'Die Pelzhändlerin' - Kapitel 18 - Ende

  • Liebe Ines,


    erstmal Danke für das Buch mit Widmung :-)


    Wie schon erwähnt, bin ich eigentlich kein Fan von historischen Romanen, aber "Die Pelzhändlerin" habe ich innerhalb von 3 Tagen verschlungen.


    Hat mir sehr gut gefallen. Und ich komme wohl nicht drum herum, auch die Fortsetzung zu lesen ;-).


    Mit dem "Maler Gottes" hatte ich schon vorher geliebäugelt, wollte aber erstmal abwarten, wie mir "Die Pelzhändlerin" gefällt.
    Aber jetzt steht er auch auf meiner Liste, der noch zu kaufenden Bücher.


    Leider gibt es zu diesem Roman hier noch keine Rezension (warum eigentlich nicht?) und deshalb habe ich meinen Kommentar hier hinein geschrieben, obwohl ich an der Leserunde nicht teilgenommen habe.

  • So, gestern Abend habe ich das Buch auch beendet.


    Iris hat es sehr treffend beschrieben, treffender kann auch ich nicht beschreiben was die Stärke des Buches ist.


    Besonders schön fand ich den Satz (Seite 436):


    ".... bis sich ihre Lust schließlich in einem gemeinsamen Schrei entlud, der durch das Tal irrte und den Schlafenden unruhige, sinnliche Träume bescherte."


    Vielen Dank liebe Ines, besser hätte man es nicht schreiben können :-).


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, zum Ende hin fand ich persönlich fiel es aber etwas ab (besonders nach Florenz). Mag aber auch an Sybillas Depressionen gelegen haben.


    Der Schluß war mir etwas zu abgehakt wie Sybilla Isaak aus dem Siechenhaus holt a la´und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute. Aber zum Glück schreibt unsere Ines ja schon an der Fortsetzung :-).


    Vielen Dank für diesen Lesengenuss Ines!


    Lg Katja

    LG Katja :wave


    "Die reinste Form des Wahnsinns ist es ,
    alles beim alten zu lassen .
    Und gleichzeitig zu hoffen , das sich etwas ändert."-Albert Einstein ."


    :lesend "FÜNF "- Ursula Poznanski

  • Ich bin nun auch durch, zwischendurch musste ich aus Zeitmangel einige Lesepausen einlegen, war aber schnell wieder im Buch drin.


    Es hat mir sehr gut gefallen, die Personen fand ich farbig geschildert, so dass ich mich vor dem Schieren total geekelt habe und Issak sehr mochte. Sybilla konnte ich mir auch gut vorstellen, von Zweifeln geplagt, der Verpflichtung gegenüber der toten Sybilla nachzukommen (Obwohl sie diese ja nur gegenüber sich selbst hat) oder doch lieber der Liebe nachzugeben.


    Die Florenz-Szenen fand ich sehr gut, wie beschrieben wurde, dass sie Lorenzo di Medici und Jakob Fugger traf, wie die Mode war, usw. Aber es war alles gut, kann gar nicht alles aufzählen.


    Schade, dass ich es nun ausgelesen habe, aber ich freue mich auf die Fortsetzung und es gibt ja noch 2 weitere Werke von Ines.

  • So, das Buch ist durch und ich muß sagen, es war die meiste Zeit sehr spannend. Sybilla war mir extrem unsympathisch und ich habe mich oft über sie geärgert. Das hatte aber mal etwas. Endlich mal eine weibliche Hauptperson, die ich mal nicht gleich so sympathisch fand, dass ich sie gleich gerne getröstet und in den Arm genommen hätte. So fand ich das Ende zwar rührend, aber eigentlich hätte sie meiner Meinung nach Isaac gar nicht verdient.
    Habe das Buch gleich heute 2 x weiterempfohlen, weil ich meine, dass es sehr lesenswert ist.
    Viele Grüße und Dank an die Autorin!

  • so, ich hab das Buch jetzt auch gelesen.


    Vorneweg, ich fand es gut und kann es jedem empfehlen!


