'Eine Familie in Berlin - Ursula und die Farben der Hoffnung' - Seiten 149 - 220

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  • Der Ausflug war ja mal eine schöne Sache! Auch wenn Ulla teilweise ja ein wenig verwirrt war, aber gut, nicht nur die Gesellschaft an sich, die da zusammenkommt, ist ungewohnt für sie, sie ist ja auch erst 16.

    Normalerweise wird sie zu Hause wohl noch als Kind gehandelt, hier eher als Erwachsene. Das ist schon mal eine Umstellung und dafür hat sie sich gut gehalten.

    Veras Beziehung zu Tetjus scheint schon etwas enger zu sein, allerdings geht sie wohl nicht so weit, wie Tetjus das gerne hätte. Gut dass sie bei Ulla unterschlüpfen kann.


    Der Zusammenbruch der Brücke war ja dramatisch. Tatsächlich dachte ich mir, als die Leute alle nach vorne gedrängt haben, ob das wohl hält. Ich hatte auch irgendwas von einem Zusammenbruch im Kopf, konnte es aber zeitlich nicht einordnen.


    Das mit dem Schwimmen scheint damals tatsächlich nicht angesagt gewesen zu sein, die Reaktion der anderen Mädels auf das morgendliche Bad von Vera und Ulla ist ja für heutige Zeiten eher lustig. Das Thema scheint Ulla sehr zu berühren, die Erinnerung an ihren Fast-Untergang sucht sie ja immer wieder heim. Und da Ereignis an der Brücke zeigt ja auch, wie wenig Menschen damals schwimmen konnten.


    Ich mach mal Pause und warte auf den Rest der Runde ;-)

  • Es ist sehr witzig eigentlich. Schon seit den 1890ern gab es die Naturalisten (denen sich auch Richard Dehmel zugehörig fühlte) - für sie war Nacktbaden ganz normal, so konnte man auch schwimmen lernen. In der restlichen Gesellschaft galt das natürlich als verpöhnt. Und so wirklich schwimmen konnten damals nur wenige Leute - vor allem keine Frauen (wie auch in den Gewändern?)

    Das Unglück gab es wirklich

    https://www.ndr.de/geschichte/…ebrueckenunglueck101.html

  • In den Bericht habe ich soeben hineingeschaut - auch wenn er ein dramatisches Ereignis anspricht, so habe ich bei den Bildern doch gleich Lust bekommen mich ins Auto zu setzen und nach Binz zu fahren. *träum*


    Die Entwicklung von Ursula finde ich sehr ansprechend. Sie wächst mir als Person immer mehr ans Herz. Ich bin durch den Schreibstil von Ulrike Renk auch nicht genervt vom Kunstgeschehen. Denn das waren anfangs meine Bedenken, da ich mit Kunst - wie bereits erwähnt - nicht viel am Hut habe. Zumindest ich selbst habe keine künstlerische Ader.


    Die Entwicklung der Freundschaft und die entstehende Bindung der beiden Frauen empfinde ich als sehr warmherzig und einfach schön.

    Sybille und Margarethe sind sehr einfach in ihrem Denken, aber sie zeigen, dass auch andere Menschen sich im Künstlerkreis aufhalten und nicht jeder gleich ein Künstler sein muss / will.

    Margarethe und Ursula (vermute ich jetzt) geraten sicherlich noch aneinander (irgendwann). Margarethe hat es auf Heinrich abgesehen, aber er wird sich bei Ursula besser aufgehoben fühlen. Und das wird Margarethe ein Dorn im Auge sein.

    Heinrich sagte, dass er bis dato nur einen Menschen kennt, der das Farbempfinden ähnlich dem von Ursula hat - ich nehme an, diese Person ist Heinrich!?


    Die Szenen im Meer erheitern mich, aber sie sind auch beängstigend. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es wäre nicht schwimmen zu können. Aber auch in der heutigen Zeit gibt es noch Menschen, die nicht schwimmen können.

  • Es ist sehr witzig eigentlich. Schon seit den 1890ern gab es die Naturalisten (denen sich auch Richard Dehmel zugehörig fühlte) - für sie war Nacktbaden ganz normal, so konnte man auch schwimmen lernen. In der restlichen Gesellschaft galt das natürlich als verpöhnt. Und so wirklich schwimmen konnten damals nur wenige Leute - vor allem keine Frauen (wie auch in den Gewändern?)

