Ursula Poznanski - Schatten

  • Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)
    Der vierte Fall für das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger: Anspruchsvolle Thrillerkost auf höchstem Niveau
    Eine Entführung. Drei Morde. Und ein Täter aus der Vergangenheit...
    Ein Mann, grausam zugerichtet in seiner Wohnung. Eine Hebamme, ertränkt in einem Bach - zwei Fälle, die Beatrice Kaspary als Ermittlerin im Dezernat Leib und Leben der Polizei Salzburg lösen muss. Schnell erkennt Beatrice, dass die beiden Morde zusammenhängen - und dass sie etwas mit ihr zu tun haben müssen. Denn sie kannte beide Toten. Sie konnte sie nicht leiden. Und sie weiß: Wenn sie nicht handelt, wird es weitere Opfer geben...


    Autorin (Quelle: Verlagsseite)
    Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren. Sie war als Journalistin für medizinische Zeitschriften tätig. Nach dem fulminanten Erfolg ihrer Jugendbücher «Erebos», «Saeculum», «Layers» etc. landete sie bereits mit ihrem ersten Thriller «Fünf» auf den Bestsellerlisten. Bei Wunderlich folgten «Blinde Vögel» und «Stimmen» sowie zusammen mit Arno Strobel die Bestseller «Fremd» und «Anonym». Ursula Poznanski lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Wien.


    Allgemeines
    Vierter Band um die Salzburger Ermittler Beatrice Kaspary & Florin Wenninger
    Erscheinungstermin: 10. März 2017 bei Wunderlich, broschiertes TB mit 416 Seiten
    Gliederung: Prolog – 38 Kapitel
    Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven, Einschübe von Ich-Erzählungen des Täters
    Handlungsort und -zeit: Salzburg in der Gegenwart (Februar)


    Zum Inhalt
    Als Markus Wallner, ein unsympathischer und gewalttätiger Zeitgenosse, der schon mehrmals inhaftiert war, mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden wird, wundert sich niemand, denn der Mann hatte viele Feinde. Beatrice kennt den Mann von einer früheren Festnahme persönlich und verabscheut ihn. Einen Schock erleidet sie erst, als am Tatort Dinge gefunden werden, die auf einen Zusammenhang mit dem nie aufgeklärten Mord an Beatrices damaliger Freundin und Mitbewohnerin Evelyn hindeuten. Beatrice hatte vor sechzehn Jahren die schrecklich zugerichtete Leiche von Evelyn gefunden und sich eine Mitschuld am Tod der Freundin gegeben, weil sie Evelyn in jener Nacht nicht von einer Party abgeholt hatte. Kurz nach dem Mord an Wallner werden zwei weitere Menschen aus Beatrices Bekanntenkreis ermordet, auch hier handelt es sich um Personen, die Beatrice zutiefst unsympathisch waren. Um auf die Spur des Täters zu kommen, der sowohl in Beatrices Umfeld im Jahr 2001 verkehrt haben als auch ihr aktuelles Umfeld kennen muss, arbeitet sie Evelyns Tagebuch durch, anhand dessen sie feststellen muss, dass sie ihre Freundin nicht so gut kannte, wie sie dachte.
    Während ihr Kollege und (bisher heimlicher) Partner Florin Beatrice bei den Kollegen, die über ihre Alleingänge und Ermittlungen in einem alten Fall verärgert sind, deckt, ahnt Beatrice nicht, dass auch sie selbst sich längst im Visier des Psychopathen befindet, der mit ihr ein ganz besonderes Spiel plant…


