Wer ist schon mal mit Waschmaschine umgezogen?

  • Hallo ihr,


    für unsere erste gemeinsame Wohnung haben ich und mein Freund uns auch eine eigene Waschmaschine angeschafft. Die wurde uns natürlich bis an die entsprechende Stelle geliefert, hat also alles prima geklappt...


    Nun ist es jedoch bald soweit, dass wir wieder umziehen müssen und meine Nerven liegen jetzt schon blank bei dem Gedanken daran, wie wir dieses (hilfreiche, aber schwere) Teil je in unseren Umzugslaster bekommen sollen.


    Gibt's da von eurer Seite aus Erfahrungsberichte oder war bei euch die Waschmaschine meist in der Wohnung/im Haus schon mitdrin? Ich freu mich über jede Antwort, die mich etwas beruhigen kann. Denn wenn's dann mal soweit ist, kann ich vielleicht mit wertvollen Tipps gelassener an die Sache rangehen....

    Viele Grüße,Eure SUB-Priesterin :wave


    "Der Kopf ist rund, damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können" (Picabia)


    Zur Zeit lese ich gerade: Jane Bowles - Zwei sehr ernsthafte Damen

  • Das Ding ist schwer, aber... wenn es reingeschafft werden konnte, dann kann es auch wieder rausgeschafft werden. :-) Die Leute vom Lieferdienst sagen ja auch nicht bei jeder Waschmaschinenlieferung "Du meine Güte, wie schaffen wir das bloß?". ;-)


    Also, ein paar kräftige Jungs engagieren, in die Hände gespuckt und rauf auf den Laster damit.


    Gruss,


    Doc

  • Was bei einer Waschmaschine ganz wichtig ist, ist eine Sackkarre. Irgend ein Vater wird sowas bestimmt in seinem Keller haben. Eine Waschmaschine ist wegen ihrer scharfen Kanten unten recht schwer zu tragen. Und schwer ist sie ja eh. Also auf eine Sackkarre schieben oder heben und dann zum Umzugswagen fahren. Damit kommt man auch gut Treppen rauf und runter, wenn jemand schiebt und der andere zieht.


    Damit schafft man es sogar mit einer reinen Mädels-Truppe eine Waschmaschine zu befördern. Allerdings sind viele und am besten starke und fleißige Hände und eine gute Organistion eh das A und O eines nervenschonenden Umzugs.

  • Stimmt, schwer ist sie wie S.. aaaber, man sollte auch drauf achten, dass man sie möglichst stehend transportiert, weil immer noch ne Menge Wasser darin ist. Aber das wisst ihr sicher selbst. ;-)


    Und von der Haustür bis zum Transporter könnte man sie ja auf Lastenroller stellen und weiter schieben. Naja und zum reinheben eben die ganze Nachbarschaft mobilisieren. :grin

  • Jau, schom mehrmals ohne professionelle Hilfe.


    Als erstes Gebrauchsanleitung lesen, wie die Transportsicherung wieder eingebaut wird. Sind mesit zwei längere dicke Schrauben in einem Metallrohr. Dienen dazu die Trommel festzustellen,


    Wichtig ist ein "Hund", also ein Brett auf vier Rädern zum Transportieren auf ebener Strecke. Gibt's in jedem Baumarkt.


    Bei Transport über Treppen hilft ein Tragegurt mit Haltegriffen (s.o.) und geht nur mit zwei Mann oder Mann/kräftige Frau oder 2 kräftige Frauen.


    Auf den LKW geht's mit einer Decke:


    Decke über die Ladekante legen, so daß noch drei Viertel herunterhängen. Waschmaschine anlehnen, unten anpacken und kräftig schieben. Die Decke sollte mitrutschen. Wenn die Transportsicherung drin ist, kann die Maschine auch liegend transportiert werden.
    Aber Vorsicht, meist läuft aus den Schläuchen noch etwas Wasser aus.


    Entladen in der umgekehrten Reihenfolge. Bis auf die Treppe kann es ein Mann/Frau schaffen.


    LG Dyke - Amateur-Waschmaschinen-Transporteur erinnert sich an seine erste eigene Waschmaschine gebraucht für DM 50,00.
    Abholen in einem Ford Taunus 12 M
    Beifahrersitz ausbauen - Waschmaschine dafür hinstellen (mit Hilfe)
    Allein wieder aus dem Auto holen, dabei auf den Deckentrick gekommen.
    Da kein "Hund" vorhanden, Waschmaschine immer schön über eine Ecke gedreht.
    Waschmaschine 10 Trepen hochgehievt - Ecke auf die nächste Trepee und hoch usw.
    Im Flur (Gottseidank glatter Steinboden) Maschien auf Decke gestellt und geschoben (Decke anschließend Müll).
    Das war 1973.
    Die Waschmaschine hat mir bis Ende der 70er treue Dienste geleistet und noch zwei Umzüge überstanden. :grin

    "Sie lesen?"
    "Seit der Grundschule, aber nur, wenn's keiner sieht."


    Geoffrey Wigham in "London Calling" von Finn Tomson

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  • Ich auch 30 Jahre jünger :lache :lache


    LG Dyke

    "Sie lesen?"
    "Seit der Grundschule, aber nur, wenn's keiner sieht."


    Geoffrey Wigham in "London Calling" von Finn Tomson

  • Falls keine Tragegurte vorhanden sind, es gibt Arbeitshandschuhe gegen die scharfen Kanten.

