'Lauf, Jane, lauf' - Seiten 075 - 153

  • Diesen Abschnitt habe ich nun auch durch und es wird immer interessanter.


    Jane findet herraus, daß sie Jane heißt und mit einem Arzt verheiratet ist. Sie hat eine Tochter und ein hübsches Haus in der Vorstadt.
    Eigentlich ein Traumleben.
    Aber wie soll man sich darüber freuen, wenn man sich an nichts davon erinnern kann. Plötzlich muss sie mit einem fremden Mann zusammen leben.


    Und gerade der ist mir irgendwie ZU nett. Er ist einfühlsam, rücksichtsvoll und einfach nur perfekt. Irgendwas kann doch da nicht stimmen.
    Und diese Tabletten, die Jane immer nehmen soll, haben es sicher auch in sich.


    Zumindest hat sich Jane schonmal an ihre Freundin Diane erinnert. Dieser Überfall mit dem Autofahrer soll angeblich schon 2 Jahre zurückliegen.
    Ich hatte eher den Eindruck, als gehöre er zu etwas wichtigem.


    Und auch diese Paula. Die ist mir zu unfreundlich. Also nicht direkt unfreundlich. Aber irgendwas ist doch mit der.
    Vieleicht hat die ja was mit Michael. Na mal sehn. Ich werd mal weiterlesen.

  • Kapitel 11: Jane versteht sich gut mit Carol, die ihr freimütig über ihren Mann Daniel erzählt. Bei Paula hat sie Vorbehalte da diese nicht nur Michael offensichtlich treu ergeben ist, sondern sie so pflegt, dass es mehr an eine Überwachung erinnert.
    Die Szene mit Carols leicht senilen Vater ist gut gemacht. Ziemlich hart für Carol.


    Interessant, dass Jane erstaunt ist, wenn die anderen ihr erzählen, wie temperamentvoll und aufbrausend bis zum Jähzorn sie oft war. Sie hat tatsächlich eine ganz andere Eigenwahrnehmung und ist verblüfft, wie andere sie einschätzen. Das geht wohl vielen so.
    Die Erzählungen über Jane ergeben für mich allerdings wirklich noch kein klares Bild.

  • Ich habe jetzt auch diesen Abschnitt durch.
    Mich verwundert, dass Jane zwar eine Tochter hat, diese jedoch zu den Großeltern "abgeschoben" wurde. Ein Lebenszeichen gibt es von ihr also nicht. Vielleicht interpretiere ich zu viel hinein, aber ich frage mich schon, ob nicht vielleicht etwas mit Emily passiert ist und es Jane nur nicht gesagt werden soll.


    Seltsam finde ich auch, dass Michael Jane quasi mit Medikamenten voll pumpt, obwohl diese ihr nicht verschrieben wurden. :gruebel Zwar behauptet er das, aber als Arzt kann er doch selbst verschreiben und Jane geben.
    Für mich wirkt es, als würde Jane "ruhig gestellt". Weder sie noch wir wissen, was ihre Amnesie ausgelöst hat. Vielleicht hat Michael sie geschlagen oder sonst was getan, dass sie ihr Gedächtnis verloren hat. (Jetzt spekuliere ich doch! :rolleyes)


    Jane schläft fast nur, weiß nichts mit sich anzufangen. Warum soll sie dann nicht zu ihrer Nachbarin Carol gehen und sich mit ihr unterhalten? Oder soll sie vielleicht gar nicht mehr ihr Gedächtnis wieder erlangen? Michael ist zwar sehr fürsorglich, aber das mit den Medikamenten gefällt mir einfach nicht.


    Zitat

    Original von Herr Palomar
    Interessant, dass Jane erstaunt ist, wenn die anderen ihr erzählen, wie temperamentvoll und aufbrausend bis zum Jähzorn sie oft war. Sie hat tatsächlich eine ganz andere Eigenwahrnehmung und ist verblüfft, wie andere sie einschätzen. Das geht wohl vielen so.


    Ich glaube, dass Jane sich so falsch selbst einschätzt, liegt vor allen daran, dass sie einfach nichts mehr über sich und ihr Leben weiß. Jetzt, ohne Erinnerungen, weiß sie nicht so recht, wie sie zu den verschiedenen Personen stand und was es mit ihnen auf sich hat. Sie hat meines Erachtens nach ihr Selbstbewusstsein verloren und reagiert jetzt sehr vorsichtig und zurückhaltend. So erkläre ich es mir zumindest.

  • Ich weiß nicht, was ich von den ganzen Personen halten soll. Der einzige, der mir nicht verdächtigt erscheint, ist der Vater der Nachbarin.
    Der scheint als einziger völlig ehrlich zu sein.
    Alles in allem eine höchst befremdliche und erschreckende Vision nicht zu wissen wer es gut mit einem meint und wer nicht.
    Ich möchte nicht in Janes Haus stecken.

