'16 Uhr 50 ab Ellingen' - Seiten 196 - Ende

  • Ich habe das Buch nun beendet und ich muss sagen, es hat mir richtig gut gefallen.

    Der Aufbau, der Schreibstil, Elif und Markus - und ja, auch die Auflösung.

    Viele Geheimnisse wurden aufgedeckt und Zusammenhänge erklärt.


    Mehr sobald noch ein paar andere hier angekommen sind............... :-)

  • Das Buch habe ich schon vor einigen Tagen beendet. Anfangs haben mich die vielen Personen verwirrt, es stellte sich heraus, dass sie für die Geschichte eigentlich keine größere Bedeutung hatten. Am Ende war es noch ganz spannend, aber die Autorin reizt mich nicht für eine weitere Lektüre. Es war ganz unterhaltsam, aber mehr brauche ich davon nicht.

  • Also, ich würde keinen weiteren Krimi mit den beiden lesen. :grin Aber die Wendung zum Ende hin hat mich wieder ein wenig versöhnt. Mehr will ich jetzt hier aber auch noch nicht spoilern.

    Lieben Gruß,


    Batcat


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • Gerade habe ich das Buch zugeklappt. Die Lösung hat mich doch überraschen können.


    Mir hat der Aufbau des Buches sehr gut gefallen, die Einführung der Personen am Anfang und das "Ende a la Poirot", bei dem alle Beteiligten versammelt werden und die Detektive Elif und Markus die Lösung präsentieren. Richtig mitraten konnte man leider nicht, zu viele Infos kamen wirklich erst in letzter Sekunde auf den Tisch, aber das ist für so einen Retro-Krimi auch ok.


    Beim Lesen vom letzten Abschnitt war ich manchmal von den überzogen scheinenden Rekationen der Beteiligten (Kalea beim Gespräch mit Charles oder Fabian beim verlorenen Handschuh) genervt - aber beides wurde später zufriedenstellend erklärt und die heftigen Reaktionen waren damit auch gerechtfertigt.


    Mit meinem Hauptverdächtigen Konrad lag ich zwar daneben, aber doch nicht ganz so weit. Dass er hinter der Zerstörung des Ballsaals steckt, war mir eigentlich klar, als beschrieben wurde, dass der Saal von Handwerkern profimäßig und im Auftrag zerlegt worden war - wer anders hätte Zugang und Möglichkeiten dafür gehabt? Aber mit dem Mord hatte er dann doch nur indirekt was zu tun.


    Ich habe das Buch gern gelesen, es war ein gemütlicher Winterkrimi, den man mit Tee und Keksen genießen kann.

  • Ich war ehrlich nicht sooo begeistert. Mir haben hier irgendwie die Miträtselmöglichkeiten gefehlt und was ich wirklich doof fand war, daß kein Personenverzeichnis im Buch war. Eigentlich für mich ein Muß, wenn ich mehr als nur eine Handvoll Protags habe. Gut, da habe ich mir selbst eines gemacht. Aber muß das sein? Die eine Seite kann man doch echt einbauen.


    Versöhnt hat mich dann eigentlich die Wendung zum Ende hin, als sich herauskristallisiert hat, daß die Tat aus einer toxischen Beziehung heraus passiert ist. Das war mal eine Wendung, die mal was ganz anderes war.

    Lieben Gruß,


    Batcat


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • Ich reihe mich zu den begeisterten Stimmen ein :grin. Mir hat der Krimi wirklich gut gefallen, ich wurde super unterhalten, hatte viel Spaß daran, die einzelnen Spuren zu untersuchen und die Auflösung finde ich auch sehr stimmig.


    Annabas und Batcat Was hat euch denn zum Mitraten gefehlt? Die Personen, die kurz vor Schluss noch auftauchen wie Barbaras Ehemann oder der Tänzer haben ja nicht mehr wirklich zur Aufklärung beigetragen, sondern (zumindest mich) nur verwirrt. Die hätte man auch weglassen können, denn wie Elif fast im Sekundentakt neue Erkentnisse generiert, war mir schon fast zuviel des Guten. Bis zu diesem Zeitpunkt fand ich es aber durchaus stimmig und nachvollziehbar.


