Heftromane .... ein Relikt längst vergangener Tage?

  • Harry Potter ist sehr gut geschrieben, vor allem aber stelllt die Geschichte gute Fragen. Darauf kommt es an beim Lesen und das ist doch die Crux beim Heftroman und Verwandtem. Es werden keine Fragen gestellt, bloß platte Antworten gegeben.
    Nimmt man etwa die Orthographie/Interpunktion als Maßstab, müßte man den Cora-Verlag ganz obenan stellen. Dessen Erzeugnisse gelten als perfekt in dieser Hinsicht.



    :wave


    magali

    Ich und meine Öffentlichkeit verstehen uns sehr gut: sie hört nicht, was ich sage und ich sage nicht, was sie hören will.
    K. Kraus

  • Ich habe als Jugendliche/junge Erwachsene ein paar solche Hefte gelesen, aber mir waren die Geschichten zu vorhersehbar und die Charaktere zu einseitig. Deshalb habe ich mich lieber an ganze Bücher gehalten. Wenn ich ähnliche Settings lesen möchte, greife ich lieber zu bekannten Romanen - da entdecke ich auch beim fünften Mal noch interessante Aspekte.

    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Siegfried Lenz: Der Geist der Mirabelle

  • Ich habe früher als junger Teeny auch diese Denise Romane aus dem Cora Verlag gelesen und die Mystery Romane von Cora (die es heute auch noch gibt, welche früher aber gefühlt sehr viel besser waren). Ich fand beide Arten immer spitze und freute mich jedes Mal, wenn was Neues rauskam. Früher gab es einfach nicht so viel wie heute. Da war das schon was Besonderes. Großer Lesespaß für wenig Geld.


    Heute wäre das nichts mehr für mich. Es gibt einfach so viel Besseres und Interessantes auf dem Buchmarkt.

  • Als Jugendliche war mein Einstieg in die Leselust auch das Cora-Regal im damaligen Edeka - Markt :grin

    Zu Hause habe ich noch eine ganze Kiste mit Historicals, die ich damals gelesen habe und auch heute kaufe ich noch ab und an eines dieser Hefte, gerade wenn es von einer mir beliebten Autorin ist - Kleypas oder McNaught habe ich dadurch kennen- und lieben gelernt :-)

  • Oh ja! Die Cora-Romane... :grin Ich grusel mich gerade ein bisschen, wenn ich daran zurückdenke...

    Sie gehören heute nicht mehr zu meiner bevorzugten Lektüre. :grab


    Wenn ich mal dringend was zum Lesen brauche (z.B. um Wartezeit totzuschlagen) und nichts dabei habe, greife ich gerne einmal zu einem John Sinclair-Heft. Und zu Hause dann meistens zu einem passenden Hörspiel, weil ich grad im "Flow" bin. :kreuz

    "Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder!" (Dante Alighieri)

  • Puh, hier müsste man mal Staub wischen.


    Also, mir hat der Heftroman die Leselust wieder geweckt bzw, erhalten. Oft blieb neben Familie, Beruf, anderen Hobbies nicht viel Zeit und da war (und ist es immer noch) ein Heft recht fix gelesen. Für mich sind die Hefte eine gute Ergänzung zu Büchern... kein großes BlaBla, direkt auf den Punkt.


    Seitdem die Co-Autoren bei John Sinclair mitmischen bin ich da auch wieder am Start. Zudem habe ich mit Maddrax ein Langzeitprojekt am Laufen, Bin da so etwa 400 Hefte im Rückstand. :S

  • Ich war einige Jahre lang recht treuer Jerry-Cotton-Leser. Eingeschlafen ist das, als der Verlag meinte, er müsste die Serie komplett umkrempeln und aus dem Helden einen internen Ermittler machen, der in den gesamten USA ermittelt, wenn FBI-Agenten selbst straffällig werden oder einfach nicht weiterkommen. Dadurch ist das gesamte Umfeld weggefallen, mit seinen regelmäßig wiederkehrenden Nebenfiguren von Steve Dillagio bis Ed Schulz, das die Serie erst lesenswert gemacht hat.