  • Zitat

    Original von Sabine_D
    Alles in allem eine höchst befremdliche und erschreckende Vision nicht zu wissen wer es gut mit einem meint und wer nicht.
    Ich möchte nicht in Janes Haus stecken.


    :write Das geht mir beim lesen auch immer wieder durch den Kopf. Schlimm, nicht zu wissen, wer man selbst ist. Und dann auch noch nicht zu wissen, wem man vertrauen kann. Beim lesen bekomme ich echt beklemmende Gefühle.

  • Ich hab den 2. Abschnitt fast durch und momentan geht es mir ein bißchen wie Jane...ich hab das Buch ja schon mal gelesen, aber was den weiteren Verlauf angeht, hab ich auch eine Amnesie :gruebel Ich hab keine Ahnung, was da los ist. Wo ist Emily? Ist Ihr irgendwas passiert, irgendwie finde ich es komisch, daß Michael nicht über sie spricht und daß mit dem Foto fand ich komisch. Es gibt wohl kein aktuelles Foto von Emily.


    Das mit den Tabletten finde ich auch eigenartig. Was hat Michael vor? Will er vielleicht gar nicht, daß Jane sich wieder erinnert? Paula tut wohl einfach alles, was der Doc ihr aufträgt, ohne lang darüber nachzudenken. Am Telefon sagt sie, daß Jane mehrere Wochen zu ihrem Bruder verreist ist, sie gibt ihr die Tabletten....Ich bin gespannt, was es mit Carol auf sich hat.


    Und ich bin gespannt, ob es im weiteren Verlauf bei mir irgendwann Klick macht und ich wieder weiß, was Sache ist. Wobei ich es so auch schön finde, daß ich nicht mehr weiß, wie die Geschichte endet.

    Liebe Grüße
    Sabine


    Ich :lesend "Ein Ort für unsere Träume" von Kristin Harmel

    Ich höre

    SuB: 142

  • Sabine: Obwohl ich eigentlich gedacht hätte, daß ich über das Buch genau Bescheid weiß :gruebel Da könnte ich mir doch glatt das Bücher kaufen sparen, wenn man/ich das doch wieder alles vergesse :lache Einfach alle alten wieder lesen...

    Liebe Grüße
    Sabine


    Ich :lesend "Ein Ort für unsere Träume" von Kristin Harmel

    Ich höre

    SuB: 142

  • So, mit dem zweiten Teil bin ich jetzt auch fertig und ich kann mich euren Gedanken voll anschließen. Das alles ist mir nämlich auch durch den Kopf gegangen.


    Paula mag ich irgendwie nicht.
    Sie scheint zwar nett zu sein, aber sie kommt mir verdächtig rüber (und da fand ich das Zitat so toll: ... und jetzt rächt sie sich, in dem sie mein Haus putzt :lache ).


    Und das mit den Tabletten ist wohl alles mehr als suspekt.
    Und wie kommt es, dass Jane immer Kopfweh hat?


    Kurzzeitig hatte ich mir auch überlegt, dass Carol und Michael etwas miteinander hatten (weil sie es beide nicht toll fanden, dass Jane und Daniel immer joggen waren, vielleicht war da sogar mehr?) und Jane um die Ecke bringen wollten. Nur würde das die Amnesie nicht erklären? :gruebel

  • Zitat

    Original von Sabine_D
    Ich weiß nicht, was ich von den ganzen Personen halten soll. Der einzige, der mir nicht verdächtigt erscheint, ist der Vater der Nachbarin.
    Der scheint als einziger völlig ehrlich zu sein.
    Alles in allem eine höchst befremdliche und erschreckende Vision nicht zu wissen wer es gut mit einem meint und wer nicht.
    Ich möchte nicht in Janes Haus stecken.


    :write


    Das sehe ich genauso:
    Michael: Wie Ximox denke ich, dass Michael ZU nett ist. In den Romanen von Joy Fielding führen die netten, gutaussehenden Männer doch immer irgend etwas im Schilde. :chen
    Paula: unsympathisch; nervig, dass sie Dr. Wittaker so verehrt
    Carole: Ist das wirklich Janes Freundin. Schein so, als ob sie eifersüchtig auf Jane wäre.


    Ich kann mir auch nicht vorstelen, dass Dr. Meloff Jane wirklich diese Tabletten verschrieben hat. Immerhin war sie vor ihrer Rückkehr nach Hause körperlich in einem erheblich besseren Zustand. Wie Wiggli kommt es mir auch so vor, als ob sie ruhig gestellt wird. Schrecklich fand ich, als Michael ihr einfach eine Beruhigungsspritze gegeben hat, ohne sie vorzuwarnen oder zu fragen. Das ist doch fast Körperverletzung. Immerhin ist sie nicht entmündigt.


