'Der Marsianer' - Kapitel 01 - 07

  • Dann fange ich mal an:


    das Buch liest sich wie geschnitten Brot, wenn man das so sagen kann. :-]


    Da strandet ein Astronaut auf dem Mars. Seine Crew hält ihn für tot und ist abgeflogen, wie das Protokoll es vorsieht. So weit, so gut.
    Wenn man mal völlig davon absieht, dass Watney sie Harpunierung mit der Stange der Satelitenschüssel nicht hätte überleben dürfen, sind wir schon, auch mit dieser Tatsache, mitten in der SciFi-Welt.
    was wirklich überrascht sind der Überlebenswille und die Findigkeit des "Marsianers". Wie eine Wissenschaftler-Techiker-Version von MacGyver bastelt er sich eine einigermaßen funktionierende Welt zusammen. Wie er das tut, ist faszinierend. Ich habe beim Lesen immer wieder mal Details wie Atmosphäre und Schwerkraft des Mars recherchiert. Da hat sich der Autor informiert. Zumindest für mich scheint es so, als hätte das, was Watney tut, auch wirklich klappen können.


    Mitten im Lesefluss kamen mir immer mal Ideen, wie es weiter gehen könnte, aber die wurden bis jetzt immer alle überholt. Ich bin weiter gespannt. Auf jeden Fall sehr kurzweilige SciFi, nichts kompliziert philosophisches a'la Clarke oder Lem, sehr amerikanisch - ich höre im Hintergrund direkt heroische Musik :grin

  • Wirklich unglaubllich, wie gut sich das Buch lesen lässt :-). Ich verstehe nun auch vollkommen, warum hier gesagt wurde, es ist schwer wieder aufzuhören.
    Eine One-Man-Show, die bisher keine Sekunde langweilig war (ich bin erst bei Kapitel 4).


    Gleich zu Beginn eine Karte vom Mars. Allerdings sind die Namen im Reader so klein gedruckt, dass ich unten "Frau Chaos" gelesen habe. Passt ja irgendwie :grin
    Der Schreibstil ist derart mitreißend, der Humor so großartig, da fällt es echt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Und wie simpel hier Technik verständlich erklärt wird, ohne überflüssigen Schnickschnack, das gefällt mir gut. Na ja, vieles möchte ich auch gar nicht näher erklärt haben. Was tut man nicht alles für sein Überleben *Nase zuhalt* :grin Ganz schön erfindungsreich, unser Mark.


    Dass die Amerikaner einen "Toten" zurücklassen, wundert mich allerdings echt. Eigentlich gilt doch, jeden wieder nach Hause zu bringen, aber vielleicht nur im Krieg, nicht bei Marsexpeditionen.
    Zunächst macht Mark auf mich nicht den Eindruck, besonders helle zu sein. Ich hatte mich schon gefragt, warum so jemand auf den Mars geschickt wird. Aber bald wird klar, dass ich ihm da bitter Unrecht getan habe. Und ich mag sein sonniges Gemüt.
    "Der Reparaturtrupp, der gut Blumen gießen kann" :rofl


    Ich hab nicht die blasseste Ahnung, wie es weitergeht. Ob er sich doch noch aufmacht, um den Landeplatz der nächsten Marsexpedition zu erreichen?

  • Schön das es euch genau so geht! Ich saß die allermeiste Zeit mit einem fetten Grinsen im Gesicht da. Diese One-Man-Show ist wirklich keine Sekunde langweilig :grin


    ich bewundere Mark sehr für seinen Überlebenswillen, und ich bin echt gespannt ob es am Ende ein Happy End geben wird - was ich doch schwer hoffe....



    Das die Toten hier wirklich eiskalt zurückgelassen werden, und das ohne nur noch mal umzuschauen ob derjenige wirklich tot ist wundert mich auch irgendwie, und ich kanns mir jetzt auch wirklich nicht vorstellen... es war ja keine Notsituation (also denen war kein Marsmonster auf den Fersen oder so....)

  • Jetzt bin ich mit dem Abschnitt durch und immer noch rundherum begeistert. So kann es weitergehen :-)


    Das Jonglieren mit Zahlen beherrscht Mark ja meisterhaft. Keine Ahnung, wie realsitisch das alles wirklich ist, aber es klingt so, als könnte es klappen. Wenn man nicht aus Versehen eine Bombe aus seiner Wohnkuppel macht :grin Es ist eben doch nciht alles so einfach, wie zunächst gedacht. Aber dank seinem Erfindungsreichtum gelingt es Mark bisher, alle Klippen irgendwie zu umschiffen. Erstaunlich finde ich, wie gut er sich von seiner ersten Verletzung erholt hat. Die erwähnt er gar nicht mehr.