    Du mögest arm sein an Unglück und reich sein an Segen, langsam im Zorn, schnell in der Freundschaft. Doch ob arm oder reich, langsam oder schnell, nur das Glück sei dein Begleiter von heute an
    Irisch

  • Was für ein nettes Thema! Das erinnert mich an die 14 eigenen Umzüge - und die vielen von Freunden. Das prägendste Ereignis bei einer solchen Umzugsaktion war: einer hat es tatsächlich fertig gebracht, in seiner Waschmaschine die komplette Schmutzwäsche in die Trommel des Topladers zu stopfen und diese dann genau so von uns schleppen zu lassen...Tipp: mach das lieber nicht, hat nicht grade für gute Stimmung gesorgt, als wir das gemerkt haben!

  • Zitat

    Original von Ronja
    Was bei einer Waschmaschine ganz wichtig ist, ist eine Sackkarre.
    ...
    Damit kommt man auch gut Treppen rauf und runter, wenn jemand schiebt und der andere zieht.


    Genau. Optimal ist eine mit Gleitkufen. Die kippt man auf dem Treppenabsatz an und dann rutscht die Sackkarre sammt Waschmaschine die Treppen von alleine runter. Wichtig ist also, dass von unten jemand gegenhält.


    Diese Karren kann man bei Umzugsfirmen auch leihen!


    Viel Erfolg
    D.

    "Ein Tag ohne Lesen ist wie eine Sünde.
    Ein Tag ohne den Gang in die Wälder ist ein Versäumnis."
    Peter Handke, Schriftsteller

  • Zitat

    Original von Oryx
    Komisch, ich bin schon so oft umgezogen, aber darüber hatte ich mir noch nie Gedanken gemacht gehabt... :wow


    Das war auch mein erster Gedanke. :-)


    Es wird nur bei jedem Umzug schwieriger, zupackende Hände zu finden, weil hinter der Waschmaschine noch das Klavier lauert, was mir persönlich mehr Kopfzerbrechen und hysterische Anfälle beschert, als die Waschmaschine.


    Viele Grüße
    Shirat

    Viele Grüße
    Shirat


    Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

  • Das Thema kommt mir sehr bekannt vor. In meinen 15 Umzügen habe ich 13 mal die Waschmaschine mitgenommen.
    Das erste Mal war eine Katastrophe, da ich weder die Trommel feststellen konnte und auch noch Wasser aus der Maschine kam. Und diese Maschine war unheimlich schwer. Aber irgendwie ging es.
    Die nächsten Male benutzten wir Sackkarren, der Schlauch wurde ordentlich festgebunden (vorher alles Wasser rausgelassen), sie wurde von 2 kräftigen Männern die Treppen hinunter und dann hochgeschleppt (einmal wohnte ich im 4 Stock ohne Fahrstuhl) und mit Decken gut verpackt in den Anhänger geladen. Das lief auch mit Kühlschrank und Gefrierschrank so ähnlich.


    Das habe ich bei Google gefunden:
    Transporthilfen für den Umzug in Eigenregie
    Es gibt vierrädrige Lastenrollwagen mit rutschfester Auflage und Klappbügel (für Gegenstände bis 100 kg).


    Ebenfalls für Lasten bis ca. 100 kg eignen sich Sackkarren, mit denen man sehr gut mehrere Kisten übereinander transportieren kann (auch für Treppen geeignet).


    Auf sogenannten Möbelhunden mit vier Gummirädern kann man bis zu 300 kg schwere Gegenstände wie Herde und Waschmaschinen transportieren.


    Auch mit Tragegurten bekommt man zum Beispiel Waschmaschinen viel leichter weg. Aber lassen Sie sich diese Tragetechnik bitte von jemandem zeigen, der etwas davon versteht.


    Diese Transporthilfen können Sie in den allermeisten Fällen bei den Transportunternehmen leihen (gegen Kaution!). Denken Sie auch an genügend Decken, um Ihre teuren Güter für den Transport gut zu polstern

  • Ich hab auch schon so manchen Umzug hinter mir, für die Helfer war die Waschmaschine immer der Horror. Aber dank Sackkarre, Trageriemen und Handschuhen haben sie es immer hingekriegt.

  • "So, jetzt nur noch die Waschmaschine", das ist ein Signal für alle freiwilligen Umzugshelfer, ganz nervös nach der Uhr zu fingern, von "wichtigen Terminen" zu nuscheln, plötzlich aufs Mobiltelefon zu schielen, auf Klo zu rennen undsoweiter. In diesem Zusammenhang ist von enormer Wichtigkeit, das Umzugs-Catering erst nach Abschluß der Tragearbeiten zur Verfügung zu stellen. :grin Wichtiger Hinweis: Die Waschmaschine als letztes aus der alten Wohnung transportieren, aber so auf den Laster laden, daß sie unbedingt als erstes in die neue Wohnung geschafft werden muß!


    Von Sackkarren rate ich in diesem Zusammenhang ab - viele handelsübliche Sackkarren aus dem semiprofessionellen Bereich sind für solche Lasten nicht gedacht, und dann knickt das Ding einfach weg, schlimmstenfalls sind dann Waschmaschine, Treppenhaus und ein, zwei Beteiligte verletzt. Wer keinen Fahrstuhl zur Verfügung hat, sollte dafür sorgen, daß die Maschine wirkllich leer ist, daß die Transportsicherungen eingesetzt sind und daß zwei beherzte Kerle - sorry, Mädels! - mit Tragegurten und ausreichend Balance zur Verfügung stehen. Pausen machen und abwechseln. Braucht ein echter Kerl natürlich nicht.


    Wer ausreichend Schütte zur Verfügung hat, sollte seinen Umzug von einem Umzugsunternehmen abwickeln lassen. Das minimiert den Streß, schafft Verantwortlichkeiten, aus denen auch Schadenersatz abzuleiten ist, und die Herrschaften schleppen Waschmaschinen, als würden sie aus Wolle bestehen.