    Beurteilung
    „Schatten“ ist der vierte Band aus der Reihe um das Salzburger Ermittlerteam Kaspary & Wenninger und sollte möglichst im Anschluss an die vorherigen Bände gelesen werden, da Teile der Auflösung des dritten Bandes („Stimmen“) sonst vorweggenommen werden.
    Der unaufgeklärte Mord an Beatrices Freundin Evelyn, der auch schon im dritten Band zur Sprache kam und wie der titelgebende „Schatten“ über Beatrices Leben liegt, spielt hier eine wichtige Rolle, denn die aktuelle Mordserie scheint auf mysteriöse Weise mit dem kalten Fall zusammenzuhängen.
    Obwohl es in diesem Roman einige Morde gibt, speist sich die hohe Spannung, die eine Unterbrechung der Lektüre erschwert, hauptsächlich aus psychologischen Aspekten, die Schilderung der Morde – beim ersten Mord wird im Prolog der Leser zum Augenzeugen – ist eher sachlich und unspektakulär, sodass auch empfindlichere Leser mit Abscheu vor Brutalität und Blutvergießen bei diesem Thriller unbesorgt zugreifen können.
    Im Mittelpunkt steht die „Beziehung“ des Mörders zu Beatrice, zwischen den beiden kommt es zu einem Psycho-Duell, bei dem Beatrice um ihr Leben „spielt“ und all ihre Intelligenz und ihr Durchhaltevermögen in die Waagschale werfen muss. Wie in den vorherigen Bänden ist ihr Charakter hier sehr gründlich und detailliert ausgearbeitet, der Leser erhält bisher noch nie dagewesene Einblicke in ihre Vergangenheit.
    Auch die Figur von Beatrices Kollegen und heimlichem Geliebten Florin ist erneut sehr gut ausgearbeitet, erfreulicherweise nimmt die Liebesgeschichte zwischen den beiden hier keinen so großen Raum ein wie im dritten Band. Ein wenig übertrieben wirkt die Darstellung von Beatrices Ex-Mann Achim Kaspary, der von Band zu Band unausstehlicher zu werden scheint.
    Die Handlung des Romans ist logisch aufgebaut, aber nicht zu früh vorhersehbar. Sie wird in anschaulichem und spannenden Erzählstil präsentiert, wobei diesmal „dumme“, d.h. leichtsinnige Aktionen von Beatrice unterbleiben.


    Fazit
    Eine gelungene Fortsetzung der Reihe um Kaspary & Wenninger, die erst im Anschluss an den dritten Band gelesen werden sollte. Uneingeschränkt empfehlenswert für alle Krimi- und Thrillerfreunde!
    10 Punkte

  • Den Inhalt hat €nigma schon beschrieben, deshalb nur mein Eindruck.


    Dieser 4. Band war für mich der bisher beste Band. Die Figuren und ihre Beziehungen wurden weiter entwickelt, der Plot und der Schreibstil sehr spannend und fesselnd. Von mir gibt es dafür eine unbedingte Leseempfehlung und volle Punktezahl!

  • Eine Entführung. Drei Morde. Und ein Täter aus der Vergangenheit. . Beatrice Kaspary und Florin Wenninger ermitteln in einem grausamen Mordfall in Salzburg. Bea erkennt sehr schnell, dass der Täter nicht zufällig Hinweise zu ihrer vor 16 Jahren ermordeten Freundin hinterlassen hat. Als zwei weitere Morde begangen werden, lässt sich nicht mehr abstreiten, dass sie die einzige Verbindung zu den Opfern ist. Doch warum? Sie sieht sich gezwungen, in der Vergangenheit zu wühlen, doch wird sie dadurch das nächste Opfer retten können? Und wer ist dieser unbekannte Jago, der Liebhaber ihrer verstorbenen Freundin? Noch bevor Beatrice eins und eins zusammenzählen kann, wird sie selbst entführt. Doch so leicht lässt sie sich nicht unterkriegen. Werden ihre Kollegen sie rechtzeitig finden können oder ihr die Flucht gelingen? . Auf den Täter bin ich nicht gekommen, obwohl zum Schluss alles aufgeklärt wird. Aber das Buch ist so spannend, dass ich keine Zeit hatte, mir alle Details zu merken 😂. . Wenn ihr mich fragt, ist Ursula Poznanski mit diesem 4. Teil ihr bestes Stück dieser Reihe gelungen!

    Wenn alle Menschen wüßten, die einen über die anderen reden, so gäbe es keine vier Freunde auf Erden.Blaise Pascal