Tom Clancy "Der Kardinal im Kreml"

  • Erschreckt stellen die Amerikaner bei der Auswertung ihrer Satellitenbilder fest, daß die Sowjets eine hochmoderne Laserwaffe errichtet haben, die Objekte im All beschießen kann. Clancys Dauerheld Jack Ryan von der CIA wird mit Nachforschungen betraut und erkennt, daß die Russen schon sehr weit fortgeschritten sind mit ihrem Programm -- viel weiter als die Amerikaner selbst. Zudem ist die sowjetische Waffe nicht nur gegen Satelliten gerichtet, was schon schlimm genug wäre, sie kann auch anfliegende Atomraketen zerstören. Und damit wird der Laser zu einer echten Bedrohung für die USA, denn er könnte das empfindliche Gleichgewicht des Schreckens außer Kraft setzen und den Sowjets den entscheidenden Vorteil liefern. Schnelles Handeln ist also gefordert.
    Glücklicherweise hat die CIA den hochrangigen Top-Spion "Kardinal" in Moskau sitzen. Dieser wird darauf angesetzt, näheres über die Laseranlage zu erfahren. Vom ganzen KGB verfolgt bedeutet dies für den Kardinal allerdings höchste Gefahr.
    Ein Geflecht aus mehreren zunächst unabhängig erscheinenden Ereignissen in Washington, Moskau und sogar Afghanistan führt Clancy schlußendlich zu einer Geschichte zusammen, die etwas langatmig wirkt und nicht die beste aller Ryan-Stories ist, aber dennoch gute Unterhaltung bietet. Mehr als die anderen Clancys ist dieser Roman eher eine Spionagegeschichte denn ein Militärthriller -- womit sich CIA-Mann Ryan hier eigentlich im angestammten Milieu bewegt.


    In der Tat bewegt sich Clancy hier in der Agentenszene, die er überraschend gut meistert. Ich war jedenfalls begeistert und das Buch kann man erst aus der Hand legen, wenn man durch ist. Es ist der fünfte Band der Ryan-Serie.

    Demosthenes :write
    Aus dem Klang eines Gefäßes kann man entnehmen, ob es einen Riß hat oder nicht. Genauso erweist sich aus den Reden der Menschen, ob sie weise oder dumm sind.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Demosthenes ()