'Weggeworfen' - Sonntag, 14. April - Montag, 15. April

  • Wir erfahren ein bisschen mehr von Livs Vergangenheit. Sie war selbst ein Waisenkind und von dem Unfall, bei dem ihre Eltern umgekommen sind, traumatisiert. Deshalb geht ihr die ganze Geschichte mit den missbrauchten Waisenkindern wohl noch näher als anderen.


    Andrej lässt alle Beweise ihrer Verbrechen beseitigen. Das Heim wird geschlossen und man weiß nicht so richtig, wohin die Mädchen gebracht werden. Wahrscheinlich erwartet sie ein noch schlimmeres Schicksal als sowieso schon für sie vorgesehen war. Und wer ist der Mann im Hintergrund, der die Befehle gibt? Könnte ja z. B. Rachow von der Hannoveraner Polizei sein.


    Das Interview mit Isolde Züchner verläuft auch merkwürdig. Die mauert total, obwohl sie doch eigentlich gerne und offen über ihr soziales Engagement reden können sollte. Ob sie über die kriminellen Machenschaften informiert ist? Immerhin findet Liv dort den Namen Hans Pahl heraus und – zufälliger Weise, wie praktisch – ist das ein Studienfreund von Beatrice. Was wohl in dem Vertrag Züchner/Pahl drin stand?


    Pahl ist auch wieder ein schräger Vogel. Es klingt ja so, als wäre seiner Ansicht nach in der Forschung so ziemlich alles erlaubt, wenn es einer größeren Anzahl von Menschen am Ende hilft.
    Als er mit Beatrice vor die Tür gehen soll, will er das verhindern. Weiß er, was gleich passiert, nämlich dass Beatrice mit Liv verwechselt und niedergeschossen wird? Er könnte ja auch die Verbrecherbande informiert haben, wo Liv zu finden ist. Aber wieso? Wie steckt er da mit drin?


    Dass Oxana und Helena durch die Hotelpackungen Shampoo darauf stoßen, wo Liv in Hannover wohnt, war gut kombiniert und dass sie noch vor der Tür waren, als Liv herauskam, ebenfalls Glück. Bzw. für Helena ist das Ganze ja nicht so glücklich ausgegangen ... vorher hat sie Liv aber noch von ihrem früheren Freund, dem Journalisten „Kasachstan-Klein“ erzählt, den Liv ebenfalls kennt. Was für ein Zufall. Ob der nochmal eine Rolle spielt? Schließlich hätte Liv ihm inzwischen nur eine traurige Nachricht zu überbringen.


    Im Nachhinein klären sich im Gespräch mit Helena und Oxana so einige Dinge auf, die Liv (und auch mir) in Kiew sehr mysteriös vorgekommen sind. Nun verstehe ich einiges von dem, was dort passiert ist, besser.


    Bei der ganzen Aufregung und der einen schrecklichen Sache nach der anderen ist es kein Wunder, dass Liv inzwischen mit den Nerven völlig am Ende ist. Sie musste Frieda abgeben, hat niemanden mehr, mit dem sie reden kann und Oliver hält es für möglich, dass sie einen Mord begangen hat. Das treibt sie jetzt zu einer Verzweiflungstat und sie macht sich auf, nochmal nach Kiew zu fahren. Alleine und ohne Sprachkenntnisse! Aber das werde ich dann erst morgen lesen, denn wenn ich jetzt nicht Schluss mache und ins Bett gehe, dann lese ich die ganze Nacht ...


    Übrigens ist sie für mich eine „Lif“, auch wenn sie selbst sagt, ihr Name wird „Lieev“ ausgesprochen. Das kriegt meine innere Lese-Stimme nicht hin.

  • Auch dieser Abschnitt gefällt mir wieder sehr gut, wir erfahren mehr von Liv und können uns einiges über das Internat und die Machenschaften dort zusammen reimen.


    Wer veranlasst aber, dass das Internat geräumt wird, nachdem Oxana fliehen konnte und die beiden "deutschen" Frauen das Internat besichtigt haben? Wenn ich das richtig auf dem Schirm habe, steckt eine Frau hinter dem Ganzen. Da kommen ja bisher nicht so viele in Frage. Beatrice Hemme oder Isolde Züchner.


    Das Gespräch mit Isolde Züchner ist nicht gerade sehr aufschlussreich und auch das Abendessen mit Hans Pahl bringt nichts wirklich brauchbares ans Licht. Warum wird Beatrice vor dem Restaurant angeschossen? Ist es wirklich eine Verwechslung oder sollten beiden Frauen sterben, weil sie unbequeme Fragen stellen?


    Liv sollte sich Oliver anvertrauen, er scheint ja vertrauenswürdig zu sein, auch wenn er seinen Chef Sympathie entgegen bringt. Ich hoffe, das Ganze geht gut aus für Liv und Oxana.

  • Auch dieser Abschnitt hat mir sehr gut gefallen.
    Ich denke mal, Beatrice wird sich nie wieder eine Jacke von Liv ausleihen. ;-)
    Aber im Ernst, es sieht schon so aus, als sei Liv das Ziel des Anschlages gewesen.


    Und Helenas Schicksal finde ich so traurig. :cry
    Aber sie steht beispielhaft für die vielen Frauen in der Ukraine, deren Leben auf ähnliche Weise ( wenn auch nicht immer mit diesem Ende ) verläuft.

  • In diesem Abschnitt erfahren mehr über Liv und ihr eigene Vergangenheit, was es für mich sehr schlüssig macht, warum sie die Ereignisse selber so sehr mitnimmt.
    Es wird auch deutlich, dass der Anschlag wohl Liv gegolten hat.


    Die Mädchen werden aus dem Heim weggebracht, nachdem dieses geschlossen wurde. Keiner weiß so genau was sie für ein Schicksal ereilen wird.

    Das Buch ist wie eine Rose, beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz.


    (Sprichwort aus Persien)


    LG büchervamp :flowers