    Das Unglück gab es wirklich

    https://www.ndr.de/geschichte/…ebrueckenunglueck101.html

    Danke für den Link - ich hatte schon einmal etwas über dieses Unglück gehört, konnte es aber nicht einordnen. Interessant - und wichtig - dass als Konsequenz daraus die DLRG entstand.


    Die Schilderung von Ursulas Schwimmausflug in Badekleidung fand ich erschreckend - klar musste die Kleidung damals "schicklich" sein, aber hat sich wirklich niemand Gedanken darüber gemacht, dass diese Kleider im Wasser furchtbar schwer werden?


    Ich finde interessant, wie Ursula sich entwickelt - sie wirkt viel reifer und erwachsener, vielleicht liegt das auch daran, dass die Leute auf Rügen sie nicht wie ein Kind behandeln. Schön finde ich auch, wie sich ihre Freundschaft zu Vera entwickelt.


    Margarete und Sybille finde ich in ihrer Art etwas ... anstrengend.

    Heinrich sagte, dass er bis dato nur einen Menschen kennt, der das Farbempfinden ähnlich dem von Ursula hat - ich nehme an, diese Person ist Heinrich!

    Das vermute ich auch. Bisher haben wir von ihm ja nur gehört, in Erscheinung getreten ist er noch nicht. Ich bin gespannt.


    Sehr geschmunzelt habe ich bei der Szene bei der Weißwäscherin (nennt man das so?). "Unaussprechliche" :lache - dass die Schicklichkeit so weit ging, dass man selbst beim Wäschekaufen so herumdruckste.... da bin ich schon erleichtert, dass man heute nicht mehr so verkrampft ist.

    Liebe Grüße :katze
    vom Pfötchen

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  • Die Schilderung von Ursulas Schwimmausflug in Badekleidung fand ich erschreckend - klar musste die Kleidung damals "schicklich" sein, aber hat sich wirklich niemand Gedanken darüber gemacht, dass diese Kleider im Wasser furchtbar schwer werden?

    Ich glaube nicht, dass die Dinger dafür gedacht waren wirklich damit Schwimmen zu gehen. Damals war das ja mehr ein Spazierengehen im Wasser.

    Ich habe auch in Erinnerung, dass Ursula bei der Szene sich an andere Schwimmkleidung zu Hause erinnert hat, in der sie schwimmen gelernt hat.

  • Ich glaube nicht, dass die Dinger dafür gedacht waren wirklich damit Schwimmen zu gehen. Damals war das ja mehr ein Spazierengehen im Wasser.

    Ich habe auch in Erinnerung, dass Ursula bei der Szene sich an andere Schwimmkleidung zu Hause erinnert hat, in der sie schwimmen gelernt hat.

    Nein, um Schwimmen als Ertüchtigung ging es nicht. Nur um das Wasser als "Erholung" oder Therapie an sich. Gedankengänge, die ich heute sehr schwer nachvollziehen kann - ich warte so sehr auf den Moment, wenn wir wieder den Pool im Garten füllen ... ich liebe es zu schwimmen.

  • Die Szene mit der einstürzenden Brücke war schon erschreckend.

    Und leider waren nur die wenigsten Menschen in der Lage zu helfen.

    Und wenn, dann wurde das wohl von den Männern erwartet..........wobei eine Frau wohl schon allein aufgrund der Kleidung weniger dazu geeignet war.:/


    Schon die 2. Szene bei der es ums Ertrinken bzw. der Angst davor geht.........

  • Ich mag Ursula sehr. Sie macht ganz neue Erfahrungen in der Gruppe und lernt so neue Sichtweisen kennen.


    Die Freundschaft mit Vera gefällt mir auch gut. Ich bin gespannt wie sich das ganze weiterentwickelt.


    Ob ihre Familie die Veränderung spüren wird? Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Begegnungen in Ursula was auslösen.


    Meine Oma konnte auch nicht schwimmen (geb. 1925) mein Opa konnte es (geb. 1918) hat es aber längst nicht so geliebt wie ich es liebe. Schwimmbad und Therme sind für mich das Paradies, liegt vielleicht auch daran das ich ein Fisch bin (Sternzeichen). ;-)