'Marlenes Geheimnis' - Seiten 001 - 081

  • Oookaaaaaaaaay... Dann fange ich mal an, hier meine Notizen zu posten. :grin



    Hurra, gleich mehrere schwierige Mutter-Tochter-Beziehungen! :chen Das Thema scheint mich bei meinen Lektüren derzeit zu verfolgen. Und die Schwesternbeziehung von Marlene und Vicky ist offenbar auch nicht ganz ohne. Sie scheinen ja von der Charakterverteilung her sehr klassisch zu sein: Die Ältere pflichtbewusst, ordentlich, zuverlässig. Die Jüngere wild, unbeständig, unkonventionell. Aber der Altersunterschied ist auch zu groß, als dass eine gemeinsam durchgestandene Kindheit und Jugend die beiden hätte zusammenschweißen können, trotz aller charakterlichen Unterschiede. Anlässlich der Beerdigung ihrer Mutter treffen sie nun aufeinander – und von der ersten Minute an scheinen die Nerven blankzuliegen, böse Worte werden gewechselt und Andeutungen gemacht. Bin schon neugierig, was da alles vorgefallen ist.

    Und mittendrin die Enkelin, Nane, eine (in ihrer eigenen Wahrnehmung) halbgescheiterte und nicht mehr ganz junge Frau, die vom Wesen her eher nach der Tante zu schlagen scheint und bitter ihr Versäumnis bereut, rechtzeitig ihren Frieden mit der Großmutter gemacht zu haben – auch hier darf mit Spannung erwartet werden, was da wohl gewesen sein mag. (Stand der Lektüre: Seite 41; der Beginn von Großmamas Lebensbeichte steht jetzt also an!)

    Ich bereite mir zur Stärkung mal einen Teller Apfelschnitze zu. :lache



    So. Nun hat man doch schon einiges zu den Hintergründen der Großmama erfahren. Ich finde die Darstellung ihrer Kindheit in Prag und Reichenberg sehr spannend, das Mit- und Nebeneinander von Deutschen, TschechInnen, SlowakInnen und UngarInnen, die Lebensverhältnisse. Davon hoffe ich noch mehr zu lesen!

  • Dann kann ich mich nun auch hier dazu äußern. Vor einer Woche war das Buch in der Post und hier kommen meine Notizen, die ich nach dem ersten Leseabschnitt aufschrieb:


    Der Umschlagklappentext ist m. M. nach etwas ungeschickt formuliert: Marlene führt die Geschäfte nach Evas Tod erfolgreich weiter….Marlene führt doch bestimmt schon länger den Betrieb.

    Der Buchumschlag gefällt mir sehr gut, er soll wohl die junge Eva am Bodensee zeigen/ dies interpretiere ich aus dem Kleid, den Schuhen und dem Fahrradmodell. Den Buchinnendeckel hätte man vielleicht noch mit Gebietskarte vom Sudetenland bedrucken können, war mein erster Eindruck. Dann habe ich gleich mal zum Buchende geblättert und mit Bedauern festgestellt, dass es kein Nachwort der Autorin gibt. Das finde ich schade, doch da ich in einer Leserunde bin, kann ich ja dort dann vielleicht manches erfahren, was sonst im pers. Nachwort stehen würde. Gratulation zur 2. Auflage!


    Nane hat die Autorin als Kurzform für meinen Vornamen gewählt – interessant. Ich hatte mir beim Anmelden zur Leserunde keine Gedanken gemacht, wovon Nane die Kurzform sein könnte. Nun freut es mich natürlich, wenn in einem Buch eine Protagonistin auch meinen Vornamen trägt. Dann ist Nane auch noch tierlieb und bereits im ersten Kapitel taucht ein Tierarzt auf. Da rattert es natürlich gleich bei mir im Kopf, Student der LMU und ich habe einen wunderbar italienisch deutsch sprechenden Tierarzt vor mir, den ich vor drei Wochen traf. Wobei mir bewusst ist, dass dieser Salemschüler vermutlich kaum ital. Akzent pflegt. Nun, ich bin ab Donnerstag beim Tierärztekongress in Berlin und werde dort die Augen aufhalten nach einem zum Buch passenden Tierarzt. Um auf mehr Chararakteristika achten zu können, sollte ich dann wohl besser weiterlesen… (Nachtrag: Ich habe in Berlin nicht den zum Roman passenden Kandidaten getroffen :-) 


    Nane sagt mit ihren 34 Jahren auf Seite 30 ihr Pharmaziestudium läge geschätzte 100 Jahre zurück…. Na ja, sie übertreibt da aber sehr., Multiplikator zehn.


