Was lesen Kinder heutzutage?

  • hm, ein Beruf sollte aber grundsätzlich schon auch Spaß machen, was hilft es mir nen Haufen Kohle zu verdienen, mich aber jeden Tag überwinden zu müssen, um ihn auszuüben. Meine Kinder wollten von mir schon auch wissen, in welchen Berufen man gut verdient. Wir haben ihnen da eher mitgegeben dass sie das nicht zum einzigen Kriterium machen sollten.


    Ich habe immer den Eindruck, wenn Frauen weniger Wert auf Menschlichkeit und Empathie legen würden, und stattdessen mehr auf gerechte Bezahlung achten, wären Pflege und Erziehung nicht so weiblich dominiert und es gäbe eine gerechtere Entlohnung für die entsprechenden Berufe.

    Ich befürchte dann würden wir für Pflege und Erziehung eher nur noch Menschen aus Billiglohnländern bekommen. So wie du es formulierst klingt es für mich so, als wären die Frauen in den Berufen selbst schuld an ihren schlechten Gehältern, sollen sie doch was anderes arbeiten. Unsere Gesellschaft braucht aber Menschen, die in diesen Berufen arbeiten, gerade in Corona Zeiten haben wir doch gesehen, wer systemrelevant ist..

    Da kann es doch nicht nur Sache der Betroffenen sein, sich um bessere Löhne zu bemühen.


    Aber gut, das führt hier jetzt auch weg vom Thema.

    Maschmeyer ist für mich jetzt nicht das Sinnbild des Arbeitgebers, der auch Wert die Bedürfnisse seiner Arbeitnehmer legt. Ich bin generell kein Fan von Wirtschaftsbossen, die in ihren Mitarbeitern eher nur Kostenfaktoren sehen und nicht das was die Menschen für die Firma leisten. Daher würde ich ihn meinen Kindern nicht unbedingt als Ratgeber zur Seite stellen.

  • :gruebel Vielleicht sollte man auch bedenken, woher die Pflegeberufe historisch gekommen sind. Früher waren die Pflegekräfte überwiegend Krankenschwestern - also Nonnen, die quasi um "Gotteslohn" gearbeitet haben. Sie waren in ihrem zugehörigen Kloster auf Lebenszeit abgesichert und durften gar keinen eigenen Besitz anhäufen. Ihr Gehalt hat die Ordensgemeinschaft bekommen - und die hat es möglichst niedrig gehalten, um die Krankenhäuser (die teils auch kirchliche Träger hatten) nicht zu sehr mit Personalkosten zu belasten.

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Siegfried Lenz: Der Geist der Mirabelle

  • Beides finde ich wichtig - Spaß an der Arbeit, und ein vernünftiges Gehalt. Ich habe zu viele Frauen kennengelernt, die studiert oder gelernt haben, was ihnen Spaß gemacht hat, und schlussendlich umschulen mussten, weil es in dem Bereich nicht genügend Jobs gibt. Oder die alleinerziehend wurden und jeden Euro umdrehen mussten.


    Und ja, so ein wenig sind die Frauen schon mit daran Schuld, dass gewisse Berufsgruppen schlecht bezahlt werden. Die Nachfrage nach Erziehern, Friseuren und Pflegekräften ließe sich sicherlich nicht komplett mit "importierten" Fachkräften decken, das zeigt der Fachkräftemangel in anderen Bereichen gerade deutlich. Rein fachlich könnte man auch LKW Fahrer aus dem Ausland einstellen. Da es aber nicht genügend gibt, werden jetzt (endlich) Arbeitsbedingungen verbessert und Löhne erhöht.


    Was das mit Kinderbüchern zu tun hat? Ein wenig schon, weil ich inzwischen kritischer auf Kinderbücher schaue, in denen nur traditionelle Rollenbilder zu finden sind, oder bei denen die Mädchen in der Gruppe entweder hübsch sind, zimperlich und Probleme mit Mathe haben oder intelligente Nerds, denen ihr Aussehen egal ist. Da reagiere ich genauso allergisch wie bei Liros, in denen sich die Dame völlig dämlich anstellt und deswegen ständig gerettet werden muss... :rolleyes

    “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.” :lesend

    C.S. Lewis

  • Nun ja, wenn man den Rezis glauben schenken mag, kann das Mädel in der Geschichte nicht ohne den Kanal (Influencer?) ihrer Mutter leben und hat schminken als Hobby. Ich weiss ja nicht, ob ich das so Vorbildtauglich finde. Soviel zu typischen Rollenbildern…


    Ich wär auch mal interessiert, ob das wirklich so ist…. Ich wäre dann auch mal an einer Rezi interessiert. Wenn ich es mal im Buchhandel sehe, schau ich sicher mal rein, kaufen werde ich es sicher nicht

  • Mein Neffe hat in der Schule dieses Buch gelesen und wünscht sich die beiden nächsten Teile zu Ostern.


