"Jellybooks"

  • Es haben bestimmt viele von euch Einladungen der Verlage zum Projekt "Jellybooks" bekommen.


    Macht ihr da mit?
    Was habt ihr für Erfahrungen?
    Ist es ein komisches Gefühl zu lesen in dem Bewusstsein, dass das eigene Leseverhalten aufgenommen und ausgewertet wird?
    Verstehe ich das richtig, dass das Buch nicht in Form einer Rezension oder eines Kommentars bewertet wird, sondern ausschließlich durch das Weiterleiten des "Leseverhaltens"?


    Äh, ja, ich habe auch so eine Einladung erhalten und weiß nicht so recht, was ich damit anfangen soll.
    Für mich ist es zwar nicht so ganz relevant, weil diese Messmöglichkeiten (noch) nicht für einen Tolino (mein aktueller Reader) verfügbar sind und auf dem Laptop werde ich ganz sicher kein Buch lesen, aber ich finde die Sache ganz interessant und wäre gespannt auf eure Erlebnisse damit. :-)


    Falls es dazu schon einen Thread geben sollte, meinen Beitrag bitte dranhängen. Ich habe gesucht und gesucht, aber nichts gefunden (was bei mir natürlich nichts heißen muss ;-)).

  • Ich habe schon ein Buch darüber gelesen. Ja, es ist sehr seltsam, ein Buch zu lesen, bei dem man nach jedem Kapitel bestätigen muss, dass man es gelesen hat. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, ob ich eine andere Bewertung abgeben musste. Ich glaube nicht.
    Meistens sind die Bücher, die dort angeboten werden, für mich uninteressant, daher habe ich kein weiteres gelesen.

  • Zitat

    Original von Booklooker


    Ja, es ist sehr seltsam, ein Buch zu lesen, bei dem man nach jedem Kapitel bestätigen muss, dass man es gelesen hat.


    Genau, das stelle ich mir befremdlich vor, obwohl man sich wahrscheinlich mit der Zeit daran gewöhnt.


    Zitat

    Meistens sind die Bücher, die dort angeboten werden, für mich uninteressant, daher habe ich kein weiteres gelesen.


    Ja, das kommt noch erschwerend hinzu :grin. Das Angebot verlockt mich nicht besonders.
    Danke für deine Info dazu.

  • Ich habe zwei Bücher über Jellybooks gelesen.


    Es hat mich nicht gestört zu wissen, dass das Leseverhalten aufgenommen wird. Es gibt am Ende jedes Kapitel einen Button, über den man die Lesedaten an den Server schickt.
    Rezensionen muss man nicht schreiben, es gab aber noch kurze Umfragen(ob das Buch einem gefallen hat, ob man es weiterempfehlen würde).


    Ich habe die Bücher auf dem Tablet gelesen, es gibt eine App, mit der man diese Bücher auf dem Tablet oder auf dem Smartphone lesen kann. Nachdem ich die Bücher gelesen habe und alle Lesedaten gesendet habe, habe ich die Bücher auf tolino hochgeladen.

  • Zitat

    Original von Buchdoktor
    Solange es das nicht für meinen ebook-Reader gibt, werde ich es auf dem PC nicht nutzen und keine Software installieren, die nachhause telefoniert.


    Hast du auch einen Tolino?
    Ich hab gestern beim Googeln in einem Artikel gelesen, dass daran gearbeitet wird.


    Annehmen werde ich das Angebot sicher auch nicht, aber irgendwie erschient mir das Konzept interessant genug um mich mal mit den Hintergründen zu beschäftigen.


    Meint ihr, das ist zielführend letztendlich?

  • Knaur hatte mich auch angeschrieben, aber mich stört es das sie alles auf meinem IPad verfolgen können. Außerdem sagen mir die Bücher nicht zu. Ich möchte wie gesagt auch nicht über mein Lesetempo kontrolliert werden, und das nach jedem Kapitel. Das ist ja totale Überwachung......
    Auf EBook kann man ja die Bücher nicht laden, warum eigentlich frage ich mich.
    Ich lasse es bleiben und mache lieber hier mit, wo es Freude macht.....

  • Zitat

    Original von Lumos
    Hast du auch einen Tolino?


    Nein, Kindle


    Zitat

    Meint ihr, das ist zielführend letztendlich?


    Für das Marketing des Verlags ist es sicher zielführend die Lesegewohnheiten zu untersuchen, gerade die der Tablet- und Handy-Leser. Wie lange Abschnitte werden gelesen, lesen die Leute 400-Seiten-Bücher oder nur 180 Seiten, an welchem Punkt der Handlung brechen sie ab. Welche Inhalte werden überhaupt angefordert.


    Zitat

    Original von Arietta
    Auf EBook kann man ja die Bücher nicht laden, warum eigentlich frage ich mich.


    Auf ein ebook kannst du nichts laden, es ist eine Datei. ebook-Reader-Nutzer sind so lange für den Piper-Verlag nicht sinnvoll, wie man die Software nicht laden kann, die das Leseverhalten protokolliert. Der Verlag will ja Daten von dir und dir nicht ohne Gegenleistung Gratis-Bücher zur Verfügung stellen.

  • Ich hab erst gestern wieder ein Buch von Jellybooks gelesen.


    Generell muss man dazu sagen, dass man die Bücher sehr wohl über calibre auf einen normalen ebook Reader laden kann. Nur das senden der Lesedaten geht dann halt nicht. Sprich, das ist dann nicht im Sinne des Verlages.


    Ich lese die Bücher übers Ipad, das geht recht gut. Man muss die Lesedaten auch nicht nach jedem Kapitel senden, theoretisch würde wohl auch einmal am Anfang und am Ende reichen. Interessanter für den Verlag ist es halt, wenn man auf jeden Button drückt.