    Marlene ist 77/ Jahrgang 1939/40, ihre Halbschwester Vicky Anfang 60… Eva müsste Jahrgang 1923 sein/ da 1934 in Prag 11 J.… daher ist sie wohl kaum die Mutter von Marlene, eher, das vermute ich ein tschechisches durch Eva gerettetes Kind. Wenn das schon „Marlenes Geheimnis“ sein sollte, dann kann ich mir kaum vorstellen, dass dies die Töchter nicht schon vorher errechnet/ erfragt haben. Mutter mit 16/17 J.? Hallo! Es sind Mädchen, die fragen so etwas! Evas Granatherz an der Silberkette gehörte früher Jans Tante, der Schneiderin, nun hat es Marlene übernommen.


    Vicky kommt einen Tag vor der Beerdigung zuhause an und reist gleich nach der Grablegung wieder ab…musste diese Flucht schon wieder sein?!


    S. 36 Totenblick – was ist das?


    Evas Vater gefällt mir, bei Evas Mutter stellt sich mir die Frage, ob sie noch mit auf die Flucht geht oder vorher verstirbt, Ursache vorerst nebensächlich.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

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  • Marlene ist 77/ Jahrgang 1939/40, ihre Halbschwester Vicky Anfang 60… Eva müsste Jahrgang 1923 sein/ da 1934 in Prag 11 J.… daher ist sie wohl kaum die Mutter von Marlene,


    Das habe ich mich auch gleich am Anfang gefragt. Eva hätte SEHR jung sein müssen. Allerdings habe ich nicht gleich kluge Schlussfolgerungen daraus gezogen. :anbet

  • Und warum wäre es so ungewöhnlich, dass auch Mädchen Mütter werden? ;)


    Guter Beginn des Romans, vielversprechend... Da scheint es ja massenhaft Konfliktpotential zu geben.


    So interessant auch die Gegenwart ist (das unkonventionelle Begräbnis fand ich sehr schön), ich bin viel mehr an der Vergangenheit interessiert. Und vor allem an den politischen und gesellschaftlichen Vorgängen. Und da komme ich ja voll auf meine Kosten.

  • Meine Lieben, so schön, dass wir nun endlich miteinander reden können ...

    ich beantworte sehr gern jede Frage, die ihr an mich stellt - im Moment erfreue ich mich erst einmal an euren schlauen Posts ... Ja, Nane mag ein bisschen übertreiben, wenn sie sagt, das Pharmaziestudium sei so lange her, aber dass sie es damals nicht geschafft hat, hat sie tief verletzt (Sie, die doch imer so tüchtig war!), da hat sie es weit nach hinten geschoben ... aber alles Unaufgearbeitete holt einen doch eben wieder ein ...

    und was Marlene und Vicky betrifft: lasst euch da ruhig noch ein bisschen Zeit ...

    Mit eingeflossen in diesen Roman sind die Lebenserinnerungen meiner Mutter (heute 89), die als junges Mädchen (damals 18) mit ihrer Mutter (damals 38), ihrer Schwester (17) und dem Nesthäckchen (4) Vertreibung und Flucht aus Nordböhmen erleben musste. Seit Kindertagen habe ich diese Geschichten gehört, aber natürlich Mama und meine Tanten noch einmal ganz anders gelöchert, als die Idee zu diesem Buch entstand ... übrigens wird es ein historisches Nachwort geben (wollte der Verlag zunächst nicht), allerdings erst zur Taschenbuchausgabe ...