    Einem Denkfehler bin ich aber aufgesessen, der mich fast das ganze Buch über begleitet hat :bonk. Durch die Erwähnung der dicken Staubschicht im Saal war ich lange der Meinung, er müsse schon vor längerer Zeit zerstört worden sein. Doch dass die Staubschicht auch vom herumfliegenden Staub bei der Zerstörung des Stucks und der Wandgemälde gekommen sein könnte, habe ich überhaupt nicht in Erwägung gezogen. ||


    Dass Elif und Markus so lange brauchen, um auf den Schal als Waffe zu kommen, hat mich sehr gewundert. Das spielten wohl dramaturgische Gründe eine große Rolle, wobei der Täter/die Täterin auch durch den Schal nicht aufgedeckt wurde.


    Versöhnt hat mich dann eigentlich die Wendung zum Ende hin, als sich herauskristallisiert hat, daß die Tat aus einer toxischen Beziehung heraus passiert ist. Das war mal eine Wendung, die mal was ganz anderes war.

    Das hat mir auch gut gefallen und auch, dass die Tat kein überlegter kaltblütiger Mord war, sondern vielmehr aus passender Gelegenheit geschah. Das bringt dem Opfer natürlich nichts, für mich als LeserIn war diese Auflösung doch einmal ganz was anderes. Eher eine spontane Verzweiflungstat, auch wenn Kaleas Beweggründe wohl nur für sie wirklich nachvollziehbar sind.


    Ich hätte wirklich gerne noch gewusst, ob Sandor beim Regency-Dancing bleibt, ob Barbara ihr Hotel halten kann und vor allem auch, ob Anna und Fabian ein Paar bleiben. Auch wenn alle nicht super-sympathisch waren ist mir die Truppe irgendwie doch ans Herz gewachsen. So bleibt ihre Zukunft unserer Phantasie überlassen. ;) Außerdem kribbelt es geradezu in mir, nach Ellingen zu fahren, im Schlosshotel zu logieren und den Barocksaal zu bewundern. Aber auch da bleibt nur die Phantasie ... :grin Wobei ich mir zumindest Ellingen als Ziel vormerke, sollte ich mal wieder Urlaub in dieser Gegend machen.


    Oh, ich wäre bei einem weiteren Buch mit Elif und Markus gerne wieder mit dabei.............

    Egal ob mit Elif und Markus oder ohne - mir hat der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen und so bin ich offen für alle weiteren Bücher der Autorin. Sollte wieder eine Leserunde zusammengehen - vielleicht sogar mit Autorinnenbegleitung - wäre ich auch gerne dabei! :wave

    "Alles vergeht. Wer klug ist, weiß das von Anfang an, und er bereut nichts." Olga Tokarczuk (übersetzt von Doreen Daume), Gesang der Fledermäuse, Kampa 2021

  • Mir hat auch dieser letzte Teil sehr gut gefallen, Rätsel bis zum Schluss und ein stimmiges Ende.


    Gut gefallen hat mir insgesamt diese Mischung aus Jane Austen Feeling und der Gegenwart,


    Ich würde auch sofort ein weiteres Buch der Autorin und auch ein weiteres Buch mit Elif und Markus lesen. Ich fand die ganze Truppe angenehm, nicht alle unbedingt sympathisch, aber dafür realisitisch und nicht so schwarz-weiß wie in vielen anderen Büchern.


    Aber kann mir bitte mal jemand en Titel erklären? Irgendwie stehe ich auf der Leitung.

  • Aber kann mir bitte mal jemand en Titel erklären? Irgendwie stehe ich auf der Leitung.

    In der Beschreibung steht ja "Franken meets Agatha Christie".

    Ich hab das einfach als Verbindung/Hinweis auf Agatha Christie Krimis gesehen.