    Die Seitenhiebe auf die NASA finde ich witzig. :grin


    Und dann kommt die Erde ins Spiel. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann wollen sie Ares 4 um ein Jahr verschieben, das würde dann nicht mehr zu Marks Berechnungen passen und wäre wohl zu spät für ihn.
    Aber dann entdeckt die Satellitenüberwachung, dass er noch lebt. Mein erster Gedanke war ja, dass die NASA es vertuschen und der Öffentlichkeit verschweigen würde, aber da wussten wohl schon zuviel Leute davon und die Satellitenbilder waren ja auch deutlich.
    Mal sehen, was die Erde auf die Beine stellt, um ihm zu helfen. Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung scheint ja gross zu sein.


    Mark plant unterdessen, wie er die 3200 km zu Ares 4 hinter sich bringen kann. Immer wieder schön zu lesen, dass ihn Rückschläge nicht entmutigen, sondern anspornen.
    Jetzt ist er schon 70 Tage auf dem Mars und sein Optomismus ist ungebrochen. Nur weiter so :-)
    Ich frage mich nur, warum er jetzt schon zum Landeplatz von Ares 4 aufbrechen will und nicht noch 2 oder 3 Jahre damit wartet. In der Wohnkuppel hat er doch alles, was er zum Überleben braucht.

  • Zitat

    Original von Maharet
    Schön das es euch genau so geht! Ich saß die allermeiste Zeit mit einem fetten Grinsen im Gesicht da. Diese One-Man-Show ist wirklich keine Sekunde langweilig :grin


    ich bewundere Mark sehr für seinen Überlebenswillen, und ich bin echt gespannt ob es am Ende ein Happy End geben wird - was ich doch schwer hoffe....


    Ich könnte es dir verraten :grin Mache ich aber nicht.
    Ich weiß nicht, wann ich zum letzten Mal einen SciFi-Roman gelesen habe, der so kurzweilig war.


    Zitat

    Das die Toten hier wirklich eiskalt zurückgelassen werden, und das ohne nur noch mal umzuschauen ob derjenige wirklich tot ist wundert mich auch irgendwie, und ich kanns mir jetzt auch wirklich nicht vorstellen... es war ja keine Notsituation (also denen war kein Marsmonster auf den Fersen oder so....)


    Ich habe gerade gesehen, dass das erst im nächsten Abschnitt kommt und ich spoilere :wow


    - Freiheit, die den Himmel streift -

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  • Zitat

    Original von JaneDoe
    Das Jonglieren mit Zahlen beherrscht Mark ja meisterhaft. Keine Ahnung, wie realsitisch das alles wirklich ist, aber es klingt so, als könnte es klappen. Wenn man nicht aus Versehen eine Bombe aus seiner Wohnkuppel macht :grin Es ist eben doch nciht alles so einfach, wie zunächst gedacht. Aber dank seinem Erfindungsreichtum gelingt es Mark bisher, alle Klippen irgendwie zu umschiffen. Erstaunlich finde ich, wie gut er sich von seiner ersten Verletzung erholt hat. Die erwähnt er gar nicht mehr.


    Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob alles einer Überprüfung standhalten würde, aber das muss es für mich auch nicht. Es wirkt alles sehr real. Watney hat reichlich Zeit zum Rechnen, aber er kann es scheinbar auch wirklich gut. Solche Leute gehören in den Weltraum! :grin


    Zitat

    Aber dann entdeckt die Satellitenüberwachung, dass er noch lebt. Mein erster Gedanke war ja, dass die NASA es vertuschen und der Öffentlichkeit verschweigen würde, aber da wussten wohl schon zuviel Leute davon und die Satellitenbilder waren ja auch deutlich.
    Mal sehen, was die Erde auf die Beine stellt, um ihm zu helfen. Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung scheint ja gross zu sein.


    Ich bin mir nicht ganz sicher, aber stand irgendwo, in welchem Jahr wir uns befinden? Das wäre interessant.
    Vertuschen wäre auch eine Variante gewesen, und vielleicht hätten sie das auch getan, wenn nicht alle Bilde übers Netz mit einiger Zeitverzögerung hätten freigegeben werden müssen.


    Zitat

    Mark plant unterdessen, wie er die 3200 km zu Ares 4 hinter sich bringen kann. Immer wieder schön zu lesen, dass ihn Rückschläge nicht entmutigen, sondern anspornen.


    Ich fand es eigentlich ganz schön, als er ganz allein war und ohne Kontakt und auch keiner wusste, dass er noch lebt. Für ihn war das natürlich nicht schön, aber für den Leser hatte es was. :gruebel

  • Zitat

    Original von Clare
    Ich bin mir nicht ganz sicher, aber stand irgendwo, in welchem Jahr wir uns befinden? Das wäre interessant.