  • ...übrigens wird es ein historisches Nachwort geben (wollte der Verlag zunächst nicht), allerdings erst zur Taschenbuchausgabe ...

    Das ist sehr schade, denn am Wochenende habe ich das Buch beendet und das Nachwort fehlte mir erneut. Man ist Autorengeleitwort/ -erklärungen einfach inzwischen gewöhnt.


    Ich werde mir zuhause das Buch noch einmal vornehmen, vermutlich hätte man wohl noch einen halben Druckbogen zusätzlich nehmen müssen, denn auf Verlagswerbung hat man ja auch verzichten müssen.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Mitterweile bin ich fast durch mit dem Buch, aber wenigstens zum ersten Abschnitt hatte ich den Leserundenbeitrag direkt schon mal getippt:


    Eigentlich wollte ich nur mal die ersten Seiten anlesen und dann erst abends weiterlesen, aber plötzlich war ich schon am Ende des ersten Abschnitts. :-) Also Sogwirkung beim Lesen ist definitiv vorhanden.


    Gut gefällt mir, dass es keinen Prolog gibt!! Ich mag Prologe einfach nicht und gefühlt werden sie immer häufiger. So war ich schon vor dem ersten Satz positiv gestimmt. :-)


    Nach Nanes Ankunft bin ich über die paar schwäbischen Sätze gestolpert. Dialekt liest sich irgendwie anstrengend und mein Stuttgarter Schwäbisch ist einfach nochmal anders als die Bodensee Variante. Aber zum Glück blieb es ja bei den wenigen Sätzen im Dialekt.


    Bei den Familienverhältnissen und den sonstigen Beteiligten durchzublicken hatte ich keinerlei Probleme, großes Lob!


    Jetzt bin ich gespannt, wie es weitergeht. Wie Marlene am Bodensee gelandet ist, warum die Schwestern nicht miteinander auskommen, was mit der Nachbarsfmailie vorgefallen ist und welche Rolle der kleine Hund, der Tierarzt und Martin noch spielen werden.

  • Ich hab brav nach jedem Abschnitt meine Eindrücke in Word gesammelt, die poste ich jetzt erst einmal und dann steige ich in eure Diskussionen ein :-)


    Ich hatte am Anfang ein wenig Probleme mit den Protagonistinnen, irgendwie schienen sie mir alle ein wenig zu mackenbehaftet. Ich gehe aber davon aus, dass das auch nötig ist und dass am Ende einige der Macken erklärt und evtl. auch behoben sind.

    Die normalste der Truppe scheint ja noch Nane zu sein, die sich selber scheinbar zu wenig Fürsorge entgegen bringt, aber immerhin den armen Hund bei sich aufnimmt, ohne sich über vollgekotzte Autositze aufzuregen.

    Wohingegen ihre Mutter ja scheinbar gerne um sich selbst dreht und dabei wenig Kompromisse macht. Und jede Gelegenheit nutzt, ihre Schwester Marlene auf die Palme zu bringen. Sie weiss doch so genau, wie sie das schafft, warum schafft sie es dann nicht, genau mal das Gegenteil zu tun und ihre Schwester zu überraschen?

    Und Marlene ist ja wirklich ein Hausdrachen, bei der es genau nach ihrem Willen gehen muss. Wobei der Herr Raible sie ja ganz gut im Griff hat, der ist wohl nicht so begeistert, wenn Nane bleiben sollte. Er sieht sich wohl schon als Nachfolger.

    Bemerkenswert fand ich den Unterschied zwischen Marlenes Laden und dem der Nachbarn, der Benteles. Ich würde mich wohl lieber im Weinladen als im Schnapsladen aufhalten und das liegt nicht nur daran, dass ich Schnaps so gut wie nie trinke. Ich bin ja auch mal gespannt, was es mit den Benteles auf sich hat und ob sich zwischen Simon und Nane vielleicht noch was entwickelt.

    Insgesamt gibt es wohl einige Geheimnisse aufzuklären.

