Der König aller Krankheiten von Siddharta Mukherjee

  • Seit über fünftausend Jahren lebt die Menschheit mit Krebs. Ebenso lange stirbt sie daran. Und doch gilt Krebs als eine "moderne" Erkrankung, weil keine andere Krankheit unsere Zeit dermaßen prägt. Bezeichnend sind die Namen, die man dem Krebs gegeben hat: "König aller Krankheiten" oder "ein Monster, unersättlicher als die Guillotine".
    In seiner perfiden Perfektion, in seiner Anpassungsfähigkeit und seiner Widerstandskraft nimmt der Krebs beinahe menschliche Züge an. Seine Geschichte gleicht einer Biografie: Es ist die Geschichte von Leid, von Forscherdrang, Ideenreichtum und Beharrlichkeit aber auch von Hochmut, Arroganz und unzähligen Fehleinschätzungen.
    Siddhartha Mukherjee widmet sich seinem Thema mit der Präzision eines Zellbiologen, mit der Kenntnis eines Historikers und mit der Passion eines Biografen. Fesselnd erzählt er von der persischen Königin Atossa, deren griechischer Sklave sie möglicherweise von ihrem Brustkrebs geheilt hat, von Erkrankten im 19. Jahrhundert, die erste Bestrahlungen und Chemotherapien über sich ergehen lassen mussten und immer wieder von seinen eigenen Patienten. Der König aller Krankheiten wirft einen faszinierenden Blick in die Zukunft der Krebsbehandlung und liefert eine brillante neue Perspektive auf die Art, wie Ärzte, Wissenschaftler, Philosophen und Laien den kranken und den gesunden Körper während Jahrtausenden begriffen haben.


    Aufgrund der guten Rezessionen im Netz und der positiven Eindrücken hier, habe ich mir die Kindle Version heruntergeladen. Wenn ich genug von meinem anderen Buch habe, lese ich hier ein bis zwei Kapitel. Bis jetzt ist es beeindruckend, wie der Autor die Medizingeschichte dieser Krankheit spannend erzählt und immer auch Patientengeschichten einwebt. Dabei macht das Buch keine Angst, was meine größte Sorge war. Trotzdem dem ist es spannend wie ein historischer Roman, mit guten Quellenangaben und deren Analyse.

  • Willst Du dich hier darüber austauschen?


    Ich glaube Eskalina liest es auch gerade.


    Ich habe es in der Bücherei gefunden, finde es aber so interessant und gut das ich es haben muss. Ausserdem denke ich das es eben kein Buch ist welches sich schnell wegliest einiges muss man auch sacken lassen. Deshalb brauche ich das Buch noch für mich :-)

  • Zitat

    Original von schnatterinchen
    Willst Du dich hier darüber austauschen?


    Ich glaube Eskalina liest es auch gerade.


    Ich habe es in der Bücherei gefunden, finde es aber so interessant und gut das ich es haben muss. Ausserdem denke ich das es eben kein Buch ist welches sich schnell wegliest einiges muss man auch sacken lassen. Deshalb brauche ich das Buch noch für mich :-)


    gerne, deswegen habe ich es gepostet und weil es ja keine LR dazu gibt.
    Auch ich habe es gekauft und runtergeladen. Ich lese immer mal wieder ein zwei Kapitel.
    Ute

  • Na dann bin ich dabei :-)


    Ich fand es interessant das es schon in Ägypten Krebs gegeben hat.
    Carla Reeds Geschichte beeindruckt mich, ich hoffe wir lesen noch mehr von ihr.


    Bin auch erst in Teil1 bei der Plage.


    [SIZE=7]edit Ziffer ergänzt[/SIZE]

  • :wave Ich lese es auch gerade und auch immer nur Kapitelweise, da es kein Buch ist, das man so mal eben nebenbei wegliest. Es gefällt mir sehr gut und ich bin beeindruckt von der guten Recherche und den interessanten geschichtlichen Hintergründen. Vorleser hat es sich auch gekauft.


    Ich bin gerade bei dem Abschnitt, in dem beschrieben wird, wie sich die Arbeiter in der Uhrenindustrie verstrahlt haben, weil sie die Ziffern und Zeiger mit der strahlenden Farbe einpinseln mussten...

  • Eskalina


    Ich bin an der gleichen Stelle. Ich lese dieses Buch auch nicht an einem Stück. Ein beeindruckendes Buch, welches mir auch keine Angst macht. Davor hatte ich mich auch gefürchtet.

  • Zitat

    Original von vorleser
    Eskalina


    Ich bin an der gleichen Stelle. Ich lese dieses Buch auch nicht an einem Stück. Ein beeindruckendes Buch, welches mir auch keine Angst macht. Davor hatte ich mich auch gefürchtet.


    Ich hatte auch befürchtet, dass es mir Angst machen würde, doch bis jetzt ist das zum Glück nicht der Fall. Was mich sehr erfreut hat, ist, dass der Autor nicht diesen gern von amerikanischen Schreibern genutzten Betroffenheits-Stil nutzt, oder Moralisierend wird, sondern einfach nur eine Menge an interessanten Fakten zusammen getragen hat.

  • Guten Morgen,


    ich lese das Buch auch gerade, weil ich hier darauf aufmerksam und neugierig gemacht wurde.


    Mir gefällt bisher sehr gut, wie die dokumentierte Geschichte der Krankheit mit tatsächlichen Schicksalen verwoben wird. Auch die manchmal doch recht brutalen Methoden, dem Krebs den "Garaus" zu machen, werden so beschrieben, dass man sich jetzt nicht angewidert abwendet, sondern die aus wissenschaftlicher Sicht vorhandene Herausforderung für die Mediziner begreift.