    Fionrirs Reise -- Andreas Arnold


    Fionrir ist ein junger Drache. Auf seinen siebten Geburtstag freut er sich, wie jeder kleine Drache, ganz besonders. Denn danach wird er wie ein Erwachsener behandelt werden. Was ihm dann aber zum Geschenk gemacht wird, verändert seine Welt.

    Der junge Drache Fionrir startet in der Nacht nach seinem Geburtstag in das bis dahin größte Abenteuer seines Lebens. Auf seiner Reise muss er sich gegen die Intrigen eines windigen Wanderkrämers behaupten, der ihm sein Geschenk abspenstig machen will, Drachenjäger sind auf der Suche nach ihm und auch in Fio selbst gehen merkwürdige Dinge vor. „Warum vermag ich plötzlich mit Tieren zu sprechen?“, „Wem kann ich trauen?“ und „Wer steckt hinter dem großen Drachenschatten, der mir folgt?“, sind nur einige der Fragen, die ihn begleiten. Unterwegs schließt er Freundschaften und kann sich im Laufe seiner Reise auf das wohl ungewöhnlichste Rudel verlassen, das seine Welt je gesehen hat. (Text amazon)


    ASIN/ISBN: ‎ 3945532108

    "Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder!" (Dante Alighieri)

  • Meine Große (13) hat nun Mangas für sich entdeckt. Dass die Serie ab 15 empfohlen ist, habe ich erst gesehen, als sie es mir für die Leseliste hingelegt hat... Aber ich glaube, die Seele ist noch heil...


    Light geht in die High School und steht kurz vor den schwierigen Aufnahmeprüfungen für Japans Elite-Universitäten. Doch das ist für Light keine große Herausforderung. Schließlich ist er mit so überdurchschnittlicher Intelligenz gesegnet, dass er alle Prüfungen stets mit Bravour besteht, und außerdem ist er fleißig und gewissenhaft. Doch eines Tages findet er auf dem Schulhof ein rätselhaftes Notizbuch. Es handelt sich um ein so genanntes „Death Note“. Wenn man den Namen eines Menschen in das Buch schreibt, stirbt dieser Mensch. Light findet nicht nur Genaueres über die genaue Vorgehensweise heraus, sondern trifft auch bald auf den ursprünglichen Besitzer des Buches: einen Todesgott.

    Die Versuchung, dass Buch zu benutzen ist zu groß für Light. Er begreift das „Death Note“ als eine Chance, um die Welt von Bösem und von Verbrechern zu befreien. So fallen ihm immer mehr Schwerverbrecher zum Opfer und schließlich wird auch die Polizei auf diese mysteriösen Todesfälle aufmerksam. An der Spitze der dafür eigens gegründeten, internationalen Sonderkommission stehen der Polizeichef von Tokyo und ein Sonderermittler, von dem weder Gesicht noch Name bekannt ist. Er wird nur mit „L“ angesprochen. Auch das amerikanische FBI entsendet einige Ermittler und nimmt die Fährte auf…


    Band 2-6 hat sie sich gleich erstmal bei rebuy bestellt.


    ASIN/ISBN: 3865806112

    „An solchen Tagen legt man natürlich das Stück Torte auf die Sahneseite — neben den Teller.“

  • Death Note ist spannend. Es gibt auch einen guten Anime dazu und einen eher schlechten Realfilm. Die Altersangabe kannst du wie bei den FSK12 Filmen sehen, in die schon 6jährige mit Erziehungsberechtigten rein dürfen: Wenn du dein Kind für alt genug hältst, passt das. Meine Kinder haben auch Deadpool zuhause sehen dürfen, ohne 16 zu sein...

    “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.” :lesend

    C.S. Lewis

  • Kind hat sich beschwert, ich habe meine Detektiv Conan Special Manga einfach aus Platzgründen verkauft, und als ich sie bei den Kleinanzeigen eingestellt hatte meinte sie sie wolle sie auch irgendwann lesen und man müsste sie dann ja wieder kaufen....


    ich meinte dann nur du hattest jetzt zum Teil 2 Jahre Zeit die zu lesen ( Conan sieht sie lieber den Anime) von dem her Pech im Moment.....


    Sie liest gerade diese hier, da die letzte Franz Arbeit etwas in die Hecke ging, da ist nicht so viel französisch aber soviel das sie auch was mitdenken muss ;-)


    ASIN/ISBN: 3468206569

  • Im Moment fällt es mir extrem schwer, meine Kinder zum Lesen zu bekommen. Handys/Notebook sind sehr starke Gegner, da damit ja auch viel Kommunikation mit Freunden, Hörbücher hören aus der Onleihe und Spielen stattfindet.