    Ich überlege die ganze Zeit, wann die Geschichte wohl spielt. Bisher habe ich nirgends einen Anhaltspunkt gefunden, um welches Jahr es sich handeln könnte.
    Die Film- und Musikvorlieben der Crewmitglieder helfen auch nicht weiter :grin

  • Ich bin nun mit dem Abschnitt auch komplett durch und nach wie vor begeistert. Ich finde auch die Szenen auf der Erde gut. Als Mindy dämmert das da noch wer lebt - einfach göttlich :lache


    ich dachte auch erst das die NASA einen großen Plan macht um das Ganze zu vertuschen. Aber es wird ja irgendwo erwähnt das die Satellitenbilder alle der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen, und das da dann auch der ein oder andere 1+1 zusammenzählen kann ist doch recht wahrscheinlich. Also bleib letztendlich gar nix übrig als sich der Öffentlichkeit zu stellen...


    Ich würde schon sagen das wir uns in der jetzigen Zeit oder knapp in der Zukunft finden. Handys gibt es noch, was ein Hinweis darauf wäre. Allerdings würde man heutzutage wohl doch noch länger zum Mars brauchen als 4 Jahre, oder? :gruebel

  • Ich habe mich jetzt fast ganz durch den ersten Abschnitt gehört und fand es zwar kurzweilig, aber unheimlich anstrengend. Marks ständigen Berechnungen, Hypothesen und Überlegungen zu folgen ist nicht ohne. Wie ihr schon sagtet, klingt alles logisch und nachvollziehbar, sogar für mich als Chemikerin. Meinen liebsten Spruch, den Mark schon ein paar Mal losgelassen hat, bekomme ich leider nicht mehr zusammen und ich kann ich auch nicht nachschlagen, aber sinngemäß lautete er, dass die Chemie eine tückische Schlampe, oder so. Das fand ich sehr witzig.


    Ich bin gespannt, ob die Geschichte in diesem, für mich eher trockenen, wenn auch sehr interessanten Stil weitergeht. Humor blitzt ab und zu mal durch, z.B. als sich der NASA-Chef überlegt, an was Mark auf dem Mars wohl gerade denkt und der sich gerade Gedanken um eine Fernsehserie macht. Mark ist eine echte Kämpfernatur und irgendwie hat er für mich das Gesicht von McGyver. Die Szenen auf der Erde haben Marks Überlebenskampf gut aufgelockert, trotzdem musste ich eine Pause machen, weil mir vor lauter Fakten, Daten und Zahlen der Kopf brummte. Ein "Problem" ist auch, dass ich gerade "Die Menschen und Ich" abgeschlossen habe, das von einem genialen Christoph Maria Herbst vorgetragen wird. Der Marsianer-Sprecher Barenberg hat zwar eine angenehme Stimme, aber nach Herbst ist sie ziemlich monoton und matter-of-fact.

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    "Es hat alles seine Stunde und ein jedes seine Zeit, denn wir gehören dem Jetzt und nicht der Ewigkeit."

  • Vielleicht eignet sich dieses Buch generell nicht als Hörbuch? Ich kann mir schon vorstellen, dass die ganzen technsichen Passagen sehr trocken erscheinen können. Beim Lesen fällt das irgendwie nicht so auf. Sehr schade, dass der Sprecher nicht mehr daraus gemacht hat.
    Beim Lesen spüre ich ständig Marks Humor, mal trocken, mal sarkastisch.

  • Ich stelle es mir als Hörbuch auch stellenweise schwierig vor. Vielleicht wären verteilte Rollen dann doch besser.


    Suzann
    In meinem Kopf ist auch immer MacGyver :lache
    Mark hat ja auch irgendwie etwas von ihm. Er ist so ein Tüpftler und muss aus nichts etwas machen.

  • Ich habe es auch endlich geschafft, diesen Abschnitt zu beenden. Nach den ersten Kapiteln, in denen es nur um Mark MacGyver ging, fand ich das zunehmend langweilig. Seit die Szenerie auf der Erde hinzugekommen ist, finde ich das Buch deutlich spannender. Ich hoffe, dass die Kapitel zwischen den Szenenwechseln nicht mehr so lang sind wie am Anfang. So lustig Mark auch ist, fehlt mir doch die Spannung zwischen all den technischen Detyils. "Ich und die Menschen" war ja eines meiner Lese-Highlights 2014. Ich hatte ein ähnliches Leseerlebnis erwartet, aber so ganz kommt es nicht heran. Aber das kann ja noch kommen. Mal sehen, wie es weitergeht. :-)