Die Samenhändlerin - Petra Durst-Benning

  • Inhalt
    Württemberg im Jahr 1850. Auf der Suche nach dem Mann, der sie im elterlichen Gasthof in Nürnberg geschwängert hat, kommt die junge Hannah Brettschneider in ein Dorf am Fuße der schwäbischen Alb: Gönningen ist die Heimat der Samenhändler, die seit fast zwei Jahrhunderten vom Geschäft mit Tulpenzwiebeln, Blumen- und Gemüsesamen leben. In ganz Europa verkaufen sie ihre Sämereien, bis nach Russland und Amerika führen ihre Reisen.
    Hannahs Begeisterung für den ungewöhnlichen Ort und seine Menschen währt nicht lange, denn Helmut, dessen Kind sie erwartet, ist mit dem schönsten Mädchen im Dorf, Seraphine, verlobt.
    Als sich der reiche Händlersohn schließlich doch für Hannah entscheidet, ist Seraphine jedes Mittel recht, um die Widersacherin auszuschalten und Helmut zurückzugewinnen....


    Über die Autorin
    Petra Durst-Benning, 1965 in Baden-Württemberg geboren, lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart auf dem Land.
    Mehr Infos im Autorenportrait


    Meine Meinung
    Ein tolles Buch!
    Nicht nur die Beziehungen und Intrigen rund um Hannah, ihren Mann Helmut, seinen Bruder Valentin und seine Ex-Verlobte Seraphine haben mich gefesselt. Vorallem auch die Rahmenhandlung um das ungewöhnliche Samenhändlerdorf Gönningen und die Reisen und Reisevorbereitungen der Samenhändler fand ich sehr spannend.
    Ein Buch, das ich kaum aus der Hand legen wollte, weil ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht.

  • Danke chiclana,
    endlich eine Rezension zu diesem Buch, das schon ewig auf meiner Wunschliste steht :grin Ich hoffe, dass das TB erscheint, bevor ich es mir noch selbst kaufe...!


    Ich verstehe nur nicht, wieso hinter historischen Geschichten ständig irgendwelche Liebesgeschichten stehen müssen. Er kriegt sie, er schwängert sie, sie gewinnt ihn zurück und kriegt Ärger mit seiner Ex usw. - warum nur?


    Aber mal im Ernst:
    Wie viel erfährt man wirklich über die Samenhändler? Was steht im Vordergrund: Historie oder die zwischenmenschlichen Verstrickungen?


    LG Angelcurse

  • Zitat

    Original von Angelcurse


    Aber mal im Ernst:
    Wie viel erfährt man wirklich über die Samenhändler? Was steht im Vordergrund: Historie oder die zwischenmenschlichen Verstrickungen?


    LG Angelcurse


    Hmmm, ich würde mal sagen in etwa halbe-halbe.


    Ich mag eigentlich das "Drumrum" auch viel lieber als die ewigen Liebesgeschichten, wobei ich bei dieser zur Abwechslung mal wieder richtig mitgefiebert habe. ;-)

  • Das Buch gibt es nun auch als TB. Ich habe die Samenhändlerin aus meinem SUB heraus gezogen und bin schon ganz gespannt.

    Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht. (Abraham Lincoln, 12.02.1809 - 15.04.1865)

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  • Ich habe es auf meiner Liste gleich mal hochgeschoben, da ich ja gerade erst "Die Glasbläserin" und "Die Amerikanerin" gelesen habe und mir beide Bücher recht gut gefallen haben. :wave

  • Huhu in die Runde,


    ich habe die Samenhändlerin gerade zu Ende gehört. Die Sprecherin Ulrike Grote macht die Geschichte zu einer besonderen Geschichte.


    Der Unterschied zwischen Seraphine und ihren Stimmungen und den handfesten Gönningern finde ich gelungen - und -


    die Holländer. Englische Bezeichnungen, da ist man es ja fast gewohnt, dass die ordentlich rüber kommen, in den Hörbüchern, bei dem Schatten des Windes sind es die spanischen Namen, die die richtige Stimmung vermitteln, aber die Klangfärbung mit der Ulrike Grote die Tulpenhändler versieht hört sich Klasse an und man hört die Holzschuhe der Zeit fast über die Straßen klackern.


    Eine Frage an die Buchleserinnen - Wie hört das Buch auf - BITTE spoilern. :anbet


    :gruebel Ich wüßte zu gern, ob das Hörbuchende sich mit dem Buchende deckt.