    Es ist doch ziemlich erschütternd, dass wir dieser jahrhundertealten Krankheit immer noch so hilflos gegenüberstehen.


    Werde die Diskussion hier auf jeden Fall mitverfolgen!


    LG,
    Babs

  • Sicher nicht in Bezug auf die Anfänge, also das Wissen um das "Innenleben" des Menschen, alles um die Zelle und die pharmazeutische Entwicklung. Aber was die letzten ca. 50 Jahre betrifft, hat sich doch nicht mehr viel getan. Schneiden, Bestrahlen oder Vergiften - mehr Möglichkeiten gibt es noch immer nicht. Wenn man Glück hat, schlägt eine (oder mehrere) davon an.


    Aber vielleicht gibt mir das Buch ja noch Aufschluss über einen Fortschritt in der Krebsmedizin. Ich hab ja noch nicht so viel gelesen...


    LG,
    Babs

  • Vielen Dank für den Tip. Seit dem mein Vater vor 9 Jahren gestorben ist an Krebs, habe ich immer ein Buch über dieses Thema gesucht...
    Ich habe es erst mal in der Bibo vor bestellt.
    Aber sagt doch mal. Muss man was mit der Medizin zu tun haben, damit man es lesen kann? Ich bin zwar kein Arzt oder Krankenschwester. Aber ich hatte schon viel zu tun mit Krebspatienten.

  • Hallo Lynnie, ich finde das Buch ist auch für Nichtmediziner sehr interessant und verständlich.


    Babsbara

    Zitat

    Schneiden, Bestrahlen oder Vergiften - mehr Möglichkeiten gibt es noch immer nicht. Wenn man Glück hat, schlägt eine (oder mehrere) davon an.


    Ich habe vor 20 Jahren auf einer Gyn Onko gearbeitet und glaub mir da waren die noch lange nicht so weit wie heute in der Auswahl der Medikamente. Ich bin auf der einen Seite positiv überrascht was es dafür heute alles gibt, auf der anderen Seite ist es sicher für einige "Krebsarten" noch zu wenig was man machen kann je nachdem wie brutal er eben auch ist.


    Was würde Dir denn vorschweben was man ausser schneiden vergiften oder bestrahlen machen sollte?

  • Lynnie :
    Ich finde auch, dass das Buch eher "populärwissenschaftlich" geschrieben ist - man kann es durchaus ohne medizinische Vorbildung (die ich auch nicht habe) lesen.


    schnatterinchen :
    Du hast natürlich einen viel besseren Einblick, was die heutige Medikation betrifft. Ich empfinde es aus der Sicht eines Laien eben immer noch unzureichend, daher auch die Bemerkung mit dem "hilflos Gegenüberstehen". Bei den Operationen wird heute mit Sicherheit viel weniger invasiv vorgegangen - hatte eben die Schilderung, wie Frauen quasi verkrüppelt wurden bei einer Brustkrebsoperation. Grausam! Auch die Tatsache, dass neue Methoden oder Medikamente direkt am Menschen ausprobiert wurden, ist natürlich heute nicht mehr vorstellbar.


    Ich denke, man könnte aber tatsächlich noch mehr im Vorfeld leisten. Wie und warum entsteht Krebs? Kann man etwas prophylaktisch tun, was ist sinnvoll. Und ein wichtiger Punkt ist meiner Meinung nach auch die Schmerztherapie. In großen Städten mit entsprechenden Krankenhäusern ist man da vermutlich um Einiges voraus. Aber, despektierlich gesagt, für jemanden vom Land ist es doch oft sehr schwierig, therapeutisch wirklich in gute Hände zu geraten.


    LG,
    Babs

  • Zitat

    Original von Babsbara


    Ich denke, man könnte aber tatsächlich noch mehr im Vorfeld leisten. Wie und warum entsteht Krebs? Kann man etwas prophylaktisch tun, was ist sinnvoll. Und ein wichtiger Punkt ist meiner Meinung nach auch die Schmerztherapie. In großen Städten mit entsprechenden Krankenhäusern ist man da vermutlich um Einiges voraus. Aber, despektierlich gesagt, für jemanden vom Land ist es doch oft sehr schwierig, therapeutisch wirklich in gute Hände zu geraten.
    LG,
    Babs


    Man kann auf dem Land auch sicherlich auf gute und gut infomierte Ärzte treffen, doch denke ich, wenn man so schwer erkrankt ist, dann sollte man sich die nächste große Klinik suchen, egal, wie weit sie weg ist. Es geht ja ums Überleben...
    Bei uns kommen viele Patienten von weit her und der Vorteil in unserer Uniklinik ist eben, dass auch viele neue innovative Therapien eine Chance bekommen.


    Wie und warum Krebs entsteht ist sicherlich bei einigen wenigen Krebsarten schon ganz gut entschlüsselt, und dort könnte man auch etwas zur Prophylaxe sagen, doch bei vielen Krebsarten muss noch lange geforscht werden...

  • Bei uns in der Klinik ist auf der Palliativstation auch eine extra Schmerztherapie mit bei.
    Was ich mir immer denke. Hoffentlich bekommen das auch Patienten, die nicht viel Geld haben. Keine(r) soll solche Schmerzen erleiden müssen.
    Grauenvoll diese Krankheit. Ich bin zwar nur für die Reinigung der Zimmer zuständig. Aber was ich da schon allein gesehen habe, das prägt einen. :-(


    Das Buch habe ich heute im Buchladen bei uns stehen sehen. Also meint ihr, ich kann bzw sollte es mir kaufen? Bin noch ein wenig unschlüssig wegen des Preises.