Dan Jones - Kampf der Könige: Das Haus Plantagenet und das blutige Spiel um Englands Thron

  • Herausgeber: C.H.Beck (03. Dezember 2025)

    Print: ‎680

    ISBN-10:

    ASIN/ISBN: ‎340679730X


    Kurzbeschreibung


    Die mächtige, sagenumwobene Dynastie der Plantagenets herrschte vom Ende der normannischen Könige über die Zeit der Kreuzzüge und des Schwarzen Todes bis zum Beginn des Hundertjährigen Krieges über England und halb Frankreich. Der britische Historiker Dan Jones erzählt mit sicherem Gespür für vielsagende Details und souveräner Kenntnis von Quellen und Forschung, wie die Sprösslinge der Dynastie 300 Jahre lang um den Thron kämpften. Ein Meisterwerk, das uns besser verstehen lässt, warum sich «Englands schrecklichste Dynastie» von Richard Löwenherz bis zur Magna Carta so tief in die britische Identität einschreiben konnte.


    Klug, brutal und machtbewusst: Das Haus Plantagenet herrschte rund 250 Jahre lang von 1154 bis 1339 über England und zweitweise über halb Frankreich. Eleonore von Aquitanien, die berühmteste Frau des Mittelalters, war gleich zweimal Königin. Richard Löwenherz zog in den heiligen Krieg gegen Sultan Saladin. Unter seinem hinterhältigen Bruder Johann Ohneland entstand die Magna Carta, die bis heute Teil der britischen Verfassung ist. Und unter Heinrich III. trat zum ersten Mal das englische Parlament zusammen. Der letzte König der Dynastie, Richard II., war die Vorlage für Shakespeares gleichnamiges Drama, ein Förderer der Künste und ein politischer Versager. Spannend wie in einem guten Film und mit souveräner Kenntnis von Quellen und Forschung lässt Dan Jones eine Dynastie lebendig werden, die wie keine andere Stoff für Sagen, Legenden und Dramen geboten hat, deren Erbe aber bis heute höchst real ist.


    Autor


    Historiker und Journalist, wurde in Großbritannien und den USA durch historische Best-seller und Fernsehdokumentationen zur Geschichte der Frühen Neuzeit und des Mittelalters bekannt. Bei C.H.Beck erschien von ihm außerdem "Die Templer: Aufstieg und Untergang von Gottes heiligen Kriegern" (2019)


    Rezension


    Bei „Kampf der Könige: Das Haus Plantagenet und das blutige Spiel um Englands Thron“ geht es um die Dynastie der Plantagenets, jene Familie, die England und zeitweise halb Frankreich über gut zweieinhalb Jahrhunderte geprägt, geformt, verheizt und immer wieder an den Rand des Abgrunds geführt hat. Jones spannt dabei einen großen Bogen: vom Aufstieg der Familie im 12. Jahrhundert über Kreuzzüge, innere Machtkämpfe, politische Intrigen und persönliche Tragödien bis hin zu ihrem Niedergang. Es ist die Geschichte einer Herrscherfamilie, die kaum zur Ruhe kam, weil Macht hier nie selbstverständlich war, sondern immer neu erkämpft, verteidigt oder verloren wurde. Für mich war dieses Buch damals der Einstieg in die spannende Welt der Geschichte.


    Im Zentrum stehen bekannte, aber auch weniger präsente Namen: Eleonore von Aquitanien, Richard Löwenherz oder Johann Ohneland, dessen Regentschaft oft als gescheitert gilt, der mit der Magna Carta aber ein Fundament legte, das bis heute nachwirkt. Später folgen Heinrich III. und schließlich Richard II., kunstsinnig, empfindsam und politisch überfordert. Jones erzählt all das nicht als trockene Abfolge von Jahreszahlen, sondern als Geschichte von Menschen, die Entscheidungen trafen und mit deren Konsequenzen leben mussten.


    Meine persönliche Beziehung zu diesem Buch ist eine besondere. Ich habe es damals im englischen Original gelesen, was nicht immer leicht war, mich aber doch beeindruckt hat. Geschichte fühlte sich plötzlich lebendig und greifbar an. Für mich ist „Kampf der Könige“ eines der besten Bücher von Dan Jones überhaupt. Es ist der Grund, warum ich ihn bis heute für einen der besten populärwissenschaftlichen Historiker halte. Dieses Buch hat mich geprägt, mein Interesse an Geschichte vertieft und mir gezeigt, wie spannend Sachbücher sein können, wenn sie gut geschrieben sind. Es ist keine trockene Geschichtsstunde, sondern eine Einladung, sich auf eine wilde, blutige, faszinierende Epoche einzulassen.