Stellen viel zu dramatisch und mich hat es gestört, dass Quinn und Graham einfach nicht das Gespräch gesucht haben. Graham mochte ich sehr, während ich Schwierigkeiten hatte mit Quinn warm zu werden.

    Ich vergebe drei Kleeblätter.

    ASIN/ISBN: 3423230010

  • Vielen Dank für die Rezi.

    Ich kann mich noch erinnern, dass ich "Weil ich Layken liebe" sehr schön fand und ich glaube, "Weil ich Will liebe" habe ich auch noch gelesen und mochte es. Danach erstmal nichts mehr, irgendwie war das erstmal genug.

    Ich hab Deine Rezi sehr gerne gelesen, aber ich glaube, das Buch lasse ich vorerst. Zwar spannendes und wichtiges Thema, aber wieso man da in einer Partnerschaft acht Jahre nicht wirklich drüber spricht...ne, ich glaub, das würde mich auch aufregen beim Lesen. :gruebel

    With love in your eyes and a flame in your heart
    you're gonna find yourself some resolution.

  • Gummibärchen

    Sehr gerne! "Weil ich Layken liebe" habe ich echt verschlungen! "Weil ich Will liebe" hat mich dagegen echt enttäuscht. Danach habe ich noch ein paar Bücher von Colleen Hoover gelesen und gefallen haben sie mir alle echt gut, aber an "Weil ich Layken liebe" kam für mich keins mehr heran. "All das Ungesagte zwischen uns" möchte ich zeitnah lesen, danach werde ich wahrscheinlich ganz lange nichts mehr von ihr lesen. Manchmal braucht man von manchen Autoren auch eine Pause, mir gehts zumindest so.

  • Mir hat damals weil ich layken liebe nicht wirklich gefallen. Es ist schon fast 10 Jahre her und ich kann nicht mal mehr sagen, woran es lag.


    Dieses Buch hier war dann das nächste welches ich in die Hand nahm, weil es nicht so typisch Teenie mäßig klang und ich war so begeistert - wobei ich Quinn ab und zu schütteln wollte - dass ich mir noch weitere Bücher der Autorin besorgt habe.
    natürlich hat es mich auch gestört, dass die beiden so lange nicht miteinander geredet haben, aber ich hab mir dann gesagt: hätten sie geredet, würde das ganze Buch ja nicht funktionieren und mir wäre diese Woche wundervolle Geschichte entgangen. Vor allem Graham hat es mir angetan - was für ein toller Mann :D

    Wenn du den roten Faden verloren hast, halte nach einem anderem ausschau, vielleicht ist deiner BUNT
    (Das Leben ist (k)ein Ponyhof - Britta Sabbag)