    Der Abschnitt, der 1938 spielt, hat mir besonders gut gefallen, man spürt da doch die wachsende Bedrohung. Ausserdem lernt man jetzt auch mal Eva kennen, vorher wirkt sie ja noch recht Konturenlos, weil sie ja nur aus der Erinnerung heraus beschrieben wird. Und die ist ja bei einem gerade Verstorbenen immer etwas positiver als normal.

    Ob Jan wohl Marlenes Vater ist? Da wird es sicher noch Schwierigkeiten geben. Und wie wohl Evas Mutter gestorben ist? Aber ich bin sicher, das werden wir noch erfahren ;-)

  • So, dann werde ich meine Gedanken auch mal zu Papier, ähm zum Forum bringen :)


    Mir ist der Einstieg nicht ganz so leicht gefallen. Ich fand den Schreibstil etwas sperrig, aber das hat sich irgendwann gelegt. Wahrscheinlich musste ich mich nur dran gewöhnen.


    Die Protagonisten scheinen alle ziemlich problembehaftet zu sein. Ich bin gespannt, wie und ob sich die vielen losen Enden zum Schluss zusammenfügen.

  • So. Nun hat man doch schon einiges zu den Hintergründen der Großmama erfahren. Ich finde die Darstellung ihrer Kindheit in Prag und Reichenberg sehr spannend, das Mit- und Nebeneinander von Deutschen, TschechInnen, SlowakInnen und UngarInnen, die Lebensverhältnisse. Davon hoffe ich noch mehr zu lesen!


    So ging es mir auch. Ich fand die Teile in der Vergangenheit auch interessanter als die Gegenwart. Eine Karte im Buch hätte ich noch hilfreich gefunden, aber wozu gibt es Internet.

  • Und warum wäre es so ungewöhnlich, dass auch Mädchen Mütter werden? ;)

    Das ist nicht ungewöhnlich. Ich erinnere mich aber dunkel, dass es schon ziemlich am Anfang um die weiterführende Schule von Eva und Molly ging - und da hätte sie eigentlich schon fast das Kind haben müssen, damit das rechnerisch aufgegangen wäre. Hat sie aber nicht.

  • Mit eingeflossen in diesen Roman sind die Lebenserinnerungen meiner Mutter (heute 89), die als junges Mädchen (damals 18) mit ihrer Mutter (damals 38), ihrer Schwester (17) und dem Nesthäckchen (4) Vertreibung und Flucht aus Nordböhmen erleben musste. Seit Kindertagen habe ich diese Geschichten gehört, aber natürlich Mama und meine Tanten noch einmal ganz anders gelöchert, als die Idee zu diesem Buch entstand ... übrigens wird es ein historisches Nachwort geben (wollte der Verlag zunächst nicht), allerdings erst zur Taschenbuchausgabe ...

    Auf das historische Nachwort wäre ich auch gespannt... :wave


    Ich bin von den Geschehnissen auch selbst familiär betroffen; ein Teil meiner Familie lebte ebenfalls in Böhmen und sie wurden als verhasste Deutsche 1945 vertrieben. Allerdings wurden bei uns daheim keine Geschichten erzählt. Der Großvater hat vielmehr dafür gesorgt, dass weder über das Leben der Familie vor der Vertreibung noch über die Geschehnisse während der Flucht gesprochen wurde, und leider hat seine Autorität sogar über seinen Tod hinausgewirkt – bei jeder kleinen Andeutung wurde der Großmutter seitens ihrer Kinder über den Mund gefahren, tschechische Lieder hat sie mir nur vorgesungen, wenn ich allein die Ferien bei ihr verbringen durfte, und dann musste ich darüber schweigen. Als Kind habe ich leider auch zu wenig begriffen, um gezielt nachzubohren, und als ich älter wurde, war leider niemand mehr da, den ich hätte fragen können. Sind alle viel zu früh gestorben.