    .

  • Man muss Michael aber zugestehen, dass er sich so gut es geht um Jane kümmert, dabei ist die Medikamentation auch nicht ganz einfach.
    Die Betreuung einer psychisch Kranken ist eine schwere Aufgabe und so gesehen, ist Paulas Loyalität auch irgendwie zu bewundern.
    Klar, dass Jane das in ihrer Situation anders sieht und mit ihr der Leser!

  • Zitat

    Original von taki32
    Das sehe ich genauso:
    Michael: Wie Ximox denke ich, dass Michael ZU nett ist. In den Romanen von Joy Fielding führen die netten, gutaussehenden Männer doch immer irgend etwas im Schilde. :chen


    Auf den Satz habe ich gewartet! :chen Wir hatten ja schon bei früheren LR festgestellt, dass die Männer bei Joy Fielding nicht immer gut wegkommen. :lache
    Langsam verstehe ich, warum so wenige Männer Joy Fielding lesen. Wenn sie immer so schlecht weg kommen... :grin

  • Zitat

    Original von Wiggli
    Wir hatten ja schon bei früheren LR festgestellt, dass die Männer bei Joy Fielding nicht immer gut wegkommen. :lache
    Langsam verstehe ich, warum so wenige Männer Joy Fielding lesen. Wenn sie immer so schlecht weg kommen... :grin


    Es gibt Ausnahmen:
    Laut Joy Fielding soll in ihrem Roman "Nur der Tod kann dich retten" der
    eigentliche Held, Sheriff John Weber, ein männlicher – und wie ich finde – sehr sympathischer Charakter sein.
    (Zitat)



    In Tanz Püppchen Tanz ist der ExMann der Protagonistin durchweg positiv gezeichnet: Stark, verlässlich und liebenswert.


    Auch in Lebenslang ist nicht genug ist der Ehemann der Heldin eigentlich verlässlich.

  • Zitat

    Original von Herr Palomar


    Es gibt Ausnahmen:
    Laut Joy Fielding soll in ihrem Roman "Nur der Tod kann dich retten" der
    eigentliche Held, Sheriff John Weber, ein männlicher – und wie ich finde – sehr sympathischer Charakter sein.
    (Zitat)


    Dem stimme ich zu. Das Zitat ist aber nicht von mir, oder? :gruebel Den der Sheriff ist als toller, menschlicher Charakter gezeichnet. Nur kommt in dem Buch der Ehemann wieder nicht gut weg. :grin
    Im letzten auf deutsch erschienen Roman ist auch der Erzählstil anders, es wird nicht mehr nur aus einer Sich erzählt.


    Zitat

    Original von Herr Palomar
    In Tanz Püppchen Tanz ist der ExMann der Protagonistin durchweg positiv gezeichnet: Stark, verlässlich und liebenswert.


    Das Buch habe ich noch nicht gelesen, hier warte ich sehnsüchtig auf die LR. :cry


    Zitat

    Original von Herr Palomar
    Auch in Lebenslang ist nicht genug ist der Ehemann der Heldin eigentlich verlässlich.


    Verlässlich, und auch nicht der Bösewicht. Aber so sympathisch fand ich den Ehemann nicht, bzw. er verblasste für mich stark. Kann sein, dass ich mir gerade selbst widerspreche.

  • Ups. Das nennt man wohl den Versuch, sich mit fremden Federn schmücken zu wollen. Ich hatte gedacht, du hättest eine Eule aus dem Rezi-Thread zitiert.
    Wo hast du dieses Zitat von Joy Fielding gefunden? Mein persönlicher Held war jemand anders. :grin Der Sheriff ermittelt "nur", hat aber weniger mit der Familiengeschichte zu tun (meiner bescheidenden Meinung nach).

  • Zitat

    Original von Herr Palomar
    Man muss Michael aber zugestehen, dass er sich so gut es geht um Jane kümmert, dabei ist die Medikamentation auch nicht ganz einfach.
    Die Betreuung einer psychisch Kranken ist eine schwere Aufgabe und so gesehen, ist Paulas Loyalität auch irgendwie zu bewundern.
    Klar, dass Jane das in ihrer Situation anders sieht und mit ihr der Leser!


    Natürlich sehen wir alles nur aus der Perspektive von Jane. Paula finde ich trotzdem unsympathisch, glaube aber, dass sie nur ergeben ihren Dienst erfüllt. Ist Amnesie eine psychische Krankheit? Ich weiß nicht, ob man sich dann zwangsweise so schlecht fühlt wie Jane. Und Michael ist Kinderarzt, kein Psychiater. Warum holt er sich nicht Hilfe vom Fach? Der ist mir einfach nicht so ganz geheuer...
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