    So vom Stil/Aufbau/Setting her.

    Und ganz am Anfang waren wir ja im Zug...........zwar nicht ab Ellingen aber egal. ;-)

  • In der Beschreibung steht ja "Franken meets Agatha Christie".

    Ich hab das einfach als Verbindung/Hinweis auf Agatha Christie Krimis gesehen.

    So vom Stil/Aufbau/Setting her.

    Und ganz am Anfang waren wir ja im Zug...........zwar nicht ab Ellingen aber egal. ;-)

    Ja, so in die Richtung schon. Ich dachte, es gibt vielleicht noch eine genauere Erklärung. :lache

  • Im Nachwort steht, es sollte ein "Retro-Krimi" sein, daher auch der Schluss, in dem alle versammelt sind und wie bei Agatha Christie der Mörder entlarvt wird.

    Die Anspielung auf "16 Uhr 50 ab Paddington" ist schon ein bissl weit hergeholt, aber ein bisschen Zugfahrt haben wir ja erlebt. ;)

  • Ja, so in die Richtung schon. Ich dachte, es gibt vielleicht noch eine genauere Erklärung. :lache

    Der Kutscher sagt diese Worte am Bahnhof, als er die ankommenden Reisenden ganz am Anfang des Buches dort abholt und ins Schlosshotel kutschiert.


    Davon abgesehen ist es sicher eine ganz bewusste Anspielung auf den bekannten Agatha-Christie-Roman. Und auch wenn unser Krimi nichts mit Zügen zu tun hat, finde ich schon, dass der Vergleich passt. Schließlich ist es ja auch ein sehr unblutiger „Who-done-it“-Krimi und auch der Aufbau (es werden alle Personen vorgestellt, dann geht es auf Spurensuche und schließlich werden sämtliche Geheimnisse aufgedeckt) ist vergleichbar.

    "Alles vergeht. Wer klug ist, weiß das von Anfang an, und er bereut nichts." Olga Tokarczuk (übersetzt von Doreen Daume), Gesang der Fledermäuse, Kampa 2021

  • Ich reihe mich zu den begeisterten Stimmen ein . Mir hat der Krimi wirklich gut gefallen, ich wurde super unterhalten, hatte viel Spaß daran, die einzelnen Spuren zu untersuchen und die Auflösung finde ich auch sehr stimmig.

    Ich habe das Buch schon vor ein paar Tagen beendet und kann mich hier nur voll und ganz unterschreiben:

    Mir hat das Buch richtig gut gefallen und vor allem hat mir die Leserunde mit Euch richtig viel Spaß gemacht:knuddel1

    Ich weiß gar nicht, wer dieses Buch hier vorgeschlagen hat. Aber ohne die Leserunde wäre ich ganz bestimmt nicht auf dieses Buch aufmerksam geworden. Vielleicht ergibt sich ja wirkich mal die Möglichkeit, die Autorin für eine Leserunde hier zu gewinnen. Ich würde auf jeden Fall gerne wieder etwas von ihr lesen.:)

  • Oh, ich wäre bei einem weiteren Buch mit Elif und Markus gerne wieder mit dabei.............

    Dito - vor allem, wenn es wieder auf einem Regency Ball stattindet. In Bath z.B,. wohin sie ja laut Plan dann doch gerne möchten :grin



    Mir hat das Setting ganz gut gefallen - ich mag gerne Krimis, die im Zug oder eben in einem Hotel spielen.

    (Gerne auch auf einem Fluß Dampfer :grin) Das hat eben wirklich etwas vom "Christie Stil". Ein Ort, von dem - meistens - nicht alle wegkönnen, wo sie sozusagen gezwungene zusammensein müssen.

    Die Auflösung in versammelter Gemeinschaft.


    Da machen sich Elif Marple & Markus Poirot doch sehr gut, finde ich.


    So ganz leicht hatte ich Kalea schon im Verdacht - sie wirkte so hörig ihrem Konrad gegenüber, der wunderbar den widerlichen Kerl dargestellt hat.