    Binchen
    :write
    Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält. (William Somerset Maugham) ;-)

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  • @ Binchen


    Ich kann deinem Spoiler nur zustimmen, das Ende hat mich auch nicht überzeugt.


    [Sp]Ich hatte gehofft, dass Valentin und die Holländerin zusammen kämen.[/Sp]

    Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht. (Abraham Lincoln, 12.02.1809 - 15.04.1865)

  • Oh ja - Tjorvensmum, diese Neigung von Dir, die teile ich.



    Und die nette Holländerin, die mit beiden Beinen im Leben steht, muss sich so ja arg benutzt vorkommen, denn die Autorin legt ja das Ende eher so nahe, dass Valentin seine Sera doch noch für sich gewinnt.


    Das hat diese Ziege nicht verdient.


    Binchen
    :write
    Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält. (William Somerset Maugham) ;-)

  • Also ich hab das Buch auch gerade erst ausgelesen und icch muss sagen - mir hat es gut gefallen! Für meine Begriffe war es gerade die richtige Mischung aus Liebesgeschichte(n) und Details aus dem alltäglichen Leben der Samenhändler.


    Nur was den Schluss anbelangt, da kann ich Tjorvensmum und binchen nur zustimmen. Da hatte ich noch etwas mehr erwartet! Aber ansonsten kann ich das Buch nur empfehlen, es liest sich sehr flüssig und ich konnte es kaum weglegen.

    Liebe Grüße India :fisch


    Ich lese gerade: Mathildas letzter Walzer - Tamara McKinley


    "Les anneés heureuses sont les anneés perdues."
    Marcel Proust

  • Ich habe meiner Mutter dieses Buch als HC im letzten Jahr geschenkt und bin nun endlich dazu gekommen, es selbst zu lesen.


    Ich mag die Erzählweise von Petra Durst-Benning sehr. Die Personen sind so deutlich vor meinem Auge erschienen, die Geschichte ist spannend erzählt und ich habe heute jede freie Minute genutzt, um das Buch auszulesen, so gut hat es mir gefallen.


    Die Mischung aus historischen Fakten und menschlichen Verstrickungen machte das Lesen sehr spannend und auch informativ, zumal ich ja vor kurzem erst "Die Tulpenhändlerin" gelesen habe, die zeitlich 200 Jahre davor angesiedelt ist, jedoch wird das Tulpenfieber auch hier erwähnt.


    Ein rundherum empfehlenswertes Buch, auch wenn das Ende so war, wie es war. Dafür gibt es von mir 10 Punkte.

  • Zitat geli:


    Ich mag die Erzählweise von Petra Durst-Benning sehr. Die Personen sind so deutlich vor meinem Auge erschienen, die Geschichte ist spannend erzählt und ich habe heute jede freie Minute genutzt, um das Buch auszulesen, so gut hat es mir gefallen.


    Ich habe das Buch letztes Jahr gelesen und kann mich der Meinung nur anschließen. :write Außerdem habe ich von dieser Autorin "Die Zuckerbäckerin" und "Die Salzbaronin" gelesen, ebenfalls zu empfehlen.

  • An und für sich ein sehr schönes Buch, flüssig geschrieben. Aber ich fand die Figuren teilweise sehr farblos und blass... das hab ich von der Autorin schon deutlich besser gelesen!

    ************


    Hazel


    "Ganze Weltalter voll Liebe werden notwendig sein,
    um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu vergelten."


    Christian Morgenstern

  • Zitat

    Original von binchen
    Huhu in die Runde,


    ich habe die Samenhändlerin gerade zu Ende gehört. Die Sprecherin Ulrike Grote macht die Geschichte zu einer besonderen Geschichte.
    . :anbet



    Ich höre ja gerade das Hörbuch und bin von Ulrike Grote auch rundum begeistert. :anbet Grosse Klasse. :-)

  • Serafina hat definitiv einen seelischen Knacks.


    Ich habe das Buch vor ein paar Wochen an einem Abend (bis 3h morgens) gelesen. Für mich stimmte Alles: die klare Sprache, die Protagonisten, der Ort (Schwabenland), der Handel mit den Samen...und mitreissend war es auch noch.
    Ganz klar einer der besseren Unterhaltungsromane, den man aus dem Regal zieht um Geschichte mitzuerleben! Seitdem ist mein SUB an 2 neuen Büchern dieser Autorin gewachsen.