    Darum freue ich mich heute umso mehr, wenn in Romanen, die in dieser Zeit spielen (selbst wenn die Handlung in anderen Regionen stattfindet), manchmal etwas aufblitzt, das mich an etwas erinnert, was die Großmutter erzählt hat und an das ich mich ohne diesen Anstoß nicht mehr erinnert hätte.Vielleicht ist das auch der Hauptgrund dafür, warum ich immer so heiß auf die historischen Teile des Romans war und davon gar nicht genug kriegen konnte. Purer Egoismus. :lache

  • Meine Lieben, ja, die Gegenwart hat es immer schwerer als die Vergangenheit, in der so vieles Lebensbedrohliches/Dramatisches passiert ist ...

    noch einmal zum Nachwort: Das hat nichts mit Sparsamkeit oder Geiz von Seiten des Verlags zu tun, sondern war eine grundsätzliche Entscheidung - die ich nicht teilte, aber hinnehmen musste. (Auch Titel und Cover entscheidet der Verlag, wenngleich wir Autoren auch gehört werden - aber so müssen wir es unterschreiben). In nahezu all meinen historischen Romanen gibt es historische Nachworte, ich wage sogar die Theorie, dass ich eine der der ersten Autorinnen war, die sie verfasst hat und seitdem oft kopiert wurde. Aber manchmal müssen wir Autoren eben Verlagsentscheidungen hinnehmen, ohne sie ändern zu können - so läuft heute das Geschäft. In meinem Roman wird vieles von dem historischen Hintergrund erklärt; ich glaube nicht, dass viele Fragen offen bleiben ...

    Und wenn doch: ich erläutere sie gerne ...


    Ja, ich glaube, die Geschichten der Sudetendeutschen ist es es ebenso wert, erzählt zu werden wie die der Menschen aus Ostpreußen, Schlesien oder dem Banat. Und zwar fernab aller "Volkstümelei" oder dem Geschrei der Landsmannschaften (das ich selbst unerträglich finde), sondern ruhig, gefasst und vor allem authentisch ... darum habe ich mich bemüht . Für mich ist es mein persönlichster Roman, da viel von meiner Familie eingeflossen ist ... mein Herzensbuch

  • Genau dieses Geschrei der Landsmannschaften war es, das mich jahrelang davon abgehalten hat, mich mit diesem Teil der Familiengeschichte auseinanderzusetzen. :-(


    Und für mich sind eigentlich nicht in dem Sinne Fragen offen, dass mir Dinge unklar geblieben sind, sondern ich hätte mir einfach mehr, mehr, mehr von den historischen Erzählsträngen gewünscht. :-)


    Man merkt, dass es ein Herzensbuch ist! Vielen Dank dafür!!! :knuddel1

  • freut mich sehr, sehr. In diesem Roman ist es nun so gelöst. Aber ich kann dir mehr an Historie versprechen, nur in einer Zeit erzählt: Berlin, 50er Jahre, drei Schwestern, Trilogie - und garantiert so, wie du die Fünfziger noch nie erlebt hast. Großes Kopfkino. Wann: ab kommendem Herbst, und dann dreimal hintereinander, drei Jahre lang.

    Neugierig geworden?

    Das bin ich auch ...

  • ... und die meisten Sudetendeutschen können nichts dafür f. das Geschrei der Landsmannschaften. Meine Mama und ihre Schwestern sind NICHT EINMAL zu einer dieser Versammlungen gegangen ... aber sie haben sich in ihrer 2. Heimat Bayern nach 45 mit alten Schulfreunden getroffen ... die beste Freundin meiner Mama hieß übrigens Maria und wurde Molly genannt. Leider ist sie mit Anfang 50 an Alzheimer erkrankt und bald darauf verstorben. Ihr zu Ehren erzähle ich hier die kluge Molly ...

  • "Molly" als Abkürzung von Maria war mir völlig neu, ich kannte es nur als Koseform von Margaret, also im angelsächsischen Sprachraum gebräuchlich.


    Ich weiß gar nicht, ob es im Osten Deutschlands diese Versammlungen der Landsmannschaften überhaupt gab (meine Großeltern sind in Sachsen-Anhalt gelandet), habe das Ganze erst nach der Wende wirklich wahrgenommen und mich mit Grausen abgewandt. Schade, dass dabei so das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wurde, aber das kann man im Nachhinein dann auch nicht mehr ändern. :|