    Trotzdem so ein paar Dinge, die mich persönlich (!) etwas gestört haben:


    Besonders im letzten Teil fiel mir auf, dass Sybilla ja irgendwie eine Art "Überfrau" ist, ich hatte das Gefühl, hier zu viel Perfektion und Superlative zu finden:


    - Sybilla, die als Wäscherin dann nicht irgendeine erfolgreiche Geschäftsfrau wurde (was sicher schon ein riesengroßer Erfolg in ihrem Leben gewesen wäre), sondern die größte und anerkannteste Kauffrau Frankfurts


    - diese Sybilla lernt Lorenzo di Medici kennen, der natürlich total begeistert von ihr ist


    - und wie es der Zufall so will, ist auch gleich Jakob Fugger da, der am nächsten Tag natürlich auch ihre Pelzware besonders hoch lobt


    - und der Fugger tituliert Isaak Kopper auch gleich als einen der besten Ärzte Deutschlands


    ...das alles in nur wenigen Seiten. Das waren mir persönlich zu viele Superlative.


    In diesem Moment dachte ich: das läuft mir alles zu glatt. Selbst die Schwierigkeiten ins Sybillas Leben wurden häufig zu schnell gelöst: Problem - Antwort auf das Problem, hm :gruebel


    Zum Schluss wurde ich dann aber wieder versöhnt, da Sybilla "endlich" mal Schwierigkeiten hatte, die nicht gleich zu lösen waren, nämlich dass sich die Frankfurter von ihr abwenden und sie selbst stark unter der Trennung von Isaak leidet.


    In diesen Momenten hatte ich das Gefühl, Sybilla ist durch und durch Mensch, der nicht für jedes Problem eine Lösung parat hat.


    Den Schluss hätte ich perfekt gefunden, wenn das Ende offen geblieben wäre...die letzte Szene, dass Sybilla bei Isaak auf dem Krankenbett bleibt und man nicht weiß, ob er wieder gesund wird.


    Meiner Meinung nach hätte es des Epilogs nicht mehr bedurft bzw. fand ich auch zuviel der "Romantik"



    So, das so meine Gedanken. ABER: auch, wenn ich hier die eher negativen Eindrücke schildere, bleibt das Buch für mich absolut lesenswert und ich war begeistert von den detailreichen Beschreibungen, ich habe viel Neues und Interessantes über diese Zeit lernen können und vor allem hätte ich nie gedacht, dass der Pelzhandel so aufregend sein kann. Die Beschreibungen der einzelnen Modelle und die Herstellungweisen usw... das fand ich super :anbet

  • Liebe Mina,


    da hast du natürlich sofort alle meine Schwachstellen entdeckt und deinen Finger drauf gelegt. Denn du hast nämlich Recht: Ich habe ein Problem mit den Superlativen. Sogar im richtigen Leben.
    Gottseidank gibt es aber Menschen, die mich hin und wieder mal mehr, mal weniger sanft mit der Nase auf solche Dinge stupsen. Ich hoffe, in der Silberschmiedin ist es schon ein wenig besser. Bei dem Roman, den ich jetzt gerade schreibe, passe ich höllisch auf.
    Ich versuche in jedem neuen Buch etwas mehr, die Protagonisten mit "echten" Charakteren auszustatten. Das ist manchmal gar nicht so leicht, denn jetzt muss ich aber aufpassen, dass ich nicht nur Bösewichte produziere.



    AN ALLE


    Danke für die vielen Hinweise, die mir oft sehr geholfen haben. Es ist wundervoll, in einer Leserunde mit euch zu sein. Ich hoffe, ihr werdet mir die "Silberschmiedin" auch wieder auseinander nehmen, damit ich lernen kann.

  • Zitat

    Original von Ines


    AN ALLE


    Danke für die vielen Hinweise, die mir oft sehr geholfen haben. Es ist wundervoll, in einer Leserunde mit euch zu sein. Ich hoffe, ihr werdet mir die "Silberschmiedin" auch wieder auseinander nehmen, damit ich lernen kann.



    Das ist ja ein richtiger Anlass, mitzulesen :-]




    JAss :keks