    Ich habe schon einige Bücher von Jellybooks bekommen, vor anderthalb Jahren hatten sie mal eine grössere Aktion, da gab es jede Woche ein Buch.
    Momentan bieten immer mal wieder einzelne Verlage zu bestimmten Genres an.
    Für mich war nicht immer was dabei, aber mittlerweile habe ich hier 15 Bücher von denen liegen, von denen ich die Hälfte gelesen habe.


    Emily St. John Mandel; Das Licht der letzten Tage
    Georg Koeniger; Trauer ist eine lange Reise
    Fredy Gareis; 100 Gramm Wodka
    Lorenz Marone; Der erste Tag vom Rest meines Lebens
    Rowan Coleman; Zwanzig Zeilen Liebe
    Meredith McCardle; Die achte Wächterin
    Barbara Dribbusch; Schattwald
    Nils Straatmann; Wo die Kartoffeln auf den Bäumen wachsen
    Pierre Jarawan; Am Ende bleiben die Zedern
    Kazuaki Takano; Extinction
    Anne Jacobs; Die Tuchvilla
    James Patterson; Mark Pearson; Falsche Schuld. Private London
    Pierre Martin; Madame le Commissaire und der Tod des Polizeichefs
    Nina George; Das Traumbuch
    Dani Atkins; Der Klang deines Lächelns


    Das Krimi Angebot, das gestern von Knaur kam, fand ich nicht so toll, aber ich lese im Moment eh nur noch wenig Krimis und keinerlei Thriller.


    Mich stört es nicht, dass mein Leseverhalten mit ausgewertet wird, hier bin ich ja drüber informiert und triggere das auch selbst.
    Meine Daten werden im Internet ja sowieso gesammelt wie wild..... und meistens so, dass ich es nicht wirklich mitkriege.

  • Zitat

    Original von Lumos


    Auf dem Smartphone zu lesen stelle ich mir sehr mühsam vor. I-Pad geht wahrscheinlich deutlich besser, auch wenn ich mich damit nicht auskenne.


    Ja, da hast du Recht, Tablet ist besser als Smartphone, aber beide können (zumindest meiner Meinung nach) nicht mit einem eBook-Reader mithalten, was den Lesekomfort angeht. Bei den beiden Bücher, die ich über jellybooks gelesen habe, hat mich aber der Klappentext sehr angesprochen, sodass ich das Lesen auf dem Tablet in Kauf nahm.

  • Danke, streifi!
    Meine Forschungen haben schon ergeben, dass du einige "Jellybooks" gelesen hast ;-) und von daher hab ich auf deinen Erfahrungsbericht gewartet :knuddel1.


    Zitat

    Mich stört es nicht, dass mein Leseverhalten mit ausgewertet wird, hier bin ich ja drüber informiert und triggere das auch selbst.Meine Daten werden im Internet ja sowieso gesammelt wie wild..... und meistens so, dass ich es nicht wirklich mitkriege.


    Damit hast du auch irgendwo recht.
    Und mit der Zeit denkt man sicher weniger darüber nach.

  • Also ich hab auch schon ein paar Ebooks über Jellybooks auf meinem Smartphone gelesen und mir macht das überhaupt nichts aus.
    Ich lese so wie ich möchte, die Buttons funktionieren bei mir iwie eh nicht immer :gruebel :rofl und von dem her ;)


    Und streifi hat recht.
    Es werden so viele Daten ohne unser Wissen über uns gesammelt allein beim einkaufen durch die verschiedenen Aktionen und Bonkarten, also was juckt es mich, wenn ein anderer weiß was ich lese und in welchem Tempo? ;)

  • Ich finde es auch nicht allzu bedenklich, dass die Verlage über meine Lesegewohnheiten eine Auswertung machen. Theoretisch braucht ihr auch nur den letzten "Daten senden" Button zu drücken, um alle Daten zu übermitteln. Auf mehr Dateien als das jeweilige Buch kann ja niemand zugreifen und das auch nur, wenn ihr sendet.


    Ich lese die Bücher über iBooks. Vor ca. 2 Jahren habe ich damit angefangen und bislang 12 Bücher unterschiedlicher Genre bekommen. Manchmal kann man wählen, wie jetzt bei Knaur, manchmal gibt es nur eins, wie heute von Blanvalet. Ich nehme die, die mich irgendwie interessieren. Nach einigen Monaten kam mal von Goldmann eine Anfrage, ob man die Bücher vielleicht auch rezensiert habe und ihnen den Link schicken möge. Das war aber nicht so formuliert, dass das nun auch mit verlangt wurde. Ich hatte damals die Links geschickt und hinterher nichts mehr gehört.


    Man kann die Bücher übrigens auch auf den Reader kopieren und trotzdem auf dem PC/Tablett die Daten übermitteln. ;-)


    streifi
    Die beiden von Knaur habe ich auch genommen. :wave

  • Ich nutze es auch - aber noch liegen sie ungelesen auf dem PC / Tablett da ich sie mir für den nächsten Urlaub da drauf geladen habe, mangels I-net in den Bergen in der Schweiz hoffe ich, ich kann sie am Stück lesen und nicht das dann nichts weiter geht, wenn ich nichts bestätige.

    Muff Muff Muff dat Muffelinchen


    Leben ist was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben. (Henry Miller)

  • Das ist kein Problem. Wenn man den Knopf drückt geht halt dann eine Seite im Browser auf, die nicht ordentlich geladen wird.


    Aber wie gesagt, es reicht auch am Ende des Buches auf senden zu gehen und dann die Browserseite neu laden, wenn du wieder Internet Zugang hast.dann werden die Daten übermittelt.