    Gott sei Dank geht zumindest die Jüngere noch zum Handball und zum Reiten, geht auch manchmal noch draußen spielen, aber da hat sie bald keine Lust mehr zu, weil die Gleichaltrigen da langsam das Interesse dran verlieren, da schließt sich dann wieder der Handykreis :(


    Zuletzt hatte ich einen Stapel Comics aus der Bücherei mitgebracht. An Snoopy und den Schlümpfen hatten sie nun kein Interesse mehr, aber beide haben sich auf den Biss-Comic gestürzt, das ist der erste Band in zwei Teilen. Dann lieber Comics als gar keine Bücher mehr 8|


    ASIN/ISBN: 3551794014


    ASIN/ISBN: 3551794022

    „An solchen Tagen legt man natürlich das Stück Torte auf die Sahneseite — neben den Teller.“

  • Macht euch nichts draus. Meine Kinder haben beide sehr lange Zeit fast nur Mangas gelesen.


    Die Große fing dann an, das Buch zu Love, Simon "Nur drei Worte" zu lesen und wollte plötzlich schwule Liebesromane haben. Inzwischen (fast 18) liest sie die ganzen Percy Jackson Ableger mit Begeisterung.


    Und die Jüngere (fast 16) ist seit "Night of Crowns" großer Fan von Stella Tack und hat dieses Jahr die komplette Erben der Nacht Reihe von Ulrike Schweikert verschlungen.

    “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.” :lesend

    C.S. Lewis

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von breumel ()

  • meine Kinder lesen auf dem Handy ganz viel bei archive of our own, wattpad oder Fanfiction.net


    Halt ganz viel Fanfiction. In den Ferien haben sie auch mal wieder "echte" Bücher gelesen, sei es in Papier oder auf dem Reader. Ich denke, bei der Menge, die die beiden lesen kann ich froh sein, dass wir nicht alles kaufen....

  • Meine Kinder lesen leider auch nicht halb so viel, wie es mir lieb wäre. Mit Comics (Lustige Taschenbücher, Asterix, Lucky Luke) kann ich sie zwar überreden, aber mit wirklich großem Interesse verfolgen sie die Geschichten nicht. Dafür ist die elektronische Konkurrenz einfach zu stark ...

    Damit kann ich meine Kinder leider auch gar nicht hinter dem Ofen hervorlocken (den wir eh nicht haben)...

    Für die Ältere (13,5) muss es entweder düster (Die Wolke, Anne Frank, Sturmhöhe) oder queer sein.Ich

    Ich glaube, der Jüngeren gebe ich jetzt mal den ersten Teil von Tintenwelt.

    „An solchen Tagen legt man natürlich das Stück Torte auf die Sahneseite — neben den Teller.“

  • meine Kinder lesen auf dem Handy ganz viel bei archive of our own, wattpad oder Fanfiction.net

    Das war hier auch sehr beliebt. Sogar ich hatte mal so eine Phase, allerdings vor der Elternzeit. Da habe ich hauptsächlich Mangas und Fanfiction gelesen - mit 32...

    “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.” :lesend

    C.S. Lewis

  • Das war hier auch sehr beliebt. Sogar ich hatte mal so eine Phase, allerdings vor der Elternzeit. Da habe ich hauptsächlich Mangas und Fanfiction gelesen - mit 32...

    Ich lese dort jetzt mit fast 50 noch. Die ein oder andere der dort Schreibenden sogar immer wieder, wenn sie was Neues in einem bestimmten Fandom veröffentlichen. :)


    Ich habe in meiner Jugend auch alles mögliche an Comics gelesen und meine Kinder mögen auch Mangas. Ich finde das gut.


    Mein Jüngster hatte auch eine Leseflaute, hat von seinem großen Bruder bei dessen Auszug seine Warriorcats-Sammlung überreicht bekommen. Er ist total begeistert.

  • killerbinchen Wenn es düster sein soll, vielleicht mal den ersten Teil von Scholomance geben? Ich finde die Trilogie sauspannend und warte dringend auf den dritten Teil...

    Behalte ich mal im Hinterkopf, den ersten Teil habe ich sogar als ebook.


    Die Jüngere habe ich jetzt mit dem "verboten bösen Buch" gecatcht. Habe so getan, als würde ich es ihr nur sehr ungern geben und am liebsten gleich wieder wegnehmen wollen, ha!

    „An solchen Tagen legt man natürlich das Stück Torte auf die Sahneseite — neben den Teller.“