Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen - Christien Brinkgreve

  • Hanser, 2026

    192 Seiten


    OT: Beladen Huis

    Übersetzt aus dem Niederländischen von Lisa Mensing


    Kurzbeschreibung:

    Nach dem Tod ihres Mannes räumt Christien Brinkgreve das gemeinsame Haus um. Was wie eine äußere Routine erscheint, stößt bei ihr eine innere Bewegung an: Eine Frau blickt zurück – auf ihr Leben, ihre Ehe, ihre Rolle in der Familie und in der Welt. Was bleibt von den gemeinsamen Jahrzehnten? Wer war sie in der Beziehung, wer ist sie ohne sie? Und wie kann es sein, dass sie sich als selbstbestimmte Frau zwischen Liebe und fremden Erwartungen verloren hat? Brinkgreves mutiges Buch findet Worte für Schlüsselerfahrungen, die viele Frauen teilen. Eine radikal persönliche Rückschau, eine große und schonungslose Erkundung des Frauseins, des Alterns und der Lebensentscheidungen, die wir aus Liebe treffen.


    Über die Autorin:

    Christien Brinkgreve wurde 1949 geboren und ist emeritierte Professorin für Soziologie. Sie forschte und publizierte zu den Beziehungen zwischen Männern und Frauen, zwischen Eltern und Kindern sowie zum Umgang mit Emotionen. Sie lebt in Amsterdam.


    Mein Eindruck:

    Das Buch war für mich aufgrund des soziologischen Ansatzes ungewöhnlich zu lesen. Es ist kein Roman, ist vielmehr autobiografisch. Die niederländische Autorin ist auch beruflich Soziologin und wie sie Beziehungen erforscht, schlägt sich auch in diesem sehr privaten Buch nieder.

    Inhaltlich zeigt die Autorin den langen Prozess des Trauerns und wie schwierig es ist, einem großen Verlust zu verarbeiten. Es gibt daher manche bedrückende Szenen. Leider hat mich das Buch aufgrund falscher Erwartungshaltung nur teilweise erreicht, obwohl es sicher nicht schlecht gemacht ist.

    Wer jedoch gezielt ein Buch über Trauer sucht, ist hier nicht falsch.


    ASIN/ISBN: 3446285679